Nextcloud-Client – Quelle kaputt

Wer den Nextcloud-Client wie im Artikel „Nextcloud-Client für Debian 9“ beschrieben installiert hat, wird evtl. festgestellt haben, dass die Quelle von opensuse.org kaputt ist.

Terminalausgabe

Abhilfe schafft ein Austausch des vorhandenen Eintrags in der /etc/apt/sources.list.d/nextcloud-client.list. Dazu öffnet man diese mit:

Nun wird die Zeile

durch

ersetzt und die neue Quelle mit

verifiziert.

Viel Spaß!

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 4

Ubuntu 16.04Windows 10 und Debian 9 konnte ich bislang auf dem TUXEDO InfinityBook Pro 13 testen. Nun geht es an das Innere des Pro 13. Das Gerät wird wie hier von TUXEDO beschrieben geöffnet.

Quelle: YouTube

Nach dem Lösen von 15 Schrauben und der Entfernung des Bodens erhält man einen Überblick über die Erweiterbarkeit, die zur Verfügung stehenden Schnittstellen bzw. die austauschbaren Komponenten.

Das TUXEDO InfinityBook Pro 13 von innen

Die wichtigsten Komponenten und Schnittstellen sind auf dem Bild farblich markiert. Oben links sieht man den Lüfter, welcher bei Bedarf mit Pinsel, Sauger oder Druckluft leicht vom eingezogenen Staub befreit werden kann. Rechts daneben befinden sich zwei SO-DIMM-Sockel, in denen beim Testgerät ein 16GB-Riegel verbaut ist. Da nur ein Sockel belegt ist, besteht die Möglichkeit den RAM des InifinityBook problemlos zu erweitern. Rechts daneben sieht man drei M.2-Ports. Der obere mit 42mm ist mit dem WLAN-Modul belegt. Daneben befindet sich die CMOS Batterie, welche gewechselt werden kann. Der darunter liegende 60mm-Steckplatz ist frei. Wiederum darunter, im 80mm-Port, befindet sich die M.2 NVMe SSD 250 GB Samsung 960 EVO. Unten links hat man die Option eine 2,5″ HDD/SSD in den für SATAIII-Festplatten vorgesehenen Stauraum einzubauen. 

InfinityBook Pro 13 mit zusätzlich eingebauter 2,5″ SSHD

Rechts daneben ist der Akku verbaut, welcher mit ein paar Handgriffen (lösen von 5 Schrauben) ausgebaut bzw. gewechselt ist.

ausgebauter Akku

Die Lautsprecher des InfinityBookPro 13 liegen, wie man auf den Bildern erkennen kann, links neben dem SATAIII-Port und rechts neben dem Akku.

Ansicht Akku, M.2-Ports
Ansicht Lüfter, 2,5″ SATAIII-Port

Fazit

Das TUXEDO InfinityBook Pro 13 lässt sich recht gut und leicht erweitern. Arbeits- und Festplattenspeicher können einfach hinzu gesteckt werden. Der Arbeitsspeicher kann maximal bis auf 32 GB DDR4 aufgerüstet werden. Beim Massenspeicher hat man die Wahl zu einer M.2 SSD zu greifen oder eine 2,5″ SATAIII HDD, SSHD bzw. SSD zu verwenden. Der Akku ist zwar fest verbaut, lässt sich jedoch gut demontieren und bei Bedarf durch einen neuen ersetzen. Die CMOS-Batterie sowie das WLAN-Modul können ebenfalls schnell gewechselt werden.

Bei der Montage bzw. Demontage sollte man darauf achten, dass sensible Aluminiumgehäuse vor Kratzern entsprechend zu schützen.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit dem von TUXEDO angepassten Xubuntu schlägt.

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 3

Nachdem ich Ubuntu und Windows auf dem TUXEDO InfinityBook Pro 13 getestet habe, wollte ich wissen, wie sich das frisch veröffentlichte Debian 9 Stretch auf diesem Gerät schlägt. Hatte man bei der Installation von Debian 8 noch arge Installationsprobleme mit dem Kernel 3.16, so verlief das EFI-Setup mit Stretch problemlos. Die Funktionstastenbelegung funktioniert nach dem Setup fast komplett. Der Flugmodus über die Taste F11 lässt sich mit einem kleinen Eingriff in die Konfiguration des Grub aktivieren. Die verbaute Hardware wird vollständig erkannt. Um allerdings das WLAN-Modul zu aktivieren, ist es nötig den unfreien Intel-Treiber iwlwifi (non-free) einzuspielen. Dieses Problem trat schon beim Vorgängermodell auf. Da das Pro 13 über eine LAN-Schnittstelle verfügt, kann das Paket aber problemlos aus den Quellen contrib non-free installiert werden. Die Webcam sowie der Card-Reader funktionierten auf Anhieb und die Grafik läuft einwandfrei.

Debian 9 Stretch Desktop
Debian 9 Stretch Dash
Terminal (Kernelversion 4.9)
Debian 9 Stretch Übersicht (GNOME-Version 3.22)
Cheese Webcam

Debian 9 verrichtet ansonsten seinen Dienst erwartungsgemäß stabil und zuverlässig. Das System startet einen Tick schneller als unter Ubuntu, in knapp 16 Sekunden. Allerdings muss man bei der Performance der Akkulaufzeit ein paar Abstriche machen. Nach 7:30 Stunden im üblichen Standby-Test geht dem Gerät die Puste aus. Allerdings kam ich beim Arbeiten mit dem InfinityBook auf eine ähnliche Laufleistung wie unter Ubuntu. Das Notebook quittierte seinen Dienst nach 5:10 Stunden. Verantwortlich hierfür ist der, wie unter der LTS, eingesetzte Kernel 4.9. Später sollte eine deutliche Verbesserung spürbar sein, wenn neuere Kernel über die Backports frei gegeben und auch eingespielt werden. Die CPU-Temperatur liegt im Normalbetrieb bei ca. 46°C. Dabei ist der Lüfter nicht zu hören. 

Natürlich habe ich auch wieder etwas „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ via Steam gezockt, um die CPU etwas an die Grenzen zu führen. Die Temperatur stieg in den Spitzen auf maximal 100°C. Der Lüfter machte dann natürlich ordentlich Geräusche. Das InfinityBook ist eben kein Gaming Notebook, sondern richtet sich eher an Entwickler, Reisende, Normalanwender, aber auch Blogger.

Duke Nukem 3D: Megaton Edition

Fazit

Das TUXEDO InfinityBook Pro 13 kam im Test mit Debian 9 Stretch gut zurecht. Es wurden im Test mit dem Gerät normale Aufgaben mit LibreOffice, Gimp, Inkscape, Firefox etc. erledigt. Selbst nicht so anspruchsvolle Spiele laufen auf dem InfinityBook gut. Allerdings wirkt hier der Lüfter störend.

Die Akkulaufleistung ist mit Debian 9 vergleichbar wie unter Ubuntu 16.04 LTS. Mit dem Kernel 4.9 kommt dabei die getestete Linux-Distribution auch hier nicht ansatzweise an ein Windows heran. Die Problematik ist bekannt. Jedoch besteht im Hinblick auf neuere und aktuellere Kernel etwas Hoffnung.

Alles in Allem kann man aber sehr gut auf dem InfinityBook mit Debian 9 stable arbeiten. Das TUXEDO InfinityBook Pro 13 ist also auch für eingefleischte Debianer einen Blick wert. Wobei man beim WLAN-Modul zu einem unfreien Treiber greifen muss.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie das TUXEDO InfinityBook Pro 13 von innen aussieht und wie es um die Erweiterbarkeit bestellt ist.

MySQL- Sicherung ohne Passwort im Script

Nach dem ich nun nieder geschrieben hatte, wie ich meine SQL-Datenbanken automatisch sichere, kamen einige gute Anregungen in den Kommentaren. Darauf hin habe ich das System etwas umgestellt. Dazu wurde zu allererst der Storage vom root auf einen User übertragen. Somit konnte ich auch den Cronjob für den User einrichten. Der Eintrag, wie im ersten Artikel „MySQL-Sicherung“ in /etc/crontab wurde wieder entfernt. und der Cron neu gestartet.

Als eingeloggter User habe ich dem selbigen mit

folgenden Befehl eingetragen.

Dann wurde eine ~/.my.cnf

mit entsprechendem Inhalt erstellt. Diese enthält das MySQL root Passwort.

„meinpasswort“ musste hier natürlich angepasst werden. Nach dem Abspeichern wurden der Datei die Rechte 600 vergeben.

Im Anschluss habe ich ein neues Script mit dem Inhalt

erstellt und dieses mit

ausführbar gemacht. Um die Datenbanken besser auseinander halten zu können, bekamen alle Datenbanken dieses Mal ein separates Verzeichnis.

Nun werden die Datenbank-Sicherungen jeden Morgen 2:00 Uhr in von einander getrennten Verzeichnissen komprimiert abgelegt.

Der Servercow-Storage wurde mit der Nextcloud-App „External Storage“ in die Cloud eingebunden und die Sicherungen landen so regelmäßig auf meinem Notebook.

MySQL-Sicherung

Inspiriert durch den Artikel „Backup oder Datensicherung eines root-Servers / vServers / VPS„von Bitblokes habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich meine MySQL-Datenbanken vernünftig und regelmäßig sichern kann. Die Snapshots von Servercow sind schon sehr gut, um ein Backup des ganzen Servers zu erstellen. Jedoch ist man hin und wieder auf eine einzelne Datenbank angewiesen.

Da ich bei Servercow einen zusätzlichen RAID5 HDD-Netzwerkspeicher von 150 GB und diesen in meine Nextcloud eingebunden habe, kann ich dort bequem meine Datenbanksicherungen ablegen. Bei jeder Synchronisation zu Hause, landen dann die Sicherungen auf meinem Notebook. 

Da ich bisher meine Datenbanken manuell mit mysqldump durchgeführt habe, wollte ich das Ganze nun automatisieren.

Dazu wurde das Script MySQLscript.sh

mit folgendem Inhalt erstellt.

Dabei ist „in**********“ der Name meiner ersten Datenbank. Der Eintrag „meinpasswort“ im Script muss natürlich durch das MySQL root Passwort ersetzt werden. 

Im Anschluss wird das Script ausführbar gemacht

und der Befehl mit 

in den crontab eingetragen.

So wird nach dem Neustart von Cron jeden Tag um 2:00 Uhr eine Sicherung jeder einzelnen Datenbank im Verzeichnis /samba_share/backup abgelegt.

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 2

Nachdem ich nun einige Tage mit Ubuntu auf dem TUXEDO InfinityBook Pro 13 gearbeitet habe, wollte ich nun auch Windows 10 Home 64-Bit auf dem Gerät ausprobieren. Da hier von Hause aus ein Dualboot-System vorinstalliert war, ging das natürlich problemlos. Ich hatte nun ca. einen Monat Zeit intensiv mit dem Microsoft-Betriebssystem zu arbeiten.

Windows 10 Desktop
Windows 10 Startmenü

Um einen wirklichen Vergleich zum Test „TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 1“ zu bekommen, wurden meinerseits nur Open Source Anwendungen wie Gimp, Inkscape, Filezilla, Putty, Gajim etc. installiert, mit denen ich auch auf dem Ubuntu-System gearbeitet hatte. Als Unterbau ist Windows dafür natürlich, genau wie Ubuntu, bestens geeignet. 

Das System ist in ca. 28 Sekunden vollständig gebootet und einsatzbereit. Das dauert zwar im Vergleich zu Ubuntu 10 Sekunden länger, aber was sofort auffällt, ist das bessere Energiemanagement von Windows 10. Der 36Wh Lithium-Ionen Akku wird weniger stark belastet als unter einem aktuellen Linux. So kam ich bei normaler Anwendung (abgedunkeltes Display, deaktiviertes Bluetooth und angeschlossene Funkmaus) auf gut 7:50 Stunden. Das überzeugt natürlich! Wenn man nach der von TUXEDO angewandten Testmethode vorgeht, läuft der Akku sogar bis zu 30 Stunden. TUXEDO schreibt hierzu:

Wir testen die Laufzeit unserer Notebooks immer im Leerlauf, bei minimaler Displayhelligkeit, mit deaktivierter Tastaturbeleuchtung, deaktiviertem WLAN & Bluetooth und ohne jegliche angeschlossenen Geräte (USB, LAN, HDMI, VGA, etc. abstecken!).

Das ist über das Doppelte der unter Ubuntu angegebenen Laufzeit des Herstellers. Fakt ist, der verbaute Intel Core i7-7500U scheint im Moment einfach besser mit dem Microsoft-Betriebssystem klar zu kommen als aktuelle Linux-Kernel. Die gesamte verbaute Hardware wird erwartungsgemäß, bis auf eine Ausnahme, erkannt und arbeitet einwandfrei. Nur der Insyde Airplane Mode HID Mini-Driver meldet beim ersten Start im Gerätemanager einen Konflikt. Dieser angepasste Treiber erlaubt es HID-Geräte wie Mäuse, Tastaturen und andere Eingabegeräte unter bestimmten Voraussetzungen im Flugmodus weiter zu betreiben. Komischerweise meldet Windows, dass bereits der aktuellste Treiber installiert ist. Nach einer Anfrage beim wirklich sehr schnellen und kompetenten Support von TUXEDO wurde mir der passende Treiber (07_AirplaneMode.zip) zur Verfügung gestellt, der das Problem behebt. Die Grafik des Notebooks ist sehr gut auf das Gerät abgestimmt. Die Webcam arbeitet mit einer fokussierten Gesichtserkennung. Weiterhin werden unter Windows 10 die Funktionstasten vom System angesprochen und steuern wie auch unter Ubuntu Lautstärke und Helligkeit der Tastaturbeleuchtung. 

Windows 10 Gerätemanager (nach dem ersten Start)
Windows 10 Gerätemanager (nach dem Einspielen des Airplane Mode Treibers)

Fazit

Auch wenn wahrscheinlich die Zielgruppe der TUXEDO-Hardware in erster Line Linux-User sind, so macht das InfinityBook Pro 13 mit Windows eine sehr gute Figur. Die Performance ist unter reellen Arbeitsbedingungen sogar noch besser als mit einem auf Linux basierendem Betriebssystem. Die Hardware läuft mit Microsofts Windows 10 Home 64-Bit sehr gut und energiesparend. 

Somit kann ich das Gerät auch mit dieser Konfiguration getrost zum Kauf empfehlen.

Vorschau

Im nächsten Artikel folgt ein kleiner Bericht, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit Debian 9 Stretch schlägt, welches am 17.06.2017 erscheint.

Google Earth 7 unter Stretch

Google Earth 7.1
Google Earth Starter

Vor einiger Zeit war es kaum noch möglich auf Debian 8 Google Earth zu installieren, geschweige denn vernünftig zu starten. Mittlerweile kann man Google Earth im Browser ausführen, was eine Installation obsolet macht. Jedoch habe ich nun unter Debian 9 Stretch festgestellt, dass sich die letzte Version 7.1 64-Bit problemlos installieren lässt.

Google Earth im Webbrowser

Dazu läd man die 64-Bit-Variante für Debian/Ubuntu hier herunter: https://www.google.com/intl/de/earth/download/ge/agree.html

Dann steigt man in das entsprechende Download-Verzeichnis ab und installiert das Paket mit

und führt

aus. Da sich beim ersten Start Orte nicht anfliegen lassen. Ersetzt man im Starter den Befehl zum Ausführen

durch

Viel Spaß!

http-upload in Prosody aktivieren

Um nun auch Bilder in den XMPP-Chaträumen versenden zu können, habe ich den http-upload in Prosody aktiviert. Dazu wurde zuerst ein A-Record für die Subdomain upload.intux.de angelegt. Danach musste mein Let’s Encrypt Zertifikat, welches für intux.de und www.intux.de gültig war, noch erweitert werden.

Im Anschluss wurden die Zertifikate noch in das entsprechende Verzeichnis /etc/prosody/certs kopiert.

Ich habe die Config von Prosody geöffnet.

Diese wurde um die Einträge

und 

erweitert. Danach wurde Prosody neu gestartet und http-upload aktiviert.

Tipp

In Gajim muss das Plugin HttpUpload nachinstalliert werden.

exFAT

Neulich hatte ich einen USB-Stick bekommen, welcher auf einem Windows-System in exFAT formatiert war. Um auf die Daten zugreifen zu können, war es nötig folgende Erweiterungen zu installieren.

exFAT ist ein Microsoft-Dateisystem, welches es ermöglicht Dateien größer 4GB auf einen Flash-Speicher zu schreiben.

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 1

Seit ein paar Tagen habe ich ein InfinityBook Pro 13 der Firma TUXEDO im Einsatz, welches ich schon auf der diesjährigen CeBIT bewundern konnte. Im Gespräch am TUXEDO-Stand bekundete ich bereits mein Interesse, mir das Pro 13 einmal näher ansehen zu dürfen. 

Vorab möchte ich mich bei TUXEDO bedanken, die es mir ermöglichen, das Notebook ausgiebig zu testen.

Über dieses Gerät werde ich nun in den nächsten Monaten berichten. Sinn des Ganzen ist nicht, einfach nur einen Testbericht zu schreiben, sondern meinen Lesern zu zeigen, wie sich das Gerät im Alltag eines Tech-Blogger schlägt. Dabei werden verschiedene Betriebssysteme auf dem Gerät getestet und erläutert auf welche Probleme man stoßen kann. Nun aber zu meinem ersten Eindruck:

Die Firma TUXEDO hat sich zum Ziel gesetzt dem Linux-User hochwertige Hardware zu liefern. Vor genau einem Jahr hatte ich schon einmal ein Gerät aus Königsbrunn. Dazu entstand der Artikel „TUXEDO InfinityBook 13 v2„.

Ein Jahr später steht nun das nagelneue InfinityBook Pro 13 auf meinem Schreibtisch und ich bin vom ersten Eindruck begeistert. Das Gerät macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Aluminiumgehäuse, welches das gesamte Notebook umschließt, wirkt robust und edel. Die Verarbeitung ist recht gut, könnte aber im Detail noch einen Tick besser sein. Die Spaltmaße wirken bei normalem Licht nahezu perfekt, doch offenbaren sich hier, bei etwas mehr Dunkelheit, kleine Schwächen. Diese fallen tatsächlich aber nur bei näherer Betrachtung ins Auge. Das Gerät hat folgende Austattung:

  • Arbeitsspeicher (DDR4 SO-DIMM): 16 GB (1x 16GB) 2400Mhz Crucial
  • Display / Bildschirm: Full-HD (1920 x 1080) IPS-Panel matt
  • Festplatte (SATAIII, 6Gb/s): ohne Festplatte
  • Festplatte M.2 SSD: 250 GB Samsung 960 EVO (PCIe/NVMe)
  • Prozessor (Intel Kaby Lake-U): Intel Core i7-7500U (2x 2.7-3.5GHz Dual-Core, 4 Threads, 4MB Cache, 7,5-15W TDP)
  • Tastatur / Keyboard: DEUTSCH (DE-DE) beleuchtet
  • WLAN & Bluetooth: Intel Dual AC 8265 & Bluetooth (M.2 2230) (Empfehlung)
  • Betriebssystem Linux: Ubuntu 16.04 LTS 64Bit (Empfehlung)
  • Betriebssystem Windows: Windows 10 Home 64Bit
  • UMTS / LTE Modul: ohne UMTS / LTE Modul

Die verbaute Hardware befindet sich momentan im Highend-Bereich. Das Gerät wiegt 1,3kg und ist nur 18mm dick. Positiv fällt auf, dass das InfinityBook Pro 13 über eine LAN-Schnittstelle verfügt. Diese war leider beim Vorgänger nicht vorhanden. Ein Debian zu installieren war somit umständlich. Das sollte beim InfinityBook Pro 13 nun kein Problem mehr darstellen. Das Gerät verfügt weiterhin über ausreichend USB-Schnittstellen (2 x USB 3.1 Type A und 1 x USB Typ-C mit Thunderbolt 3), einen Card-Reader und auf Wunsch sogar über ein UMTS/LTE-Modul. Das macht dieses Notebook gerade auf Reisen interessant. Ein HDMI-Anschluss sowie ein MiniDisplay Port sind ebenfalls verbaut. Das matte 13 Zoll IPS-Panel Display löst in FullHD (1920 x 1080) auf und ist sehr hell und kontrastreich. Die Funktionstasten lassen sich durch spezielle TUXEDO-Anpassungen in Ubuntu steuern. Dadurch ist es möglich, nicht nur die Helligkeit des Displays sondern auch der Tasten stufenweise zu dimmen. Die Tastaturbeleuchtung kann im Übrigen auch vollständig ausgeschaltet werden. Die verbaute M.2 SSD EVO 960 von Samsung ist blitzschnell. Das vorinstallierte Ubuntu 16.04 LTS startet in 18 Sekunden. Der verbaute 36Wh Lithium-Ionen Akku fällt etwas kleiner als beim getesteten Vorgängermodell aus, ist jedoch sehr gut auf die verbaute Hardware abgestimmt. Nach den TUXEDO-eigenen Tests hält dieser bis zu 12h mit Kernel 4.11rc4. Ich kam leider mit dem Kernel 4.9 nur auf etwas über 10h. Ein besseres Energiemangement des Kernel 4.11 sorgt an dieser Stelle für bessere Werte in der Testumgebung des Herstellers. Da diese Tests aber nicht wirklich etwas mit der Realität zu tun haben, war es dennoch interessant, dass das InfinityBook im normalen Einsatz (abgedunkeltes Display, deaktiviertes Bluetooth und angeschlossene Funkmaus) auf immerhin 5:20 Stunden kam. Das sind deutlich bessere Werte als beim getesteten Vorgängermodell mit 45Wh. Die Steigerung beträgt damit knapp 40%. Besonders witzig bei den Geräten von TUXEDO ist die spezielle Tux-Taste, welche die gewohnte Windows- oder Super-Taste ersetzt. Hier erkennt man sofort welche Zielgruppe mit der Hardware in erster Linie angesprochen werden soll.

TUXEDO InfinityBook Pro 13
Logo auf dem Gehäusedeckel
TUXEDO InfinityBook Pro 13
Anschlüsse rechts
Anschlüsse links
Tux-Taste
Tastatur und Touchpad
Verarbeitungsschwächen am Gehäuse.

Der Intel Core i7-7500U arbeitet flott und geräuschlos mit ca. 46°C im Normalbetrieb. Ubuntu 16.04 LTS kommt gut mit der Grafik zurecht. Ich hatte diesbezüglich während des Einsatzes mit Ubuntu keinerlei Probleme. Beim Gaming via Steam musste als Referenz wieder „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ her halten. Hier stieg die Temperatur auf ca. 90°C an. Der Lüfter war erstmals richtig zu hören. Natürlich muss man sehen, dass es sich hierbei um ein Notebook handelt, welches für den alltäglichen Gebrauch gebaut wurde. Die Stärken liegen hier eindeutig im mobilen Office-Bereich.

Der Grundpreis des InfinityBook Pro liegt bei 1099,00€. Man kann dieses Gerät speziell nach seinen Wünschen anpassen lassen, sodass das Testgerät mit 1411,99€ zu Buche schlägt.

Ubuntu 16.04
Ubuntu Dash
Terminal (Kernelversion 4.9)
Ubuntu Dateien
Firefox

Fazit

Das InfinityBook Pro 13 ist ein gut verarbeitetes Notebook im ansprechenden Aluminiumgehäuse. Die Hardware ist auf dem neuesten Stand der Technik. Wahlweise kann das Gerät mit den verschiedensten Linux-Distributionen oder gegen Aufpreis mit Windows sowie als Dualboot mit Linux und Windows vom Werk aus bestellt werden. Das InfinityBook richtet sich an Entwickler und Leute die viel unterwegs sind und auf ein leistungsfähiges Notebook auf Reisen nicht verzichten möchten. Hierfür ist das 13 Zoll Display völlig ausreichend. Ein optionales UMTS/LTE-Modul sorgt für genügend Mobilität.

Kleine Mängel muss ich dennoch aufführen. So gibt es beim Gehäuse, in Höhe der Webcam, Verarbeitungsschwächen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die in der Branche übliche und in die Irre führende Bewertung der Akkulaufzeit. Ein anderes Problem stellt das Wlan-Modul des Pro 13 dar, welches auch bei diesem Gerät nicht mit freien Treibern arbeitet.

Trotz einiger Kritik würde ich das InfinityBook Pro 13 dennoch zum Kauf empfehlen. Der Kunde erhält aus meiner Sicht ein gut verarbeitetes und leistungsstarkes Gerät zu einem gerechtfertigten Preis.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit Windows 10 schlägt.