TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 3

Nachdem ich Ubuntu und Windows auf dem TUXEDO InfinityBook Pro 13 getestet habe, wollte ich wissen, wie sich das frisch veröffentlichte Debian 9 Stretch auf diesem Gerät schlägt. Hatte man bei der Installation von Debian 8 noch arge Installationsprobleme mit dem Kernel 3.16, so verlief das EFI-Setup mit Stretch problemlos. Die Funktionstastenbelegung funktioniert nach dem Setup fast komplett. Der Flugmodus über die Taste F11 lässt sich mit einem kleinen Eingriff in die Konfiguration des Grub aktivieren. Die verbaute Hardware wird vollständig erkannt. Um allerdings das WLAN-Modul zu aktivieren, ist es nötig den unfreien Intel-Treiber iwlwifi (non-free) einzuspielen. Dieses Problem trat schon beim Vorgängermodell auf. Da das Pro 13 über eine LAN-Schnittstelle verfügt, kann das Paket aber problemlos aus den Quellen contrib non-free installiert werden. Die Webcam sowie der Card-Reader funktionierten auf Anhieb und die Grafik läuft einwandfrei.

Debian 9 Stretch Desktop
Debian 9 Stretch Dash
Terminal (Kernelversion 4.9)
Debian 9 Stretch Übersicht (GNOME-Version 3.22)
Cheese Webcam

Debian 9 verrichtet ansonsten seinen Dienst erwartungsgemäß stabil und zuverlässig. Das System startet einen Tick schneller als unter Ubuntu, in knapp 16 Sekunden. Allerdings muss man bei der Performance der Akkulaufzeit ein paar Abstriche machen. Nach 7:30h im üblichen Standby-Test geht dem Gerät die Puste aus. Allerdings kam ich beim Arbeiten mit dem InfinityBook auf eine ähnliche Laufleistung wie unter Ubuntu. Das Notebook quittierte seinen Dienst nach 5:10h. Verantwortlich hierfür ist der, wie unter der LTS, eingesetzte Kernel 4.9. Später sollte eine deutliche Verbesserung spürbar sein, wenn neuere Kernel über die Backports frei gegeben und auch eingespielt werden. Die CPU-Temperatur liegt im Normalbetrieb bei ca. 46°C. Dabei ist der Lüfter nicht zu hören. 

Natürlich habe ich auch wieder etwas „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ via Steam gezockt, um die CPU etwas an die Grenzen zu führen. Die Temperatur stieg in den Spitzen auf maximal 100°C. Der Lüfter machte dann natürlich ordentlich Geräusche. Das InfinityBook ist eben kein Gaming Notebook, sondern richtet sich eher an Entwickler, Reisende, Normalanwender, aber auch Blogger.

Duke Nukem 3D: Megaton Edition

Fazit

Das TUXEDO InfinityBook Pro 13 kam im Test mit Debian 9 Stretch gut zurecht. Es wurden im Test mit dem Gerät normale Aufgaben mit LibreOffice, Gimp, Inkscape, Firefox etc. erledigt. Selbst nicht so anspruchsvolle Spiele laufen auf dem InfinityBook gut. Allerdings wirkt hier der Lüfter störend.

Die Akkulaufleistung ist mit Debian 9 vergleichbar wie unter Ubuntu 16.04 LTS. Mit dem Kernel 4.9 kommt dabei die getestete Linux-Distribution auch hier nicht ansatzweise an ein Windows heran. Die Problematik ist bekannt. Jedoch besteht im Hinblick auf neuere und aktuellere Kernel etwas Hoffnung.

Alles in Allem kann man aber sehr gut auf dem InfinityBook mit Debian 9 stable arbeiten. Das TUXEDO InfinityBook Pro 13 ist also auch für eingefleischte Debianer einen Blick wert. Wobei man beim WLAN-Modul zu einem unfreien Treiber greifen muss.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie das TUXEDO InfinityBook Pro 13 von innen aussieht und wie es um die Erweiterbarkeit bestellt ist.

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 2

Nachdem ich nun einige Tage mit Ubuntu auf dem TUXEDO InfinityBook Pro 13 gearbeitet habe, wollte ich nun auch Windows 10 Home 64-Bit auf dem Gerät ausprobieren. Da hier von Hause aus ein Dualboot-System vorinstalliert war, ging das natürlich problemlos. Ich hatte nun ca. einen Monat Zeit intensiv mit dem Microsoft-Betriebssystem zu arbeiten.

Windows 10 Desktop
Windows 10 Startmenü

Um einen wirklichen Vergleich zum Test „TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 1“ zu bekommen, wurden meinerseits nur Open Source Anwendungen wie Gimp, Inkscape, Filezilla, Putty, Gajim etc. installiert, mit denen ich auch auf dem Ubuntu-System gearbeitet hatte. Als Unterbau ist Windows dafür natürlich, genau wie Ubuntu, bestens geeignet. 

Das System ist in ca. 28 Sekunden vollständig gebootet und einsatzbereit. Das dauert zwar im Vergleich zu Ubuntu 10 Sekunden länger, aber was sofort auffällt, ist das bessere Energiemanagement von Windows 10. Der 36Wh Lithium-Ionen Akku wird weniger stark belastet als unter einem aktuellen Linux. So kam ich bei normaler Anwendung (abgedunkeltes Display, deaktiviertes Bluetooth und angeschlossene Funkmaus) auf gut 7:50 Stunden. Das überzeugt natürlich! Wenn man nach der von TUXEDO angewandten Testmethode vorgeht, läuft der Akku sogar bis zu 30 Stunden. TUXEDO schreibt hierzu:

Wir testen die Laufzeit unserer Notebooks immer im Leerlauf, bei minimaler Displayhelligkeit, mit deaktivierter Tastaturbeleuchtung, deaktiviertem WLAN & Bluetooth und ohne jegliche angeschlossenen Geräte (USB, LAN, HDMI, VGA, etc. abstecken!).

Das ist über das Doppelte der unter Ubuntu angegebenen Laufzeit des Herstellers. Fakt ist, der verbaute Intel Core i7-7500U scheint im Moment einfach besser mit dem Microsoft-Betriebssystem klar zu kommen als aktuelle Linux-Kernel. Die gesamte verbaute Hardware wird erwartungsgemäß, bis auf eine Ausnahme, erkannt und arbeitet einwandfrei. Nur der Insyde Airplane Mode HID Mini-Driver meldet beim ersten Start im Gerätemanager einen Konflikt. Dieser angepasste Treiber erlaubt es HID-Geräte wie Mäuse, Tastaturen und andere Eingabegeräte unter bestimmten Voraussetzungen im Flugmodus weiter zu betreiben. Komischerweise meldet Windows, dass bereits der aktuellste Treiber installiert ist. Nach einer Anfrage beim wirklich sehr schnellen und kompetenten Support von TUXEDO wurde mir der passende Treiber (07_AirplaneMode.zip) zur Verfügung gestellt, der das Problem behebt. Die Grafik des Notebooks ist sehr gut auf das Gerät abgestimmt. Die Webcam arbeitet mit einer fokussierten Gesichtserkennung. Weiterhin werden unter Windows 10 die Funktionstasten vom System angesprochen und steuern wie auch unter Ubuntu Lautstärke und Helligkeit der Tastaturbeleuchtung. 

Windows 10 Gerätemanager (nach dem ersten Start)
Windows 10 Gerätemanager (nach dem Einspielen des Airplane Mode Treibers)

Fazit

Auch wenn wahrscheinlich die Zielgruppe der TUXEDO-Hardware in erster Line Linux-User sind, so macht das InfinityBook Pro 13 mit Windows eine sehr gute Figur. Die Performance ist unter reellen Arbeitsbedingungen sogar noch besser als mit einem auf Linux basierendem Betriebssystem. Die Hardware läuft mit Microsofts Windows 10 Home 64-Bit sehr gut und energiesparend. 

Somit kann ich das Gerät auch mit dieser Konfiguration getrost zum Kauf empfehlen.

Vorschau

Im nächsten Artikel folgt ein kleiner Bericht, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit Debian 9 Stretch schlägt, welches am 17.06.2017 erscheint.

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 1

Seit ein paar Tagen habe ich ein InfinityBook Pro 13 der Firma TUXEDO im Einsatz, welches ich schon auf der diesjährigen CeBIT bewundern konnte. Im Gespräch am TUXEDO-Stand bekundete ich bereits mein Interesse, mir das Pro 13 einmal näher ansehen zu dürfen. 

Vorab möchte ich mich bei TUXEDO bedanken, die es mir ermöglichen, das Notebook ausgiebig zu testen.

Über dieses Gerät werde ich nun in den nächsten Monaten berichten. Sinn des Ganzen ist nicht, einfach nur einen Testbericht zu schreiben, sondern meinen Lesern zu zeigen, wie sich das Gerät im Alltag eines Tech-Blogger schlägt. Dabei werden verschiedene Betriebssysteme auf dem Gerät getestet und erläutert auf welche Probleme man stoßen kann. Nun aber zu meinem ersten Eindruck:

Die Firma TUXEDO hat sich zum Ziel gesetzt dem Linux-User hochwertige Hardware zu liefern. Vor genau einem Jahr hatte ich schon einmal ein Gerät aus Königsbrunn. Dazu entstand der Artikel „TUXEDO InfinityBook 13 v2„.

Ein Jahr später steht nun das nagelneue InfinityBook Pro 13 auf meinem Schreibtisch und ich bin vom ersten Eindruck begeistert. Das Gerät macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Aluminiumgehäuse, welches das gesamte Notebook umschließt, wirkt robust und edel. Die Verarbeitung ist recht gut, könnte aber im Detail noch einen Tick besser sein. Die Spaltmaße wirken bei normalem Licht nahezu perfekt, doch offenbaren sich hier, bei etwas mehr Dunkelheit, kleine Schwächen. Diese fallen tatsächlich aber nur bei näherer Betrachtung ins Auge. Das Gerät hat folgende Austattung:

  • Arbeitsspeicher (DDR4 SO-DIMM): 16 GB (1x 16GB) 2400Mhz Crucial
  • Display / Bildschirm: Full-HD (1920 x 1080) IPS-Panel matt
  • Festplatte (SATAIII, 6Gb/s): ohne Festplatte
  • Festplatte M.2 SSD: 250 GB Samsung 960 EVO (PCIe/NVMe)
  • Prozessor (Intel Kaby Lake-U): Intel Core i7-7500U (2x 2.7-3.5GHz Dual-Core, 4 Threads, 4MB Cache, 7,5-15W TDP)
  • Tastatur / Keyboard: DEUTSCH (DE-DE) beleuchtet
  • WLAN & Bluetooth: Intel Dual AC 8265 & Bluetooth (M.2 2230) (Empfehlung)
  • Betriebssystem Linux: Ubuntu 16.04 LTS 64Bit (Empfehlung)
  • Betriebssystem Windows: Windows 10 Home 64Bit
  • UMTS / LTE Modul: ohne UMTS / LTE Modul

Die verbaute Hardware befindet sich momentan im Highend-Bereich. Das Gerät wiegt 1,3kg und ist nur 18mm dick. Positiv fällt auf, dass das InfinityBook Pro 13 über eine LAN-Schnittstelle verfügt. Diese war leider beim Vorgänger nicht vorhanden. Ein Debian zu installieren war somit umständlich. Das sollte beim InfinityBook Pro 13 nun kein Problem mehr darstellen. Das Gerät verfügt weiterhin über ausreichend USB-Schnittstellen (2 x USB 3.1 Type A und 1 x USB Typ-C mit Thunderbolt 3), einen Card-Reader und auf Wunsch sogar über ein UMTS/LTE-Modul. Das macht dieses Notebook gerade auf Reisen interessant. Ein HDMI-Anschluss sowie ein MiniDisplay Port sind ebenfalls verbaut. Das matte 13 Zoll IPS-Panel Display löst in FullHD (1920 x 1080) auf und ist sehr hell und kontrastreich. Die Funktionstasten lassen sich durch spezielle TUXEDO-Anpassungen in Ubuntu steuern. Dadurch ist es möglich, nicht nur die Helligkeit des Displays sondern auch der Tasten stufenweise zu dimmen. Die Tastaturbeleuchtung kann im Übrigen auch vollständig ausgeschaltet werden. Die verbaute M.2 SSD EVO 960 von Samsung ist blitzschnell. Das vorinstallierte Ubuntu 16.04 LTS startet in 18 Sekunden. Der verbaute 36Wh Lithium-Ionen Akku fällt etwas kleiner als beim getesteten Vorgängermodell aus, ist jedoch sehr gut auf die verbaute Hardware abgestimmt. Nach den TUXEDO-eigenen Tests hält dieser bis zu 12h mit Kernel 4.11rc4. Ich kam leider mit dem Kernel 4.9 nur auf etwas über 10h. Ein besseres Energiemangement des Kernel 4.11 sorgt an dieser Stelle für bessere Werte in der Testumgebung des Herstellers. Da diese Tests aber nicht wirklich etwas mit der Realität zu tun haben, war es dennoch interessant, dass das InfinityBook im normalen Einsatz (abgedunkeltes Display, deaktiviertes Bluetooth und angeschlossene Funkmaus) auf immerhin 5:20 Stunden kam. Das sind deutlich bessere Werte als beim getesteten Vorgängermodell mit 45Wh. Die Steigerung beträgt damit knapp 40%. Besonders witzig bei den Geräten von TUXEDO ist die spezielle Tux-Taste, welche die gewohnte Windows- oder Super-Taste ersetzt. Hier erkennt man sofort welche Zielgruppe mit der Hardware in erster Linie angesprochen werden soll.

TUXEDO InfinityBook Pro 13
Logo auf dem Gehäusedeckel
TUXEDO InfinityBook Pro 13
Anschlüsse rechts
Anschlüsse links
Tux-Taste
Tastatur und Touchpad
Verarbeitungsschwächen am Gehäuse.

Der Intel Core i7-7500U arbeitet flott und geräuschlos mit ca. 46°C im Normalbetrieb. Ubuntu 16.04 LTS kommt gut mit der Grafik zurecht. Ich hatte diesbezüglich während des Einsatzes mit Ubuntu keinerlei Probleme. Beim Gaming via Steam musste als Referenz wieder „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ her halten. Hier stieg die Temperatur auf ca. 90°C an. Der Lüfter war erstmals richtig zu hören. Natürlich muss man sehen, dass es sich hierbei um ein Notebook handelt, welches für den alltäglichen Gebrauch gebaut wurde. Die Stärken liegen hier eindeutig im mobilen Office-Bereich.

Der Grundpreis des InfinityBook Pro liegt bei 1099,00€. Man kann dieses Gerät speziell nach seinen Wünschen anpassen lassen, sodass das Testgerät mit 1411,99€ zu Buche schlägt.

Ubuntu 16.04
Ubuntu Dash
Terminal (Kernelversion 4.9)
Ubuntu Dateien
Firefox

Fazit

Das InfinityBook Pro 13 ist ein gut verarbeitetes Notebook im ansprechenden Aluminiumgehäuse. Die Hardware ist auf dem neuesten Stand der Technik. Wahlweise kann das Gerät mit den verschiedensten Linux-Distributionen oder gegen Aufpreis mit Windows sowie als Dualboot mit Linux und Windows vom Werk aus bestellt werden. Das InfinityBook richtet sich an Entwickler und Leute die viel unterwegs sind und auf ein leistungsfähiges Notebook auf Reisen nicht verzichten möchten. Hierfür ist das 13 Zoll Display völlig ausreichend. Ein optionales UMTS/LTE-Modul sorgt für genügend Mobilität.

Kleine Mängel muss ich dennoch aufführen. So gibt es beim Gehäuse, in Höhe der Webcam, Verarbeitungsschwächen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die in der Branche übliche und in die Irre führende Bewertung der Akkulaufzeit. Ein anderes Problem stellt das Wlan-Modul des Pro 13 dar, welches auch bei diesem Gerät nicht mit freien Treibern arbeitet.

Trotz einiger Kritik würde ich das InfinityBook Pro 13 dennoch zum Kauf empfehlen. Der Kunde erhält aus meiner Sicht ein gut verarbeitetes und leistungsstarkes Gerät zu einem gerechtfertigten Preis.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit Windows 10 schlägt.

Mini-Office mit dem Raspberry Pi – Teil 5

Das Projekt Mini-Office hat nun glücklicherweise seinen Abschluss gefunden. Bisher sah es so aus, als müssten wir den alten Multifunktionsdrucker Brother MFC-7420 aufgeben und durch einen HP-Printer ersetzen.

Da es für den MFC 7420 keine geeigneten Linux-Treiber für den Raspberry Pi gibt, musste ich hier wie folgt vorgehen. Den entscheidenden Tipp zum problemlösenden Artikel von Masterofpc’s bekam ich von Malte.

Zuerst wurde dem root ein Passwort zugewiesen, um den Printserver administrieren zu können .

Dann wurden die Pakete system-config-printer und CUPS installiert.

Jetzt kam noch die freie Treiberbibliothek foomatic-db-compressed-ppds hinzu.

Der Drucker wurde nun via USB an den Raspberry Pi angeschlossen.

Nach Aufruf des Webinterface von CUPS über

http://localhost:631

im Browser konnte der MFC 7420 problemlos installiert werden. Zuerst wählt man CUPS für Administratoren => Drucker und Klassen hinzufügen. Hierbei wählt man sich als root mit dem zuvor vergebenen Passwort ein.

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Nun geht man auf Drucker => Verfügbare Drucker auflisten.

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Der Brother MFC 7420 ließ sich als verfügbarer Drucker hinzufügen.

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Die Freigabe im Netzwerk wurde noch aktiviert.

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Die Marke Brother konnte gewählt werden.

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Für den Treiber wird hier der Brother HL-5050 Foomatic/hl1250 ausgewählt.

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Die vorgegebenen Standardeinstellungen werden hier festgelegt.

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Der MCF 7420 ist nun aktiv und für den Betrieb konfiguriert.

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Damit sind die gesteckten Ziele wie im Artikel „Mini-Office mit dem Raspberry Pi – Teil 2“ beschrieben umgesetzt. Der ganze Spaß kostete nur 205,37€.

Mini-Office mit dem Raspberry Pi – Teil 4

Die erstellten Daten im Mini-Office werden wie erwähnt in einer Cloud gespeichert. Hierzu dient der vorhandene 1&1 Online-Speicher. Dieser war bisher  über ein Lesezeichen als Favorit in PCManFM zu erreichen. Die Problematik hierbei war, dass immer wieder Benutzername und Passwort eingegeben werden mussten.

Das Ganze geht natürlich auch wesentlich einfacher. Der 1&1 Online-Speicher kann ganz einfach in in das Dateisystem gemountet werden.

Dazu installiert man davfs2.

Die folgende Eingabe Aufforderung bestätigt man mit ja. N

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Nun erstellt man das Mount-Verzeichnis.

Nun wird in der Datei /etc/davfs2/davfs2.conf die Option if_match_bug einkommentiert und auf 1 gesetzt.

Dazu einfach die Raute (#) vor dem Eintrag entfernen (siehe hier).

Nun werden in der Datei /etc/davfs2/secrets Benutzername und Passwort hinterlegt.

Dazu wird folgende Zeile eingefügt. BN und PW sind durch die entsprechenden Daten zu ersetzen.

Der Benutzer der auf das WebDAV-Verzeichnis zugreifen soll wird nun in die Benutzergruppe davfs2 eingetragen. Im meinem Fall ist das pi.

Nun noch die /etc/fstab editieren

und die Zeile

einfügen.

Nun abschließend das System neu starten und fertig.

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Mini-Office mit dem Raspberry Pi – Teil 3

Heute konnte ich das Projekt vorerst abschließen. Der Raspberry Pi wurde über eine DynDNS von außen erreichbar gemacht. So kann dieser nun via SSH und RDP über das Internet administriert werden. Als Browser zur Preisabfrage beim Großhandel wird Firefox verwendet. Als eMail-Client dient Icedove. Dokumente werden auf einem 1&1 Online-Speicher (100 GB) abgelegt.

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Nun fehlt nur noch ein entsprechender Multifunktionsdrucker mit Fax und WLAN.

Mini-Office mit dem Raspberry Pi – Teil 2

Geplant ist ein kleines Büro eines Ein­mann­be­triebs aus der Metallbau-Branche internetfähig zu machen.

Was war bisher im Einsatz?

Bis jetzt wurde hier mit einem Uralt-Notebook (Windows XP), angeschlossen an einem Multifunktionsdrucker, gefrickelt. Obwohl Internet und Wlan vorhanden sind, war das Notebook wegen XP nie online. Die Kommunikation lief ausschließlich über Telefon und Fax. Wobei das Fax vorrangig für den Empfang von Dokumenten und Zeichnungen diente. Mit dem Notebook wurden Rechnungen erstellt, die dann an den veralteten Multifunktionsdrucker von Brother weiter gegeben wurden.

Was soll jetzt zum Einsatz kommen?

Nun soll ein Rechner installiert werden, welcher eine permanente Verbindung zum Internet hat und über eine DynDNS von außen administrierbar ist. Dieser soll zum Surfen dienen, um u.a. Preise beim Großhandel abzufragen. Rechnungen sollen nach wie vor erstellt und ausgedruckt werden. Dabei sollen diese Daten in einer Cloud bzw. auf einer Online-Festplatte gespeichert werden. Der Drucker soll später im Netzwerk hängen, um Dokumente auch vom Smartphone bzw. Tablet aus drucken zu können. Dies soll dann aber auch aus der Ferne möglich sein.

In einer ersten Testumgebung konnte ich das bereits zu Hause simulieren. Dazu wurde ein HP-Drucker im WLAN-Netzwerk angesteuert. Zu installieren waren neben dem HP-Treiber HPLIP der Print Server CUPS sowie ein Druckerkonfigurations-Tool.

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Was wird nun benötigt?

  • RPi 42,60€
  • Gehäuse + Netzteil 21,99€
  • MicroSD (32GB) 11,99€
  • Tastatur + Maus 25,99€
  • Monitor 102,80€

Der Gesamtpreis beträgt im Moment 205,37€.

  • opt. Drucker (Laser) ca. 300€

Ich berichte wie es weiter geht und sich die Technik im Alltag schlägt.

Mini-Office mit dem Raspberry Pi – Teil 1

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Heute beginnt mein kleines Projekt Mini-Office mit dem Raspberry Pi. Geplant ist den RPi 3 im Dauereinsatz in einem kleinen Büro so zu integrieren, dass er den Mailverkehr übernimmt, zum Surfen dient und mit der Bürosuite LibreOffice Dokumente erstellt, um diese an einen Drucker zu übergeben. Erstellte Dokumente sollen dann in einer Cloud abgespeichert werden.

Mal sehen, ob der Einplatinencomputer im Alltag bestehen kann.

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TUXEDO InfinityBook 13 v2

tuxedo_logo

Die Zeit, als Rechner mit vorinstalliertem Linux noch lieblos zusammengeschustert wurden, gehört wohl mit TUXEDO endgültig der Vergangenheit an. Schon auf der diesjährigen CeBIT konnte ich mich von der recht hochwertigen Qualität der angebotenen PCs und Notebooks überzeugen. Dieser PC-Hersteller aus Königsbrunn bietet dem Linux-Nutzer maßgeschneiderte Hardware zu akzeptablen Preisen.

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TUXEDO InfinityBook 13 v2
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Anschlüsse links
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Tux-Taste
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Anschlüsse rechts

Ich hatte das Glück das TUXEDO InfinityBook 13 v2 – 13,3″ einen Monat ausgiebig zu testen. Das Gerät hatte folgende Austattung:

  • Arbeitsspeicher (DDR3 SO-DIMM): 8 GB (1x 8192MB) 1600MHz Crucial
  • Display / Bildschirm: Full-HD (1920 x 1080) IPS-Panel matt
  • Festplatte (SATAIII): 500 GB HDD (HGST/WD / 7.200 rpm / 2,5″)
  • Festplatte M.2 SSD: 250 GB Samsung 850 EVO
  • Prozessor (Intel Skylake-U): Intel Core i7-6500U (2x 2.5-3.1GHz Dual-Core, 4 Threads, 4MB Cache, 7,5-15W TDP)
  • Tastatur / Keyboard: DEUTSCH (DE-DE) beleuchtet
  • WLAN & Bluetooth: Intel Dual AC 8260 & Bluetooth (M.2 2230)

Das formschöne, matte Aluminiumgehäuse des InfinityBooks hinterlässt einen sehr edlen Eindruck. Das Gerät mit der Tux-Taste wiegt 1,4 kg und ist nur 18 mm dick. Das Display löst gestochen scharf in Full HD (1920×1080) auf. Die Schrift auf dem 13,3″-Display ist zwar recht klein, jedoch nach ein wenig Gewöhnung noch angenehm fürs Auge. Die matte Oberfläche des Displays spiegelt nur wenig bei Sonneneinstrahlung.

Als Betriebssystem lief anfangs Elementary OS 0.3.2 Freya (64-bit). Im Zusammenspiel von Gehäuse und Desktop-Umgebung kam hier ein wenig MacBook-Feeling auf. Mit der verbauten HDD startet das System in ca. 43 Sekunden. Wird das Betriebssystem hingegen auf der zweiten M.2 SSD installiert, bootet das System deutlich schneller und holt einiges an Performance zusätzlich heraus. Prozessor und RAM sorgen dafür, dass man flott mit dem Gerät arbeiten kann. Die Helligkeit der beleuchteten Tastatur wird in zwei Schritten angepasst. Die Hintergrundbeleuchtung kann aber auch völlig deaktiviert werden. Verbaut sind weiterhin ein USB 3.1 Gen1 (Type C), ein USB 3.0 und ein USB 2.0 (Typ A) Anschluss sowie eine Webcam und Bluetooth.

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Elementary OS 0.3.2

Das InfinityBook ist gut für Entwickler geeignet und braucht sich meiner Meinung nach nicht hinter einem XPS von Dell verstecken. Der Lüfter ist während des Normalbetriebs kaum hörbar. Unter Last ändert sich dies jedoch erheblich.

Zum Test wurde natürlich auch Valves Steam installiert, was hier auf dem InfinityBook kein Problem darstellte. Der Klassiker „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ wurde  eine Stunde angespielt. Das Ganze lief ruckelfrei und ohne Probleme. Leider war hierbei, wie zuvor schon erwähnt, der Lüfter deutlich hörbar. Die CPU-Temperatur stieg auf maximal 86°C. Bei normaler Nutzung wie Browser, Textverarbeitung etc. erreicht man gerade einmal 48°C, bei völliger Ruhe.

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Duke Nukem 3D: Megaton Edition

TUXEDO wirbt u.a. mit:

TUXEDO Computers sind individuell gebaute Computer/PCs und Notebooks die vollständig Linux tauglich sind, eben Linux-Hardware im Maßanzug

Dies ist prinzipiell richtig, wenn man eine, während der Zusammenstellung im Shop auswählbaren Distributionen, wählt. Der im Testgerät verbaute WLAN-Chip läuft nur mit einem unfreien Intel-Treiber. Dies hat zur Folge, dass es hier bei der Installation anderer Distributionen Probleme geben kann. So ist es mir nicht ohne weiteres gelungen, Debian GNU/Linux zu installieren, da das Notebook über keine LAN-Schnittstelle verfügt. Abhilfe schaffte hier aber ein geeigneter USB zu Ethernet Adapter.

Auf Wunsch bekommt man vom Hersteller bei Bedarf ein vorinstalliertes Debian „Testing“ (aufgrund performanterer Hardwareunterstützung). Debian 8 läuft übrigens mit dem Kernel 4.5 und dem aktuelleren Xorg-Treiber aus den Backports ohne Probleme. Weiterhin muss der unfreie Intel-WLAN-Treiber iwlwifi (non-free) installiert werden. Die Vorgehensweise ist dabei analog wie im Artikel „Debian 8 auf dem ThinkPad E550“ beschrieben.

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USB zu Ethernet Adapter
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Debian 8.4
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Iceweasel auf Debian

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei TUXEDO bedanken, die mir völlige Freiheiten bei der Wahl des OS während des Testes einräumten. So konnte ich das installierte Elementary OS u.a. gegen die aktuelle Version Ubuntu 16.04 LTS austauschen. Hierzu kann man die normale Desktop-Version von ubuntu.com installieren. Ein downloadbares Skript von TUXEDO sorgt für den letzten Feinschliff auf dem Notebook. Dabei werden optimierte Treiber, Wallpaper und das Energiespar-Tool TLP eingespielt. Weiterhin konfiguriert das Skript die Sondertasten und deaktiviert die Shoppingvorschläge von Amazon. Ubuntu 16.04 LTS machte während des gesamten Zeitraums, auch unter Berücksichtigung der Installation und Konfiguration, die beste Figur.

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Ubuntu 16.04 LTS

Problematisch sehe ich die angegebene Akkulaufzeit. TUXEDO wirbt hier auf der Produktseite mit bis zu 15 Stunden, des fest verbauten 45 Wh Lithium-Ionen Akkus. Im Test kam das Gerät aber lediglich bei der Erledigung normaler Aufgaben, wie dem Surfen mit Firefox und dem Arbeiten mit der Büro-Suite LibreOffice, bei mittlerer Helligkeit und deaktivierter Hintergrundbeleuchtung, auf 3:50h. Laut Golem sollte hingegen die maximale Akkulaufzeit von 15 Stunden nur bei deaktivierten Funkverbindungen und minimaler Helligkeit unter Elementary OS erreicht werden. Hier sollte der Hersteller für mehr Klarheit sorgen!

Fazit

Das TUXEDO InfinityBook 13 v2 ist ein gut verarbeitetes Gerät in einem stylischen Aluminiumgehäuse mit aktueller Hardware und vorinstallierter Linux-Distribution eigener Wahl. Wobei Ubuntu hier im Test am ehesten überzeugen konnte. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mit 1061,90€ in Ordnung. Dabei ist das InfinityBook bei vergleichbarer Austattung wesentlich günstiger als ein Dell XPS oder MacBook. Bei TUXEDO kann man die verbauten Komponenten des InfinityBooks den eigenen Wünschen anpassen. Hierzu lassen sich u.a. die Größe des Arbeitsspeichers, die Art und Größe der Festplatten sowie das vorinstallierte Betriebssystem festlegen. Ein optionaler SIM-Karten-Slot wäre wünschenswert. Erstaunlicherweise bekommt man das Gerät bei Bedarf gegen Aufpreis auch mit Windows.

Kritik gibt es von meiner Seite beim verbauten WLAN-Modul, welches keine freien Treiber unterstützt. Leider ist die im Test unter normalen Arbeitsbedingungen erzielte Akkulaufzeit sehr weit vom angegeben Maximalwert entfernt.

Debian 8 auf dem ThinkPad E550

debian

Mit dem Einbau einer Samsung EVO 850 SSD in mein ThinkPad E550 wollte ich mich mal wieder an Debian heran wagen. Nach der Installation konnte das System in 15 Sekunden gebootet werden. Klasse! Ubuntu GNOME benötigte hierzu die doppelte Zeit.

Das E550 läuft anders als beim Ubuntu-Derivat nicht „out of the box“. Was fehlt ist die WLAN-Unterstützung Intel-Adapters. Hier muss man auf die unfreien Quellen für Debian zurückgreifen. Benötigt wird Intel WLAN WiFi iwlwifi. Um an den Treiber zu kommen trägt man

in die /etc/apt/sources.list ein. Danach wird die neue Quelle eingelesen und iwlwifi installiert.

Im Anschluss startet man das Modul.

Damit wäre für Debian 8 auf dem ThinkPad vorerst alles erledigt. Man könnte hier im Prinzip schon aufhören.

Da ich jedoch den neueren Kernel 4.5 statt mitgelieferten in der Version 3.16 und den aktuelleren Xorg-Treiber einsetzen möchte, habe ich mir diesen aus den Jessie-Backports geholt. Dazu ist

ebenfalls in die sources.list einzutragen. Nach dem erneuten Einlesen

kann der Kernel sowie der Xorg installiert werden.

Der Intel-Grafik HD 5500 wird nun voll unterstützt. Dadurch verbessert sich die Akkulaufzeit etwas. Der Kernel 4.5 sorgt jetzt dafür, dass u.a. das Zwei-Finger-Scrollen funktioniert.

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Da nach dem Neustart wieder kein WLAN verfügbar ist, muss man den iwlwifi abermals nachladen. Jedoch dieses Mal aus den Backports.

Dann wird noch etwas aufgeräumt und fertig ist das Grundsystem auf dem E550.

Viel Spaß!