TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 1

Seit ein paar Tagen habe ich ein InfinityBook Pro 13 der Firma TUXEDO im Einsatz, welches ich schon auf der diesjährigen CeBIT bewundern konnte. Im Gespräch am TUXEDO-Stand bekundete ich bereits mein Interesse, mir das Pro 13 einmal näher ansehen zu dürfen. 

Vorab möchte ich mich bei TUXEDO bedanken, die es mir ermöglichen, das Notebook ausgiebig zu testen.

Über dieses Gerät werde ich nun in den nächsten Monaten berichten. Sinn des Ganzen ist nicht, einfach nur einen Testbericht zu schreiben, sondern meinen Lesern zu zeigen, wie sich das Gerät im Alltag eines Tech-Blogger schlägt. Dabei werden verschiedene Betriebssysteme auf dem Gerät getestet und erläutert auf welche Probleme man stoßen kann. Nun aber zu meinem ersten Eindruck:

Die Firma TUXEDO hat sich zum Ziel gesetzt dem Linux-User hochwertige Hardware zu liefern. Vor genau einem Jahr hatte ich schon einmal ein Gerät aus Königsbrunn. Dazu entstand der Artikel „TUXEDO InfinityBook 13 v2„.

Ein Jahr später steht nun das nagelneue InfinityBook Pro 13 auf meinem Schreibtisch und ich bin vom ersten Eindruck begeistert. Das Gerät macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Aluminiumgehäuse, welches das gesamte Notebook umschließt, wirkt robust und edel. Die Verarbeitung ist recht gut, könnte aber im Detail noch einen Tick besser sein. Die Spaltmaße wirken bei normalem Licht nahezu perfekt, doch offenbaren sich hier, bei etwas mehr Dunkelheit, kleine Schwächen. Diese fallen tatsächlich aber nur bei näherer Betrachtung ins Auge. Das Gerät hat folgende Austattung:

  • Arbeitsspeicher (DDR4 SO-DIMM): 16 GB (1x 16GB) 2400Mhz Crucial
  • Display / Bildschirm: Full-HD (1920 x 1080) IPS-Panel matt
  • Festplatte (SATAIII, 6Gb/s): ohne Festplatte
  • Festplatte M.2 SSD: 250 GB Samsung 960 EVO (PCIe/NVMe)
  • Prozessor (Intel Kaby Lake-U): Intel Core i7-7500U (2x 2.7-3.5GHz Dual-Core, 4 Threads, 4MB Cache, 7,5-15W TDP)
  • Tastatur / Keyboard: DEUTSCH (DE-DE) beleuchtet
  • WLAN & Bluetooth: Intel Dual AC 8265 & Bluetooth (M.2 2230) (Empfehlung)
  • Betriebssystem Linux: Ubuntu 16.04 LTS 64Bit (Empfehlung)
  • Betriebssystem Windows: Windows 10 Home 64Bit
  • UMTS / LTE Modul: ohne UMTS / LTE Modul

Die verbaute Hardware befindet sich momentan im Highend-Bereich. Das Gerät wiegt 1,3kg und ist nur 18mm dick. Positiv fällt auf, dass das InfinityBook Pro 13 über eine LAN-Schnittstelle verfügt. Diese war leider beim Vorgänger nicht vorhanden. Ein Debian zu installieren war somit umständlich. Das sollte beim InfinityBook Pro 13 nun kein Problem mehr darstellen. Das Gerät verfügt weiterhin über ausreichend USB-Schnittstellen (2 x USB 3.1 Type A und 1 x USB Typ-C mit Thunderbolt 3), einen Card-Reader und auf Wunsch sogar über ein UMTS/LTE-Modul. Das macht dieses Notebook gerade auf Reisen interessant. Ein HDMI-Anschluss sowie ein MiniDisplay Port sind ebenfalls verbaut. Das matte 13 Zoll IPS-Panel Display löst in FullHD (1920 x 1080) auf und ist sehr hell und kontrastreich. Die Funktionstasten lassen sich durch spezielle TUXEDO-Anpassungen in Ubuntu steuern. Dadurch ist es möglich, nicht nur die Helligkeit des Displays sondern auch der Tasten stufenweise zu dimmen. Die Tastaturbeleuchtung kann im Übrigen auch vollständig ausgeschaltet werden. Die verbaute M.2 SSD EVO 960 von Samsung ist blitzschnell. Das vorinstallierte Ubuntu 16.04 LTS startet in 18 Sekunden. Der verbaute 36Wh Lithium-Ionen Akku fällt etwas kleiner als beim getesteten Vorgängermodell aus, ist jedoch sehr gut auf die verbaute Hardware abgestimmt. Nach den TUXEDO-eigenen Tests hält dieser bis zu 12h mit Kernel 4.11rc4. Ich kam leider mit dem Kernel 4.9 nur auf etwas über 10h. Ein besseres Energiemangement des Kernel 4.11 sorgt an dieser Stelle für bessere Werte in der Testumgebung des Herstellers. Da diese Tests aber nicht wirklich etwas mit der Realität zu tun haben, war es dennoch interessant, dass das InfinityBook im normalen Einsatz (abgedunkeltes Display, deaktiviertes Bluetooth und angeschlossene Funkmaus) auf immer hin 5:20 Stunden kam. Das sind deutlich bessere Werte als beim getesteten Vorgängermodell mit 45Wh. Die Steigerung beträgt damit knapp 40%. Besonders witzig bei den Geräten von TUXEDO ist die spezielle Tux-Taste, welche die gewohnte Windows- oder Super-Taste ersetzt. Hier erkennt man sofort welche Zielgruppe mit der Hardware in erster Linie angesprochen werden soll.

TUXEDO InfinityBook Pro 13
Logo auf dem Gehäusedeckel
TUXEDO InfinityBook Pro 13
Anschlüsse rechts
Anschlüsse links
Tux-Taste
Tastatur und Touchpad
Verarbeitungsschwächen am Gehäuse.

Der Intel Core i7-7500U arbeitet flott und geräuschlos mit ca. 46°C im Normalbetrieb. Ubuntu 16.04 LTS kommt gut mit der Grafik zurecht. Ich hatte diesbezüglich während des Einsatzes mit Ubuntu keinerlei Probleme. Beim Gaming via Steam musste als Referenz wieder „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ her halten. Hier stieg die Temperatur auf ca. 90°C an. Der Lüfter war erstmals richtig zu hören. Natürlich muss man sehen, dass es sich hierbei um ein Notebook handelt, welches für den alltäglichen Gebrauch gebaut wurde. Die Stärken liegen hier eindeutig im mobilen Office-Bereich.

Der Grundpreis des InfinityBook Pro liegt bei 1099,00€. Man kann dieses Gerät speziell nach seinen Wünschen anpassen lassen, sodass das Testgerät mit 1411,99€ zu Buche schlägt.

Ubuntu 16.04
Ubuntu Dash
Terminal (Kernelversion 4.9)
Ubuntu Dateien
Firefox

Fazit

Das InfinityBook Pro 13 ist ein gut verarbeitetes Notebook im ansprechenden Aluminiumgehäuse. Die Hardware ist auf dem neuesten Stand der Technik. Wahlweise kann das Gerät mit den verschiedensten Linux-Distributionen oder gegen Aufpreis mit Windows sowie als Dualboot mit Linux und Windows vom Werk aus bestellt werden. Das InfinityBook richtet sich an Entwickler und Leute die viel unterwegs sind und auf ein leistungsfähiges Notebook auf Reisen nicht verzichten möchten. Hierfür ist das 13 Zoll Display völlig ausreichend. Ein optionales UMTS/LTE-Modul sorgt für genügend Mobilität.

Kleine Mängel muss ich dennoch aufführen. So gibt es beim Gehäuse, in Höhe der Webcam, Verarbeitungsschwächen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die in der Branche übliche und in die Irre führende Bewertung der Akkulaufzeit. Ein anderes Problem stellt das Wlan-Modul des Pro 13 dar, welches auch bei diesem Gerät nicht mit freien Treibern arbeitet.

Trotz einiger Kritik würde ich das InfinityBook Pro 13 dennoch zum Kauf empfehlen. Der Kunde erhält aus meiner Sicht ein gut verarbeitetes und leistungsstarkes Gerät zu einem gerechtfertigten Preis.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit Windows 10 schlägt.

Mini-Office mit dem Raspberry Pi – Teil 5

Das Projekt Mini-Office hat nun glücklicherweise seinen Abschluss gefunden. Bisher sah es so aus, als müssten wir den alten Multifunktionsdrucker Brother MFC-7420 aufgeben und durch einen HP-Printer ersetzen.

Da es für den MFC 7420 keine geeigneten Linux-Treiber für den Raspberry Pi gibt, musste ich hier wie folgt vorgehen. Den entscheidenden Tipp zum problemlösenden Artikel von Masterofpc’s bekam ich von Malte.

Zuerst wurde dem root ein Passwort zugewiesen, um den Printserver administrieren zu können .

sudo passwd

Dann wurden die Pakete system-config-printer und CUPS installiert.

sudo apt install system-config-printer cups

Jetzt kam noch die freie Treiberbibliothek foomatic-db-compressed-ppds hinzu.

sudo apt install foomatic-db-compressed-ppds

Der Drucker wurde nun via USB an den Raspberry Pi angeschlossen.

Nach Aufruf des Webinterface von CUPS über

http://localhost:631

im Browser konnte der MFC 7420 problemlos installiert werden. Zuerst wählt man CUPS für Administratoren => Drucker und Klassen hinzufügen. Hierbei wählt man sich als root mit dem zuvor vergebenen Passwort ein.

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Nun geht man auf Drucker => Verfügbare Drucker auflisten.

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Der Brother MFC 7420 ließ sich als verfügbarer Drucker hinzufügen.

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Die Freigabe im Netzwerk wurde noch aktiviert.

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Die Marke Brother konnte gewählt werden.

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Für den Treiber wird hier der Brother HL-5050 Foomatic/hl1250 ausgewählt.

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Die vorgegebenen Standardeinstellungen werden hier festgelegt.

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Der MCF 7420 ist nun aktiv und für den Betrieb konfiguriert.

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Damit sind die gesteckten Ziele wie im Artikel „Mini-Office mit dem Raspberry Pi – Teil 2“ beschrieben umgesetzt. Der ganze Spaß kostete nur 205,37€.

Mini-Office mit dem Raspberry Pi – Teil 4

Die erstellten Daten im Mini-Office werden wie erwähnt in einer Cloud gespeichert. Hierzu dient der vorhandene 1&1 Online-Speicher. Dieser war bisher  über ein Lesezeichen als Favorit in PCManFM zu erreichen. Die Problematik hierbei war, dass immer wieder Benutzername und Passwort eingegeben werden mussten.

Das Ganze geht natürlich auch wesentlich einfacher. Der 1&1 Online-Speicher kann ganz einfach in in das Dateisystem gemountet werden.

Dazu installiert man davfs2.

sudo apt install davfs2

Die folgende Eingabe Aufforderung bestätigt man mit ja. N

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Nun erstellt man das Mount-Verzeichnis.

sudo mkdir /media/onlinespeicher

Nun wird in der Datei /etc/davfs2/davfs2.conf die Option if_match_bug einkommentiert und auf 1 gesetzt.

sudo nano /etc/davfs2/davfs2.conf

Dazu einfach die Raute (#) vor dem Eintrag entfernen (siehe hier).

if_match_bug    1

Nun werden in der Datei /etc/davfs2/secrets Benutzername und Passwort hinterlegt.

sudo nano /etc/davfs2/secrets

Dazu wird folgende Zeile eingefügt. BN und PW sind durch die entsprechenden Daten zu ersetzen.

https://sd2dav.1und1.de         BN    PW

Der Benutzer der auf das WebDAV-Verzeichnis zugreifen soll wird nun in die Benutzergruppe davfs2 eingetragen. Im meinem Fall ist das pi.

sudo usermod -aG davfs2 pi

Nun noch die /etc/fstab editieren

sudo nano /etc/fstab

und die Zeile

https://sd2dav.1und1.de  /media/onlinespeicher davfs user,noauto,rw 0 0

einfügen.

Nun abschließend das System neu starten und fertig.

sudo reboot

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Mini-Office mit dem Raspberry Pi – Teil 3

Heute konnte ich das Projekt vorerst abschließen. Der Raspberry Pi wurde über eine DynDNS von außen erreichbar gemacht. So kann dieser nun via SSH und RDP über das Internet administriert werden. Als Browser zur Preisabfrage beim Großhandel wird Firefox verwendet. Als eMail-Client dient Icedove. Dokumente werden auf einem 1&1 Online-Speicher (100 GB) abgelegt.

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Nun fehlt nur noch ein entsprechender Multifunktionsdrucker mit Fax und WLAN.

Mini-Office mit dem Raspberry Pi – Teil 2

Geplant ist ein kleines Büro eines Ein­mann­be­triebs aus der Metallbau-Branche internetfähig zu machen.

Was war bisher im Einsatz?

Bis jetzt wurde hier mit einem Uralt-Notebook (Windows XP), angeschlossen an einem Multifunktionsdrucker, gefrickelt. Obwohl Internet und Wlan vorhanden sind, war das Notebook wegen XP nie online. Die Kommunikation lief ausschließlich über Telefon und Fax. Wobei das Fax vorrangig für den Empfang von Dokumenten und Zeichnungen diente. Mit dem Notebook wurden Rechnungen erstellt, die dann an den veralteten Multifunktionsdrucker von Brother weiter gegeben wurden.

Was soll jetzt zum Einsatz kommen?

Nun soll ein Rechner installiert werden, welcher eine permanente Verbindung zum Internet hat und über eine DynDNS von außen administrierbar ist. Dieser soll zum Surfen dienen, um u.a. Preise beim Großhandel abzufragen. Rechnungen sollen nach wie vor erstellt und ausgedruckt werden. Dabei sollen diese Daten in einer Cloud bzw. auf einer Online-Festplatte gespeichert werden. Der Drucker soll später im Netzwerk hängen, um Dokumente auch vom Smartphone bzw. Tablet aus drucken zu können. Dies soll dann aber auch aus der Ferne möglich sein.

In einer ersten Testumgebung konnte ich das bereits zu Hause simulieren. Dazu wurde ein HP-Drucker im WLAN-Netzwerk angesteuert. Zu installieren waren neben dem HP-Treiber HPLIP der Print Server CUPS sowie ein Druckerkonfigurations-Tool.

sudo apt install system-config-printer cups hplip

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Was wird nun benötigt?

  • RPi 42,60€
  • Gehäuse + Netzteil 21,99€
  • MicroSD (32GB) 11,99€
  • Tastatur + Maus 25,99€
  • Monitor 102,80€

Der Gesamtpreis beträgt im Moment 205,37€.

  • opt. Drucker (Laser) ca. 300€

Ich berichte wie es weiter geht und sich die Technik im Alltag schlägt.

Mini-Office mit dem Raspberry Pi – Teil 1

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Heute beginnt mein kleines Projekt Mini-Office mit dem Raspberry Pi. Geplant ist den RPi 3 im Dauereinsatz in einem kleinen Büro so zu integrieren, dass er den Mailverkehr übernimmt, zum Surfen dient und mit der Bürosuite LibreOffice Dokumente erstellt, um diese an einen Drucker zu übergeben. Erstellte Dokumente sollen dann in einer Cloud abgespeichert werden.

Mal sehen, ob der Einplatinencomputer im Alltag bestehen kann.

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TUXEDO InfinityBook 13 v2

tuxedo_logo

Die Zeit, als Rechner mit vorinstalliertem Linux noch lieblos zusammengeschustert wurden, gehört wohl mit TUXEDO endgültig der Vergangenheit an. Schon auf der diesjährigen CeBIT konnte ich mich von der recht hochwertigen Qualität der angebotenen PCs und Notebooks überzeugen. Dieser PC-Hersteller aus Königsbrunn bietet dem Linux-Nutzer maßgeschneiderte Hardware zu akzeptablen Preisen.

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TUXEDO InfinityBook 13 v2
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Anschlüsse links
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Tux-Taste
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Anschlüsse rechts

Ich hatte das Glück das TUXEDO InfinityBook 13 v2 – 13,3″ einen Monat ausgiebig zu testen. Das Gerät hatte folgende Austattung:

  • Arbeitsspeicher (DDR3 SO-DIMM): 8 GB (1x 8192MB) 1600MHz Crucial
  • Display / Bildschirm: Full-HD (1920 x 1080) IPS-Panel matt
  • Festplatte (SATAIII): 500 GB HDD (HGST/WD / 7.200 rpm / 2,5″)
  • Festplatte M.2 SSD: 250 GB Samsung 850 EVO
  • Prozessor (Intel Skylake-U): Intel Core i7-6500U (2x 2.5-3.1GHz Dual-Core, 4 Threads, 4MB Cache, 7,5-15W TDP)
  • Tastatur / Keyboard: DEUTSCH (DE-DE) beleuchtet
  • WLAN & Bluetooth: Intel Dual AC 8260 & Bluetooth (M.2 2230)

Das formschöne, matte Aluminiumgehäuse des InfinityBooks hinterlässt einen sehr edlen Eindruck. Das Gerät mit der Tux-Taste wiegt 1,4 kg und ist nur 18 mm dick. Das Display löst gestochen scharf in Full HD (1920×1080) auf. Die Schrift auf dem 13,3″-Display ist zwar recht klein, jedoch nach ein wenig Gewöhnung noch angenehm fürs Auge. Die matte Oberfläche des Displays spiegelt nur wenig bei Sonneneinstrahlung.

Als Betriebssystem lief anfangs Elementary OS 0.3.2 Freya (64-bit). Im Zusammenspiel von Gehäuse und Desktop-Umgebung kam hier ein wenig MacBook-Feeling auf. Mit der verbauten HDD startet das System in ca. 43 Sekunden. Wird das Betriebssystem hingegen auf der zweiten M.2 SSD installiert, bootet das System deutlich schneller und holt einiges an Performance zusätzlich heraus. Prozessor und RAM sorgen dafür, dass man flott mit dem Gerät arbeiten kann. Die Helligkeit der beleuchteten Tastatur wird in zwei Schritten angepasst. Die Hintergrundbeleuchtung kann aber auch völlig deaktiviert werden. Verbaut sind weiterhin ein USB 3.1 Gen1 (Type C), ein USB 3.0 und ein USB 2.0 (Typ A) Anschluss sowie eine Webcam und Bluetooth.

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Elementary OS 0.3.2

Das InfinityBook ist gut für Entwickler geeignet und braucht sich meiner Meinung nach nicht hinter einem XPS von Dell verstecken. Der Lüfter ist während des Normalbetriebs kaum hörbar. Unter Last ändert sich dies jedoch erheblich.

Zum Test wurde natürlich auch Valves Steam installiert, was hier auf dem InfinityBook kein Problem darstellte. Der Klassiker „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ wurde  eine Stunde angespielt. Das Ganze lief ruckelfrei und ohne Probleme. Leider war hierbei, wie zuvor schon erwähnt, der Lüfter deutlich hörbar. Die CPU-Temperatur stieg auf maximal 86°C. Bei normaler Nutzung wie Browser, Textverarbeitung etc. erreicht man gerade einmal 48°C, bei völliger Ruhe.

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Duke Nukem 3D: Megaton Edition

TUXEDO wirbt u.a. mit:

TUXEDO Computers sind individuell gebaute Computer/PCs und Notebooks die vollständig Linux tauglich sind, eben Linux-Hardware im Maßanzug

Dies ist prinzipiell richtig, wenn man eine, während der Zusammenstellung im Shop auswählbaren Distributionen, wählt. Der im Testgerät verbaute WLAN-Chip läuft nur mit einem unfreien Intel-Treiber. Dies hat zur Folge, dass es hier bei der Installation anderer Distributionen Probleme geben kann. So ist es mir nicht ohne weiteres gelungen, Debian GNU/Linux zu installieren, da das Notebook über keine LAN-Schnittstelle verfügt. Abhilfe schaffte hier aber ein geeigneter USB zu Ethernet Adapter.

Auf Wunsch bekommt man vom Hersteller bei Bedarf ein vorinstalliertes Debian „Testing“ (aufgrund performanterer Hardwareunterstützung). Debian 8 läuft übrigens mit dem Kernel 4.5 und dem aktuelleren Xorg-Treiber aus den Backports ohne Probleme. Weiterhin muss der unfreie Intel-WLAN-Treiber iwlwifi (non-free) installiert werden. Die Vorgehensweise ist dabei analog wie im Artikel „Debian 8 auf dem ThinkPad E550“ beschrieben.

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USB zu Ethernet Adapter
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Debian 8.4
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Iceweasel auf Debian

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei TUXEDO bedanken, die mir völlige Freiheiten bei der Wahl des OS während des Testes einräumten. So konnte ich das installierte Elementary OS u.a. gegen die aktuelle Version Ubuntu 16.04 LTS austauschen. Hierzu kann man die normale Desktop-Version von ubuntu.com installieren. Ein downloadbares Skript von TUXEDO sorgt für den letzten Feinschliff auf dem Notebook. Dabei werden optimierte Treiber, Wallpaper und das Energiespar-Tool TLP eingespielt. Weiterhin konfiguriert das Skript die Sondertasten und deaktiviert die Shoppingvorschläge von Amazon. Ubuntu 16.04 LTS machte während des gesamten Zeitraums, auch unter Berücksichtigung der Installation und Konfiguration, die beste Figur.

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Ubuntu 16.04 LTS

Problematisch sehe ich die angegebene Akkulaufzeit. TUXEDO wirbt hier auf der Produktseite mit bis zu 15 Stunden, des fest verbauten 45 Wh Lithium-Ionen Akkus. Im Test kam das Gerät aber lediglich bei der Erledigung normaler Aufgaben, wie dem Surfen mit Firefox und dem Arbeiten mit der Büro-Suite LibreOffice, bei mittlerer Helligkeit und deaktivierter Hintergrundbeleuchtung, auf 3:50h. Laut Golem sollte hingegen die maximale Akkulaufzeit von 15 Stunden nur bei deaktivierten Funkverbindungen und minimaler Helligkeit unter Elementary OS erreicht werden. Hier sollte der Hersteller für mehr Klarheit sorgen!

Fazit

Das TUXEDO InfinityBook 13 v2 ist ein gut verarbeitetes Gerät in einem stylischen Aluminiumgehäuse mit aktueller Hardware und vorinstallierter Linux-Distribution eigener Wahl. Wobei Ubuntu hier im Test am ehesten überzeugen konnte. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mit 1061,90€ in Ordnung. Dabei ist das InfinityBook bei vergleichbarer Austattung wesentlich günstiger als ein Dell XPS oder MacBook. Bei TUXEDO kann man die verbauten Komponenten des InfinityBooks den eigenen Wünschen anpassen. Hierzu lassen sich u.a. die Größe des Arbeitsspeichers, die Art und Größe der Festplatten sowie das vorinstallierte Betriebssystem festlegen. Ein optionaler SIM-Karten-Slot wäre wünschenswert. Erstaunlicherweise bekommt man das Gerät bei Bedarf gegen Aufpreis auch mit Windows.

Kritik gibt es von meiner Seite beim verbauten WLAN-Modul, welches keine freien Treiber unterstützt. Leider ist die im Test unter normalen Arbeitsbedingungen erzielte Akkulaufzeit sehr weit vom angegeben Maximalwert entfernt.

Debian 8 auf dem ThinkPad E550

debian

Mit dem Einbau einer Samsung EVO 850 SSD in mein ThinkPad E550 wollte ich mich mal wieder an Debian heran wagen. Nach der Installation konnte das System in 15 Sekunden gebootet werden. Klasse! Ubuntu GNOME benötigte hierzu die doppelte Zeit.

Das E550 läuft anders als beim Ubuntu-Derivat nicht „out of the box“. Was fehlt ist die WLAN-Unterstützung Intel-Adapters. Hier muss man auf die unfreien Quellen für Debian zurückgreifen. Benötigt wird Intel WLAN WiFi iwlwifi. Um an den Treiber zu kommen trägt man

# Debian 8 "Jessie" 
deb http://httpredir.debian.org/debian/ jessie main contrib non-free

in die /etc/apt/sources.list ein. Danach wird die neue Quelle eingelesen und iwlwifi installiert.

# apt-get update && apt-get install firmware-iwlwifi

Im Anschluss startet man das Modul.

# modprobe -r iwlwifi ; modprobe iwlwifi

Damit wäre für Debian 8 auf dem ThinkPad vorerst alles erledigt. Man könnte hier im Prinzip schon aufhören.

Da ich jedoch den neueren Kernel 4.5 statt mitgelieferten in der Version 3.16 und den aktuelleren Xorg-Treiber einsetzen möchte, habe ich mir diesen aus den Jessie-Backports geholt. Dazu ist

deb http://http.debian.net/debian/ jessie-backports main contrib non-free

ebenfalls in die sources.list einzutragen. Nach dem erneuten Einlesen

# apt update

kann der Kernel sowie der Xorg installiert werden.

# apt-get -t jessie-backports install linux-image-amd64 xserver-xorg-video-intel

Der Intel-Grafik HD 5500 wird nun voll unterstützt. Dadurch verbessert sich die Akkulaufzeit etwas. Der Kernel 4.5 sorgt jetzt dafür, dass u.a. das Zwei-Finger-Scrollen funktioniert.

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Da nach dem Neustart wieder kein WLAN verfügbar ist, muss man den iwlwifi abermals nachladen. Jedoch dieses Mal aus den Backports.

# apt-get -t jessie-backports install firmware-iwlwifi

Dann wird noch etwas aufgeräumt und fertig ist das Grundsystem auf dem E550.

# apt-get clean && apt-get autoremove

Viel Spaß!

bq Aquaris X5 Cyanogen Edition

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Ich hatte wieder einmal das Glück mir ein Smartphone aus dem Hause bq etwas näher ansehen zu dürfen. Hierbei handelte es sich um ein bq Aquaris X5 Cyanogen Edition. 

Im Inneren des X5 arbeiten ein Snapdragon™ 412 Quad Core, kombiniert mit 2GB RAM und 16GB internem Speicher. Dieser lässt sich jedoch mit einer MicroSD um max. 32GB erweitern. Im Moment läuft das X5 mit Cyanogen OS 12.1. Wobei das Upgrade auf Version 13 mit Android Marshmallow kurz bevor steht. Das 5 Zoll Display ist scharf und kontrastreich, mit einer HD-Auflösung von 720×1280 Pixeln. Bemerkenswert ist das schöne Design, verbunden mit einer sehr angenehmen Haptik durch den Einsatz hochwertiger Materialien. So besitzt das Gehäuse einen eloxierten, matten Aluminiumrahmen und eine robuste Kunststoff-Rückseite. Der fest verbaute Akku mit 2900 mAh hält bei entsprechender Nutzung ca. zwei Tage. Die Front- und die Rückkamera machen bei ausreichenden Lichtverhältnissen akzeptable Bilder. Die Auslösegeschwindigkeit ist dabei recht flott. Ein eingebautes FM-Radio in Verbindung mit dem hauseigenen Equalizer sorgen auch ohne Datenverbindung unterwegs für Unterhaltung. Hiebei wäre jedoch zu erwähnen, dass kein Headset im Lieferumfang enthalten ist. Ein Netzteil fehlt ebenfalls. Des Weiteren beherrscht das X5 bedauerlicherweise keine Near Field Communication.

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Vorteile

  • Cyanogen OS
  • gut abgestimmte Hardware
  • gute Haptik
  • wertiges Gehäuse mit Aluminiumrahmen
  • erweiterbarer Speicher (MicroSD)
  • gute Akkuleistung
  • UKW-Radio

Nachteile

  • NFC fehlt
  • Displayoberfläche aus Dragontail-Glass

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Ausstattung

  • Größe: 144,4 x 70,5 x  7,5 mm
  • Gewicht: 148 g
  • Größe: 5 “
  • Auflösung: HD 720×1280 – 294 ppi
  • CPU: Qualcomm® Snapdragon™ 412 Quad Core MSM8916T bis 1,4 GHz
  • interner Speicher: 16 GB (davon 11,8 GB frei)
  • RAM: 2 GB
  • Akku: LiPo 2900 mAh
  • Kartenslot: Dual Nano-SIM
  • Speicher: MicroSD™ Slot
  • Konnektivität: 4G (LTE) FDD (800/1800/2100/2600) – (B20/B3/B1/B7) – 3G HSPA+ (900/2100) – (B8/B1) – 2G GSM (850/900/1800/1900) – WLAN 802.11 b/g/n – Bluetooth® 4.0 – GPS + GLONASS
  • OS: Cyanogen OS
  • Kamera: 13 Mpx (Dualer Blitz und Autofokus) hinten, 5 Mpx vorn

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Fazit

Das bq Aquaris X5 ist ein gutes Mittelklasse-Smartphone in edler Optik. Die Ausstattung ist für den Preis völlig in Ordnung. Während des zweiwöchigen Dauertests hatte ich mit dem X5 keinerlei Probleme. Unter anderem wurden Videos stets ruckelfrei dargestellt. Die Sprachqualität ist ebenfalls in Ordnung. Das Smartphone hinterlässt einen wertigen Eindruck und wirkt keinesfalls billig.

Zur Kritik tragen das Fehlen eine NFC- Chips sowie eine weniger robuste Displayoberfläche aus Dragontail-Glass bei.

Alles in Allem ist das bq Aquaris X5 ein gutes Handy zu einem fairen Preis. Technik-Freaks wird hingegen die verbaute Hardware etwas zu angestaubt sein, wobei man bei durchschnittlicher Nutzung keineswegs ins Schwitzen kommen sollte.

Verkaufe Raspberry Pi Cam, Gehäuse und Temperatursensor

Ich verkaufe eine gebrauchte Raspberry Pi Cam, ein passendes Gehäuse für den Raspberry Pi 2 und einen schon verkabelten Temperatursensor (siehe „Temperaturanzeige in der Webcam des RasPi„)

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Für 20€ inkl. Versand wechseln die Teile den Besitzer.

Nachtrag

Die Teile wurden mittlerweile verkauft!