Dualboot auflösen

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Hard Drive Inside Macro Read Head  - Mike_68 / Pixabay
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Ich nutze seit vielen Jahren ausschließlich Linux auf dem PC und auch auf dem Notebook. Distributions-Hopping war mir immer fremd. Aus diesem Grund hatte ich bisher auch immer nur ein Betriebssystem auf dem Rechner gehabt. Nicht jeder sieht das so wie ich und manch ein User würde sich gern ein Dual-Boot einrichten. 

Wie wird man das Zweitsystem aber wieder los?

Wenn man die entsprechenden Partitionen löscht und das System wieder hochfährt, ist oft das Geschrei groß, weil der Grub-Bootloader dann defekt ist.

Ich habe das nun einmal auf meinem Experimentier-PC nachgebaut. Die Grundlage war ein Ubuntu 20.04 LTS.

Wie entfernt man das Zweitsystem also richtig?

Ich habe den ersten Teil der Festplatte mit Ubuntu 20.04 belegt. Auf der zweiten Hälfte arbeitet ein Unbuntu 20.10. Nun soll der „Groovy Gorilla“ aber wieder Platz für das Hauptsystem machen.

Hierzu boote ich in der Ubuntu 20.04 und entferne über GParted die entsprechenden Partitionen der Version 20.10. Dann werden die Paketquellen des Betriebssystems neu eingelesen.

Nun installiere ich die Grub-Pakete neu ins vorhandene System. Da ich eine EFI-Installation habe, verwende ich folgenden Befehl:

Anschließend wird die Konfiguration des Grub2 neu erstellt und eingelesen.

Nach einem Reboot startet der PC mit dem einzig verbliebenen Betriebssystem Ubuntu 20.04 LTS.

Im Nachgang kann ich meine Home-Partition via Gparted wieder auf Maximalgröße erweitern.

ESP6288 mit Ubuntu flashen

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Arduino Diy Microcontroller  - federicoag / Pixabay
federicoag / Pixabay

Heute möchte ich zeigen, wie man einen ESP8266-Mikrocontroller mit einer neuen Firmware über Ubuntu 20.04 LTS flashen kann. Leider habe ich bisher dazu keine einfachen Lösungswege im Netz finden können. Deshalb diese kleine Gedankennotiz.

Mit einem Windows-Betriebssystem ist das Vorhaben mit entsprechenden grafischen Tools, wie dem NodeMCU-flasher etc., allerdings recht einfach. Da ich das aber auf dieser Basis nicht erledigen wollte, habe ich nun ein wenig experimentiert und kann das via Terminal recht einfach mit Linux umsetzen.

Flashen der Firmware

Zuerst installiere ich mir das esptool aus den Paketquellen.

Dann wechsle ich in das Download-Verzeichnis, wo meine Binärdatei liegt.

Der Microcontroller wird nun über ein USB-Kabel mit dem PC verbunden und mit folgendem Befehl über den seriellen Port /dev/ttyUSB0 geflasht.

Viel Spaß!

Interview mit Matthias Baran – Diplom Designer und Dozent

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Microphone Audio Music Radio Sound  - Fabrizio_65 / Pixabay
Fabrizio_65 / Pixabay

Für meine Interview-Reihe rund um die Thematik Open Source, bin ich stets auf der Suche nach interessanten Leuten. Natürlich möchte ich auch Menschen zu Wort kommen lassen, die produktiv mit Freier und Quelloffener Software arbeiten.

Hierzu steht mir heute der Diplom Designer und Dozent Matthias Baran aus Halle (Saale) Rede und Antwort.

intux: Hallo Matthias! Ich weiß, dass Du seit vielen Jahren ausschließlich mit Freier Software arbeitest. Wie kam es dazu und wann konntest Du hiermit Dein erstes Geld verdienen?

Matthias: Hallo Frank! So absolut würde ich das für mich gar nicht formulieren, das könnte auf die falsche Fährte führen. Denn einer der großen Vorteile in der Arbeit mit Freier Software besteht ja gerade in der im Kontrast zu kommerziellen Ökosystemen viel größeren Kompatibilität und Offenheit im Umgang mit Werkzeugen und Materialien. Sich seinerseits dann nicht mit Freier Software dogmatisch abzuschotten, finde ich wichtig.

In meinem Job Geld verdient habe ich das erste Mal mit Freier Software vor etwa 10 Jahren mit Animationsclips zur Produktpräsentation. Damals waren für so etwas auf Websites SWF-Dateien üblich. Mich störte die Notwendigkeit und Eigenart des zusätzlichen Plugins. Mein Auftraggeber war experimentierfreudig wie ich und so haben wir das mit Blender und Gimp realisiert. Am Ende waren die kleinen Hebebühnen- und LKW-Animationen sogar in 3D, waren interaktiv und vor allem Plugin- und Plattform-unabhängig. Dank Freier Software. Auch eine Präsentation ersetzten wir bei der Gelegenheit inkl. Schwenk/Zoom einfach durch eine animierte SVG-Datei.
Das fand ich nicht nur cool, weil schlicht, sondern obendrein kompatibler und nutzerfreundlicher. Dass ich da schon live die Vorteile Freier Software erlebt habe, ist mir erst später aufgegangen.

intux: Wie transparent gehst Du mit dem Thema um und wie reagieren deine Auftraggeber darauf, wenn du deine Werkzeuge offenlegst?

Matthias: Transparenz ist vertrauensbildend, ich kläre das gleich zu Beginn. Wobei die Lizenz der Werkzeuge natürlich weder über Qualität noch Effektivität entscheidet und schnell ganz andere Themen wichtig werden.
Ich setze den Fokus von Anfang an auf Arbeitsabläufe, Aufgaben, Ziele, Ergebnisse, nicht auf Programme, Hersteller und Gewohnheiten.

Dadurch stellt sich eine sehr konstruktive Souveränität ein – bei allen Beteiligten.

Ich könnte es auch so formulieren: Ich leiste mir den Luxus, über meine Arbeitsmittel selbst zu bestimmen. Warum auch nicht?

Die entstehenden Freiheiten und der damit einhergehende Lerngewinn rechtfertigen das am Ende immer wieder – auch aus Sicht der Auftraggeber*innen.

intux: Gerade im gestalterischen Bereich kommen viele nicht an den Produkten aus dem Hause Adobe oder Corel vorbei. Mit welchen Produkten arbeitest Du hauptsächlich?

Matthias: Das ist abhängig von den Anforderungen, die die Engagements und Aufträge jeweils mit sich bringen. Ich lege mich da absichtlich nicht fest. So bleibt genug Spielraum, im Zuge der Arbeit neue Tools zu entdecken, zu lernen und auch unkonventionelle Sachen einzubeziehen. Experiment gehört für mich grundsätzlich zur Design-Arbeit. Es geht in meinem Verständnis nicht darum, mit fest gefügten Settings zeitoptimiert Aufträge lediglich abzuarbeiten.
Kreativität braucht Freiheit – womit wir wieder bei Freier Software wären.

Um aber mal einen klassischen Ablauf zu nennen: Zur Gestaltung von Druckvorlagen verwende ich meist zur Bildkonfektionierung Darktable und Gimp, für Layout-Entwurf und Illustration Inkscape, für die Vorlagenerstellung, für einfache Dokumentenprüfung und für den PDF-Export Scribus, für die Dokumentation Vim, zum Datentausch meine Nextcloud-Instanz …
Alles auf Basis von GNU/Linux natürlich. Früher habe ich die Distribution CrunchBang, dann Elementary OS genutzt. Im Moment arbeite ich mit Pop!_OS von System76.

Arbeitsplatz
Arbeitsplatz bei Videoclip-Produktion für einen MOOC

intux: Wo liegen die besonderen Vorteile von Freier Software, nach Deiner Ansicht und warum sollte man damit arbeiten?

Matthias: Viele Freiheiten entfalten sich erst im Arbeitsprozess: Transparenz der Abläufe, Standards in Datenhandhabung und Dokumententausch, Nachvollziehbarkeit, Zukunftssicherheit, Unabhängigkeit usw.
Die Kostenfreiheit Freier Software ist sicher auch ein Argument. Der Zugewinn an Erfahrung, Wissen, Können und eine wachsende vertrauensvolle Arbeitskultur lernt man später aber noch viel mehr zu schätzen.

intux: Erzähle bitte auch etwas über negative Aspekte im Umgang mit Freier und Quelloffener Software!

Matthias: Auch da ist Freie Software transparent: Sie wirft mich auf mich selbst zurück und reflektiert meine Arbeitsweise. Wenn ich es gewohnt bin, nur mit angeblich fertigen Lösungen zu arbeiten, keine Verantwortung für meine Tools und Abläufe übernehmen will, Lernen nicht mag, kann sich das alles sehr sperrig anfühlen.

Die negativen Aspekte in meiner eigenen Arbeit mit Freier Software haben aber so ziemlich alle mit den Realitäten in der Peripherie zu tun. Proprietäre Quasi-Standards für Produktionsdateien, exponentiell steigende Komplexität durch intransparente Abstraktion in Software und Services und vor allem die grundsätzlich anderen Herangehens- und Arbeitsweisen erschweren die Zusammenarbeit. Kreative Diversität, Verständnis, Lernbereitschaft und die Entfaltung der Potentiale von Freier Software werden dadurch ausgebremst.

Um mich herum kann ich das allerdings meist anders einrichten und orientiere von Anfang an auf freie Werkzeuge, offene Standards und Nachvollziehbarkeit. Das gibt eine konstruktive Arbeitsatmosphäre, ich möchte das nicht mehr missen.

intux: Als freiberuflicher Dozent hast Du ja einen guten Einblick in den Bildungsbereich. Ist FOSS überhaupt ein Thema an den Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen?

Matthias: Nö. Ich sage das mit Absicht plakativ. Natürlich gibt es eine nicht mehr kleine Zahl an Bildungseinrichtungen in Deutschland, die Beispiel geben, wie ein erfolgreicher Einsatz von freier und quelloffener Software gelingen kann. Und auch in der öffentlichen Wahrnehmung ist Freie Software mittlerweile irgendwie angekommen. Viele Menschen investieren viel Kraft und Lebenszeit, um Lösungen zu entwickeln und diese zu realisieren. Dafür braucht es Unterstützung, Finanzierung und Wertschätzung!

Tendentiell bin ich in dieser Beziehung aber sehr pessimistisch. Und hoffe gleichzeitig, dass ich damit meilenweit daneben liege.

intux: Warum ist das so? Was läuft da schief und wie könnte man es besser machen?

Matthias: Sich an den Gründen abzuarbeiten, würde wohl den Rahmen des Interviews sprengen. Es ist jedenfalls nicht nur eine Frage der Werkzeuge, ihrer Lizenzen und der Verfügbarkeit.

In meinen Augen braucht es eine grundsätzlich andere Sicht auf die eigene Arbeit. Menschen wieder mehr in den Fokus zu nehmen und nicht Produkte und selbst kreativ mit Resourcen umzugehen – auch mit den technologischen – ist lohnende und spannende Blickrichtung, um es mal positiv zu formulieren.

Lernen ist cool, wenn es gewertschätzt wird, einen Platz hat und sich gute Fragen und Ziele auftun. An letzteren herrscht kein Mangel – siehe Zukunft. Freie Software kann dabei kreatives Medium und Katalysator sein.

Aber alle Analyse ist müßig ohne Praxis.

Seminar „Praxis mit Freier Software“ an der Uni
Seminar „Praxis mit Freier Software“ an der Uni (Wintersemester 2019)

intux: Was denkst Du, wie man das Interesse der breiten Masse für Freie Software wecken kann?

Matthias: Mit Lösungen. Mit Praxis. Mit Kreativität. Mit Orientierung auf Nachhaltigkeit, auch bezogen auf Werkzeuge und Bildung. Mit Freude am Lernen und handwerklichem Können. Und mit der Ermunterung, dass man Hand anlegen darf um die eigene Welt zu gestalten. Und mit einem Trost dafür, dass nie alles perfekt und man selbst immer auf dem Weg ist. Dass man aber immer auch dazugewinnt und Teilen sich lohnt (Wissen, Können, Ressourcen).

intux: Schauen wir etwas in die Zukunft. Welche Visionen hast Du und was denkst Du, wo die Entwicklung hin geht?

Matthias: Ich erlebe schon jetzt eine kleine Portion meiner eigenen Utopie. Ich darf mit Freier Software lernen, inspiriert werden, meine Arbeiten und Aufträge umsetzen und damit mein Geld verdienen. Das wiederum verschafft mir die Freiheit zu lernen, zu experimentieren, bei Gelegenheit das Gelernte auch weiterzugeben usw. Das ist ein Arbeitsleben, das ich sehr mag.

Mein Plan von der Zukunft ist, dass so etwas Schule macht.

intux: Erzähle bitte noch abschließend etwas über aktuelle Projekte!

Matthias: Da läuft viel parallel. Trotzdem nehme mir Zeit für eigene Sachen. Ich bin neugierig, immer. Nicht selten entstehen daraus neue Projekte.

Nächste Schulungen sind ein Online-Seminar „Freie Software für Startups“ und ein Workshop zur Produktion von Trickfilm-Clips im Stopmotion-Verfahren. Ein Auftrag im Bereich Gebrauchsgrafik steht an, aktuelle Produktentwicklungen sind eine mobile Trickfilmbox und Kreativmaterial für die medienpädagogische Arbeit.

Trickfilmbox
Stoptrick-Produktion an der Trickfilmbox

Im Kontrast zum Gewicht des Digitalen, auch im Produktdesign, entwickle ich aber auch wieder ein paar ganz analoge Sachen – ohne Strom und Controller, klassisch gestaltet und traditionell produziert.

Gestalterisch/handwerkliches Lernen und Arbeiten mit Freier Software ist für mich real. Das weiterzugeben und weiterzuentwickeln, mit Neugier und Interesse an Technologie, finde ich wichtig und das wird zunehmend Thema. Und dafür wiederum Angebote zu gestalten, ist ein spannender Job. Mal sehen, wo die Reise hinführt.

Ganz außer Konkurrenz ist es für mich, wenn ich mit meinen Kids experimentieren und herumreparieren kann, was uns so einfällt und vor die Nase kommt. Das ist unangefochten Best-Of.

Repair Café mit Kids: „Wie funktioniert die Kaffeemühle?“

intux: Vielen Dank für das Interview, Matthias.

Mastodon dockerized Account löschen

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Mammoth Cool Cartoon Strongman  - creozavr / Pixabay
creozavr / Pixabay

Ab und zu verirrt sich ein Spam-Account in meine Mastodon-Instanz. Solche unliebsamen Nachbarn wird man leicht über das CLI wieder los. Wie hier am Biespiel Sophie:

Ubuntu 20.04 – Praxiswissen für Ein- und Umsteiger

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Das Buch „Ubuntu 20.04 – Praxiswissen für Ein- und Umsteiger“ von Christoph Troche ist im mitp-Verlag 2020 in der 1. Auflage erschienen. Auf 160 Seiten richtet sich dieses Buch ganz klar an die User, die in die Ubuntu-Welt eintauchen und so erste Erfahrungen mit dem Linux-basierten Betriebssystem sammeln möchten. Dem Buch liegt eine CD-ROM mit der aktuellen Long Term Support Version Ubuntu 20.04 LTS Focal Fossa bei. Auch ein eBook steht dem Leser zum Download zur Verfügung.

Im ersten Teil des Buches werden nötige Begrifflichkeiten wie Betriebssysteme, Distributionen,  Open Source, Freie Software besprochen. Weiterführend wird erklärt, wie man Ubuntu 20.04 bezieht und das Image auf ein Installationsmedium bekommt (natürlich aus der Sicht eines Noch-Windows-Nutzers). Hervorzuheben ist auch die Erläuterung zur Einstellung im BIOS/UEFI zum Starten des Systems vom USB-Stick oder der CD. Hier werden unerfahrene Anwender i.d.R. oft allein gelassen. 

Die Installation als Single-System, aber auch alternativ als Dualboot, neben einem bestehenden System wird anschließend gezeigt, wie auch eine sinnvolle Partitionierung der Festplatte. Dem Ein- bzw. Umsteiger wird von A bis Z erklärt, wie das neue Betriebssystem installiert und eingerichtet wird, um damit produktiv arbeiten zu können. Eine Einarbeitung in die Desktopumgebung Gnome Shell erfolgt ebenfalls ausführlich.

Auf die wichtigsten Fragen wie: Woher bekomme ich Programme oder kann ich Windows-Anwendungen weiterhin nutzen oder installieren, geht der Autor ausreichend ein. Hilfreich ist das Aufzeigen von Alternativen zu bekannter und oft genutzter Windows-Software. Das bringt beim Umstieg die nötige Souveränität, die der Anwender natürlich braucht.

Das Buch ist in folgende Kapitel gegliedert:

  • Linux und Ubuntu
  • Live-Version und vollständige Installation
  • Die grafische Oberfläche Gnome
  • Finetuning – Ubuntu einrichten
  • Anwendungen nachinstallieren
  • Windows-Programme mit Ubuntu nutzen
  • Linux-Alternativen zu Windows-Programmen
  • Ubuntu in der Gruppe
  • Sicherheit im System
  • Nautilus, Kommandozeile und Verzeichnisbaum

Besonderheiten

  • CD – Ubuntu 20.04 + eBook

Leseproben und Downloads

Fazit

„Ubuntu 20.04 – Praxiswissen für Ein- und Umsteiger“ ist ein Buch, welches ich mir zum Umstieg auf Linux gewünscht hätte. Dieses Handbuch beantwortet die wichtigsten Fragen und besticht durch einen konzentrierten und themenbasierten Inhalt. Der Autor geht auf den User ein, der sich auf das Betriebssystem Ubuntu einlassen möchte.

Besonders hervorzuheben ist, dass zu jedem Anwendungsschwerpunkt entsprechende Alternativen aufgezeigt werden. Dies ist gerade für Neueinsteiger von Vorteil, damit der Umstieg problemlos gelingen kann.

XEP-0156 auf Prosody aktivieren

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Digitization Transformation Binary  - geralt / Pixabay
geralt / Pixabay

Seit einiger Zeit versuche ich meinen XMPP-Server so zu konfigurieren, dass XEP-0156 den neuen XMPP Compliance Test besteht, der neben /http-bind auch nach /xmpp-websocket schaut. Bisher hatte ich in Prosody lediglich BOSH aktiviert. Nun war es aber erforderlich das Modul WebSockets richtig einzubinden.

\“https://prosody.im/doc/websocket\“Wofür benötigt man aber eigentlich das XMPP-Erweiterungsprotokoll XEP-0156?

Definition

XEP-0156: Discovering Alternative XMPP Connection Methods (HTTP)

Allows web clients to discover connections methods

Um den XMPP-Server für Webclients über diese Schnittstellen verfügbar zu machen, waren einige Änderungen an meinem System nötig.

System

Als Betriebssystem dient derzeit ein Debian 10. Der XMPP-Server basiert auf Prosody. Als Webserver wird ein Apache2 eingesetzt.

Änderungen der Konfiguration

Zu allererst habe ich meine /var/www/html/intux/.well-known/host-meta neu angepasst (siehe dazu alte Konfiguration https://intux.de/2018/11/xep-0156-auf-xmpp-aktivieren/). 

Im zweiten Schritt musste ich eine weitere Rewrite-Regel im VirtualHost setzen.

Hier ein Überblick über alle zusätzlichen Einträge zur Aktivierung von XEP-0156 in meinem VirtualHost /etc/apache2/sites-available/intux.de.conf:

Weiterhin musste in der Prosody-Konfiguration /etc/prosody/prosody.cfg.lua der Eintrag

hinzugefügt werden (siehe https://intux.de/2019/05/kein-bilderversand-im-gastnetzwerk/). Die Module WebSocket und BOSH müssen ebenfalls beide aktiviert sein.

Nach dem Neustart des Webservers sowie von Prosody konnte mein XMPP-Server den Compliance Test zu XEP-0156 wieder bestehen.

coTurn zeitverzögert auf Raspberry Pi starten

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Online Learning Video Chat Webinar  - jagritparajuli99 / Pixabay
jagritparajuli99 / Pixabay

Vor einiger Zeit hatte ich im Artikel „TURN-Server für Nextcloud Talk“ beschrieben, wie man den Turnserver coTURN für Nextcloud einrichtet und konfiguriert. Einige Zeit später musste ich jedoch feststellen, dass diese Anleitung so nicht auf Raspbian (jetzt Raspberry Pi OS) übertragbar ist, da der Service des Turnservers schneller startet als das gesamte System. Dies hat zur Folge, dass der Dienst zu coTURN immer wieder von Hand angestoßen werden muss.

Um dies aber zu vermeiden, baut man einfach eine Zeitverzögerung in den erwähnten Service ein. Dazu editiert man die Datei /lib/systemd/system/coturn.service:

Man fügt nun folgenden Eintrag unter [Service] ein und speichert die Änderung mit Ctlr + o.

Den Editor verlässt man dann wieder mit Ctrl + x. Durch den Eintrag wird nun eine Verzögerung von 30 Sekunden erzwungen. Mit 

wird der Turnserver neu gestartet. So sollte coTURN nun nach dem nächsten Reboot des Raspberry Pi wie gewünscht arbeiten.

Viel Spaß!

Inkscape

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Das Buch „Inkscape – Praxiswissen für Einsteiger“ von Winfried Seimert ist im mitp-Verlag 2018 in der 1. Auflage erschienen. Auf 320 Seiten richtet sich dieses Werk an Einsteiger sowie fortgeschrittene Benutzer, welche die Freie Software Inscape zur Bearbeitung von Vektorgrafiken verwenden möchten.

Im Jahr 2003 wurde Inkscape veröffentlicht. Im Buch arbeitet der Autor mit der Version 0.92. Inzwischen wurde zwar schon Inkscape 1.0 reseased, jedoch sind alle Erklärungen 1:1 zur aktuellen Version umsetzbar. Auch dieses Werk von Winfried Seimert ist in Form eines Seminars aufgebaut und vermittelt dem Leser nicht nur die Grundfunktionen der Software, sondern zeigt an Beispielen diese souverän einzusetzen. Leider muss der Anwender auch hier auf Beispieldateien verzichten. Alternative Möglichkeiten zum Download freier Grafiken werden aber auch hier aufgezeigt.

Inkscape ist die freie Alternative zu mächtigen kommerziellen Programmen wie Adobe Illustrator oder Corel Draw. Dabei ist diese Anwendung frei und kostenlos für Linux-, MacOS- und Windows-User nutzbar. Alle Erklärungen im Buch wurden auf einem Windows-System reproduziert und unterscheiden sich nur im Detail von der Darstellung auf anderen Betriebssystemen. Ein großer Vorteil ist, dass Inkscape als Standard auf SVG (Scalable Vector Graphics) setzt, womit alle relevanten Webbrowser auch umgehen können.

Der Leser dieses Buches wird von Anfang an gut in die Software eingeführt. Erklärungen zum Aufbau von Inkscape sind dabei die Grundlage, um Verktorgrafiken zu erstellen und die eigene Kreativität beim Gestalten umzusetzen. Hierbei ist u.a. eine Aufstellung der anwendbaren Shortcuts hilfreich. Ausreichende Erklärungen zum Umgang mit Pfaden und Ebenen finden in der Publikation von Winfried Seimert genügend Aufmerksamkeit, was dem Leser zu Gute kommt und dabei hilft eigene Vektorgrafiken zu gestalten.

Tux – Vektorgrafik

Dieses Buch ist in folgende Kapitel aufgeteilt:

  • Basiswissen Inkscape
  • Arbeiten mit Grafikdateien
  • Gestalten von Grafikobjekten
  • Erstellen und Bearbeiten von Pfaden
  • Objekte kreativ anpassen
  • Textobjekte erstellen und formatieren
  • Veränderungen durch Filter und Erweiterungen
  • Publikationen erstellen

Leseproben und Downloads

Fazit

„Inkscape – Praxiswissen für Einsteiger“ arbeitet den Leser sehr gut in das Programm Inkscape ein. Die Erklärungen und Beispiele sind ebenfalls sehr gut nachvollziehbar. Eine Auflistung der anwendbaren Tastenkombinationen ist hierbei hilfreich. Der Autor vermittelt mit seinem Werk viel Basiswissen. 

PHP-FPM Einstellungen für Nextcloud

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Php Elephant Pink Elephant Php Php  - alekseynemiro / Pixabay
alekseynemiro / Pixabay

Um PHP-FPM Ladezeiten zu reduzieren empfiehlt Nextcloud folgende Einstellungen, um mehr Prozesse zeitgleich zu ermöglichen:

Hierbei sind die Einstellungen auf ein System mit 4 GB RAM und 1 GB MySQL-Cache optimiert. Die Konfiguration wird bei Verwendung von PHP7.3 in der /etc/php/7.3/fpm/pool.d/www.conf vorgenommen.

Um die Änderungen zu übernehmen, wird der Service zu PHP-FPM neu gestartet.

Gimp 2.10 – Praxiswissen für Einsteiger

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Das Buch „Gimp 2.10 – Praxiswissen für Einsteiger“ von Winfried Seimert ist im mitp-Verlag 2018 in der 1. Auflage erschienen. Auf 328 Seiten richtet sich dieses Werk, dem Autor nach, in erster Linie an Einsteiger, welche die Freie Software GIMP (GNU Image Manipulation Program) zur Bearbeitung von Pixelgrafiken einsetzen möchten.

Im Jahr 1995 wurde die erste Betaversion von Gimp für Linux veröffentlicht und begann sich von da an schnell in der Community zu etablieren. Es dauerte nicht sehr lange bis dieses mächtige Grafikprogramm auch auf Windows und MacOS portiert wurde. Gimp hat gewaltiges Potential und ist das freie Pendant zu bekannten propritären Grafikprogrammen, wie Adobe Photoshop oder Corel PhotoPaint. Gimp findet somit auch in diversen Designbüros professionelle Anwendung.

Das Buch „Gimp 2.10 – Praxiswissen für Einsteiger“ ist wie ein Seminar aufgebaut und führt den Leser Schritt für Schritt durch entsprechende Szenarien. Am Anfang geht der Autor auf den Aufbau von Gimp ein, erklärt Besonderheiten und widmet sich den Shortcuts (Tastenkombinationen) die das Arbeiten mit diesem Grafikprogramm deutlich erleichtern.

Nach einer Einarbeitung in die grundlegendsten Möglichkeiten, Korrekturen an Pixelgrafiken in Gimp auszuführen, geht es dann im weiteren Verlauf mehr ins Detail. Der Leser lernt u.a. Motive freizustellen und bekommt Erklärungen im Umgang mit Ebenen, Pfaden etc. Es wird ausgiebig beschrieben, wie Bilder weiter optimiert werden können und gelungene Fotomontagen entstehen.

Tux – Pixelgrafik
Tux – manipulierte Pixelgrafik

Leider liegen keine der im Buch gezeigten Grafiken als Beispieldateien bei. Hier heißt es, mit eigenen Bildern selbst kreativ zu werden.

Im Buch werden folgende Kapitel abgehandelt:

  • Basiswissen GIMP
  • Arbeiten mit Bilddateien
  • Grundlegende Bildbearbeitung
  • Separieren und Freistellen
  • Einsatz von Ebenen
  • Bilder im rechten Licht
  • Bilder verändern
  • Die besten Einstellungen
  • Werkzeug- und Trickkiste
  • GIMP erweitern

Leseproben und Downloads

Fazit

Obwohl der Autor eine gewisse Distanz zu Gimp durchscheinen lässt, wird man gut in die Software und deren Anwendung eingeführt. Dieses Buch bildet sehr viele Bearbeitungsszenarien detailliert ab. Als Nachschlagewerk ist es ein guter Begleiter, um Pixelgrafiken souverän zu manipulieren. Eine Auflistung der anwendbaren Shortcuts im Buch ist dabei sehr hilfreich.