OnePlus One und Lollipop

Mit zwei Wochen Verspätung nach Beginn des Rollout am 14.04.2015 ist das Upgrade Cyanogen OS 12 mit Android Lollipop 5.0.2 am 01.05.2015 auf meinem One angekommen. Die Freude hierüber hielt jedoch nicht sehr lange an. Ich bemerkte, dass ich mindestens einmal am Tag arge Probleme mit dem Touchscreen bekam. Die Bedienung hakte oder war teilweise gar nicht mehr möglich. Ein Neustart behob das Problem zeitweise.

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Eine Erklärung hatte ich hierfür nicht. Ein Wipe des Caches im Recovery Mode brachte auch nichts.

Was mir jedoch auffiel war, dass das Smartphone sobald ich mich im WLAN befand keinerlei Ausfälle hatte. Irgendwann kam mir die Idee, dass es eventuell an der Netzsuche liegen könnte. Da ich eh kein LTE nutze, stellte ich Mobilfunknetze => Bevorzugter Netzwerktyp  von LTE (empfohlen) auf 3G.

Seitdem klappt’s nun auch mit Lollipop aus dem One.

OnePlus One, der erste Eindruck

oneplus_logoZwei Tage nach der Bestellung ist das OnePlus One bei mir eingetroffen. Schon beim Öffnen des Paketes stellte sich der erste Wow-Effekt ein. Das Start-Up OnePlus setzt hier schon auf den großen Auftritt. In der weißen doppelwandigen Hülle verbirgt sich ein roter Einschub, der sich über eine Textil-Lasche heraus ziehen lässt. Darin liegt das One inkl. Ladekabel und einem Tool zum Öffnen des Faches für die Micro-Sim. Ein weiteres kleines Paket beinhaltet den USB-Ladestecker.

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Ich habe mir die 64 GB-Variante bestellt. Als ich das Smartphone das erste Mal in die Hand nahm, war ich doch etwas von der puren Größe (15,3 x 7,6cm) überrascht. Kann ein Handy wirklich so groß sein? Ja, es kann! Die Sandstone-Black-Rückwand fasst sich samtig an und ist wieder erwarten weich und liegt sehr angenehm in der Hand. Diese soll sich durch entsprechende StyleSwap Cover lt. Hersteller ersetzen lassen. Die Front umfasst ein echter Aluminium- Magnesium-Rahmen. Das 5,5 Zoll-Display (Corning Gorilla Glass 3) hebt sich leicht (ca. 0,5mm) von dem Rahmen ab. Nach näherem Betrachten muss ich sagen, dass das OnePlus One von der Verarbeitung und den eingesetzten Materialien nach dem iPhone das wertigste Telefone ist, welches ich je in der Hand hielt. Mit der Größe muss man sich aber echt anfreunden. Der Begriff „Phablet“ ist tatsächlich mehr als angebracht.

Da ich auf meinem alten Nexus schon CyanogenMod einsetzte, fühlte ich mich nach dem ersten Einschalten sofort wohl. Auf dem OPO arbeitet Android 4.4.4 in der aktuellen Stock-Rom CyanogenMod 11S, welches OTA-Upgrades erhält. Nach dem Einrichten des Google-Kontos kamen alle meine Apps und Kontakte auf mein Handy geflattert. Man kann zwischen den zwei Design-Paketen Hexo (Standard) und Holo auswählen. Mit ein paar Einstellungen ist alles entsprechend den eigenen Bedürfnissen angepasst. Die Geschwindigkeit lässt mit dem verbauten Qualcomm Snapdragon 801 Quadcore-Prozessor (2.5 GHz) keine Wünsche offen. Das Display (1.920 x 1.080 Pixel) ist klar und scharf.

Das viel beschriebene Yellow-Banding ist aus meiner Sicht kein wirkliches Problem. Mich stören in der Regel eigentlich solche kleinen Fehler sehr, aber in diesem Fall werden es aus meiner Sicht die meisten User nicht einmal bemerken. Der Fehler ist tatsächlich kein wirklicher Makel aber auch kein gewolltes Feature von OnePlus. Ich vermute es handelt sich hierbei um eine ungewollte Streuung des Lichtes der Hintergrundbeleuchtung durch eine nicht optimale Anordnung der Bauteile.

Die verbaute Kamera auf der Rückseite macht akzeptable Fotos in einer maximalen Auflösung von 13 MP. Hierbei wurden Herstellerangaben zufolge 6 Linsen verbaut. Die Kamera verfügt ein Doppel-LED-Blitz und ist damit für schlechte Lichtverhältnisse gewappnet. Die Frontkamera schafft immer noch 5 Megapixel.

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Die Akku-Leistung (3100 mAh) ist aus meiner Sicht zufriedenstellend und sollte je nach Nutzungsverhalten auch einen Arbeitstag locker überstehen.
Zu erwähnen wäre auch noch, dass das OnePlus One auch fit für LTE ist. Allerdings werden nur die Bereiche von 1.800 MHz und 2.600 MHz unterstützt.

Die Stereo-Lautsprecher haben einen recht guten Klang und sind wesentlich lauter als ich dies von meinen bisherigen Vorgängermodellen (HTC Wildfire und Samsung Galaxy Nexus) kannte. Im Menü enthalten ist auch der Equalizer der nicht nur toll aussieht, sondern auch sehr viele Klang-Einstellungen ermöglicht.

Des Weiteren gibt es aus dem Hause Cyanogen eine System-App zur Bildschirmaufnahme. Auch hier kommt der Quadcore in keinster Weise ins Schwitzen.

Auch die Satellitennavigation wird mit dem Tracking amerikanischer GPS- und russischer GLONASS-Satelliten zum Kinderspiel für das One.

Will man in Zukunft nicht auf die zugewiesenen Upgrades von Cyanogen warten und die täglich erscheinenden Nightlies einsetzen, so bleibt einem aber nur die Möglichkeit das Telefon zu rooten. Hierbei erlischt aber in der Regel die Garantie, anders bei OnePlus! Unlocken und rooten hat hierbei keine Auswirkung auf die Herstellergarantie (siehe hier).

Fazit

Mit dem OnePlus One erhält man ein sauber und aus hochwertigen Materialien verarbeitetes Smartphone. Die verbaute Hardware kann es durchaus mit den ganz Großen aufnehmen. Die 64 GB-Variante dürfte den allgemeinen Ansprüchen mehr als genügen. Der Speicher ist nicht erweiterbar. Das Yellow Banding ist tatsächlich vorhanden, jedoch fällt es nicht wirklich auf! Die Größe des Handys ist zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber noch akzeptabel. Man erhält aus meiner Sicht ein Top-Gerät zum kleinen Preis! Um jedoch an ein One zu kommen braucht man immer noch ein Invite (Einladung)! Vielen Berichten zufolge wird man jedoch ab Oktober 2014 Geräte beim Hersteller ohne Einladung vorbestellen können.