Interview mit Daniel Gultsch – Entwickler der App Conversations

Vor einiger Zeit hatte ich Interviews mit diversen Blog-Betreibern rund um die Thematik Open Source geführt. Nun wollte ich auch Entwickler zu Wort kommen lassen, was sie motiviert ihre Projekte als Open Source auf den Markt zu bringen.

Heute steht mir Daniel Gultsch, der Entwickler der App Conversations, Rede und Antwort.

intux: Wie kam es dazu eine App wie Conversations zu programmieren?

Daniel: Ich bin von der Idee getrieben unabhängig von großen Konzernen wie Google zu sein und würde meine wichtigen Daten entweder gerne selber hosten oder einem kleineren Anbieter überlassen. Nicht unbedingt weil ich glaube, dass Google groben Unfug mit meinen Daten betreibt, sondern einfach weil ich längerfristiger denke und mich nicht unbedingt darauf verlassen möchte, dass es Google in 10 Jahren noch gibt. Deshalb ist auch meine E-Mail Adresse auf meiner eigenen Domain. Falls der eine Anbieter seinen Betrieb einstellt, bin ich jeder Zeit in der Lage zu einem anderen zu wechseln, ohne das meine Kontakte davon etwas mitbekommen. Als ich 2012 mein erstes Smartphone gekauft habe, wurde Google Hangouts jedoch zu meinem primären Messenger, da es eines der wenigen Systeme war, dass eine brauchbare UX hatte und einen nahtlosen Wechsel zwischen Desktop und Handy ermöglicht hat. Im Hinterkopf hatte ich aber immer die Frage, ob man so etwas wie Hangouts nicht auch in anbieterunabhängig umsetzen kann. Im Januar 2014 habe ich dann angefangen diese Frage auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen und daraus ist dann Conversations geworden.

intux: Warum hast Du Dich gerade für Android entschieden?

Daniel: Conversations war und ist immer noch primär ein Tool für mich selbst. Und Android war einfach die Plattform die ich selber genutzt habe. Auf eine gewisse Art und Weise war das aber auch eine glückliche Fügung da Android Apps (damals) in Java programmiert wurden und ich Java zu dem Zeitpunkt schon halbwegs konnte.

intux: Conversations ist als Client für Android in aller Munde. Hast Du mit diesem Erfolg gerechnet?

Daniel: Ist es das? In aller Munde? Ich glaube in der deutschen Free Software Community hat Conversations mittlerweile eine gewisse Bekanntheit erreicht. Außerhalb dieser Bubble und außerhalb des deutsch- und französischsprachigen Raums geht es dann mit dem ‚Erfolg‘ aber auch schnell wieder zurück. Ich denke das ist zum Teil dem Netzwerkeffekt geschuldet der an Sprach- oder Kulturgrenzen immer auf gewissen Widerstand stößt und zum Anderen fällt das Thema Datenschutz im europäischen Raum natürlich auch auf fruchtbareren Boden.

Habe ich mit dem Erfolg gerechnet? Ja, schon irgendwie. Ich glaube einfach, dass Jabber im Allgemeinen und Conversations im Speziellen ein gutes Produkt ist.

intux: Wo lagen die größten Schwierigkeiten?

Daniel: Technisch gesehen bin ich eigentlich nie wirklich gegen eine Wand gelaufen. Nichts in Conversations ist auch nur annähernd Raketenwissenschaft. Vieles ist schlicht relativ nervige Fleißarbeit durch die man einfach durch muss.

Die größten Schwierigkeiten sehe ich darin, die notwendige Aufmerksamkeit der Medien (oder anderer Multiplikatoren) zu bekommen. So habe ich zum Beispiel für das 0.1 Release damals und dann nochmal für das 1.0 Release sämtliche (deutschsprachigen) Nachrichtenseiten angeschrieben. Da ist nie etwas daraus geworden. Das kann richtig frustrierend sein, wenn man sieht welche anderen, wirklich total irrelevanten Messenger, manchmal Newsstories bekommen. Oder noch schlimmer wenn irgendein ‚Celebrity‘ auch nur *ankündigt* eventuell bald mal einen Messenger zu veröffentlichen ist das sofort eine Nachricht wert. Aber Conversations – ein fertiges Produkt – wird komplett ignoriert.

Eine weitere Schwierigkeit, die leider auch nicht direkt in meiner Kontrolle liegt, ist die eher schlechte Qualität der Desktop-Clients. Conversations ist immer nur so gut wie der Rest des Ökosystems. Oder, um es anders auszudrücken – die häufigste Kritik an Jabber die ich höre ist: Conversations ist ja OK aber die anderen Clients sind Mist. Und da haben diese Kritiker auch nicht unrecht. Und aus diesem Problem gibt es auch keinen einfachen Ausweg. Softwareentwicklung kostet vor allem Zeit. Ich glaube, so lang es keinen Desktop-Client gibt der in Vollzeit entwickelt wird – sprich solange es niemand gibt der die Möglichkeit und die Bereitschaft dazu hätte – wird sich daran auch nicht viel ändern.

Das ist einer der Gründe warum ich im Moment Vorträge zum Thema „Wie verdiene ich Geld mit Conversations“ halte. Ich habe die Hoffnung, dass dies vielleicht einen der bestehenden oder einen neuen Entwickler motiviert es mir gleich zu tun.

intux: Unterscheidet sich die App aus dem Playstore von der aus F-Droid?

Daniel: Nicht wirklich. Die Version im Google Play Store kann Google Cloud Messages (Push Notifications) benutzen. Das XMPP ist allerdings nicht darauf angewiesen und funktioniert auch ohne. Der Grund warum das nicht in F-Droid ist, ist nicht damit die kostenpflichtige Variante einen Mehrwert hat, sondern weil die Push Library nur binär vorliegt und F-Droid dies nicht mit in seine Apps einbauen möchte.

intux: Denkst Du XMPP kann in Zukunft gegen Modelle wie Matrix bestehen?

Daniel: Was ist denn das Matrix Modell? Ich glaube die technischen Unterschiede zwischen Matrix und XMPP kann man ignorieren. Klar ist Matrix noch ein recht junges Protokoll und noch finden das alle toll. Aber jeder der schon mal Softwareentwicklung betrieben hat weiß, dass APIs wenn sie noch jung sind immer total super wirken; im Laufe der Zeit ändert sich das dann zu ‚OK‘ und irgendwann wird es dann ein ‚Meine Fresse was haben wir denn da für ein Mist gebaut‘. Der Trick ist dann, sich irgendwie damit zu arrangieren und das Beste daraus zu machen. Der Vorteil den Matrix im Moment hat ist, dass sie 12 Entwickler in Vollzeit beschäftigen können. Klar, dass da zumindest kurzfristig Produkte raus kommen die an der Oberfläche vielleicht etwas schicker aussehen. Wie beständig das langfristig wird, muss sich zeigen. Ob sie es hinbekommen auch langfristig das Protokoll zu pflegen und die Community auch in der Weiterentwicklung mit einbeziehen können wissen wir dann in 10 Jahren. Sollte dem so sein, dass Matrix ein Standard für anbieterunabhängige Kommunikation wird, der auch zukunftssicher ist, dann ist ja auch alles super. Also dann wäre mein persönliches Ziel – anbieterunabhängige Kommunikation zu haben – ja erreicht. 

intux: Lange Zeit habe ich meine Unterhaltungen mit OTR verschlüsselt. OMEMO setzte sich jedoch nach und nach immer mehr durch. Nun wurde OTR aus Conversations verbannt. Was hat Dich dazu bewogen?

Daniel: Da gibt es eine Reihen von Gründen die für sich alleine genommen vielleicht nicht diesen Schritt ausgelöst hätten, in der Summe jedoch ziemlich schwerwiegend sind. Ohne bestimmte Reihenfolge:

  • OTR kann Nachrichten nicht zwischen mehreren Geräten synchronisieren. Die Möglichkeit zwischen Desktop und Handy zu wechseln ist einer der selling Points von Jabber
  • OTR war für Jabber ziemlich schlecht spezifiziert. So haben manche Clients zum Beispiel HTML verschickt ohne irgendwie zu signalisieren das dort gerade HTML verschickt wurde. Conversations weiß dann nicht ob der andere Nutzer gerade <b>fett</b> geschrieben hat oder nur das Wort ‚fett‘ in dicker Schrift. Außerdem war nie ganz klar, wann und unter welchen Umständen denn Sitzungen auf und wieder abgebaut werden, was das Protokoll extrem unzuverlässig gemacht hat.
  • Die Verifikation war nicht blockierend umgesetzt. Wenn ich eine Nachricht schreibe und der Schlüssel des Gesprächspartners sich geändert hat, hat Conversations dies zwar angemerkt aber die Nachricht trotzdem verschickt. Ähnlich wie WhatsApp das tut. Dies erschien mir allerdings nicht mehr zeitgemäß
  • OTR war ziemlich bekannt. OTR war ein Name der vielen Benutzern etwas gesagt hat. Deswegen gab es Nutzer die OTR OMEMO vorgezogen haben, dann über die oben genannten Nachteile gestolpert sind und dann Jabber als Ganzes als ‚unzuverlässig‘ abgeschrieben haben.

Die Idee OTR aus Conversations 2.0 zu entfernen und OMEMO standardmäßig zu aktiveren, gab es schon sehr lange und war lange geplant. Ich hab nur auf den richtigen Zeitpunkt gewartet. Dies war erreicht, nach dem OMEMO eine gewisse Durchsetzung erfahren hat.

intux: Du hast dieses Jahr einen Vortrag auf den Chemnitzer Linux-Tagen gehalten. War das eine Eintagsfliege oder kommst Du wieder?

Daniel: Ich hab auch 2009 schon einen Vortrag auf den Linux Tagen gehalten. 2016 hatten wir einen Stand. Eine Eintagsfliege war das also nicht. Ich muss natürlich eine gute Idee für einen Vortrag haben, die Zeit dafür haben und der Vortrag muss angenommen werden. Aber prinzipiell auf jeden Fall.

intux: Wird es irgendwann Conversations für iOS geben?

Daniel: Wahrscheinlich nicht. Einen Client zu schreiben ist ein Vollzeitjob. Ich müsste also Conversations für Android aufgeben, um Conversations für iOS zu entwickeln. Zudem sind die Einstiegshürden für iOS Entwicklung relativ hoch, da man sowohl ein teures iPhone als auch ein teures MacBook braucht. Und ich kann mir gerade nicht vorstellen einen Mac benutzen zu müssen oder dafür sogar Geld auszugeben.

intux: Ist ein Desktop-Client geplant?

Daniel: Ähnliche Antwort wie zum Thema iOS. Einen Client zu entwickeln ist ein Vollzeitjob und ich kann nicht zwei Vollzeitjobs haben. Im Moment ist wie auch vorher schon erwähnt meine Strategie eher anderer Entwickler dazu zu motivieren Geschäftsmodelle zu finden und selber die Zeit in einen Desktop Client zu stecken.

intux: Vielen Dank für das Interview, Daniel.

hality.org

Startseite von hality.org

Heute möchte ich ein wenig Werbung für die regionale Open Source Community von Halle (Saale) machen. Ende Januar 2016 hatten Andreas und ich die Idee eine Online-Community für Gleichgesinnte zu gründen. Im Vordergrund sollte der Gedankenaustausch rund um freie und quelloffene Software stehen.

Hierzu haben wir am 10.02.2017 den Grundstein gelegt. Es wurde damit begonnen ein kleines soziales Netzwerk unter hality.org aufzubauen. Daran teilnehmen kann natürlich jeder! Hierbei spielt keine Rolle ob ihr Hallenser seid oder aus einer anderen Ecke der Republik kommt.

Um die Community etwas lebhafter zu gestalten, möchten wir natürlich auch Treffen organisieren. Dabei soll der Fokus auf freier Software liegen. Installationshilfen sowie Workshops sind geplant.

Unter XMPP und IRC stehen entsprechende Chaträume bereit.

XMPP: hality@conference.intux.de
IRC: #intux

Viel Spaß!

Nextcloud auf dem Raspberry Pi

Seit ca. vier Jahren habe ich auf meinen Raspberry Pi eine eigene Cloud installiert. Anfangs war es mehr oder weniger eine reine Testumgebung. Mittlerweile möchte ich aber auf die Möglichkeit, Daten zu Hause in der eigenen Wolke zu speichern, nicht mehr verzichten.  Inzwischen läuft eine Nextcloud 11.0.2 auf einem Raspberry Pi 3 Modell B.

Vor einem halben Jahr bin ich dann noch einen Schritt weiter gegangen. Meine Kontakte, Kalender und Aufgaben werden ebenfalls über die Nextcloud mit meinem Smartphone und Notebook synchronisiert. Der Vorteil hierbei: Google bleibt außen vor. Zur Synchronisation setze ich mittlerweile DAVdroid in Verbindung mit der App Calendar Color ein. Des Weiteren werden Aufgaben mit der App Open Tasks bearbeitet. Natürlich kommt auch die eigentliche Applikation Nextcloud zum Einsatz. Diese Apps sind alle kostenlos auf F-Droid erhältlich. Wer den Entwicklern etwas Geld zukommen lassen will, kann dies natürlich direkt tun.

Mit ein wenig Willen und Lust zum Basteln ist die eigene Cloud schnell installiert und einsatzbereit. Hier kurz eine Liste der von mir eingesetzten Komponenten:

Von Außen erreiche ich die Nextcloud über eine auf INWX eingerichtete DynDNS-Adresse. Um den Zugang aus dem Internet etwas zu härten, verwende ich seit Kurzem eine Zwei-Faktor-Authentifizierung über den Google Authenticator.

Vorsicht: Bei der Einrichtung sind die Backup-Codes unbedingt zu sichern! Hier besteht die Gefahr, dass man sich ungewollt aussperrt.

Und wie macht sich der Kleine so?

Vor über einem Monat habe ich einen Test gestartet, wobei nun alle Kontakte, Termine und Dateien meines Smartphones mit einem Raspberry Pi synchronisiert werden. Dazu wurde die Standard-Synchronisation dieser Dienste zu Google deaktiviert.

Auf dem Raspberry Pi läuft ein aktuelles Raspbian Jessie. Die Ports 21, 22, 80 und 443 wurden zu diesem Zweck (FTP, SSH, HTTP und HTTPS) am heimischen Router geöffnet. Um nun von außen einen Zugang zu bekommen, nutze ich den Dienst NoIP. So kann ich mit einer festen Internetadresse über die sich ständig ändernde öffentliche IP auf meinem Raspberry Pi zugreifen. Der RasPi gleicht diese IP mit dem installierten ddclient ab. Weiterhin sind der Webserver Apache2 und eine ownCloud installiert. Letztere dient der Speicherung der zuvor erwähnten Daten. Das Ganze wurde mit einem Let’s Encrypt Zertifikat verschlüsselt. 

Um diese Daten dann mit der Cloud zu synchronisieren, nutze ich mit dem Smartphone die drei kostenpflichtigen Apps CardDAV-SyncCalDAV-Sync und FolderSync. Am PC synchronisiert Debian 8 die Daten mit dem ownCloud Client. Kontakte und Termine werden im Mail-Programm Evolution abgegriffen.

Wie läuft das alles nun rückblickend?

Eigentlich erstaunlich gut und ohne Probleme meinerseits. Ein zwischenzeitlicher Ausfall, hatte mich aber kurzzeitig hierbei aus der Bahn geworfen. Mein Internet-Provider stellte ohne Ankündigung meinen Anschluss auf Port and Address Translation (PAT). Dabei war es nicht mehr möglich über die öffentliche IP auf mein Heimnetz zuzugreifen. Erst nach Rücksetzung durch den Support auf Network Address Translation (NAT) konnte ich meine Cloud wieder erreichen.

Fazit

Ja, es geht auch ohne Google, wenn man die Daten des Smartphones sichern möchte. Mit dieser Heim-Lösung bin ich im Moment sehr zufrieden. Die Anschaffungs- und Stromkosten eines Raspberry Pi inkl. Zubehör halten sich in Grenzen. Zudem nutze ich eine 64GB MicroSD, die wirklich sehr viel Spielraum zur Datensicherung bietet.

Übrigens gibt es CardDAV-Sync, CalDAV-Sync und FolderSync auch in kostenlosen Light-Versionen. Diese verfügen aber nicht über den vollständigen Funktionsumfang.

Ich habe hier anhand dieses Beispiels eine Einkaufsliste der eingesetzten Hardware zusammen gestellt.

Kontakte und Kalender der Nextcloud

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Vor drei Jahren hatte ich schon einmal über die Synchronisation von Kontakten mit der ownCloud geschrieben. Zu dieser Zeit hatte ich mit der freien Version von CardDAV-Sync experimentiert. Diese hatte damals jedoch leider nicht alle Daten synchronisiert.

Nun habe ich die Kaufversionen CardDAV-Sync und CalDAV-Sync von Marten Gajda mit meiner Nextcloud getestet.

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Fazit

Es klappt sehr gut. Die Apps machen genau was sie sollen.

Man muss sich also nicht immer blind in die Hände von Google begeben.

bq Aquaris X5 Cyanogen Edition

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Ich hatte wieder einmal das Glück mir ein Smartphone aus dem Hause bq etwas näher ansehen zu dürfen. Hierbei handelte es sich um ein bq Aquaris X5 Cyanogen Edition. 

Im Inneren des X5 arbeiten ein Snapdragon™ 412 Quad Core, kombiniert mit 2GB RAM und 16GB internem Speicher. Dieser lässt sich jedoch mit einer MicroSD um max. 32GB erweitern. Im Moment läuft das X5 mit Cyanogen OS 12.1. Wobei das Upgrade auf Version 13 mit Android Marshmallow kurz bevor steht. Das 5 Zoll Display ist scharf und kontrastreich, mit einer HD-Auflösung von 720×1280 Pixeln. Bemerkenswert ist das schöne Design, verbunden mit einer sehr angenehmen Haptik durch den Einsatz hochwertiger Materialien. So besitzt das Gehäuse einen eloxierten, matten Aluminiumrahmen und eine robuste Kunststoff-Rückseite. Der fest verbaute Akku mit 2900 mAh hält bei entsprechender Nutzung ca. zwei Tage. Die Front- und die Rückkamera machen bei ausreichenden Lichtverhältnissen akzeptable Bilder. Die Auslösegeschwindigkeit ist dabei recht flott. Ein eingebautes FM-Radio in Verbindung mit dem hauseigenen Equalizer sorgen auch ohne Datenverbindung unterwegs für Unterhaltung. Hiebei wäre jedoch zu erwähnen, dass kein Headset im Lieferumfang enthalten ist. Ein Netzteil fehlt ebenfalls. Des Weiteren beherrscht das X5 bedauerlicherweise keine Near Field Communication.

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Vorteile

  • Cyanogen OS
  • gut abgestimmte Hardware
  • gute Haptik
  • wertiges Gehäuse mit Aluminiumrahmen
  • erweiterbarer Speicher (MicroSD)
  • gute Akkuleistung
  • UKW-Radio

Nachteile

  • NFC fehlt
  • Displayoberfläche aus Dragontail-Glass

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Ausstattung

  • Größe: 144,4 x 70,5 x  7,5 mm
  • Gewicht: 148 g
  • Größe: 5 “
  • Auflösung: HD 720×1280 – 294 ppi
  • CPU: Qualcomm® Snapdragon™ 412 Quad Core MSM8916T bis 1,4 GHz
  • interner Speicher: 16 GB (davon 11,8 GB frei)
  • RAM: 2 GB
  • Akku: LiPo 2900 mAh
  • Kartenslot: Dual Nano-SIM
  • Speicher: MicroSD™ Slot
  • Konnektivität: 4G (LTE) FDD (800/1800/2100/2600) – (B20/B3/B1/B7) – 3G HSPA+ (900/2100) – (B8/B1) – 2G GSM (850/900/1800/1900) – WLAN 802.11 b/g/n – Bluetooth® 4.0 – GPS + GLONASS
  • OS: Cyanogen OS
  • Kamera: 13 Mpx (Dualer Blitz und Autofokus) hinten, 5 Mpx vorn

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Fazit

Das bq Aquaris X5 ist ein gutes Mittelklasse-Smartphone in edler Optik. Die Ausstattung ist für den Preis völlig in Ordnung. Während des zweiwöchigen Dauertests hatte ich mit dem X5 keinerlei Probleme. Unter anderem wurden Videos stets ruckelfrei dargestellt. Die Sprachqualität ist ebenfalls in Ordnung. Das Smartphone hinterlässt einen wertigen Eindruck und wirkt keinesfalls billig.

Zur Kritik tragen das Fehlen eine NFC- Chips sowie eine weniger robuste Displayoberfläche aus Dragontail-Glass bei.

Alles in Allem ist das bq Aquaris X5 ein gutes Handy zu einem fairen Preis. Technik-Freaks wird hingegen die verbaute Hardware etwas zu angestaubt sein, wobei man bei durchschnittlicher Nutzung keineswegs ins Schwitzen kommen sollte.

bq Aquaris M5

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Kurz vor Jahresende konnte ich ein weiteres Mal ein Smartphone aus dem Haus bq testen. Dabei handelte es sich um ein bq Aquaris M5 und damit den großen Bruder des bq Aquaris E5 LTE. Was hier besonders positiv auffällt, ist der wesentlich größere Arbeitsspeicher. Mir wurde freundlicherweise die 3GB-Variante mit 32GB internen Speicher zur Verfügung gestellt.

Im Inneren arbeitet ein Snapdragon™ 615 Octa Core Prozessor und sorgt hierbei für eine gute Leistung. Als Betriebssystem kommt Android 5.1.1 Lollipop zum Einsatz. Der nicht wechselbare Akku hält je nach Benutzung bis zu zwei Tagen. Das Display löst gegenüber dem E5 in Full HD auf. Erwähnenswert ist ebenfalls der im M5 verbaute NFC-Chip (Near Field Communication). Die Kamera macht auch wie bei den Modellen bq Aquaris E5 LTE und bq Aquaris E5 HD Ubuntu Edition akzeptable Bilder mit bis zu 13 Megapixeln. Das Gehäuse hat ein schnörkelloses Design und liegt gut in der Hand. Auch dieses Gerät bietet, wie das E5, die Möglichkeit zwei Micro-SIM Karten gleichzeitig nutzen zu können.

Negativ fiel die nicht installierte eMail-App sowie ein fehlendes Headset ins Gewicht. Ein Netzteil ist ebenfalls nicht im Lieferumfang enthalten.

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Vorteile

  • Android
  • gut abgestimmte Hardware
  • gute Haptik
  • robustes Kunststoffgehäuse
  • erweiterbarer Speicher (MicroSD)
  • gute Akkuleistung
  • UKW-Radio

Nachteile

  • fehlende eMail-APP

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Ausstattung

  • Größe: 143 x 69,4 x  8,4 mm
  • Gewicht: 144 g
  • Größe: 5 “
  • Auflösung: Full HD 1080×1920 – 440 ppi
  • CPU: Qualcomm® Snapdragon™ 615 Octa Core A53 bis 1,5 GHz
  • interner Speicher: 32 GB (davon 27,8 GB frei)
  • RAM: 3 GB
  • Akku: LiPo 3120 mAh
  • Kartenslot: Dual Micro-SIM
  • Speicher: MicroSD™ Slot
  • Konnektivität: 4G (LTE) FDD (800 / 1800 / 2100 / 2600), 3G HSPA+ (900/2100) – (B8/B1), 2G GSM (850/900/1800/1900), WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth® 4.0, GPS und Glonass, NFC (HCE)
  • OS: Android
  • Kamera: 13 Mpx (Dualer Blitz und Autofokus) hinten, 5 Mpx – 8 Mpx vorn

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Fazit

Das bq Aquaris M5 ist ein Mittelklasse-Smartphone, welches durch seine gute Verarbeitung und Performance im Alltag überzeugen kann. Durch den großen Arbeitsspeicher von 3GB und einem Octa Core Prozessor kommt es zu keiner Zeit ins Stocken. Das Gehäuse besitzt wie das E5 eine gute Haptik und hinterlässt einen wertigen Eindruck. Das Display sollte man jedoch vor mechanischer Beanspruchung schützen. Das verbaute Dragontail-Glas wies schon am Testgerät einige Kratzer auf. Was nicht ganz nachzuvollziehen war, ist die in dieser Android-Version fehlende eMail-App.

bq wirbt beim M5 mit Fünf Jahren Garantie ohne Zusatzkosten. Das M5 hat somit 2 Jahre Gewährleistung + 3 Jahre Garantie. Der durchschnittliche Smartphone-Nutzer wird somit noch einige Zeit Freude am bq Aquaris M5 haben.

LG G Watch R

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Über den Sinn einer Smartwatch lässt sich mit Sicherheit streiten. Auch ich hatte bislang solch einem Gerät gegenüber meine Zweifel.

Freundlicherweise wurde mir von LG eine LG G Watch R für einen zweiwöchigen Test zur Verfügung gestellt. Während dieses Zeitraums habe ich die Uhr tagsüber ständig am Handgelenk getragen.

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Im Lieferumfang ist ein zweites Lederarmband, eine Ladestation und Schnellanleitung enthalten. Der Betrieb dieser Uhr setzt ein Android-Smartphone voraus. Nach dem ersten Start wird hier eine dauerhafte Verbindung via Bluetooth eingerichtet. Des Weiteren muss die App Android Wear auf dem Handy installiert werden. Um in den Genuss weiterer Features zu gelangen benötigt man weiterhin u.a. LG Anruf für Android Wear, um ggf. Anrufe anzunehmen bzw. abzuweisen. Nun ist es möglich Informationen vom Handy wie etwa die Wetteraussichten, Kurznachrichten, Google Now oder eMails abzufragen sowie einen Musik Player wie Googles Play Music zu steuern. Mit dem am Gehäuseboden verbauten Sensor kann man innerhalb weniger Sekunden eine Pulsmessung durchführen. Dies ist bei sportlichen Aktivitäten von Vorteil. Zusätzliche Sensoren wie Barometer und Kompass geben weitere nützliche Informationen. Wobei sich die Orientierung in Google Maps, bedingt durch das kleine runde Display, sehr schwierig gestaltet.

Die 62 Gramm schwere Uhr lässt sich gut tragen und wirkt nicht aufdringlich. Das schwarze Standard-Ziffernblatt, sieht auf den ersten Blick sehr real aus. Dieses lässt sich natürlich fast beliebig ändern. Das Gehäuse ist aus Kunststoff und im Vergleich zu manchen Chronographen nicht größer und auffälliger. Auf den ersten Blick wird man hier kaum einen Unterschied bei Tageslicht zu einer herkömmlichen Armbanduhr feststellen. Was mir gut gefällt ist das etwas versenkte Touch-Display. Dies schützt vor Stoß und Kratzern. Eine Akkuladung hält je nach Benutzung, ähnlich wie beim Smartphone bis zu zwei Tagen. Der Akku mit 410 mAh ist ebenfalls wie bei vielen mobilen Endgeräten nicht wechselbar. Das Laden erfolgt über eine magnetische Dockingstation, über die an der Unterseite freiliegenden Kontakte.

Vorteile

  • genaue Uhrzeit
  • ständige Versorgung mit Informationen vom Smartphone
  • GPS-Tracking (ideal zum Wandern, Radfahren etc.)
  • robustes Kunststoffgehäuse
  • Wechselarmband

Nachteile

  • nicht wasserdicht

Ausstattung

  • Größe: 4.6 x 5.4 x 1 cm
  • Gewicht: 64 g
  • Displaygroße: 1,3 Zoll rundes P-OLED Display
  • Akku: 410 mAh Akku
  • Sensoren: Pulsmesser, Schrittzähler, Druckmesser, Kompass-Funktion und Google Sprachsteuerung
  • OS: Android Wear Betriebssystem (kompatibel mit Android-Smartphones ab Version 4.3)

Fazit

Meine Skepsis gegenüber dem Sinn einer Smartwatch ist deutlich geringer geworden. Ob man solch eine Uhr tatsächlich benötigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Fest steht, dass in bestimmten Situationen die G Watch R ein nützliches Gadget darstellt, um Informationen vom Smartphone zu erhalten. Ich denke dabei an Bahn- oder Busfahrten, Besprechungen, Restaurantbesuche etc., wo das Telefon auf lautlos gestellt ist und man durch eine leichte und diskrete Vibration am Handgelenk z.B. auf den Eingang einer eMail oder Hangouts-Nachricht aufmerksam gemacht wird. Auch zum Joggen, Wandern und Radfahren liefert die G Watch R durch ständiges Tracking via GPS viele nützliche Informationen. Wer also ständig online sein möchte, wird mit einer Smartwatch seine wahre Freude haben. Hierbei sollte man sich jedoch vorher über den Preis und die Halbwertzeit eines solchen Gerätes schon im Klaren sein.

bq Aquaris E5 LTE

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Heute möchte ich kurz das bq Aquaris E5 LTE vorstellen. Auch dieses Gerät wurde mir freundlicherweise von bq zu einem ausführlichen Test zur Verfügung gestellt.

Bei diesem Gerät handelt es sich um das Android-Pendant zum zuvor getesteten bq Aquaris E5 HD Ubuntu Edition. Äußerlich unterscheiden sich beide Smartphones kaum von einander. Die Android-Variante verfügt über Smartkeys, wie Listen-, Home-, und Zurück-Button. Das Gehäuse ist dadurch etwas größer als das vom E5 Ubuntu Edition.

Die wirklichen Unterschiede liegen jedoch im Inneren des bq Aquaris E5 LTE. Hier wurde eine Quad Core Snapdragon CPU verbaut, welche mit bis zu 1,2 Ghz getaktet wird. Obwohl hier die Taktrate etwas niedriger liegt, wurde auf einen, wie beim Ubuntu Phone, nicht wechselbaren aber etwas größeren 2850 mAh Akku gesetzt. Dieser hält bei normalem Gebrauch einen ganzen Tag durch. Das Telefon wird durch den größeren Akku geringfügig schwerer. Das Gehäuse ist robust und von der Haptik sehr angenehm.

Zum Testen hatte ich die Variante mit 16 GB und 1 GB RAM. Für den normalen Einsatz ist das zwar völlig ausreichend, wobei das Aquaris E5 LTE 16 GB – 2 GB RAM mit doppeltem Arbeitsspeicher hier etwas flüssiger laufen sollte. Auf dem Gerät arbeitet momentan eine nahe am Stock gehaltene Android-Version 5.0.2. Leider liegt auch diesem Telefon der Verpackung kein Headset bei. Positiv fällt allerdings das verbaute FM-Modul auf, was heute übrigens kaum noch üblich ist. Auch die Kamera liefert bei entsprechenden Lichtverhältnissen eine akzeptable Qualität.

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Vorteile

  • Android
  • gut abgestimmte Hardware
  • gute Haptik
  • robustes Kunststoffgehäuse
  • erweiterbarer Speicher (MicroSD)
  • gute Akkuleistung
  • UKW-Radio

Nachteile

  • Arbeitsspeicher

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Ausstattung

  • Größe: 143,15 x 72,15 x 8,7 mm
  • Gewicht: 139 g
  • Displaygröße: 5 “
  • Auflösung: HD 720 x 1280 – 294 ppi
  • CPU: Quad Core Cortex A7 bis zu 1.3 GHz MediaTek
  • interner Speicher: 16 GB (davon 13 GB frei)
  • RAM: 1 GB
  • Akku: LiPo 2850 mAh
  • Kartenslot: Dual Micro-SIM
  • Speicher: MicroSD™ Slot
  • Konnektivität: 4G (LTE) FDD (800 / 1800 / 2600), 3G HSPA+ (900/2100) – (B8/B1), 2G GSM (850/900/1800/1900), WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth® 4.0, GPS und Glonass
  • OS: Android
  • Kamera: 13 Mpx (Dualer Blitz und Autofokus) hinten, 5 Mpx – 8 Mpx vorn

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Fazit

Das bq Aquaris E5 ist ein gutes Smartphone der Einsteigerklasse, zu einem akzeptablen Preis. Besonders positiv zu erwähnen ist das nahe am Stock-Android gehaltene OS. Ein FM-Radio ist im Gerät verbaut, lässt sich aber nur mit einem als Antenne genutzten Headset einschalten. Dieses ist leider im Lieferumfang nicht enthalten. Alle an das Handy gestellten Aufgaben des Alltags lassen sich gut bewältigen. Im Vergleich zum bq Auaris E5 Ubuntu Edition, schneidet das Gerät hier deutlich besser ab. Wer es jedoch etwas performanter wünscht, sollte jedoch gleich zur Variante mit 2 GB RAM greifen.