Bidirektionale Zwischenablage in VirtualBox

Wenn man ein Betriebssystem in der VirtualBox von Oracle testet, möchte man auch in der Lage sein Code oder Text vom Hostsystem in die Virtualisierung zu kopieren. Von Haus aus geht das ohne eine entsprechende Konfiguration nicht. Dazu ist es nötig die Gasterweiterung auf dem Hostsystem zu installieren. Ist dies erledigt, kann man nachdem man ein paar Einstellungen vorgenommen hat die Virtualisierung starten. In meinem Fall ist ein Ubuntu 18.04 LTS schon vorinstalliert.

Einstellungen VirtualBox

Vor dem Start des Systems wird über Ändern => Erweitert die gemeinsame Zwischenablage und Drag’n’Drop auf bidirektional gesetzt. Somit wird das Kopieren später in beide Richtungen möglich.

VirtualBox
VirtualBox – Einstellungen

Nach dem Start der Virtualisierung

Nun wird in der Virtualisierung wie auf dem Screenshot zu sehen, die Gasterweiterung ins System Geräte => Gasterweiterung einlegen geladen.

VirtualBox
Virtualisierung – Gasterweiterung einlegen

Jetzt öffnet man mit Ctrl+Alt+t das Terminal in Ubuntu 18.04 und wechselt dort in das entsprechende Verzeichnis. In meinem konkreten Beispiel wäre das das Verzeichnis /media/intux/VBox_GAs_5.2.8.

Hier ist jedoch entsprechend des eigenem Systems der Benutzer und die gewählte Version der Gasterweiterung anzupassen. Danach wird die Datei VBoxLinuxAdditions.run wie folgt ausgeführt und installiert.

VirtualBox
Virtualisierung – Installation der Gasterweiterung

Ist dies geschehen, kann man nun Texte vom Hostsystem in die Virtualisierung kopieren. Dies geht natürlich auch in die andere Richtung.

VirtualBox
Virtualisierung – kopierter Dummy-Text

Viel Spaß!

USB in VirtualBox aktivieren

Sehr oft teste ich die verschiedensten Betriebssysteme in der VirtualBox von Oracle. Hierzu muss man hin und wieder Daten von einem angeschlossenen USB-Stick in die Virtualisierung einspielen. Dies gelingt in der Regel nicht ohne weiteres, da die Treiber erst geladen werden müssen. Voraussetzung hierfür ist das installierte Extension Pack der VirtualBox. Wurde das Paket eingespielt, gelingt es aber im Normalfall nicht das USB-Device einzubinden.

Am folgenden Beispiel der virtualisierten Version Ubuntu 18.04 LTS Bionic Beaver auf einem Debian 9 Stretch zeige ich was hierzu getan werden muss.

Zuerst weist man der Gruppe vboxusers den User zu über den die VitualBox gestartet wird. In meinem Fall ist das intux (den Befehl bitte an den User anpassen).

Ist dies geschehen, muss man sich im System neu anmelden oder den Rechner neu booten, damit die Änderungen übernommen werden. Dann geht man in die Einstellung der VitualBox (hier Ubuntu 18.04) und wählt unter USB den entsprechenden Controller (USB-1.1, USB-2.0 oder USB-3.0) aus. Dann werden, wie im Screenshot zu sehen die entsprechen USB-Filter hinzugefügt.

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ausgewählter USB-2.0 Controller
VirtualBox
gesetzter USB-Filter

Nun kann die Virtuelle Maschine gestartet werden, um von dort auf den USB-Stick zuzugreifen.

VirtualBox
Ububntu 18.04 LTS mit eingbundenem USB-Device

Viel Spaß!

VirtualBox ins Netzwerk einbinden

Um ein System, welches in einer VirtualBox läuft, in das eigene Netzwerk einzubinden, bedient man sich einer Netzwerkbrücke (Siehe Grafik).

Im aktuellen Beispiel habe ich Ubuntu 17.10 über die IP 192.168.1.6 eingepflegt. 

VirtualBox
VirtualBox – Netzwerkbrücke
Ubuntu 17.10
Ubuntu 17.10 – IP 192.168.1.6 via DHCP

VirtualBox Teil 3

Hat man die VirtualBox installiert, folgt nun der nächste Schritt, die Installation des Betriebssystems, welches in der Virtualisierungsumgebung später laufen soll. Zuerst öffnet man die VB

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und klickt auf Neu. Im Anschluss legt man die zu verwendende Arbeitsspeicher- und Festplattengröße fest. Dabei sollte man natürlich beachten den Arbeitsspeicher zu all zu groß zu wählen.

Ich zeige nun im folgenden Beispiel die Installation von Ubuntu 15.04.

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Nach dem Bestätigen mit Erzeugen kann Ubuntu 15.04 installiert werden (siehe Abbildung).

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Nun wird Ubuntu wie gewohnt installiert. Nachdem das OS installiert und wieder herunter gefahren wurde, kann man in der Virtualisierung unter Ändern noch die Anzahl der arbeitenden Kerne (in meinem Fall habe ich zwei gewählt) sowie die Größe des zu verwendenden GPU-Speichers anpassen (aktuell 128Mb). Hiebei darf man natürlich nicht die Hardware des Host-Systems ausbremsen. Die Schieberegler sollten sich stets im grünen Bereich befinden.

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Ein Häkchen bei Anzeige => 3D-Unterstützung kann die Performance deutlich verbessern. Auf meinem alten Notebook war das der Fall. Auf meinem ThinkPad E550 macht die 3D-Beschleunigung Probleme und kann so nicht aktiviert werden.

Will man die Virtualisierung im Vollbildmodus ausführen, so muss noch die Gasterweiterung in der Virtualisierung installiert werden. Dazu wählt man die ISO der Gasterweiterung aus. Der korrekte Pfad ist /usr/share/virtualbox/VBoxGuestAdditions.iso. Als Optisches Laufwerk wird Sekundärer Master gewählt. Über das CD-Symbol wird die zuvor erwähnte ISO ausgewählt und ein Häkchen bei Live-CD/DVD gesetzt.

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Nun wird Ubuntu 15.04 in der Virtualisierung das erste Mal gestartet.

Ist das System hochgefahren, muss die Gasterweiterung noch installiert werden. Dazu wird in Ubuntu 15.04 das Terminal geöffnet und

ausgeführt. Nach erfolgreicher Installation muss Ubuntu 15.04 neu gestartet werden. Jetzt kann man in der Virtualisierung unter Anzeige den Vollbildmodus aktivieren.

Will man Windows in der VirtualBox installieren, so geht man genauso vor. Zur Installation steht jedoch dann im Gasterweiterungs-Image eine EXE-Datei zur Installation in Windows zur Verfügung.

Viel Spaß!

VirtualBox Teil 2

Vor ein paar Tagen hatte ich den Artikel „VirtualBox Teil 1“ veröffentlicht, der Beginn einer kleinen Reihe rund um die VirtualBox. Die Absicht hierbei ist, Ubuntu-Anfängern bzw. -Umsteigern zu zeigen, wie man ein Betriebssystem in einer Virtualisierungsumgebung wie der VB laufen lassen kann. Dummerweise wurde nur Stunden später die Version 5.0 veröffentlicht. Deshalb hier kurz die Schritte zur Installation von VirtualBox 5.0 unter Ubuntu 14.04 LTS.

Zuerst fügt man die Fremdquelle hinzu.

Dann wird der Signierungsschlüssel zum Repository herunter geladen.

Nun werden die neuen Paketinformationen geladen

und VirtualBox 5.0 kann installiert werden.

VirtualBox 5.0 soll hingegen zur Version 4.3 mehr Performance bringen und unterstützt u.a. USB 3.0.

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Wurde wie im zuvor erwähnten Artikel die VB 4.3 schon installiert, so führt man diese Befehle am Terminal aus:

Zur Sicherheit noch

hinterher und VirtualBox 5.0 ist installiert.

Viel Spaß!

VirtualBox Teil 1

180px-VirtualBox-Logo

Da ich mir gerne auch andere Linux-Distributionen ansehe, liegt es nahe hierzu eine Virtualisierungsumgebung wie die VirtualBox zu nutzen.

Heute zeige ich kurz wie man VirtualBox in der neuesten Version 4.3 von Oracle auf einem System mit Ubuntu 14.04 LTS installiert.

Zuerst fügt man die Fremdquelle hinzu.

Dann wird der Signierungsschlüssel zum Repository herunter geladen.

Nun werden die neuen Paketinformationen geladen

und VirtualBox 4.3 kann installiert werden.

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Mehr zum Projekt findet man hier.

Trusty Tahr in der VirtualBox

180px-VirtualBox-Logo

Vor einiger Zeit hatte ich mich schon einmal mit der Thematik Oracle VM VirtualBox auseinander gesetzt. Dabei hatte ich hier und da Linux-Distributionen getestet. Über die Performance in der virtuellen Umgebung war ich aber nie so richtig glücklich. Es ist trotz alledem aber eine prima Möglichkeit ein OS zu installieren, zu erweitern und auch sauber zu entfernen. Live-Systeme die es mittlerweile von fast allen Linux-Distributionen gibt, ermöglichen einen Test ohne das Betriebssystem auf dem Rechner zu installieren. Für einen ersten Eindruck reicht dies oft aus. Will man jedoch im zu testenden OS weitere Software ausprobieren, sollte man auf eine Virtualisierungsumgebung zurück greifen.

Dies habe ich nun unter Debian Wheezy getan. Installiert ist das Ganze mit:

Folgende Einstellungen musste ich vorgenommen, um mit Ubuntu 14.04 LTS Trusty Tahr 32-Bit in der VirtualBox arbeiten zu können:

  • Arbeitsspeicher 2048 MB
  • 3D-Beschleunigung
  • Gasterweiterung

Die Gasterweiterung ist zu empfehlen, da in dem Falle Ubuntu in einer sehr geringen Auflösung startet. Das führt dann in der Regel zu Problemen Einstellungen in der grafischen Benutzeroberfläche vorzunehmen, da so nicht alle Informationen in den Fenstern sichtbar sind.

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Die Abblidung zeigt nun ein an meinen Bildschirm angepasstes Fenster. Ubuntu wird in diesem Fall über die Aktualisierungsverwaltung auf den neuesten Stand gebracht.