TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 5

Vor einigen Wochen ging die Nachricht durch die Community, dass TUXEDO eine eigene Distribution veröffentlicht.

Was ist da nun genau dran?

Hierzu TUXEDO im eigenen Blog:

Nein, eine eigene Distribution haben wir nicht aus der Taufe gehoben. Das würde auch gar keinen Sinn ergeben – denn auf den nächsten Fork von Ubuntu oder ähnliches hat sicher niemand gewartet!

Was wir aber gemacht haben, ist ein stark an die Bedürfnisse unserer User angepasster Desktop. Mit eigenem Theme, eigenen Icons, eigenem Boot-Logo und und und. Natürlich haben wir hier auch direkt die neueste Firmware, die neuesten NVIDIA-Treiber (falls notwendig) und bereits Kernel 4.11 vorinstalliert! Von unseren Konfigurationsanpassungen am GRUB und Optimierungen an anderen systemrelevanten Dateien ganz zu schweigen.
Durch diese Anpassungen und die neuesten Treiber & Kernel kommen wir auf deutlich gesteigerte Leistungswerte und Akkulaufzeiten unserer Geräte gegenüber einer Standardinstallation. Diese Auswirkungen sollte man nicht unterschätzen!

Das wollte ich mir jetzt einmal etwas genauer auf dem TUXEDO InfinityBook Pro 13 ansehen. Dazu habe ich mich des tuxedoeigenen Tools WebFAI bedient, welches es ermöglicht die optimierte TUXEDO-Version von Xubuntu für das InfinityBook aus dem Netz zu installieren.

WebFAI – Auswahl der installierbaren Betriebssysteme

Wie kommt das modifizierte Xubuntu nun auf das InfinityBook Pro 13?

Dazu verbindet man das Notebook via LAN mit dem Internet und steckt einen FAT32-formatierten USB-Stick mit den WebFAI-Daten in das Gerät. Das Pro 13 wird gestartet und die Einstellungen dahingehend geändert, dass das InfinityBook vom Stick bootet. Wie auf der Abbildung zu sehen ist, kann nun das zu installierende Betriebssystem ausgewählt werden. In diesem Fall Xubuntu 16.04 LTS. Neben Xubuntu stehen übrigens noch weitere Distributionen wie Ubuntu Cinnamon, Ubuntu, Ubuntu Mate, Kubuntu oder elementary OS zur Auswahl bereit. Die entsprechenden Daten zieht sich dann das Notebook aus dem Netz und installiert die angepasste Xubuntu-Version.

Xubuntu Desktop mit aufgeklapptem Menü
Xubuntu mit Kernel 4.11

Bevor jedoch Xubuntu auf dem Testgerät installiert wurde, habe ich die BIOS und EC Firmware noch auf den neuesten Stand gebracht.

Firmwareupdate

Xubuntu kam zum Zeitpunkt der Installation mit dem Kernel 4.11. Inzwischen wurde jedoch die Version 4.12 über die Paketquellen eingespielt. 

Wie läuft die modifizierte Version?

Das InfinityBook startet in knapp 28 Sekunden. Das ist nicht so flott wie unter Ubuntu oder Debian. Die Akkulaufzeit konnte mit deaktivierter Tastaturbeleuchtung, abgeschaltetem Bluetooth und minimaler Displayhelligkeit bei normaler Anwendung (Internet, Text- und Grafikbearbeitung) auf immerhin 8:00h gesteigert werden. Im üblichen Standbytest schafft das Pro 13 ca. 14:00h. Das TUXEDO-Xubuntu sieht sehr angenehm aus, lässt sich gut bedienen und ist nicht so ressourcenhungrig wie ihre größeren Brüder. Das Betriebssystem ist schick, arbeitet gut und ohne größere Probleme. Im Normalbetrieb lief der Intel Core i7-7500U mit 44°C. Die Temperaturen lagen so ca. 2°C unter denen von Ubuntu und Debian.

Negativ fielen allerdings zwei Dinge auf. Zum Einen hatte ich Probleme mit meiner zwischenzeitlich angeschlossenen Bluetooth-Maus. Diese fängt plötzlich an zu hängen und streikt. Nach ein paar Sekunden war sie aber immer wieder einsatzbereit. So konnte ich mit diesem Eingabegerät nicht wirklich arbeiten. Unter den zuvor auf diesem Gerät getesteten Systemen Ubuntu, Debian und Windows gab es hingegen keine Schwierigkeiten mit dem selbigen Modell. Die Bluetooth-Maus wurde gegen eine Funkmaus ausgetauscht, welche problemlos arbeitete. Ein zweites Problem tat sich auf, als sich das InfinityBook in den Bereitschaftszustand versetzt hat. Das Gerät ließ sich zwar aufwecken, jedoch blieb dann der Bildschirm dunkel. Erst wenn man über die Funktionstasten die Helligkeit um eine Stufe erhöht, lässt sich das Bild zurück bringen, um mit dem Gerät weiter arbeiten zu können. Diese Problem gab es allerdings nur mit einem auf niedrigster Helligkeitsstufe angesteuertem Display (siehe Bild).

Xubuntu 16.04 auf niedrigster Helligkeitsstufe

Fazit

Das von TUXEDO modifizierte Xubuntu ist für das InfinityBook Pro 13 optimiert. Mit dieser Version kann die Akkulaufleistung noch einmal deutlich gesteigert werden. Das OS tut ansonsten genau das was der Anwender erwartet. Probleme gibt es allerdings beim Aufwecken aus dem Bereitschaftszustand, wenn das Display mit minimaler Helligkeit angesteuert wird. Der Bildschirm bleibt nach dem Aufwecken schwarz. Des Weiteren können Bluetooth-Verbindungen abreißen. Hier ist etwas Handarbeit am System notwendig.

Xubuntu auf dem InfinityBook Pro 13 ist sicher Geschmacksache. Ein Ubuntu, Debian oder sogar Windows laufen auf dem Gerät aus meiner Sicht deutlich stabiler. In Puncto Mobilität ist aber die von TUXEDO angepasste Version kaum zu schlagen.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit Debian Testing Xfce schlägt. 

InfinityBook Pro 13 – Randnotiz

Im Moment läuft bei mir auf dem InfinityBook Pro 13 der Firma TUXEDO Debian Testing mit Kernel 4.12. Wie schon erwartet (siehe Artikel „TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 3„), konnte die Akkulaufzeit mit Kernel 4.11 noch einmal deutlich gepusht werden. Im Normalbetrieb mit WLAN und angeschlossener Funkmaus konnte ich eine Steigerung von 5:20 Stunden auf immerhin 7:00 Stunden verzeichnen. Damit kommt es zu einem Zuwachs von immerhin knapp über 30% gegenüber Ubuntu 16.04 LTS. Im hier schon oft erwähnten Standby-Test gibt das Pro 13 übrigens erst nach immerhin 14 Stunden auf.

Debian Testing Desktop
geschätzte Akkulaufzeit während des Betriebs

Fazit

Ab Kernel 4.11 kann man, wie auch unter der von TUXEDO angepassten Xubuntu-Version, mit deutlich längeren Akkulaufzeiten des TUXEDO InfinityBook Pro 13 rechnen. Damit kann auf dem Gerät schon fast das Energieverbrauchsniveau wie unter Windows 10 erreicht werden. 

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 4

Ubuntu 16.04Windows 10 und Debian 9 konnte ich bislang auf dem TUXEDO InfinityBook Pro 13 testen. Nun geht es an das Innere des Pro 13. Das Gerät wird wie hier von TUXEDO beschrieben geöffnet.

Quelle: YouTube

Nach dem Lösen von 15 Schrauben und der Entfernung des Bodens erhält man einen Überblick über die Erweiterbarkeit, die zur Verfügung stehenden Schnittstellen bzw. die austauschbaren Komponenten.

Das TUXEDO InfinityBook Pro 13 von innen

Die wichtigsten Komponenten und Schnittstellen sind auf dem Bild farblich markiert. Oben links sieht man den Lüfter, welcher bei Bedarf mit Pinsel, Sauger oder Druckluft leicht vom eingezogenen Staub befreit werden kann. Rechts daneben befinden sich zwei SO-DIMM-Sockel, in denen beim Testgerät ein 16GB-Riegel verbaut ist. Da nur ein Sockel belegt ist, besteht die Möglichkeit den RAM des InifinityBook problemlos zu erweitern. Rechts daneben sieht man drei M.2-Ports. Der obere mit 42mm ist mit dem WLAN-Modul belegt. Daneben befindet sich die CMOS Batterie, welche gewechselt werden kann. Der darunter liegende 60mm-Steckplatz ist frei. Wiederum darunter, im 80mm-Port, befindet sich die M.2 NVMe SSD 250 GB Samsung 960 EVO. Unten links hat man die Option eine 2,5″ HDD/SSD in den für SATAIII-Festplatten vorgesehenen Stauraum einzubauen. 

InfinityBook Pro 13 mit zusätzlich eingebauter 2,5″ SSHD

Rechts daneben ist der Akku verbaut, welcher mit ein paar Handgriffen (lösen von 5 Schrauben) ausgebaut bzw. gewechselt ist.

ausgebauter Akku

Die Lautsprecher des InfinityBookPro 13 liegen, wie man auf den Bildern erkennen kann, links neben dem SATAIII-Port und rechts neben dem Akku.

Ansicht Akku, M.2-Ports
Ansicht Lüfter, 2,5″ SATAIII-Port

Fazit

Das TUXEDO InfinityBook Pro 13 lässt sich recht gut und leicht erweitern. Arbeits- und Festplattenspeicher können einfach hinzu gesteckt werden. Der Arbeitsspeicher kann maximal bis auf 32 GB DDR4 aufgerüstet werden. Beim Massenspeicher hat man die Wahl zu einer M.2 SSD zu greifen oder eine 2,5″ SATAIII HDD, SSHD bzw. SSD zu verwenden. Der Akku ist zwar fest verbaut, lässt sich jedoch gut demontieren und bei Bedarf durch einen neuen ersetzen. Die CMOS-Batterie sowie das WLAN-Modul können ebenfalls schnell gewechselt werden.

Bei der Montage bzw. Demontage sollte man darauf achten, dass sensible Aluminiumgehäuse vor Kratzern entsprechend zu schützen.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit dem von TUXEDO angepassten Xubuntu schlägt.

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 3

Nachdem ich Ubuntu und Windows auf dem TUXEDO InfinityBook Pro 13 getestet habe, wollte ich wissen, wie sich das frisch veröffentlichte Debian 9 Stretch auf diesem Gerät schlägt. Hatte man bei der Installation von Debian 8 noch arge Installationsprobleme mit dem Kernel 3.16, so verlief das EFI-Setup mit Stretch problemlos. Die Funktionstastenbelegung funktioniert nach dem Setup fast komplett. Der Flugmodus über die Taste F11 lässt sich mit einem kleinen Eingriff in die Konfiguration des Grub aktivieren. Die verbaute Hardware wird vollständig erkannt. Um allerdings das WLAN-Modul zu aktivieren, ist es nötig den unfreien Intel-Treiber iwlwifi (non-free) einzuspielen. Dieses Problem trat schon beim Vorgängermodell auf. Da das Pro 13 über eine LAN-Schnittstelle verfügt, kann das Paket aber problemlos aus den Quellen contrib non-free installiert werden. Die Webcam sowie der Card-Reader funktionierten auf Anhieb und die Grafik läuft einwandfrei.

Debian 9 Stretch Desktop
Debian 9 Stretch Dash
Terminal (Kernelversion 4.9)
Debian 9 Stretch Übersicht (GNOME-Version 3.22)
Cheese Webcam

Debian 9 verrichtet ansonsten seinen Dienst erwartungsgemäß stabil und zuverlässig. Das System startet einen Tick schneller als unter Ubuntu, in knapp 16 Sekunden. Allerdings muss man bei der Performance der Akkulaufzeit ein paar Abstriche machen. Nach 7:30 Stunden im üblichen Standby-Test geht dem Gerät die Puste aus. Allerdings kam ich beim Arbeiten mit dem InfinityBook auf eine ähnliche Laufleistung wie unter Ubuntu. Das Notebook quittierte seinen Dienst nach 5:10 Stunden. Verantwortlich hierfür ist der, wie unter der LTS, eingesetzte Kernel 4.9. Später sollte eine deutliche Verbesserung spürbar sein, wenn neuere Kernel über die Backports frei gegeben und auch eingespielt werden. Die CPU-Temperatur liegt im Normalbetrieb bei ca. 46°C. Dabei ist der Lüfter nicht zu hören. 

Natürlich habe ich auch wieder etwas „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ via Steam gezockt, um die CPU etwas an die Grenzen zu führen. Die Temperatur stieg in den Spitzen auf maximal 100°C. Der Lüfter machte dann natürlich ordentlich Geräusche. Das InfinityBook ist eben kein Gaming Notebook, sondern richtet sich eher an Entwickler, Reisende, Normalanwender, aber auch Blogger.

Duke Nukem 3D: Megaton Edition

Fazit

Das TUXEDO InfinityBook Pro 13 kam im Test mit Debian 9 Stretch gut zurecht. Es wurden im Test mit dem Gerät normale Aufgaben mit LibreOffice, Gimp, Inkscape, Firefox etc. erledigt. Selbst nicht so anspruchsvolle Spiele laufen auf dem InfinityBook gut. Allerdings wirkt hier der Lüfter störend.

Die Akkulaufleistung ist mit Debian 9 vergleichbar wie unter Ubuntu 16.04 LTS. Mit dem Kernel 4.9 kommt dabei die getestete Linux-Distribution auch hier nicht ansatzweise an ein Windows heran. Die Problematik ist bekannt. Jedoch besteht im Hinblick auf neuere und aktuellere Kernel etwas Hoffnung.

Alles in Allem kann man aber sehr gut auf dem InfinityBook mit Debian 9 stable arbeiten. Das TUXEDO InfinityBook Pro 13 ist also auch für eingefleischte Debianer einen Blick wert. Wobei man beim WLAN-Modul zu einem unfreien Treiber greifen muss.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie das TUXEDO InfinityBook Pro 13 von innen aussieht und wie es um die Erweiterbarkeit bestellt ist.

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 2

Nachdem ich nun einige Tage mit Ubuntu auf dem TUXEDO InfinityBook Pro 13 gearbeitet habe, wollte ich nun auch Windows 10 Home 64-Bit auf dem Gerät ausprobieren. Da hier von Hause aus ein Dualboot-System vorinstalliert war, ging das natürlich problemlos. Ich hatte nun ca. einen Monat Zeit intensiv mit dem Microsoft-Betriebssystem zu arbeiten.

Windows 10 Desktop
Windows 10 Startmenü

Um einen wirklichen Vergleich zum Test „TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 1“ zu bekommen, wurden meinerseits nur Open Source Anwendungen wie Gimp, Inkscape, Filezilla, Putty, Gajim etc. installiert, mit denen ich auch auf dem Ubuntu-System gearbeitet hatte. Als Unterbau ist Windows dafür natürlich, genau wie Ubuntu, bestens geeignet. 

Das System ist in ca. 28 Sekunden vollständig gebootet und einsatzbereit. Das dauert zwar im Vergleich zu Ubuntu 10 Sekunden länger, aber was sofort auffällt, ist das bessere Energiemanagement von Windows 10. Der 36Wh Lithium-Ionen Akku wird weniger stark belastet als unter einem aktuellen Linux. So kam ich bei normaler Anwendung (abgedunkeltes Display, deaktiviertes Bluetooth und angeschlossene Funkmaus) auf gut 7:50 Stunden. Das überzeugt natürlich! Wenn man nach der von TUXEDO angewandten Testmethode vorgeht, läuft der Akku sogar bis zu 30 Stunden. TUXEDO schreibt hierzu:

Wir testen die Laufzeit unserer Notebooks immer im Leerlauf, bei minimaler Displayhelligkeit, mit deaktivierter Tastaturbeleuchtung, deaktiviertem WLAN & Bluetooth und ohne jegliche angeschlossenen Geräte (USB, LAN, HDMI, VGA, etc. abstecken!).

Das ist über das Doppelte der unter Ubuntu angegebenen Laufzeit des Herstellers. Fakt ist, der verbaute Intel Core i7-7500U scheint im Moment einfach besser mit dem Microsoft-Betriebssystem klar zu kommen als aktuelle Linux-Kernel. Die gesamte verbaute Hardware wird erwartungsgemäß, bis auf eine Ausnahme, erkannt und arbeitet einwandfrei. Nur der Insyde Airplane Mode HID Mini-Driver meldet beim ersten Start im Gerätemanager einen Konflikt. Dieser angepasste Treiber erlaubt es HID-Geräte wie Mäuse, Tastaturen und andere Eingabegeräte unter bestimmten Voraussetzungen im Flugmodus weiter zu betreiben. Komischerweise meldet Windows, dass bereits der aktuellste Treiber installiert ist. Nach einer Anfrage beim wirklich sehr schnellen und kompetenten Support von TUXEDO wurde mir der passende Treiber (07_AirplaneMode.zip) zur Verfügung gestellt, der das Problem behebt. Die Grafik des Notebooks ist sehr gut auf das Gerät abgestimmt. Die Webcam arbeitet mit einer fokussierten Gesichtserkennung. Weiterhin werden unter Windows 10 die Funktionstasten vom System angesprochen und steuern wie auch unter Ubuntu Lautstärke und Helligkeit der Tastaturbeleuchtung. 

Windows 10 Gerätemanager (nach dem ersten Start)
Windows 10 Gerätemanager (nach dem Einspielen des Airplane Mode Treibers)

Fazit

Auch wenn wahrscheinlich die Zielgruppe der TUXEDO-Hardware in erster Line Linux-User sind, so macht das InfinityBook Pro 13 mit Windows eine sehr gute Figur. Die Performance ist unter reellen Arbeitsbedingungen sogar noch besser als mit einem auf Linux basierendem Betriebssystem. Die Hardware läuft mit Microsofts Windows 10 Home 64-Bit sehr gut und energiesparend. 

Somit kann ich das Gerät auch mit dieser Konfiguration getrost zum Kauf empfehlen.

Vorschau

Im nächsten Artikel folgt ein kleiner Bericht, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit Debian 9 Stretch schlägt, welches am 17.06.2017 erscheint.

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 1

Seit ein paar Tagen habe ich ein InfinityBook Pro 13 der Firma TUXEDO im Einsatz, welches ich schon auf der diesjährigen CeBIT bewundern konnte. Im Gespräch am TUXEDO-Stand bekundete ich bereits mein Interesse, mir das Pro 13 einmal näher ansehen zu dürfen. 

Vorab möchte ich mich bei TUXEDO bedanken, die es mir ermöglichen, das Notebook ausgiebig zu testen.

Über dieses Gerät werde ich nun in den nächsten Monaten berichten. Sinn des Ganzen ist nicht, einfach nur einen Testbericht zu schreiben, sondern meinen Lesern zu zeigen, wie sich das Gerät im Alltag eines Tech-Blogger schlägt. Dabei werden verschiedene Betriebssysteme auf dem Gerät getestet und erläutert auf welche Probleme man stoßen kann. Nun aber zu meinem ersten Eindruck:

Die Firma TUXEDO hat sich zum Ziel gesetzt dem Linux-User hochwertige Hardware zu liefern. Vor genau einem Jahr hatte ich schon einmal ein Gerät aus Königsbrunn. Dazu entstand der Artikel „TUXEDO InfinityBook 13 v2„.

Ein Jahr später steht nun das nagelneue InfinityBook Pro 13 auf meinem Schreibtisch und ich bin vom ersten Eindruck begeistert. Das Gerät macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Aluminiumgehäuse, welches das gesamte Notebook umschließt, wirkt robust und edel. Die Verarbeitung ist recht gut, könnte aber im Detail noch einen Tick besser sein. Die Spaltmaße wirken bei normalem Licht nahezu perfekt, doch offenbaren sich hier, bei etwas mehr Dunkelheit, kleine Schwächen. Diese fallen tatsächlich aber nur bei näherer Betrachtung ins Auge. Das Gerät hat folgende Austattung:

  • Arbeitsspeicher (DDR4 SO-DIMM): 16 GB (1x 16GB) 2400Mhz Crucial
  • Display / Bildschirm: Full-HD (1920 x 1080) IPS-Panel matt
  • Festplatte (SATAIII, 6Gb/s): ohne Festplatte
  • Festplatte M.2 SSD: 250 GB Samsung 960 EVO (PCIe/NVMe)
  • Prozessor (Intel Kaby Lake-U): Intel Core i7-7500U (2x 2.7-3.5GHz Dual-Core, 4 Threads, 4MB Cache, 7,5-15W TDP)
  • Tastatur / Keyboard: DEUTSCH (DE-DE) beleuchtet
  • WLAN & Bluetooth: Intel Dual AC 8265 & Bluetooth (M.2 2230) (Empfehlung)
  • Betriebssystem Linux: Ubuntu 16.04 LTS 64Bit (Empfehlung)
  • Betriebssystem Windows: Windows 10 Home 64Bit
  • UMTS / LTE Modul: ohne UMTS / LTE Modul

Die verbaute Hardware befindet sich momentan im Highend-Bereich. Das Gerät wiegt 1,3kg und ist nur 18mm dick. Positiv fällt auf, dass das InfinityBook Pro 13 über eine LAN-Schnittstelle verfügt. Diese war leider beim Vorgänger nicht vorhanden. Ein Debian zu installieren war somit umständlich. Das sollte beim InfinityBook Pro 13 nun kein Problem mehr darstellen. Das Gerät verfügt weiterhin über ausreichend USB-Schnittstellen (2 x USB 3.1 Type A und 1 x USB Typ-C mit Thunderbolt 3), einen Card-Reader und auf Wunsch sogar über ein UMTS/LTE-Modul. Das macht dieses Notebook gerade auf Reisen interessant. Ein HDMI-Anschluss sowie ein MiniDisplay Port sind ebenfalls verbaut. Das matte 13 Zoll IPS-Panel Display löst in FullHD (1920 x 1080) auf und ist sehr hell und kontrastreich. Die Funktionstasten lassen sich durch spezielle TUXEDO-Anpassungen in Ubuntu steuern. Dadurch ist es möglich, nicht nur die Helligkeit des Displays sondern auch der Tasten stufenweise zu dimmen. Die Tastaturbeleuchtung kann im Übrigen auch vollständig ausgeschaltet werden. Die verbaute M.2 SSD EVO 960 von Samsung ist blitzschnell. Das vorinstallierte Ubuntu 16.04 LTS startet in 18 Sekunden. Der verbaute 36Wh Lithium-Ionen Akku fällt etwas kleiner als beim getesteten Vorgängermodell aus, ist jedoch sehr gut auf die verbaute Hardware abgestimmt. Nach den TUXEDO-eigenen Tests hält dieser bis zu 12h mit Kernel 4.11rc4. Ich kam leider mit dem Kernel 4.9 nur auf etwas über 10h. Ein besseres Energiemangement des Kernel 4.11 sorgt an dieser Stelle für bessere Werte in der Testumgebung des Herstellers. Da diese Tests aber nicht wirklich etwas mit der Realität zu tun haben, war es dennoch interessant, dass das InfinityBook im normalen Einsatz (abgedunkeltes Display, deaktiviertes Bluetooth und angeschlossene Funkmaus) auf immerhin 5:20 Stunden kam. Das sind deutlich bessere Werte als beim getesteten Vorgängermodell mit 45Wh. Die Steigerung beträgt damit knapp 40%. Besonders witzig bei den Geräten von TUXEDO ist die spezielle Tux-Taste, welche die gewohnte Windows- oder Super-Taste ersetzt. Hier erkennt man sofort welche Zielgruppe mit der Hardware in erster Linie angesprochen werden soll.

TUXEDO InfinityBook Pro 13
Logo auf dem Gehäusedeckel
TUXEDO InfinityBook Pro 13
Anschlüsse rechts
Anschlüsse links
Tux-Taste
Tastatur und Touchpad
Verarbeitungsschwächen am Gehäuse.

Der Intel Core i7-7500U arbeitet flott und geräuschlos mit ca. 46°C im Normalbetrieb. Ubuntu 16.04 LTS kommt gut mit der Grafik zurecht. Ich hatte diesbezüglich während des Einsatzes mit Ubuntu keinerlei Probleme. Beim Gaming via Steam musste als Referenz wieder „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ her halten. Hier stieg die Temperatur auf ca. 90°C an. Der Lüfter war erstmals richtig zu hören. Natürlich muss man sehen, dass es sich hierbei um ein Notebook handelt, welches für den alltäglichen Gebrauch gebaut wurde. Die Stärken liegen hier eindeutig im mobilen Office-Bereich.

Der Grundpreis des InfinityBook Pro liegt bei 1099,00€. Man kann dieses Gerät speziell nach seinen Wünschen anpassen lassen, sodass das Testgerät mit 1411,99€ zu Buche schlägt.

Ubuntu 16.04
Ubuntu Dash
Terminal (Kernelversion 4.9)
Ubuntu Dateien
Firefox

Fazit

Das InfinityBook Pro 13 ist ein gut verarbeitetes Notebook im ansprechenden Aluminiumgehäuse. Die Hardware ist auf dem neuesten Stand der Technik. Wahlweise kann das Gerät mit den verschiedensten Linux-Distributionen oder gegen Aufpreis mit Windows sowie als Dualboot mit Linux und Windows vom Werk aus bestellt werden. Das InfinityBook richtet sich an Entwickler und Leute die viel unterwegs sind und auf ein leistungsfähiges Notebook auf Reisen nicht verzichten möchten. Hierfür ist das 13 Zoll Display völlig ausreichend. Ein optionales UMTS/LTE-Modul sorgt für genügend Mobilität.

Kleine Mängel muss ich dennoch aufführen. So gibt es beim Gehäuse, in Höhe der Webcam, Verarbeitungsschwächen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die in der Branche übliche und in die Irre führende Bewertung der Akkulaufzeit. Ein anderes Problem stellt das Wlan-Modul des Pro 13 dar, welches auch bei diesem Gerät nicht mit freien Treibern arbeitet.

Trotz einiger Kritik würde ich das InfinityBook Pro 13 dennoch zum Kauf empfehlen. Der Kunde erhält aus meiner Sicht ein gut verarbeitetes und leistungsstarkes Gerät zu einem gerechtfertigten Preis.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit Windows 10 schlägt.

CeBIT 2017

Am Montag habe ich die CeBIT 2017 besucht. Wie geplant konnte ich mich dort mit Jurist und Tech-Blogger Didi von DIDIS BLOGAZO treffen, mit dem ich dann die gesamte Zeit auf der Messe verbrachte.

2017 ist Japan das Partnerland der diesjährigen CeBIT. Trotz vieler neuen Innovationen war mein persönlicher Eindruck davon geprägt, dass die Präsenz von Hooverboards, VR-Brillen, 3D-Druckern und sogar den beliebten Drohnen ihren Höhepunkt wohl überschritten haben. Dieser subjektive Eindruck aber nur am Rande.

„Wir sind die Roboter!“

Da wir rechtzeitig auf dem Messegelände waren, konnten wir den ersten Vortrag im Open Source Forum „Enterprise-Zwei-Faktor-Authentifizierung für ownCloud und Nextcloud“ von Cornelius Kölbel lauschen. Ich persönlich finde die Idee dahinter nicht schlecht, da Angriffe auf solche Systeme nicht nur häufiger, sondern auch immer raffinierter ausgeführt werden. Praxisnah habe ich nun begonnen, diese WordPress-Installation sowie meine Nextcloud mit einer TOTP-Zweifaktorauthentifizierung (Time-based One-Time Password algorithm) auszustatten.

Zwischendurch suchten wir den Stand von KNOPPIX auf. Hier wurden u.a. unter Knoppix erstellte 3D-Modelle gedruckt. Desweiteren konnte man praxisnah und verständlich erfahren, wozu diese Live-Distribution im Stande ist.

Zurück im Open Source Park unterhielt ich mich mit einem Mitarbeiter von TUXEDO über die neuesten Modelle. Hier fiel sofort das neue 13″ InfinityBook ins Auge. Dieses wirkt auf den ersten Blick noch gelungener als das Vorgängermodell. Vielleicht werde ich dieses Modell einmal antesten und etwas genauer vorstellen.

Danach ging es zum Vortrag „Knoppix 8.0 – die CeBIT Edition“. Hier erfuhren wir, welche Neuerungen Klaus Knopper und sein Team dieser besonderen Version spendiert haben. Sehr interessant war, dass es möglich ist ein bestehendes Knoppix-Live-System so zu vervielfältigen, dass Systemänderungen mit übernommen werden. Diesen Aspekt finde ich besonders bemerkenswert, wenn im Fokus des Einsatzgebietes z.B. ein Schulprojekt steht. So können speziell angepasste und völlig identische Systeme auf Live-Sticks den Anwendern zur Verfügung gestellt werden.

Klaus Knopper erklärt Knoppix 8.0

Zum Schluss habe ich Didi in meine Arbeitswelt, den Straßenbau, entführt. Es ging zum Stand vom Komatsu, wo ein GPS-gesteuerter Kettenbagger der neuesten Generation vorgestellt wurde, der PC210LCi-11. Nachdem Didi im Gerät Platz genommen hatte, war er kaum wieder raus zu bekommen.

Didi im Komatsu PC210LCi-11
Didi vor dem Komatsu PC210LCi-11

Montag auf der CeBIT

Wie schon letztes Jahr, so werde ich auch in diesem die CeBIT in Hannover besuchen. Geplant ist am Montag, dem 20.03.2017 ein Treffen mit dem Blogger-Kollegen Didi von DIDIS BLOGAZO. Zusammen haben wir vor den Open Source Park in Halle 3 zu besuchen.

Der für mich interessanteste Aussteller ist TUXEDO. Der Linux-freundliche Computer- und PC-Spezialist aus Königsbrunn hat intux.de im Vorfeld drei Freikarten für die diesjährige CeBIT 2017 zur Verfügung gestellt. Diese konnte ich über ein Gewinnspiel an meine Leser weiter geben. Da ich schon Geräte dieser Marke testen durfte, freue ich mich besonders auf interessante Gespräche sowie auf die neue für Linux-Systeme zugeschnittene und vorgestellte Hardware des PC-Herstellers.

Im Open-Source-Park werden wieder viele spannende Vorträge zu hören sein. Pflichttermin ist natürlich der Vortrag „Knoppix 8.0 – die CeBIT Edition“ von Klaus Knopper.

Vielleicht sieht man sich? 

TUXEDO InfinityBook 13 v2

tuxedo_logo

Die Zeit, als Rechner mit vorinstalliertem Linux noch lieblos zusammengeschustert wurden, gehört wohl mit TUXEDO endgültig der Vergangenheit an. Schon auf der diesjährigen CeBIT konnte ich mich von der recht hochwertigen Qualität der angebotenen PCs und Notebooks überzeugen. Dieser PC-Hersteller aus Königsbrunn bietet dem Linux-Nutzer maßgeschneiderte Hardware zu akzeptablen Preisen.

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TUXEDO InfinityBook 13 v2
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Anschlüsse links
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Tux-Taste
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Anschlüsse rechts

Ich hatte das Glück das TUXEDO InfinityBook 13 v2 – 13,3″ einen Monat ausgiebig zu testen. Das Gerät hatte folgende Austattung:

  • Arbeitsspeicher (DDR3 SO-DIMM): 8 GB (1x 8192MB) 1600MHz Crucial
  • Display / Bildschirm: Full-HD (1920 x 1080) IPS-Panel matt
  • Festplatte (SATAIII): 500 GB HDD (HGST/WD / 7.200 rpm / 2,5″)
  • Festplatte M.2 SSD: 250 GB Samsung 850 EVO
  • Prozessor (Intel Skylake-U): Intel Core i7-6500U (2x 2.5-3.1GHz Dual-Core, 4 Threads, 4MB Cache, 7,5-15W TDP)
  • Tastatur / Keyboard: DEUTSCH (DE-DE) beleuchtet
  • WLAN & Bluetooth: Intel Dual AC 8260 & Bluetooth (M.2 2230)

Das formschöne, matte Aluminiumgehäuse des InfinityBooks hinterlässt einen sehr edlen Eindruck. Das Gerät mit der Tux-Taste wiegt 1,4 kg und ist nur 18 mm dick. Das Display löst gestochen scharf in Full HD (1920×1080) auf. Die Schrift auf dem 13,3″-Display ist zwar recht klein, jedoch nach ein wenig Gewöhnung noch angenehm fürs Auge. Die matte Oberfläche des Displays spiegelt nur wenig bei Sonneneinstrahlung.

Als Betriebssystem lief anfangs Elementary OS 0.3.2 Freya (64-bit). Im Zusammenspiel von Gehäuse und Desktop-Umgebung kam hier ein wenig MacBook-Feeling auf. Mit der verbauten HDD startet das System in ca. 43 Sekunden. Wird das Betriebssystem hingegen auf der zweiten M.2 SSD installiert, bootet das System deutlich schneller und holt einiges an Performance zusätzlich heraus. Prozessor und RAM sorgen dafür, dass man flott mit dem Gerät arbeiten kann. Die Helligkeit der beleuchteten Tastatur wird in zwei Schritten angepasst. Die Hintergrundbeleuchtung kann aber auch völlig deaktiviert werden. Verbaut sind weiterhin ein USB 3.1 Gen1 (Type C), ein USB 3.0 und ein USB 2.0 (Typ A) Anschluss sowie eine Webcam und Bluetooth.

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Elementary OS 0.3.2

Das InfinityBook ist gut für Entwickler geeignet und braucht sich meiner Meinung nach nicht hinter einem XPS von Dell verstecken. Der Lüfter ist während des Normalbetriebs kaum hörbar. Unter Last ändert sich dies jedoch erheblich.

Zum Test wurde natürlich auch Valves Steam installiert, was hier auf dem InfinityBook kein Problem darstellte. Der Klassiker „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ wurde  eine Stunde angespielt. Das Ganze lief ruckelfrei und ohne Probleme. Leider war hierbei, wie zuvor schon erwähnt, der Lüfter deutlich hörbar. Die CPU-Temperatur stieg auf maximal 86°C. Bei normaler Nutzung wie Browser, Textverarbeitung etc. erreicht man gerade einmal 48°C, bei völliger Ruhe.

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Duke Nukem 3D: Megaton Edition

TUXEDO wirbt u.a. mit:

TUXEDO Computers sind individuell gebaute Computer/PCs und Notebooks die vollständig Linux tauglich sind, eben Linux-Hardware im Maßanzug

Dies ist prinzipiell richtig, wenn man eine, während der Zusammenstellung im Shop auswählbaren Distributionen, wählt. Der im Testgerät verbaute WLAN-Chip läuft nur mit einem unfreien Intel-Treiber. Dies hat zur Folge, dass es hier bei der Installation anderer Distributionen Probleme geben kann. So ist es mir nicht ohne weiteres gelungen, Debian GNU/Linux zu installieren, da das Notebook über keine LAN-Schnittstelle verfügt. Abhilfe schaffte hier aber ein geeigneter USB zu Ethernet Adapter.

Auf Wunsch bekommt man vom Hersteller bei Bedarf ein vorinstalliertes Debian „Testing“ (aufgrund performanterer Hardwareunterstützung). Debian 8 läuft übrigens mit dem Kernel 4.5 und dem aktuelleren Xorg-Treiber aus den Backports ohne Probleme. Weiterhin muss der unfreie Intel-WLAN-Treiber iwlwifi (non-free) installiert werden. Die Vorgehensweise ist dabei analog wie im Artikel „Debian 8 auf dem ThinkPad E550“ beschrieben.

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USB zu Ethernet Adapter
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Debian 8.4
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Iceweasel auf Debian

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei TUXEDO bedanken, die mir völlige Freiheiten bei der Wahl des OS während des Testes einräumten. So konnte ich das installierte Elementary OS u.a. gegen die aktuelle Version Ubuntu 16.04 LTS austauschen. Hierzu kann man die normale Desktop-Version von ubuntu.com installieren. Ein downloadbares Skript von TUXEDO sorgt für den letzten Feinschliff auf dem Notebook. Dabei werden optimierte Treiber, Wallpaper und das Energiespar-Tool TLP eingespielt. Weiterhin konfiguriert das Skript die Sondertasten und deaktiviert die Shoppingvorschläge von Amazon. Ubuntu 16.04 LTS machte während des gesamten Zeitraums, auch unter Berücksichtigung der Installation und Konfiguration, die beste Figur.

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Ubuntu 16.04 LTS

Problematisch sehe ich die angegebene Akkulaufzeit. TUXEDO wirbt hier auf der Produktseite mit bis zu 15 Stunden, des fest verbauten 45 Wh Lithium-Ionen Akkus. Im Test kam das Gerät aber lediglich bei der Erledigung normaler Aufgaben, wie dem Surfen mit Firefox und dem Arbeiten mit der Büro-Suite LibreOffice, bei mittlerer Helligkeit und deaktivierter Hintergrundbeleuchtung, auf 3:50h. Laut Golem sollte hingegen die maximale Akkulaufzeit von 15 Stunden nur bei deaktivierten Funkverbindungen und minimaler Helligkeit unter Elementary OS erreicht werden. Hier sollte der Hersteller für mehr Klarheit sorgen!

Fazit

Das TUXEDO InfinityBook 13 v2 ist ein gut verarbeitetes Gerät in einem stylischen Aluminiumgehäuse mit aktueller Hardware und vorinstallierter Linux-Distribution eigener Wahl. Wobei Ubuntu hier im Test am ehesten überzeugen konnte. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mit 1061,90€ in Ordnung. Dabei ist das InfinityBook bei vergleichbarer Austattung wesentlich günstiger als ein Dell XPS oder MacBook. Bei TUXEDO kann man die verbauten Komponenten des InfinityBooks den eigenen Wünschen anpassen. Hierzu lassen sich u.a. die Größe des Arbeitsspeichers, die Art und Größe der Festplatten sowie das vorinstallierte Betriebssystem festlegen. Ein optionaler SIM-Karten-Slot wäre wünschenswert. Erstaunlicherweise bekommt man das Gerät bei Bedarf gegen Aufpreis auch mit Windows.

Kritik gibt es von meiner Seite beim verbauten WLAN-Modul, welches keine freien Treiber unterstützt. Leider ist die im Test unter normalen Arbeitsbedingungen erzielte Akkulaufzeit sehr weit vom angegeben Maximalwert entfernt.