TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 10

Solus 3 war den letzten Monat auf dem  InfinityBook Pro 13 von TUXEDO mein ständiger und treuer Begleiter. Nun habe ich mir ein weiteres Rolling Release auf das Gerät gespielt. Dabei handelt es sich um Manjaro, welches erstaunlicher- und berechtigterweise mittlerweile auf Platz 2 bei Distrowatch geklettert ist.

Installation

Hier habe ich mich für die Manjaro XFCE Edition entschieden. Diese Distribution verwendet, wie der Name schon sagt, den Xfce-Desktop und kommt als 64-Bit Variante.

Manjaro lässt sich ohne weiteres im Efi-Modus auf dem InfinityBook installieren.

Der Betrieb

Nachdem Manjaro installiert wurde, begrüßt einen ein dunkler, jedoch sehr stylisch gestalteter Xfce-Desktop. Dieser gefällt mir einen Tick besser als der von TUXEDO in der angepassten Xubuntu-Version. Dies ist aber natürlich Geschmacksache. Die Button zum Minimieren, Maximieren und Schließen erinnern ein wenig an das Mac OS. Absicht?

Manjaro
Manjaro Desktop
Manjaro
Manjaro Startmenü
Manjaro
Manjaro Dateiverwaltung

Man stellt auch bei dieser Distribution schnell fest, dass alle Funktionstasten, bis auf den Flugzeugmodus, sofort „out of the box“ ansteuerbar sind. Um diese Funktionstaste zu aktivieren, muss man, wie im Artikel „TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 6“ schon beschrieben, die Zeile

um

erweitern. Hierbei ist nicht zu vergessen, dass die Änderungen erst nach einem

aktiviert werden.

Die Hardware des Pro 13 macht dem System keine Probleme. WLAN, Bluetooth, Kartenleser und Cam werden sofort erkannt und angesteuert.

Die Akkulaufleistung ist dank Kernel 4.14.14 analog der zuvor getesteten Ubuntu-Derivate mehr als zufriedenstellend.

Manjaro
Manjaro Kernel 4.14.14
Manjaro
Manjaro Aktualisierungen

Die gängigsten Anwendungen wie Firefox und Co. bringt Manjaro mit. Hier gab es erwartungsgemäß keinerlei Schwierigkeiten. Weitere Programme wie u.a. Planner findet man in den Repositories von Manjaro.

Manjaro
Manjaro Projektmanagement mit Planner

Fazit

Mit dem Rolling Release Manjaro ist man auf dem InfinityBook Pro 13 gut gewappnet. Abgesehen von der kleinen Anpassung zum Flugzeugmodus wird der Nutzer auf dem Gerät mit einem stets aktuell gehaltenen Betriebssystem gut und lange arbeiten können.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit Qubes OS schlägt. 

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 9

Nachdem nun auf dem TUXEDO InfinityBook Pro 13 die gängigsten Betriebssyteme, wie Windows, Ubuntu und Debian liefen und das Gerät auch produktiv eingesetzt wurde, möchte ich mich nun an ein paar weniger populäre Systeme heran wagen. 

Dazu habe ich auf dem InfinityBook die aktuelle Version von Solus installiert und ausprobiert. Solus ist eine eigenständige Linux-Distribution, welche die eigens hierfür entwickelte Desktopumgebung Budgie und das ebenfalls  im eigenen Hause entworfene Paketverwaltungssystem eopkg verwendet. Dies kann unter Umständen Probleme machen, da man sicher die ein oder andere Anwendung für dieses Rolling Release selbst kompilieren muss. Hilfe erhält man im Forum des Entwicklers. Solus ist aktuell in Version 3 verfügbar.

Installation

Die Installation über einen USB-Stick verläuft unspektakulär und ist schnell erledigt. Zu beachten ist hierbei, dass Solus als englisches System installiert werden muss. Das deutsche Tastaturlayout kann hingegen eingestellt werden. Nach der Installation lässt sich das System aber problemlos auf deutsch umstellen.

Solus
Solus – Budgie Desktop
Solus
Solus – Menü
Solus
Solus – Netzwerkverbindungen
Solus
Solus – Benachrichtigungspanel
Solus
Solus – Terminal (Kernel 4.14.9)

Wie läuft Solus auf dem Pro 13?

Nach dem ersten Reboot stellt man fest, dass auch hier die Funktionstasten fast vollständig erkannt werden. Der Flugzeugmodus sollte auch bei dieser Distribution durch einen Eingriff in den Grub 2 aktiviert werden können. Die Akkulaufzeit ist dank des aktuellem Kernels 4.14.13 vergleichbar mit den zuvor getesteten aktuellen Distributionen. Es werden im Normalbetrieb ca. 44°C erreicht. Dabei arbeitet das InfinityBook flüsterleise.

Als Standardbrowser ist Firefox vorinstalliert. Wer jedoch lieber zu Google Chrome greift, kann diesen über das Software Center unter Software von Drittanbietern beziehen. Die gängigsten Anwendungen wie Gimp, Inkscape, Filezilla, KeePassX findet man im Software Center in relativ aktuellen Versionen.

Zu erwähnen wäre noch, dass die im Artikel „TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 6“ erwähnten Bluetooth-Probleme mit dem aktuellen Kernel für das Gerät gefixt sind.

Solus
Solus – Browser Firefox
Solus
Solus – Software von Drittanbietern

Fazit

Das TUXEDO InfinityBook Pro 13 kommt sehr gut mit Solus 3 zurecht. Die komplette Hardware wird erkannt. Um den Flugzeugmodus zu aktivieren, ist auch bei diesem System etwas Handarbeit nötig. Die Akkulaufleistung und Performance überzeugen. Solus ist auf jeden Fall auf diesem Gerät einen Blick wert.  

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit dem Rolling Release Manjaro schlägt. 

Nachtrag

Ein deutsches System lässt sich natürlich auch hier bei der Installation auswählen. Dies ist nur leider auf den ersten Blick nicht gleich ersichtlich.

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 8

Die letzten zwei Monate habe ich ausschließlich mit dem TUXEDO InfinityBook Pro 13 von TUXEDO gearbeitet. Alle zu erledigenden Aufgaben, welche sonst mein ThinkPad übernimmt, habe ich problemlos auf das Pro 13 übertragen. In Puncto Akkulaufleistung und Performance ist das InfinityBook kaum zu schlagen. Wie sich das Gerät allerdings unter Last verhält, zeigt der folgende kleine Beitrag.

Da ich hin und wieder einige neu erschienene Betriebssysteme teste, verschaffe ich mir oftmals hierüber einen ersten Einblick in einer virtuellen Maschine. Dazu verwende ich die VirtualBox aus dem Hause Oracle. Ab und zu wird aber auch einmal ein Game über die Spieleplattform Steam gezockt. Auf beide Anwendungen gehe ich nun etwas näher ein.

Virtualisierung auf dem InfinityBook

Aus eigenem Interesse, aber auch um darüber zu berichten, schaue ich mir gern einmal neue Betriebssysteme für den Desktop näher an. Hierzu installiere ich diese i.d.R. in einer VM. Dort kann ich so ziemlich alles simulieren und das OS auf Tauglichkeit checken. Zuletzt hatte ich mir Ubuntu 17.10 auf diesem Gerät näher angesehen.

Ubuntu 17.10
Ubuntu 17.10 Desktop
Ubuntu 17.10
Ubuntu 17.10 GNOME Dash

Aus technischer Sicht gibt es kaum etwas zu schreiben. Das InfinityBook bewältigt solche Aufgaben spielend. Der einzige Wermutstropfen ist, dass CPU-Temperaturen bei entsprechender Last von ca. 85°C erreicht werden. Der Lüfter ist dann in den Spitzen deutlich zu hören. Solche hohen Temperaturen werden allerdings nicht während des gesamten Testlaufs erreicht. Das schont nicht nur die CPU, sondern auch die Ohren.

Gaming auf dem InfinityBook

Beim Gaming sieht das Ganze etwas anders aus. Hier pendeln sich die Temperaturen zwar auch um die 85°C ein, jedoch verharren diese während des Spielens auch auf dem Niveau. Das hat zur Folge, dass der Lüfter doch recht lautstark das Spielvergnügen beeinflusst. Die folgende Grafik verdeutlicht das recht anschaulich.

Psensor
Temperaturaufzeichnung mit Psensor

Getestet wurde mit den zwei älteren Games Duke Nukem 3D: Megaton Edition und Mount & Blade: Warband

Duke Nukem 3D
Duke Nukem 3D: Megaton Edition
Duke Nukem 3D
Duke Nukem 3D: Megaton Edition

Bei Duke Nukem 3D gab es keinerlei Probleme. Das Spiel lief flüssig und machte bis auf die Lüftergeräusche nach wie vor Spaß.

Bei Mount & Blade hingegen kam doch die Grafik ab und zu leicht ins stocken. Da es das Game auch generell an Spannung vermissen lässt, war die Spielfreude hier schnell eingetrübt.

Mount & Blade
Mount & Blade: Warband
Mount & Blade
Mount & Blade: Warband

Fazit

Wenn das InfinityBook Last bekommt, fängt dieses an tüchtig zu schnaufen. Hierbei darf man nicht vergessen, dass es sich bei dem Gerät um kein GamigBook mit einer leistungsstarken Grafikkarte handelt. Seine Stärken spielt das InfinityBooks im mobilen Einsatz aus, wo es nahezu geräuschlos seine Arbeit verrichtet. Das Pro 13 ist, wie schon so oft erwähnt, der perfekte Begleiter auf Reisen.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit Solus 3 schlägt. 

Searx in Docker

Inspiriert durch Martins Artikel „Searx auf Uberspace einrichten“ habe ich mich nun auch an der Metasuchmaschine Searx versucht. Da es mit der aktuellen Installationsanleitung aber unter Debian Stretch aktuell Probleme gibt, habe ich mich für die Docker-Variante entschieden. Hierzu wurde Searx hinter einen Reverse Proxy auf dem Apache2 meines Servers gepackt. 

Searx läuft auf dem Port 8888 (http://5.1.76.25:8888/). Der Reverse Proxy leitet nun die über https://searx.cybt.de (Port 443) eingehende Anfrage auf den Port 8888 des Servers um.

Der Reverse Proxy wurde als VirtualHost in /etc/apache2/sites-available/proxy.conf angelegt und sieht in meinem Fall so aus:

Damit das alles auch funktioniert, müssen die entsprechenden Module aktiviert sein. Hier die Ausgabe zu meinem Apache2 der HTTPS für die entsprechende URL erzwingt.

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 7

Seit einer ganzen Weile habe ich nun das TUXEDO InfinityBook Pro 13 von TUXEDO zum Testen. Meine vorherigen Artikel bezogen sich darauf, wie das Notebook mit diversen Betriebssystemen u.a. Windows, Ubuntu oder Debian zurecht kommt.

InfinityBook Pro 13
dem InfinityBook geht mobil kaum die Puste aus

Nun möchte ich aber darüber berichten, wie sich das Gerät in meinem normalen Alltag bei schlägt.

Um arbeitsfähig zu sein, habe ich meine Daten, auf die ich regelmäßig zugreife, auf das Gerät kopiert. Die eMail-Konten waren, dank Evolution sichern/wiederherstellen, schnell eingerichtet. Seit Jahren nutze ich ausnahmslos Notebooks. So fiel mir die Umgewöhnung auf dieses Gerät nicht sonderlich schwer. Die Tastatur des InfinityBook finde ich persönlich, bei ausreichendem Hub und gutem Anschlag, recht angenehm. Dadurch bereitet das Tippen von Texten keinerlei Schwierigkeiten. Was mir jedoch ein wenig fehlt, ist der Nummernblock. Darauf muss man jedoch bei einem 13 Zoll Gerät verzichten können. Dieser Umstand stellt aber kein wirkliches Problem dar. Das matte entspiegelte Display ist kontrastreich und lässt genügend Spielraum für ausreichend Helligkeit. Ich persönlich bevorzuge auf dem Pro 13, auf Grund der Full-HD Auflösung, die GNOME-Shell. Texte und Menüs werden so für meine Begriffe recht gut dargestellt.

Die kompakte Bauform sammelt bei mir einige Pluspunkte, weil ich das Gerät ständig dabei haben möchte, um Artikel zu schreiben oder aus der Ferne am Server zu arbeiten. Das InfinitiBook Pro 13 ist dünn, leicht und besitzt ein robustes Gehäuse, welches allerdings im produktiven Einsatz schnell einmal einen Kratzer abbekommen kann. Abnutzungen an den Touchpad-Tasten sind entgegen meiner Erwartung noch nicht zu erkennen.

Des Weiteren finde ich es angenehm wenn kein WLAN am Standort vorhanden ist, auf LAN ausweichen zu können. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber dem Vorgängermodell. Da die Nutzung von CDs oder DVDs immer weiter an Bedeutung verliert, habe ich auch kein Problem mit diesem Gerät auf ein entsprechendes Laufwerk zu verzichten.

InfinityBook Pro 13
LAN und HDMI

Ich arbeite in meinem kleinen Home-Office gern mit einem zweiten Monitor. Das InfinityBook Pro 13 lässt mich auch hierbei, dank einer HDMI-Schnittstelle, nicht im Stich. Der Kartenleser (SD/MMC) ist für meine Zwecke ausreichend. Dieser kommt aber nur zum Einsatz wenn ich mit meinem Raspberry Pi experimentiere oder ein Backup des Einplatinencomputer-Systems mache. Mit den vorhandenen USB-Schnittstellen kann ich mich arrangieren.

Arbeitsplatz
mein Arbeitsplatz

Im Gegensatz zu meinem ThinkPad bin ich auch durch die an neuere Prozessoren anpassten Kernel ab Version 4.11 von der Akkulaufleistung des Notebooks begeistert. Wo mein ThinkPad schlapp macht, arbeitet das InfinityBook locker noch ein paar Stündchen weiter.

Fazit

Gerade im mobilen Einsatz komme ich sehr gut mit dem InfinityBook zurecht. Das Gerät benötigt wenig Stauraum, ist leicht und verfügt über genug Power um einige Stunden mit dem Gerät zu arbeiten. Das InfinityBook macht aber auch am Schreibtisch eine gute Figur. Ein zweiter Monitor lässt sich problemlos anschließen.

Vorschau

In den nächsten Artikeln werde ich berichten, wie das InfinityBook mit Virtualisierungen und der Spiele-Plattform Steam zurecht kommt.

GnuPG Schlüssel exportieren

Wie man den privaten und den öffentlichen GnuPG Schlüssel auf einem neuen System einspielt, hatte ich im Artikel „GnuPG Schlüssel umziehen“ beschrieben. Hat man jedoch keine Sicherungen der Keys mehr zur Hand, so kann man die entsprechenden Schlüssel von einem bestehenden System via Terminal leicht mit folgenden Befehlen exportieren.

Dies hat den Vorteil, dass Änderungen am geheimen Schlüssel übernommen werden.

Beispiel: Ich hatte, als ich mein Schlüsselpaar erzeugt hatte, anfangs eine unsichere Passphrase (Passwort) vergeben. Dann wurde einige Zeit später das damalige Backup des geheimen Schlüssels von mir auf einem anderen Rechner eingespielt. In der Zwischenzeit hatte ich aber das Kennwort geändert. Die Passphrase auf dem anderen System stimmte so nicht mehr mit dem aktuellen Key überein. Da ich mich aber noch an das alte Passwort, dank KeepassX, erinnern konnte, war es kein Problem den Schlüssel zu verwenden.

Aus diesem Grund ist es besser die aktuellen Schlüssel wie hier beschrieben zu exportieren, um nicht mit Passwörtern und anderen Änderungen Probleme zu bekommen.

Eine weitere Möglichkeit wäre, das komplette Verzeichnis ~/.gnupg zu sichern.

Prosody Admin Web

Das Neuaufsetzen von Prosody auf einen Server mit Debian 9 lief bei mir mal wieder nicht ganz ohne Probleme. So hatte ich erst am Wochenende festgestellt, dass es nicht möglich war einzelne Usern zu löschen. Die letzten Spam-User-Registrierungen, wollte ich aber schnell wieder los werden. Der Lösch-Befehl

brachte in /var/log/prosody/prosody.err eine Fehlermeldung mit dem Hinweis auf ein Upgrade der neuen Datenbank. Dies war notwendig, da Prosody zuvor auf MySQL lief. Debian 9 hingegen nutzt MariaDB. Dieser Fehler konnte nun recht einfach mit

behoben werden.

Nun fiel mir aber noch ein weiteres Problem ins Auge. Seit einiger Zeit nutze ich das Modul mod_admin_web. Auch hier konnte ich mich nicht mehr im Webinterface einwählen.

Prosody – Admin Web

Die Ursache bestand darin, dass ich das Modul wie in der offiziellen Beschreibung

zwar in die prosody.cfg.lua eingebunden hatte, jedoch die Installation im Nachgang nicht ausgeführt hatte.

Da meine Community-Module in /usr/lib/prosody/prosody-modules liegen, sah die Lösung dann wie folgt aus:

Der Systemstatus sah danach nun wieder unauffällig aus:

Mail Relay für Mailcow Dockerized

Nachdem auf meinem neuen vServer ein Webserver und ein Mailserver installiert und eingerichtet waren, tauchte ein neues Problem auf. Meine Webseiten und meine Nextcloud konnten via PHP keine Mails mehr absetzen. Die Ursache hierfür liegt auch dieses Mal in der Konstellation meines Servers mit der installierten Container-Lösung Mailcow Dockerized, wo Postfix im Container seinen Dienst verrichtet und von dem Apache so nicht angesprochen werden konnte.

Was kann man tun?

Am einfachsten ist es in WordPress, Joomla! und der Nextcloud den Mailversand via SMTP einzurichten. Genau das hatte ich auch zur schnellen Lösung umgesetzt. Leider funktionierte das Ganze nicht wirklich mit Elgg

Wie löst man das Problem zufriedenstellend?

Ganz einfach, indem man ein Mail Relay einbaut. Dazu wird ein lokaler MTA für den Docker Host eingerichtet. Das klingt aber alles komplizierter als es tatsächlich ist.

Dazu habe ich Postfix installiert.

Postfix, Debian
Postfix Konfiguration

Postfix, Debian
Postfix Konfiguration – Internet Site
Postfix, Debian
Postfix Konfiguration – System mail name
Postfix, Debian
Postfix Konfiguration – System mail name – intux

Während der Installation wird man nach dem System mail name gefragt. Hier wurde der Hostname des Servers (intux) eingetragen. 

Vorsicht: Nicht die Domain eingeben!

Nach Abschluss der Installation, musste noch die /etc/postfix/master.cf geändert werden. Dazu wurde der SMTP Listener mit # auskommentiert.

Danach musste noch 172.22.1.1 als Relay Host hinzu gefügt und das Docker Interface aus inet_interfaces entfernt werden.

Nach einem Neustart von Postfix konnten nun wieder Systemmails via PHP von WordPress und Co. versendet werden.

Alle Änderungen werden übrigens in die /etc/postfix/main.cf geschrieben. Nur falls bei der Installation von Postfix mal etwas schief geht. 😉

Weiterführende Infos und Anleitungen findet man auf der Projektseite von Mailcow-Dockerized unter: https://mailcow.github.io/mailcow-dockerized-docs/

GnuPG Schlüssel umziehen

Den geheimen sowie den öffentlichen GnuPG Schlüssel hatte ich damals gut in meinen persönlichen Daten gesichert. Diese Sicherungen konnte ich nun auf einem weiteren Rechner wie folgt einspielen:

Hierzu musste ich nun noch meinem geheimen Schlüssel auf dem neuen System vertrauen.

Dazu wurde Option „5 = Ich vertraue ihm absolut“ gewählt und mit 

bestätigt. Um nun mit Evolution verschlüsselte Nachrichten senden zu können, wurden folgende Einstellungen gewählt.

Evolution,Debian
Evolution

Ich versende nun als Standard signierte eMails. Bei Bedarf kann ich diese verschlüsseln. Hierzu füge ich die entsprechenden Adressen via Seahorse hinzu, mit denen ich chiffriert über GnuPG eMails austauschen möchte.

Seahorse, Debian
Seahorse

Reverse Proxy für Mailcow-Dockerized

Mit dem Aufsetzen eines neuen Servers auf Basis von Debian 9 kamen wieder einige neue Dinge auf mich zu. Da ich mich für die Mailserver-Groupware Mailcow-Dockerized von André Peters entschieden hatte, musste ich mich erstmals mit einem Reverse Proxy auseinander setzten.

Wozu brauche ich einen Reverse Proxy?

Auf dem neuen Server sollte neben dem Webserver ein Mailserver installiert werden. Da Mailcow-Dockerized eine Container-Lösung ist und in diesem Container neben Postfix, Dovecot und Co. auch der Webserver Nginx läuft, würden aber die Ports 443 und 80 mit dem zuvor installierten Apache, auf dem eine Test-Webseite aktiv ist, kollidieren. 

Mailcow, Servercow
Mailcow UI

Um Mailcow zu installieren, musste zuerst der Apache gestoppt werden. Der Mailserver wurde dann in ein paar Minuten aufgesetzt und eingerichtet. Das Mailcow UI konnte wie gewünscht via HTTP und HTTPS erreicht werden. Im Anschluss wurde die Konfiguration nochmals geöffnet, um die Bindung an die Ports 80 und 443 entsprechend in 8080 und 8443 in der /root/mailcow.dockerized/mailcow.conf zu ändern. 

Natürlich hätte man das auch während der Installation durchführen können, jedoch wollte ich zuvor die testen, ob der Mailserver ordnungsgemäß läuft.

Nach dem nochmaligen Durchlauf der Konfigurationsänderungen, konnte nun das Mailcow UI natürlich von außen nicht mehr aufgerufen werden.

Nun wurde der Apache wieder gestartet und die Test-Websites ging wieder online.

Erstellen eines neuen Virtual Host

Um nun auch den Nginx in Mailcow-Dockerized zu erreichen, musste ein Reverse Proxy eingerichtet werden. Dazu habe ich einen Virtual Host, welcher auf Port 80 und Port 443 lauscht, in einer neu erstellten /etc/apache2/sites-available/proxy.conf mit folgendem Inhalt eingerichtet. Dieser leitet die Anfragen von mail.domain.tld an den Nginx im Container weiter. Das hatte zur Folge, dass die alten Zertifikate aus Mailcow-Dockerized unbrauchbar wurden. Ich habe darauf hin mein bestehendes Zertifikat um die Subdomain https://mail.domain.tld erweitert. Der Ort, wo die Zertifikate hinterlegt sind, musste im Codeblock (siehe unten) noch eingetragen werden.

Nach einem erneuten Neustart des Apache2 lief alles wie gewünscht, sowohl die Test-Webseite, als auch das Mailcow UI.

Weiterführende Infos und Anleitungen findet man auf der Projektseite von Mailcow-Dockerized unter: https://mailcow.github.io/mailcow-dockerized-docs/