TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 2

Nachdem ich nun einige Tage mit Ubuntu auf dem TUXEDO InfinityBook Pro 13 gearbeitet habe, wollte ich nun auch Windows 10 Home 64-Bit auf dem Gerät ausprobieren. Da hier von Hause aus ein Dualboot-System vorinstalliert war, ging das natürlich problemlos. Ich hatte nun ca. einen Monat Zeit intensiv mit dem Microsoft-Betriebssystem zu arbeiten.

Windows 10 Desktop
Windows 10 Startmenü

Um einen wirklichen Vergleich zum Test „TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 1“ zu bekommen, wurden meinerseits nur Open Source Anwendungen wie Gimp, Inkscape, Filezilla, Putty, Gajim etc. installiert, mit denen ich auch auf dem Ubuntu-System gearbeitet hatte. Als Unterbau ist Windows dafür natürlich, genau wie Ubuntu, bestens geeignet. 

Das System ist in ca. 28 Sekunden vollständig gebootet und einsatzbereit. Das dauert zwar im Vergleich zu Ubuntu 10 Sekunden länger, aber was sofort auffällt, ist das bessere Energiemanagement von Windows 10. Der 36Wh Lithium-Ionen Akku wird weniger stark belastet als unter einem aktuellen Linux. So kam ich bei normaler Anwendung (abgedunkeltes Display, deaktiviertes Bluetooth und angeschlossene Funkmaus) auf gut 7:50 Stunden. Das überzeugt natürlich! Wenn man nach der von TUXEDO angewandten Testmethode vorgeht, läuft der Akku sogar bis zu 30 Stunden. TUXEDO schreibt hierzu:

Wir testen die Laufzeit unserer Notebooks immer im Leerlauf, bei minimaler Displayhelligkeit, mit deaktivierter Tastaturbeleuchtung, deaktiviertem WLAN & Bluetooth und ohne jegliche angeschlossenen Geräte (USB, LAN, HDMI, VGA, etc. abstecken!).

Das ist über das Doppelte der unter Ubuntu angegebenen Laufzeit des Herstellers. Fakt ist, der verbaute Intel Core i7-7500U scheint im Moment einfach besser mit dem Microsoft-Betriebssystem klar zu kommen als aktuelle Linux-Kernel. Die gesamte verbaute Hardware wird erwartungsgemäß, bis auf eine Ausnahme, erkannt und arbeitet einwandfrei. Nur der Insyde Airplane Mode HID Mini-Driver meldet beim ersten Start im Gerätemanager einen Konflikt. Dieser angepasste Treiber erlaubt es HID-Geräte wie Mäuse, Tastaturen und andere Eingabegeräte unter bestimmten Voraussetzungen im Flugmodus weiter zu betreiben. Komischerweise meldet Windows, dass bereits der aktuellste Treiber installiert ist. Nach einer Anfrage beim wirklich sehr schnellen und kompetenten Support von TUXEDO wurde mir der passende Treiber (07_AirplaneMode.zip) zur Verfügung gestellt, der das Problem behebt. Die Grafik des Notebooks ist sehr gut auf das Gerät abgestimmt. Die Webcam arbeitet mit einer fokussierten Gesichtserkennung. Weiterhin werden unter Windows 10 die Funktionstasten vom System angesprochen und steuern wie auch unter Ubuntu Lautstärke und Helligkeit der Tastaturbeleuchtung. 

Windows 10 Gerätemanager (nach dem ersten Start)
Windows 10 Gerätemanager (nach dem Einspielen des Airplane Mode Treibers)

Fazit

Auch wenn wahrscheinlich die Zielgruppe der TUXEDO-Hardware in erster Line Linux-User sind, so macht das InfinityBook Pro 13 mit Windows eine sehr gute Figur. Die Performance ist unter reellen Arbeitsbedingungen sogar noch besser als mit einem auf Linux basierendem Betriebssystem. Die Hardware läuft mit Microsofts Windows 10 Home 64-Bit sehr gut und energiesparend. 

Somit kann ich das Gerät auch mit dieser Konfiguration getrost zum Kauf empfehlen.

Vorschau

Im nächsten Artikel folgt ein kleiner Bericht, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit Debian 9 Stretch schlägt, welches am 17.06.2017 erscheint.

exFAT

Neulich hatte ich einen USB-Stick bekommen, welcher auf einem Windows-System in exFAT formatiert war. Um auf die Daten zugreifen zu können, war es nötig folgende Erweiterungen zu installieren.

exFAT ist ein Microsoft-Dateisystem, welches es ermöglicht Dateien größer 4GB auf einen Flash-Speicher zu schreiben.

TUXEDO InfinityBook Pro 13 – Teil 1

Seit ein paar Tagen habe ich ein InfinityBook Pro 13 der Firma TUXEDO im Einsatz, welches ich schon auf der diesjährigen CeBIT bewundern konnte. Im Gespräch am TUXEDO-Stand bekundete ich bereits mein Interesse, mir das Pro 13 einmal näher ansehen zu dürfen. 

Vorab möchte ich mich bei TUXEDO bedanken, die es mir ermöglichen, das Notebook ausgiebig zu testen.

Über dieses Gerät werde ich nun in den nächsten Monaten berichten. Sinn des Ganzen ist nicht, einfach nur einen Testbericht zu schreiben, sondern meinen Lesern zu zeigen, wie sich das Gerät im Alltag eines Tech-Blogger schlägt. Dabei werden verschiedene Betriebssysteme auf dem Gerät getestet und erläutert auf welche Probleme man stoßen kann. Nun aber zu meinem ersten Eindruck:

Die Firma TUXEDO hat sich zum Ziel gesetzt dem Linux-User hochwertige Hardware zu liefern. Vor genau einem Jahr hatte ich schon einmal ein Gerät aus Königsbrunn. Dazu entstand der Artikel „TUXEDO InfinityBook 13 v2„.

Ein Jahr später steht nun das nagelneue InfinityBook Pro 13 auf meinem Schreibtisch und ich bin vom ersten Eindruck begeistert. Das Gerät macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Aluminiumgehäuse, welches das gesamte Notebook umschließt, wirkt robust und edel. Die Verarbeitung ist recht gut, könnte aber im Detail noch einen Tick besser sein. Die Spaltmaße wirken bei normalem Licht nahezu perfekt, doch offenbaren sich hier, bei etwas mehr Dunkelheit, kleine Schwächen. Diese fallen tatsächlich aber nur bei näherer Betrachtung ins Auge. Das Gerät hat folgende Austattung:

  • Arbeitsspeicher (DDR4 SO-DIMM): 16 GB (1x 16GB) 2400Mhz Crucial
  • Display / Bildschirm: Full-HD (1920 x 1080) IPS-Panel matt
  • Festplatte (SATAIII, 6Gb/s): ohne Festplatte
  • Festplatte M.2 SSD: 250 GB Samsung 960 EVO (PCIe/NVMe)
  • Prozessor (Intel Kaby Lake-U): Intel Core i7-7500U (2x 2.7-3.5GHz Dual-Core, 4 Threads, 4MB Cache, 7,5-15W TDP)
  • Tastatur / Keyboard: DEUTSCH (DE-DE) beleuchtet
  • WLAN & Bluetooth: Intel Dual AC 8265 & Bluetooth (M.2 2230) (Empfehlung)
  • Betriebssystem Linux: Ubuntu 16.04 LTS 64Bit (Empfehlung)
  • Betriebssystem Windows: Windows 10 Home 64Bit
  • UMTS / LTE Modul: ohne UMTS / LTE Modul

Die verbaute Hardware befindet sich momentan im Highend-Bereich. Das Gerät wiegt 1,3kg und ist nur 18mm dick. Positiv fällt auf, dass das InfinityBook Pro 13 über eine LAN-Schnittstelle verfügt. Diese war leider beim Vorgänger nicht vorhanden. Ein Debian zu installieren war somit umständlich. Das sollte beim InfinityBook Pro 13 nun kein Problem mehr darstellen. Das Gerät verfügt weiterhin über ausreichend USB-Schnittstellen (2 x USB 3.1 Type A und 1 x USB Typ-C mit Thunderbolt 3), einen Card-Reader und auf Wunsch sogar über ein UMTS/LTE-Modul. Das macht dieses Notebook gerade auf Reisen interessant. Ein HDMI-Anschluss sowie ein MiniDisplay Port sind ebenfalls verbaut. Das matte 13 Zoll IPS-Panel Display löst in FullHD (1920 x 1080) auf und ist sehr hell und kontrastreich. Die Funktionstasten lassen sich durch spezielle TUXEDO-Anpassungen in Ubuntu steuern. Dadurch ist es möglich, nicht nur die Helligkeit des Displays sondern auch der Tasten stufenweise zu dimmen. Die Tastaturbeleuchtung kann im Übrigen auch vollständig ausgeschaltet werden. Die verbaute M.2 SSD EVO 960 von Samsung ist blitzschnell. Das vorinstallierte Ubuntu 16.04 LTS startet in 18 Sekunden. Der verbaute 36Wh Lithium-Ionen Akku fällt etwas kleiner als beim getesteten Vorgängermodell aus, ist jedoch sehr gut auf die verbaute Hardware abgestimmt. Nach den TUXEDO-eigenen Tests hält dieser bis zu 12h mit Kernel 4.11rc4. Ich kam leider mit dem Kernel 4.9 nur auf etwas über 10h. Ein besseres Energiemangement des Kernel 4.11 sorgt an dieser Stelle für bessere Werte in der Testumgebung des Herstellers. Da diese Tests aber nicht wirklich etwas mit der Realität zu tun haben, war es dennoch interessant, dass das InfinityBook im normalen Einsatz (abgedunkeltes Display, deaktiviertes Bluetooth und angeschlossene Funkmaus) auf immerhin 5:20 Stunden kam. Das sind deutlich bessere Werte als beim getesteten Vorgängermodell mit 45Wh. Die Steigerung beträgt damit knapp 40%. Besonders witzig bei den Geräten von TUXEDO ist die spezielle Tux-Taste, welche die gewohnte Windows- oder Super-Taste ersetzt. Hier erkennt man sofort welche Zielgruppe mit der Hardware in erster Linie angesprochen werden soll.

TUXEDO InfinityBook Pro 13
Logo auf dem Gehäusedeckel
TUXEDO InfinityBook Pro 13
Anschlüsse rechts
Anschlüsse links
Tux-Taste
Tastatur und Touchpad
Verarbeitungsschwächen am Gehäuse.

Der Intel Core i7-7500U arbeitet flott und geräuschlos mit ca. 46°C im Normalbetrieb. Ubuntu 16.04 LTS kommt gut mit der Grafik zurecht. Ich hatte diesbezüglich während des Einsatzes mit Ubuntu keinerlei Probleme. Beim Gaming via Steam musste als Referenz wieder „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ her halten. Hier stieg die Temperatur auf ca. 90°C an. Der Lüfter war erstmals richtig zu hören. Natürlich muss man sehen, dass es sich hierbei um ein Notebook handelt, welches für den alltäglichen Gebrauch gebaut wurde. Die Stärken liegen hier eindeutig im mobilen Office-Bereich.

Der Grundpreis des InfinityBook Pro liegt bei 1099,00€. Man kann dieses Gerät speziell nach seinen Wünschen anpassen lassen, sodass das Testgerät mit 1411,99€ zu Buche schlägt.

Ubuntu 16.04
Ubuntu Dash
Terminal (Kernelversion 4.9)
Ubuntu Dateien
Firefox

Fazit

Das InfinityBook Pro 13 ist ein gut verarbeitetes Notebook im ansprechenden Aluminiumgehäuse. Die Hardware ist auf dem neuesten Stand der Technik. Wahlweise kann das Gerät mit den verschiedensten Linux-Distributionen oder gegen Aufpreis mit Windows sowie als Dualboot mit Linux und Windows vom Werk aus bestellt werden. Das InfinityBook richtet sich an Entwickler und Leute die viel unterwegs sind und auf ein leistungsfähiges Notebook auf Reisen nicht verzichten möchten. Hierfür ist das 13 Zoll Display völlig ausreichend. Ein optionales UMTS/LTE-Modul sorgt für genügend Mobilität.

Kleine Mängel muss ich dennoch aufführen. So gibt es beim Gehäuse, in Höhe der Webcam, Verarbeitungsschwächen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die in der Branche übliche und in die Irre führende Bewertung der Akkulaufzeit. Ein anderes Problem stellt das Wlan-Modul des Pro 13 dar, welches auch bei diesem Gerät nicht mit freien Treibern arbeitet.

Trotz einiger Kritik würde ich das InfinityBook Pro 13 dennoch zum Kauf empfehlen. Der Kunde erhält aus meiner Sicht ein gut verarbeitetes und leistungsstarkes Gerät zu einem gerechtfertigten Preis.

Vorschau

Im nächsten Artikel werde ich berichten, wie sich das TUXEDO InfinityBook Pro 13 mit Windows 10 schlägt.

TUXEDO InfinityBook 13 v2

tuxedo_logo

Die Zeit, als Rechner mit vorinstalliertem Linux noch lieblos zusammengeschustert wurden, gehört wohl mit TUXEDO endgültig der Vergangenheit an. Schon auf der diesjährigen CeBIT konnte ich mich von der recht hochwertigen Qualität der angebotenen PCs und Notebooks überzeugen. Dieser PC-Hersteller aus Königsbrunn bietet dem Linux-Nutzer maßgeschneiderte Hardware zu akzeptablen Preisen.

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TUXEDO InfinityBook 13 v2
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Anschlüsse links
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Tux-Taste
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Anschlüsse rechts

Ich hatte das Glück das TUXEDO InfinityBook 13 v2 – 13,3″ einen Monat ausgiebig zu testen. Das Gerät hatte folgende Austattung:

  • Arbeitsspeicher (DDR3 SO-DIMM): 8 GB (1x 8192MB) 1600MHz Crucial
  • Display / Bildschirm: Full-HD (1920 x 1080) IPS-Panel matt
  • Festplatte (SATAIII): 500 GB HDD (HGST/WD / 7.200 rpm / 2,5″)
  • Festplatte M.2 SSD: 250 GB Samsung 850 EVO
  • Prozessor (Intel Skylake-U): Intel Core i7-6500U (2x 2.5-3.1GHz Dual-Core, 4 Threads, 4MB Cache, 7,5-15W TDP)
  • Tastatur / Keyboard: DEUTSCH (DE-DE) beleuchtet
  • WLAN & Bluetooth: Intel Dual AC 8260 & Bluetooth (M.2 2230)

Das formschöne, matte Aluminiumgehäuse des InfinityBooks hinterlässt einen sehr edlen Eindruck. Das Gerät mit der Tux-Taste wiegt 1,4 kg und ist nur 18 mm dick. Das Display löst gestochen scharf in Full HD (1920×1080) auf. Die Schrift auf dem 13,3″-Display ist zwar recht klein, jedoch nach ein wenig Gewöhnung noch angenehm fürs Auge. Die matte Oberfläche des Displays spiegelt nur wenig bei Sonneneinstrahlung.

Als Betriebssystem lief anfangs Elementary OS 0.3.2 Freya (64-bit). Im Zusammenspiel von Gehäuse und Desktop-Umgebung kam hier ein wenig MacBook-Feeling auf. Mit der verbauten HDD startet das System in ca. 43 Sekunden. Wird das Betriebssystem hingegen auf der zweiten M.2 SSD installiert, bootet das System deutlich schneller und holt einiges an Performance zusätzlich heraus. Prozessor und RAM sorgen dafür, dass man flott mit dem Gerät arbeiten kann. Die Helligkeit der beleuchteten Tastatur wird in zwei Schritten angepasst. Die Hintergrundbeleuchtung kann aber auch völlig deaktiviert werden. Verbaut sind weiterhin ein USB 3.1 Gen1 (Type C), ein USB 3.0 und ein USB 2.0 (Typ A) Anschluss sowie eine Webcam und Bluetooth.

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Elementary OS 0.3.2

Das InfinityBook ist gut für Entwickler geeignet und braucht sich meiner Meinung nach nicht hinter einem XPS von Dell verstecken. Der Lüfter ist während des Normalbetriebs kaum hörbar. Unter Last ändert sich dies jedoch erheblich.

Zum Test wurde natürlich auch Valves Steam installiert, was hier auf dem InfinityBook kein Problem darstellte. Der Klassiker „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ wurde  eine Stunde angespielt. Das Ganze lief ruckelfrei und ohne Probleme. Leider war hierbei, wie zuvor schon erwähnt, der Lüfter deutlich hörbar. Die CPU-Temperatur stieg auf maximal 86°C. Bei normaler Nutzung wie Browser, Textverarbeitung etc. erreicht man gerade einmal 48°C, bei völliger Ruhe.

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Duke Nukem 3D: Megaton Edition

TUXEDO wirbt u.a. mit:

TUXEDO Computers sind individuell gebaute Computer/PCs und Notebooks die vollständig Linux tauglich sind, eben Linux-Hardware im Maßanzug

Dies ist prinzipiell richtig, wenn man eine, während der Zusammenstellung im Shop auswählbaren Distributionen, wählt. Der im Testgerät verbaute WLAN-Chip läuft nur mit einem unfreien Intel-Treiber. Dies hat zur Folge, dass es hier bei der Installation anderer Distributionen Probleme geben kann. So ist es mir nicht ohne weiteres gelungen, Debian GNU/Linux zu installieren, da das Notebook über keine LAN-Schnittstelle verfügt. Abhilfe schaffte hier aber ein geeigneter USB zu Ethernet Adapter.

Auf Wunsch bekommt man vom Hersteller bei Bedarf ein vorinstalliertes Debian „Testing“ (aufgrund performanterer Hardwareunterstützung). Debian 8 läuft übrigens mit dem Kernel 4.5 und dem aktuelleren Xorg-Treiber aus den Backports ohne Probleme. Weiterhin muss der unfreie Intel-WLAN-Treiber iwlwifi (non-free) installiert werden. Die Vorgehensweise ist dabei analog wie im Artikel „Debian 8 auf dem ThinkPad E550“ beschrieben.

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USB zu Ethernet Adapter
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Debian 8.4
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Iceweasel auf Debian

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei TUXEDO bedanken, die mir völlige Freiheiten bei der Wahl des OS während des Testes einräumten. So konnte ich das installierte Elementary OS u.a. gegen die aktuelle Version Ubuntu 16.04 LTS austauschen. Hierzu kann man die normale Desktop-Version von ubuntu.com installieren. Ein downloadbares Skript von TUXEDO sorgt für den letzten Feinschliff auf dem Notebook. Dabei werden optimierte Treiber, Wallpaper und das Energiespar-Tool TLP eingespielt. Weiterhin konfiguriert das Skript die Sondertasten und deaktiviert die Shoppingvorschläge von Amazon. Ubuntu 16.04 LTS machte während des gesamten Zeitraums, auch unter Berücksichtigung der Installation und Konfiguration, die beste Figur.

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Ubuntu 16.04 LTS

Problematisch sehe ich die angegebene Akkulaufzeit. TUXEDO wirbt hier auf der Produktseite mit bis zu 15 Stunden, des fest verbauten 45 Wh Lithium-Ionen Akkus. Im Test kam das Gerät aber lediglich bei der Erledigung normaler Aufgaben, wie dem Surfen mit Firefox und dem Arbeiten mit der Büro-Suite LibreOffice, bei mittlerer Helligkeit und deaktivierter Hintergrundbeleuchtung, auf 3:50h. Laut Golem sollte hingegen die maximale Akkulaufzeit von 15 Stunden nur bei deaktivierten Funkverbindungen und minimaler Helligkeit unter Elementary OS erreicht werden. Hier sollte der Hersteller für mehr Klarheit sorgen!

Fazit

Das TUXEDO InfinityBook 13 v2 ist ein gut verarbeitetes Gerät in einem stylischen Aluminiumgehäuse mit aktueller Hardware und vorinstallierter Linux-Distribution eigener Wahl. Wobei Ubuntu hier im Test am ehesten überzeugen konnte. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mit 1061,90€ in Ordnung. Dabei ist das InfinityBook bei vergleichbarer Austattung wesentlich günstiger als ein Dell XPS oder MacBook. Bei TUXEDO kann man die verbauten Komponenten des InfinityBooks den eigenen Wünschen anpassen. Hierzu lassen sich u.a. die Größe des Arbeitsspeichers, die Art und Größe der Festplatten sowie das vorinstallierte Betriebssystem festlegen. Ein optionaler SIM-Karten-Slot wäre wünschenswert. Erstaunlicherweise bekommt man das Gerät bei Bedarf gegen Aufpreis auch mit Windows.

Kritik gibt es von meiner Seite beim verbauten WLAN-Modul, welches keine freien Treiber unterstützt. Leider ist die im Test unter normalen Arbeitsbedingungen erzielte Akkulaufzeit sehr weit vom angegeben Maximalwert entfernt.

Wie bekomme ich Windows 10 auf mein ThinkPad E550?

Windows_10_Logo.svg

Am gleichen Tag als Windows 10 erschienen ist, habe ich mir das Image (3,4GB) über mein Ubuntu aus dem Netz herunter geladen, um das neue OS von Microsoft einmal anzutesten. Da ich vorhatte Windows 10 in der VirtualBox zu installieren, brauchte ich den Productkey. Früher klebte ein Sticker mit dem Code direkt unter meinem Notebook. Jetzt ist auf meinem neuen Gerät nur noch das Logo von Windows 8 zu identifizieren.

Nach der Neuanschaffung des Notebooks gab ich Windows 8 gar nicht erst die Chance sich auf meinem E550 zu entfalten. Die Festplatte wurde gleich für Ubuntu 14.04 LTS partitioniert und formatiert. Somit konnte Windows weder registriert noch aktiviert werden.

Will man aber Windows 8 oder 10 in der VirtualBox nach der Installation aktivieren, so braucht man den richtigen Productkey, der im BIOS eines mit Windows erworbenen Rechners hinterlegt ist.

Dieser lässt sich mit dem Befehl

auslesen. Heraus kam bei mir dann folgendes:

Dabei habe ich die Buchstaben-Zahlen-Kolonne des Schlüssels durch X verschleiert.

Bei einer frischen Installation auf die Festplatte holt sich übrigens Windows i.d.R. den Key direkt aus dem BIOS. Eine Eingabe ist so nicht erforderlich.

Ein großes Problem, welches ein Linux-User, wie ich hat, ist die Beschaffung des eigentlichen Windows-Images. Das ISO von Windows 10 kann man zwar hier downloaden, jedoch wird der Productkey nicht angenommen. Mein Key ist für Windows 8 vorgesehen. Also muss zuerst Windows 8 installiert werden um auf Version 10 upzugraden. Windows 8 lässt sich jedoch nicht direkt herunterladen. Dies geht nur über das Media Creation Tool für Windows 8 (3,3GB). Wenn man also hier an die ISO kommen will, ist man auf einen Windows-PC (ab Version 7) angewiesen, mit dem man Windows 8 downloaden kann. Microsoft, wie kompliziert ist das denn! Dieses Media Creation Tool gibt es im Übrigen auch für Windows 10. Der Linux-User wird also mal wieder im Regen stehen gelassen.

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Windows 8.1

Windows 10-6

Windows 10

Nachdem diese Hürden genommen wurden, konnte ich Windows 8 in der VirtualBox installieren und aktivieren. Darüber wurde im Anschluss dann Windows 10 installiert. Die Aktivierung über meinen zuvor ausgelesenen Productkey war so auch kein Problem mehr.

Plug & Play

hp_psc1400Ich kann mich noch erinnern als Windows 95 das Licht der Welt erblicken sollte und alle Welt begeistert war, dass Microsoft nun ein 32-Bit Betriebssystem auf den Markt werfen wird. Schlagworte wie präemptives Multitasking und Plug & Play machten die Runde. Ich kam in den Genuss, nachdem ich ein wenig mit OS/2 experimentiert hatte, Windows 95 Beta-Tester zu werden. Natürlich war das neue Betriebssystem schon eine Augenweide. Mit dem Papierkorb auf dem Desktop stellte sich schon ein wenig Mac-Feeling ein. Ein Paar Jahre zuvor wurde noch das komische Eingabegerät von Apple aus dem Microsoft-Lager, welches sich  Computermaus nannte, noch offen belächelt. Die Beta-Version kam damals auf 3,5″ Disketten zu mir. Plug & Play, wurde zwar groß geschrieben, aber sind wir doch mal ehrlich. Es war doch eher Plage als Play!

Wie sieht die Realität nun nach fast 20 Jahren aus?

Ich muss für meinen  HP PSC 1410 All-in-One einen 362.7MB großes Paket für Windows 7 herunterladen, um ein Dokument scannen zu können.

Unter Ubuntu stecke ich den Drucker in einen USB-Slot und kann mit Simple Scan sofort loslegen. Das nenne ich echtes Plug & Play!

Ich habe neulich einen Kommentar in einem Blog hinterlassen, dass es oft die einfachen Dinge sind die einen begeistern. Und wenn ich meinen Scanner an werfe, dann bin ich jedes mal über diesen funktionierenden Minimalismus begeistert.

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Der Kampf geht weiter!

Microsoft fährt Verlust ein

Microsoft ist erstmals seit seinem Börsengang im Jahr 1986 tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzern hat einen Quartalsverlust von 492 Mio Dollar eingefahren. Grund hierfür ist eine milliardenschwere Abschreibung auf die inzwischen wertlose Unternehmensbeteiligung von aQuantive.
Google verdiente im gleichen Quartal elf Prozent mehr.
Ob Microsoft, mit der Kombination Windows 8 und Office 2013 wieder zurück in die Erfolgsspur findet, wird sich zeigen. Steve Ballmer ist jedoch fest davon überzeugt.

Drei Jahre ohne Microsoft!

Nun ist es fast soweit. Am 30. April jährt sich mein Umstieg von MS auf Linux. Dazu kommt noch, dass es nun bald eine neue LTS von Ubuntu gibt. Das heißt konkret, es kommt wieder eine Long Term Support Version heraus, die für Desktop-PCs drei Jahre unterstützt wird. Natürlich bin ich sehr gespannt, was einen nun konkret erwartet. Trotzdem bin ich mit mir noch nicht im Reinen, ob ich mich an Ubuntu 12.04 heran wage. Zum einen wäre es ein Umstieg auf Unity. Diese Desktop-Umgebung mag zwar ihre Berechtigung besitzen, aber ich kann und will mich nicht so richtig damit anfreunden. Für mich steht fest, ich bleibe bei GNOME. Nun stellen sich mir aber die Fragen, bleibe ich bei Ubuntu und setze GNOME 3 auf, verwende ich eine andere Distribution wie Fedora, steige ich auf Mint um (wegen der GNOME 2 ähnlichen Oberfläche) oder spiele ich die GNOME Fallback-Lösung in Precise Pangolin ein. Naja, ich denke ich werde demnächst davon berichten.

Wenn mich jedoch kein Weg überzeugt, dann werde ich diese Entscheidung vertagen, bis ich mir ein neues Notebook zugelegt habe.

Wer erinnert sich noch an OS/2 Warp?

Seit fast 20 Jahren arbeite ich mittlerweile mit dem Personal Computer. Ich fing an mit einem 486 SX 25 ohne nummerischen Co-Porzessor. Auf diesem lief MS DOS 6.0. Dieses ersetzte ich dann nach ein paar Tagen durch DOS 6.2, wo ich als grafische Benutzeroberfläche Windows 3.11 aufsetzte. Zu dieser Zeit war Windows noch kein Betriebssystem, sondern nur eine Erweiterung zu MS DOS. Ich merkte recht schnell, dass ich mit Windows 3.11 nicht so richtig glücklich wurde. Ich kannte zu der Zeit schon das Mac OS. Ein Mac war aber zu dieser Zeit fast unerschwinglich. So testete ich einige Alternativen.

Als erstes bekam ich von einem Freund die „Norton Utilitys“. Das war schon ein kleines Highlight für das Auge. Es wurde im Prinzip eine Oberfläche über Windows gelegt, die optisch dem Mac OS etwas näher kam.

Nach einiger Zeit besorgte ich mir das Betriebssystem OS/2 Warp von IBM. Es galt recht schnell als Revolution auf dem PC-Markt. Es stellte eine echte Alternative zu Apple und Microsoft dar, dies gipfelte darin dass einer der zwei großen PC-Discounter Escom und Vobis sich dem Betriebssystem MS DOS/Windows verweigerten und ihre Computer ausschließlich mit OS/2 auslieferten.

Leider konnte IBM in Sachen Entwicklung mit Microsoft nicht mithalten und dieses fantastische OS, mit dem Reißwolf als Papierkorb, wurde eingestellt.

Wahrscheinlich nicht zuletzt durch die Ankündigung eines vollständign Windows-Betriebssystems von Microsoft.

Hier kam ich 1994 in den Genuss Beta-Tester von Windows 95 zu werden. Diese Version kam noch auf herkömlichen 1,44 MB Disketten (ich glaube es waren 12 oder 13). Das war nun der große Wurf von Bill Gates. Windows 95 sah nun fast so aus wie das Mac OS. Windows wurde nun auch ein Papierkorb spendiert. Es war echt eine spannende Zeit in der ich auch meine ersten Erfahrungen mit dem S.u.S.E. Linux machte. Letztendlich bin ich aber bis 2009 bei Microsoft geblieben. Ein Grund hierfür war mit Sicherheit die stets steigende Stabilität.

Die Gründe warum ich auf Linux umgestiegen bin waren anderer Art. Ich bin mit Linux freier als mit jedem anderen OS.