Interview mit Martin von blog.mdosch.de

Fast täglich durchstöbere ich das Netz zu den Themen Linux und Open Source. Dabei stößt man u.a. auf Blogs, die sich ausgiebig dieser Problematik widmen. Egal ob nun News, Tutorials, Problemlösungen, Produktvorstellungen etc. thematisiert werden, so ist es immer wieder interessant neue Artikel zu lesen. Nun wollte ich einmal mehr über die Autoren hinter diesen Seiten erfahren. Herausgekommen dabei ist eine Interview-Serie, die ich nun nach und nach hier auf intux.de veröffentlichen werde.

Das letzte Interview liegt nun schon eine ganze Weile zurück. Ich hatte hin und her überlegt, wen ich zu meiner vorerst letzten Befragung heran ziehen kann. Da ich gerne die Artikel von Martin Dosch von blog.mdosch.de lese, habe ich ihn kurzerhand gefragt und Martin sagte spontan zu.

Martins Notebook (Foto: Martin Dosch)

intux: Hallo Martin! Die Leser des OSBN kennen sicher Deinen Blog. Mich würde interessieren, was Du abseits der ganzen Technik für ein Mensch bist. Wo kommst Du her und was macht Du beruflich?

Martin: Hallo Frank! Ich komme ursprünglich aus einem Dorf in Unterfranken, lebe aber seit sechs Jahren in München wo ich als Systemtest- und Inbetriebnahmeingenieur arbeite. Zu meinem Job gehört Softwaretest am HiL-Prüfstand, das Erstellen der Inbetriebsetzungsdokumente und die Erstinbetriebnahme beim Kunden um evtl. Projektierungs- oder Installationsfehler zu finden und zu beheben. Ein sehr abwechslungsreicher und fordernder Job, aber im Gegensatz zu vielen anderen im OSBN hat mein Beruf nichts mit IT oder Linux zu tun.

intux: Du hast mir vor ein paar Jahren beim Umstieg in Richtung Debian einige Tipps gegeben. Wie lange bist Du eigentlich schon Debianer?

Martin: Nachdem ich ca. sechs bis sieben Jahre diverse Distributionen genutzt habe landete ich 2010 bei Debian. Zu dem Zeitpunkt noch in der Form von LMDE, das aus Debian Testing mit ein paar Mint-Tools bestand. Die Tools wie das Mint-eigene Update-Tool sagten mir aber nicht zu (das mache ich lieber manuell mit apt) und ich entfernte diese. Als ich feststellte, dass ich danach aus den Mintrepos nur noch das Artwork installiert hatte, habe ich dann auf ein pures Debian Testing umgeschwenkt.

intux: Wie bist Du zu Linux gekommen?

Martin: Als 2003 TCPA und Palladium ein großes Thema waren und ich diesen Weg nicht gehen wollte, fasste ich den Entschluss nach Alternativen zu suchen. Da kam mir natürlich Linux als erstes in den Sinn, denn für MacOS hätte ich neue Hardware kaufen müssen und von der Existenz von BSDs oder anderen Systemen wusste ich nicht mal. Ein IT-affiner Freund hatte auch schon etwas mit Linux experimentiert und gab mir seine CDs und ich installierte Red Hat 8. Zuerst natürlich im Dualboot, aber nachdem ich nach einigen Wochen des Experimentierens Grafik, Sound und meine Fritzkarte eingerichtet hatte, nutzte ich immer häufiger Linux. Bis ich irgendwann feststellte, dass ich meine Windowsinstallation schon seit Monaten nicht mehr gebootet hatte und komplett auf Linux umstellte.

intux: Setzt Du privat auch andere Desktop-Betriebssysteme ein?

Martin: Außer einer kurzen Phase von ca. 2 Wochen während meines Studiums, als ich für ein Projekt ein Windows benötigte, setze ich privat nur Linux ein. Auf meinen Hauptlaptop nutze ich Debian Testing, auf meinem „Netbook“ (falls 12″ noch unter Netbook fällt) für Dienstreisen Debian Stable und auf meinem Telefon Sailfish OS.

intux: Betreibst Du einen eigenen Server oder hast Du dies in Zukunft einmal vor?

Martin: Ich betreibe keinen öffentlich erreichbaren Server. Lediglich ein ausrangiertes Laptop, versehen mit Debian Stable, fungiert in meinem lokalen Netz als File- und Medienserver. Ich bin mit meinem Webspace bei Uberspace sehr zufrieden, da ich dort mit Shellzugriff auch eigene Serverdienste im Userspace einrichten kann, aber habe den Luxus mich nicht um die Absicherung des Servers kümmern zu müssen. Lediglich selbst installierte Dienste müssen aktuell gehalten und sicher konfiguriert werden. Das traue ich mir zu, aber ich möchte mich in meiner Freizeit nicht mit der Absicherung eines http- oder Email-Servers beschäftigen. 

intux: Erzähle bitte etwas über Deine Hardware.

Martin: Die ist wenig spektakulär. Als Hauptlaptop nutze ich ein „Wortmann Terra Mobile 1541 Pro“ bei dem mittlerweile die HDD durch eine 1TB SSD ersetzt wurde. Als platzsparenden Begleiter nutze ich derzeit ein „Lenovo ideapad 300S“, welches mein Chromebook (ChromeOS wurde natürlich durch Debian ersetzt) „Acer C720“ als Gerät für unterwegs ablöste. Mein altes Laptop, das nun als Homeserver dient, ist ein „Lenovo G560“ und mein Telefon ist ein klassisches Jolla 1.

intux: Bist Du eher ein Nutzer der auf Stabilität setzt oder jemand der gerne etwas Neues ausprobiert?

Martin: Sowohl als auch. Mein Hauptrechner soll mir möglichst neue Software bieten deshalb nutze ich da Debian Testing, bzw. während des Freeze Debian SID. Bei meinem „Netbook“, welches ich u.U. auch mal längere Zeit nicht benutze, möchte ich nicht nach längerer Pause erst mal gigabyteweise Updates installieren müssen und nutze Debian Stable. Da ich auf Reisen aber auch nur einen Browser, Bildbetrachter und Medienspieler benötige, ist es auch nicht schlimm, nicht auf dem neuesten Softwarestand zu sein. Auf dem Server läuft auch Debian Stable, auch aus dem Grund, nicht ständig Updates installieren zu müssen und die Serverdienste sind eh alle schon ziemlich ausgereift und ich würde von einem Semi-Rolling-Release wie Debian Testing nicht profitieren. Bei Sailfish OS nutze ich die early access releases, da ich zu Beginn mit Cal- und CardDAV einige Probleme hatte und schnell die Versionen mit den Bugfixes erhalten wollte. Mittlerweile läuft alles soweit zufriedenstellend, aber ich nutze nach wie vor die early access updates.

intux: Ich habe gelesen, Du bist ein großer Eishockey-Fan. Für welchen welchen Verein schlägt Dein Herz? 

Martin: Für den EHC RedBull München. Ich kam vor knapp 5 Jahren über einen Freund zum Eishockey und war gleich begeistert von dem Sport, der Atmosphäre im Stadion und dem entspannten Umgang der Fans beider Teams miteinander. Zuerst musste ich beweisen, dass ich leidensfähig bin, da ich die erste Zeit nur Niederlagen sah und München meist auf Platz 10 von 14 herumkrebste. Seit zwei Jahren läuft es aber richtig gut, München gewann letztes Jahr zum ersten Mal die Meisterschaft (zumindest mit diesem Verein) und steht auch heuer wieder im Finale.

intux: Was machst Du sonst noch in Deiner Freizeit?

Martin: Leider, aufgrund der begrenzten Zeit weniger als ich gerne tun würde. 😀 Ich lese sehr gerne und habe mittlerweile eine beeindruckende Büchersammlung aufgebaut. Musik ist mir auch sehr wichtig. Ich höre hauptsächlich Deathmetal bin aber auch für Blicke über den Tellerrand offen. So mag ich auch manches klassische Stück oder höre auch sehr gerne Johnny Cash, Creedence Clearwater Revival, Jace Everet, Sofia Talvik und The Prodigy. Im Sommer fahre ich gerne mit dem MTB durch die Wälder südlich von München und mache gerne in einem Biergarten halt. Ich hatte auch mal angefangen mich mit Fotografie und der Nachbearbeitung mit GIMP zu beschäftigen, aber das ist leider etwas eingeschlafen. Zu dem Thema habe ich mir auch ein sehr gutes Buch angeschafft, aber bisher nur etwas darin geschmökert. Zu Beginn 2016 habe ich spontan in Malaysia den Open Water Tauchschein gemacht und habe seitdem 10 Tauchgänge in Malaysia und auf den Philippinen getätigt. Was das Tauchen angeht bin ich also noch blutiger Anfänger, aber ich habe fest vor in den nächsten Jahren regelmäßig zu tauchen und auch weitere Tauchscheine hinzuzufügen.

intux: Bist Du auf der Suche nach einer neuen Blogsoftware inzwischen fündig geworden? Wenn ja, wie sehen die Pläne aus?

Martin: Da bin ich leider noch nicht weiter gekommen. Ich habe inzwischen Hugo ausprobiert, wurde damit aber nicht recht warm. Ich wollte mir auch mal blogcpp vom OSBN-Kollegen Tux anschauen, aber das habe ich trotz sehr freundlicher Hilfe von Tux leider noch nicht kompiliert bekommen. Wenn ich mal wieder Muse habe mich darum zu kümmern, werde ich mir auch mal Pelican genauer anschauen. Da mein derzeitiger Blogcompiler aber noch gut funktioniert, fehlt derzeit auch etwas der Druck sich um den Umstieg zu kümmern. Da die Software aber nicht mehr weiter entwickelt wird, werde ich da über kurz oder lang eine Lösung finden müssen.

intux: Vielen Dank für das Interview, Martin.

Interview mit Robert Kaussow vom Geeklabor

Fast täglich durchstöbere ich das Netz zu den Themen Linux und Open Source. Dabei stößt man u.a. auf Blogs, die sich ausgiebig dieser Problematik widmen. Egal ob nun News, Tutorials, Problemlösungen, Produktvorstellungen etc. thematisiert werden, so ist es immer wieder interessant neue Artikel zu lesen. Nun wollte ich einmal mehr über die Autoren hinter diesen Seiten erfahren. Herausgekommen dabei ist eine Interview-Serie, die ich nun nach und nach hier auf intux.de veröffentlichen werde.

Heute stand mir hierzu Robert Kaussow von Geeklabor Rede und Antwort.

geeklabor
Roberts RasPi und PC (Foto: Rober Kaussow)

intux: Hallo Robert. Du bist ja noch nicht all zu lange im OSBN. Erzähl doch bitte etwas mehr über Dich.

Robert: Mein Name ist Robert Kaussow, ich bin 26 Jahre alt, komme ursprünglich aus Brandenburg und studiere zur Zeit Wirtschaftsinformatik.

intux: Wie bist Du zum OSBN gekommen?

Robert: Mit der Zeit hat sich auf meiner Festplatte eine wilde Sammlung von Textdateien gebildet, in denen ich immer mal wieder stichpunktartig Dinge dokumentiert habe, über die ich beim Arbeiten mit Linux und meinen Netzwerkkomponenten so gestolpert bin. Irgendwann hatte ich selbst keinen Überblick mehr und beschloss alles geordnet in einem Blog zu veröffentlichen. Ich habe vorher schon eine ganze Zeit lang die Beiträge im OSBN verfolgt und wollte gern was dazu beitragen. So kam es zu der Anmeldung.

intux: Wie entstand der Name Geeklabor?

Robert: Schwierige Frage, 🙂 so genau kann ich Dir das gar nicht sagen. Die Idee kam eher spontan und ich bin dabei geblieben.

intux: Als Blog-Software setzt Du nicht wie die meisten WordPress ein sondern Serendipity, warum?

Robert: Ich habe auch mit WordPress angefangen. Da ich aber kein fertiges Theme nutzen wollte, sondern lieber selbst tätig werde, fing ich an mein eigenes Theme zu entwickeln. Nach wenigen Stunden war ich bereits so genervt weil für mich die Logik von WordPress absolut unübersichtlich war. Dazu kam noch, dass die Anzahl der Plugins riesig ist, die Hälfte davon aber total veraltet sind oder seit dem letzten Update nicht mehr funktionieren… Ich habe mich dann relativ schnell nach einer Alternative umgesehen und bin bei Serendipity fündig geworden. Als Theme Engine kommt Smarty zum Einsatz, was ich wesentlich übersichtlicher und intuitiver finde. Allerdings habe ich vor Kurzem für ein Projekt mit Bolt CMS und der Twig Engine gearbeitet was mir fast noch eine Ecke besser gefällt. 😉

intux: Wie bist du zu Linux gekommen und fiel Dir der Umstieg schwer?

Robert: Das kam eher aus der Not heraus. Ich hatte mir während meiner Ausbildung zum Fachinformatiker den Micro Server HP N40L angeschafft und eine Zeit lang darauf mit Windows rum experimentiert. Irgend wann kam der Wunsch auf, mehrere Systeme virtualisiert zu betreiben. Mit Hyper-V bin ich auf Grund der Performance aber nicht glücklich geworden, sodass ich mich entschied auf dem Server und gleichzeitig auf meinen PCs auf Linux zu wechseln. Auch wenn unter Linux natürlich nicht alles grundsätzlich besser funktioniert als unter Windows, habe ich die Entscheidung bisher nicht bereut.

intux: Welche Distributionen hast du bisher schon eingesetzt?

Robert: Eigentlich gar nicht so viele. Auf dem Desktop benutze ich von Anfang an Linux Mint und bin damit bis heute zufrieden. Auf dem Server kommt sowohl Debian als auch CentOS zum Einsatz. Ich hatte auch mal Antergos und Manjaro ausporbiert.

intux: Gibt es Software die Du unter Linux vermisst?

Robert: Nicht wirklich. Spiele wären wünschenswert, aber dazu steht noch ein Windows-PC im Wohnzimmer. 🙂

intux: Erzähle bitte etwas über Deine Hardware.

Robert: Ich besitze wie schon angesprochen einen HP N40L, zwei TP-Link Access Points mit Openwrt, Firewall und noch ein wenig Hardware für die VoIP-Anlage. Ansonsten einen älteren Acer Laptop der mir bisher aber auch immer zuverlässig gedient hat.

intux: Besitzt Du einen Raspberry Pi, wenn ja welchen?

Robert: Ich habe mir vor einem halben Jahr einen Raspberry Pi 2 zugelegt und benutze diesen als Printserver für meinen etwas in die Jahre gekommenen Drucker.

intux: Was kann man 2016 noch vom Geeklabor erwarten?

Robert: Ich bin zur Zeit durch das duale Studium ziemlich eingespannt und habe auch keinen festen Fahrplan. Es liegen immer noch einige Dokus rum die überarbeitet werden wollen. 🙂

intux: Danke für das Interview, Robert.

Interview mit Christian M. Grube von Got-tty

Fast täglich durchstöbere ich das Netz zu den Themen Linux und Open Source. Dabei stößt man u.a. auf Blogs, die sich ausgiebig dieser Problematik widmen. Egal ob nun News, Tutorials, Problemlösungen, Produktvorstellungen etc. thematisiert werden, so ist es immer wieder interessant neue Artikel zu lesen. Nun wollte ich einmal mehr über die Autoren hinter diesen Seiten erfahren. Herausgekommen dabei ist eine Interview-Serie, die ich nun nach und nach hier auf intux.de veröffentlichen werde.

Heute stand mir hierzu Christian M. Grube von Got-tty Rede und Antwort.

CMG_Arbeitsplatz_momentan
Christians ThinkPad (Foto: Christian M. Grube)

intux: Hallo Christian! Schön, dass Du Zeit für dieses Interview gefunden hast. Erzähle den Lesern bitte etwas mehr über Dich.

Christian: Hallo Frank. Ich bin Christian, betreibe das Blog Got-tty seit über 10 Jahren und arbeite als Systemadministrator und Berater für Linux, Unix und Windows. Gelernt hatte ich, nach einer längeren Zeit in der Musikbranche, Kommunikationselektroniker und arbeitete nach der Ausbildung nicht in dem Beruf, sondern rutschte gleich in die Informationstechnik, welche mich schon seit meiner Kindheit begleitete. Nachdem ich über 30 Jahre in Frankfurt lebte und einige Zeit im Ausland verbrachte, zog es mich aufs Ländle, wo ich sesshaft wurde. Debian GNU/Linux ist die Distribution meiner Wahl und auf dem Ländle vermisse ich die wöchentlichen Computertreffen des C3f2M. Ich denke darüber nach, vielleicht eine LUG oder einen Erfa in meinem Dorf zu gründen. Schauen wir mal. 😉

intux: Dein Blog gibt es ja nun mittlerweile schon 10 Jahre. Werden Deine reinen Blog-Artikel auch außerhalb des OSBN veröffentlicht?

Christian: Nein, ich habe mich nie dazu durch gerungen. Der Planet von Ubuntu war mir zu regide betreffend der Themen, der Planet von debianforum wurde mir zu oft für politische Dinge und Mimimi genutzt und der Rest möchte nur am besten per Banner mit fremden Artikeln verdienen. Ich mag Opensource, sei es ein Unix, ein Linux , oder ein Stück Software aus dem Bereich, gerne auch unter Windows. Ich möchte an einem Punkt in meinem Leben auch Teil einer Blase, Kanalisation sein, welche sich vorbehält auf einer technischen Ebene über ein Thema zu berichten und sich fachlich auszutauschen. Unruhe, Politik und Terrorwarnungen gibt es schon ungefiltert an jeder Ecke. Aus dem Grund fand ich die Idee des Opensource Blognetzwerkes einfach wunderbar. Leider gibt es hier aber auch langsam Probleme. Ist Android nun Opensource oder nicht und ist kommerzielle Opensourcesoftware von dem OSBN ausgeschlossen etc. Es nervt und damit schadet sich die Gemeinschaft selbst. Opensource kann kommerziell sein, muss es aber nicht. Und vor allem wenn es nicht um Werbung geht, sondern um einen ungefilterten Bericht ist das OSBN meiner Meinung nach ein guter Platz, denn kommerzielle Opensourcesoftware empfängt nur eine wirklich gute informative Behandlung und Berichterstattung im kleinen Rahmen im LiMa oder Linux Developer etc. Manchmal auch im Objektspektrum, wobei, das ist die Ebene des Managements welche dort eher angesprochen wird, nicht die technische. Oh, die Antwort auf die Frage ist somit Ja, nur im OSBN und ich hoffe es werden immer mehr. 😉

intux: Wie ich gesehen habe schreibst Du sehr rege auf Google Plus. Erreichst Du so mehr Leute? Warum nutzt Du got-tty.org nicht hierfür als Plattform?

Christian: Mir geht es eigentlich nicht darum Leute zu erreichen, wie man es vielleicht aus Sicht eines SEOs sieht.
Das mit Google+ ist daraus gewachsen, dass es identi.ca irgendwann nicht mehr in der Form gab wie es mal war. Ich stand vor der Wahl in ein großes Netzwerk auf Grund der Nichtinsellösungen zu setzen. Hier war für mich Twitter und Facebook ein no go. Auf Twitter hatte ich als early adopter mal einen Account, welchen ich dann für identi.ca löschte, aber wiederum auf Grund der Nichtinsellösungen zwei Jahre später neu eröffnete. Der besteht immer noch und es wurden auch die Posts von Google+ an dieses Konto weitergeleitet, bis ich keinen Sinn mehr in Twitter im Ganzen in seiner Form sah. Nun werden nur noch automatisch meine Artikel von dem Blog dorthin gepostet und meine Anfragen an Firmen mache ich dort auch öffentlich, das hat Hand und Fuss in Artikeln.
Das mit Google+ ist so eine Sache, es gibt sehr nette Menschen dort, viele gute Coder und durch meine Installation von Friendica ist es eben keine Insellösung. Ich bin mit friendica sehr aktiv und somit ist got-tty.org eben doch die Plattform, siehe den Link im Blog, My own SocialNet. Traurig ist doch, es werden doch schon wieder Insellösung wie GNUSocial gehyped und angepriesen, gerade von jenen, welche auf Freiheit bestehen. Das passt irgendwie nicht mit Freiheit zusammen. Ich hatte auch einmal kurz auf GNUSocial geschielt und es wieder verworfen. Ich kommuniziere durch friendica mit jeder Plattform, welche im Netz vorhanden ist. Sei es Twitter, Diaspora, GNUSocial/StatusNet, Google+, wenn ich wollte sogar Facebook. Friendica ist somit der Konzentrator für mich für jedes soziale Netz. Das ist meine Meinung mehr an dem Sozialem von GNU als StatusNet und Konsorten, sowie deren Forks selbst. Mit Friendica funktionieren sogar die Clients von StatusNet, nur als Beispiel. Warum es nicht viel Liebe erfährt, kann ich nicht sagen. Trotz Webhoster und einer 400MB Datenbank ist es eigentlich noch sehr performant

intux: Wie bist Du zu Linux gekommen? Wann fing alles an?

Christian: Auf Linux bin ich schon bei meiner Ausbildung bei Telenorma gestoßen. Damals machte ich meinen MCP/MCSE und MCT noch auf NT4.0 und war dann zuständig für heterogene EMEAweite Netzwerke. Eines führte irgendwie zum anderen. SuSE 5.2, dann die Sun in der Arbeit, System V, später OS/390 400 und auf einmal war ich Linuxfan und Debianer. Wobei ich damals noch ein wenig SuSE mit KDE nutzte und zu Novells Zeiten noch auf den Konferenzen etc. zu finden war. Ich glaube das ging bis SuSE 7.1 so. Eigentlich war es eine schöne Zeit in welcher die Gemeinschaft ein wenig zusammegrückter war. Ich betrieb dann noch mit zwei Mitgliedern der Part Time Scientists eines der ersten großen Linuxforen, welches leider Geschichte ist. Es war schön damals und die Hauptfragen waren das Installieren von Nvidia, Linux neben Windows und wie man Linux in eine Windowsdomäne bekam. Das war noch vor der Zeit als Ubuntu aufschlug. Jetzt ist alles ein wenig Ernster. Es kann aber auch an mir liegen, ich bin nicht mehr in Foren und kaum noch im UseNet oder auf einer ML zu finden. Wobei ich auf die letzten zwei wieder einmal Lust hätte. Wenn Zeit ist. 🙂 Mittlerweile ist mein Linux und BSD immer spartanischer geworden, ich immer ruhiger und der Evangelismus schon seit mehr als guten 12 Jahren beendigt.

intux: Du betreibst ja auch einen Server. Was läuft spannendes darauf?

Christian: Spannend, würde ich die zwei RS6Ks in meinem Keller von Daimler nennen die noch mit AIX laufen.
Das hat noch etwas anmutiges mit dem CDE und der grünen Konsole. 🙂 Meine aktiven Server laufen verteilt auf verschiedenen Kontinenten um meine verschlüsselten Backups zu horten und bei Ausfällen von Hostern die Aufgaben der anderen Server zu übernehmen. Sie sind auch dafür zuständig, dass ich keinen Rechner, Smartphones/Tablets in für mich datenschutzproblembehaftete Länder mitnehmen muss. Auf den Servern laufen FreeBSD und Debian GNU/Linux. Es gibt dort die normalen Serverdienste, auch Owncloud, Monitoring, Virtualisierung etc. Als weiteres kleines Backup, für mein Blog und als aktiven Mailserver nutze ich All-inkl.com mit einem Premiumaccount und einen Web Expert XL. Beide bieten mir jeweils 10 Freidomains und etwas Ruhe im Management, denn die Mailserver bei beiden Hostern sind sehr gut und auch kann ich die Einträge für den DNS-Server selbst vornehmen. Etwas Entlastung muss sein. 😉

intux: Was setzt Du zu Hause für Hardware ein?

Christian: Ich bin ein sehr großer ThinkPad-Fan seitdem IBM den 701er herausgebracht hatte und seit dieser Zeit begleitet mich auch immer ein ThinkPad. Es gab auch mal einen eeePC 1001ha und einen Dell 6400 als Zweitmaschine. Beide sind noch im Hause vorhanden und der Dell ist wirklich eine gute Maschine. Mein Herz gehört immer noch dem ThinkPad 600X, welcher mittlerweile für das Web kaum noch nutzbar ist. Schade eigentlich. Die momentane Hardware in Benutzung ist immer noch ein ThinkPad 420S mit 8GB RAM, einer SSD für das System und einer 1TB für die Daten. Lenovo macht es einem sehr schwer die neuen ThinkPads zu mögen, aber bis jetzt finde ich einfach keine Alternative. Workstations etc. gibt es nicht, da für schwere Arbeiten die Server zuständig sind. Das spart mir Strom und Nerven. Sonst befinden sich noch ein Atom mit 2 GB NICs mit pfSense im Netzwerk, einen kleinen Debianserver als NAS und Arbeitstier (möchte ich gegen einen HP ProLiant MicroServer Gen8 tauschen), TPLink mit OpenWRT, Raspberry Pis, der Laptop meiner Frau. Die Hardware wurde von mir in der letzten Zeit maximal verkleinert und die Zeiten in welchen ich Server im Hause hortete sind schon lange vorbei. Es gibt hier mittlerweile glaube ich weniger Hardware als bei einem 5 Klässler. 😉

intux: Natürlich sind auch die Betriebssysteme von Interesse. Womit ging es damals los und welches OS läuft jetzt vorrangig?

Christian: Los ging es mit dem C64, dann dem Amiga 1000, dann kam der erste 386SX mit Windows. Lustigerweise seitdem ich meinen ersten MCSE machte, dauerte es keine zwei Jahre dann gab es nur noch Linux bzw. FreeBSDonly im Hause, bis auf Virtualisierungen und einem kurzen OSX Ausflug später. Warum? Ich glaube es lag daran dass ich durch die Funktionsweise von Linux und Unix Windows einfach besser verstand und es mich Privat immer mehr mokierte Dinge bei Windows, welche mich störten, nicht ändern zu können. Opensource ließ es zu und dokumentierte es auch immer sehr gut in den Logs. Auch das Konfigurieren anhand von Textdateien war für mich übersichtlicher, aber ich denke dies ist Geschmackssache. Auch die Diskussionen auf den Messen mit Microsoft wurden mir zu bunt. Das Buch für den Exchange 5.5 hatte einige Fehler. Es gab die grünen und die blauen Bücher, wenn man Microsoft verstehen wollte, brauchte man beide. Das ging ins Geld. Somit bat ich MicrosoftPress damals doch bitte die Fehler zu fixen und die Fixes zum Download auf Ihrer Seite anzubieten. (MCSEs hatten damals noch eine eigene Seite bei Microsoft, ich finde meine mittlerweile nicht mehr) 😉 Die Antwort wurde einem verbal so mitgeteilt, als wäre man das Problem und wenn es einem nicht passe, könnte man das Buch zurückgeben. Keine feine Art. Der MCSE wurde bei mir mit 2008 ad acta gelegt. Apple schreckte mich mit OSX dann ein wenig ab, obwohl ich mich darauf sehr gefreut hatte, das Unix für Otto Normal, Yess. Der Wechsel auf Intel machte es nicht besser. PowerPC war wirklich eine sehr gute Architektur. Und nachdem die lebenslange Homepage bei Apple und die Email einfach so eingestampft wurde, merkte man wohin der Hase läuft. Der Power Mac G4 Cube war die letzte Innovation und man sieht an dem Apple Mac Pro, dass der Gedanke an das Design nicht weg ist. Mittlerweile empfinde ich die HW von Apple nicht besser als einen Dell mit dem XPS 13, aber das sollen die Fans unter sich ausmachen. Mir fehlt mein Trackpoint dort. Ich nutze Debian GNU/Linux als vorrangiges OS, CentOS/Fedora/RedHat damit ich die Kunden auch in diesem kommerziellen Rahmen unterstützen kann. FreeBSD ist einfach ein Ding des Mögens von meiner Seite aus, denn Linux macht nicht immer alles richtig. Es ist immer gut noch einen zweiten Weg im Notfall gehen zu können. AIX finde ich ja kaum noch vor und von HP-UX bin ich nicht wirklich ein Fan.

intux: Da Du ja auch Nachwuchs hast, schielt man sicher auch ab und an auf die Steam Machines. Was hältst Du von der ganzen Thematik? Hat diese Technik aus Deiner Sicht eine Zukunft, neben den Platzhirschen PlayStation und XBox?

Christian: Oh, Oliver ist erst 4. Oliver spielt ab und zu Tuxracer auf Android und iPhone und ist damit sehr glücklich. Wir spielen eher mit Autos, Holzeisenbahn, Bagger, Traktor und gehen Rad fahren. Steammachines hatten erst mein volles Interesse und könnten eigentlich eine gute Zukunft haben. Das Problem für mich ist aber, dass ich eine Steammachine für 600€ brauche und mir nicht sicher sein kann, wie lange sie wirklich in der Konfiguration unterstützt wird. Da wäre ich nun eher der Playstation 4 zugeneigt. Ich mag die Spiele die darauf laufen, habe aber keine. Little Big Planet mochte ich von der Spieliedee her. Eine Xbox 1 mit XBMC gibt es noch im Hause, aus Nostalgie, aber sie ist eigentlich nie an. Eine fertige Hardware und Ruhe haben. Das Gefühl gibt mir eine Steammachine nicht. Aber ich hatte mir vorsorglich einen Account eröffnet. Vielleicht ändert sich etwas.

intux: Findest Du neben der Technik noch genügend Zeit für Deine Familie?

Christian: Die Frage ist eher verkehrt herum gestellt. Findest Du neben der Familie noch genügend Zeit für die Technik? Nein, leider nicht immer. Die Technik steht bei mir hinten an und es gibt Dinge in welche ich mich einlese und dann in einer nächtlichen Sitzung einarbeite. Manchmal habe ich dann einen Flow, wenn keiner vorhanden ist, lasse ich es nach einer Stunde sein und vertage es. Es soll ja auch etwas nützen und meiner Arbeit zugute kommen, bzw. mich unterstützen. Apropos Unterstützen, hier unterstützt mich meine Frau sehr und lässt mich am Wochenende mal bis 8:30 Uhr ausschlafen. Das ist lange wenn man einen Vierjährigen hat, LOL. Auch wäre es vielleicht noch länger, aber da ich der „Daheimgebliebene“ bin, bis mein Sohn in die Schule kommt, wache ich automatisch um bestimmte Zeiten auf. Home executive nennen es die Angloameriakanischen, wenn einer Zuhause bleibt und auch von dort arbeitet. Ich mag es, aber es trifft nicht auf viel Gegenliebe, wenn der Vater der Elternteil daheim ist. Sprüche, wie „Hattest Du dann erst aufräumen und putzen gelernt, oder konntest Du es schon vorher“ sind dann teilweise noch die recht freundlichen. Genderprobleme haben die Frauen eher, als die Männer. Von 20 Frauen schaffen es drei, vier damit klar zu kommen und man redet über Kochen, Erziehung, geht zusammen auf den Spielplatz, Schwimmen etc. Die Männer lassen sich dann gleich mal bei der Technik helfen. 😉 Ein Vorteil ist auch, dass einer meiner besten Freunde gleichzeitig mein Chef ist und die Projektarbeit somit immer nach der Familienzeit geplant wird. Passt, ist toll, klappt durch gute Planung und wenn es mal arg wird, dann unterstützt mich meine Frau. Wir hängen von Kunden ab und wenn dies mal nicht mehr sein sollte, werde ich wieder als Vollzeitadministrator arbeiten. Das klappt dann natürlich nur, wenn mein Sohn in der Schule ist.

intux: Was steht für 2016 Interessantes auf der Agenda?

Christian: Ich würde gerne den beratenden Bereich erweitern. Gerade als Datenschutzbeauftragter mit dem fachlichen Wissen im Hintergrund wäre wirklich toll. Hier haben sehr viele Firmen noch Handlungsbedarf, vor allem der Mittelstand und SoHo. Ich finde es nicht gut, wenn der typische Manager dort aufschlägt und es eher um Verkaufen als um Aufklärung geht. Ich habe dieses Verfahren schon öfters beobachtet und verstehe nun mittlerweile das Contra in dem Bereich. Die Top 500 suggerieren auch die Unnötigkeit dieses mehr als wichtigen Teils der Informationstechnologie. Auch würde ich gerne noch ein wenig mehr Zeit für das Blog haben, da es sehr dahintrudelt und auch die Zeit für Artikel fehlen. Eine neue Programmiersprache aneignen. Nicht eine der neuen groß geförderten, wie node. Eher etwas altes stabiles. Damit meine ich nun auch nicht fortran oder Lips LOL.

intux: Danke für das Interview, Christian.

Interview mit Malte von maltris.org

Fast täglich durchstöbere ich das Netz zu den Themen Linux und Open Source. Dabei stößt man u.a. auf Blogs, die sich ausgiebig dieser Problematik widmen. Egal ob nun News, Tutorials, Problemlösungen, Produktvorstellungen etc. thematisiert werden, so ist es immer wieder interessant neue Artikel zu lesen. Nun wollte ich einmal mehr über die Autoren hinter diesen Seiten erfahren. Herausgekommen dabei ist eine Interview-Serie, die ich nun nach und nach hier auf intux.de veröffentlichen werde.

Heute stand mir hierzu Malte von maltris.org Rede und Antwort.

malte1
Maltes T420 (Foto: Malte)

intux: Hallo Malte! Stell Dich mal näher vor. Wo kommst Du her? Was machst du beruflich?

Malte: Hallo Frank! Ich komme vom Planeten Erde und mache dies und das. Am meisten interessieren mich die Themengebiete um Informations- und Telekommunikationssysteme.

intux: Aufmerksam auf Dich bin ich ja über maltris.org geworden. Ob Blog oder kein Blog, das ist wohl so ein philosophisches Ding? Was steckt genau dahinter?

Malte: Erst mal finde ich den Begriff „Blog“ unangenehm und unästhetisch. Es ist für mich schlichtweg ein grässliches Wort. Auch ist die „Szene“ rundherum nicht besonders gemütlich oder schön. Ich möchte einfach nur ins Netz schreiben und meine Ruhe haben.

intux: Ich weiß ja nun, dass Du mehrere Seiten betreibst. Stellst du sie uns vor?

Malte: Nö. 🙂 Aber ich plane für die Zukunft eine hilfreiche Kleinigkeit, bei der ich noch eine helfende Hand in PHP oder eine sehr gute helfende Hand in Perl benötige. Wer Interesse hat, der kann sich melden.

intux: Wie bist du zu Linux gekommen?

Malte: Wie die meisten, als es noch kein schnelles Internet gab, glaube ich. Eine Computerzeitschrift mit OpenSuSE Live-CD.

malte2
defekte HDD (Foto: Malte)

intux: Trotzdem kannst Du ja privat nicht die Finger von der Technik lassen. Gibt es trotzdem Momente, wo das alles nervt?

Malte: Eigentlich nicht. Was mich nervt, ist, dass ich viel zu viele Ideen und viel zu wenig Zeit habe.

intux: Erzähle etwas über Deine Hardware.

Malte: Zugreifen kann ich berufsbedingt aktuell auf sehr sehr viel Hardware. Du würdest Augen machen. Privat besitze ich allerdings aktuell nichts als ein ThinkPad T420. Und mit dem bin ich sehr zufrieden.

intux: Natürlich interessiert mich auch, was für Software Du privat einsetzt. Besonders interessant sind hier natürlich die Betriebssysteme.

Malte: Dieses Thema ist so zeitrelevant und unheimlich schnell veraltet. Aber gut: Debian, CentOS, testweise Gentoo. Chromium, KeePassX, Gajim, Shutter. MariaDB, Nginx. Kolab. Keine Versionsnummern, damit das Interview eine Weile seinen Charme nicht verliert.

intux: Auch Du betreibst einen eigenen Server. Erzähle etwas mehr darüber.

Malte: Mehrere. Sie sind schön.

intux: Was hast Du gerade für Projekte am Laufen?

Malte: Wenn ich Ideen habe, neige ich dazu auf meinem Desktop ein Dokument zu erstellen und die Idee in den Dateinamen zu schreiben. Und mein Desktop ist wirklich sehr überfüllt.

Ein Projekt behandelt CD-RW-Dauertests, ein anderes soll internetunfähige Geräte mit Display indirekt internetfähig machen, indem das Display automatisiert fotografiert und mittels OCR zur Weiterverarbeitung aufbereitet wird. Und IP-over-DNS wollte ich in Kürze mal ausprobieren. Wie klingt das?

Die Langzeitprojekte „zweite Fremdsprache“ und „Freiwilliger für Mars to Stay“ sind nicht auf dem Desktop, aber im Kopf gespeichert.

malte3
Server-Taxi (Foto: Malte)

intux: Was machst Du in Deiner Freizeit? Und wie sieht der Ausgleich zu dem ganzen Technikkram aus?

Malte: Etwa 2/3 meines Tages mache ich Dinge, die mir gefallen, aber keine „freie Zeit“ sind. Das andere Drittel, Freizeit, wenn du es so willst, schlafe ich.

intux: Danke für das Interview, Malte.

Interview mit Thomas von thomas-leister.de

Fast täglich durchstöbere ich das Netz zu den Themen Linux und Open Source. Dabei stößt man u.a. auf Blogs, die sich ausgiebig dieser Problematik widmen. Egal ob nun News, Tutorials, Problemlösungen, Produktvorstellungen etc. thematisiert werden, so ist es immer wieder interessant neue Artikel zu lesen. Nun wollte ich einmal mehr über die Autoren hinter diesen Seiten erfahren. Herausgekommen dabei ist eine Interview-Serie, die ich nun nach und nach hier auf intux.de veröffentlichen werde.

Heute stand mir hierzu Thomas von thomas-leister.de Rede und Antwort.

news-635
Thomas Arbeitsplatz (Foto: Thomas Leister)

intux: Hallo Thomas. Schön, dass auch Du Dich zu einem Interview hier bereit erklärt hast. Erzähl uns etwas über Dich.

Thomas: Hallo Frank! Ich bin Jahrgang 1995, lebe in Niederbayern und studiere Automobilinformatik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Landshut. Besonders interessiere ich mich natürlich für Linux. In meiner Freizeit entwickle ich Software und administriere Linux-Server. Dabei höre ich als Kurzhaar-Metaller meistens lauten Metal, aber auch gerne mal (Blues-/Hard-/)Rock. Vielleicht ist der ein oder andere deiner Leser schon einmal über meinen Blog unter thomas-leister.de gestolpert, in dem ich hin und wieder Anleitungen zu Linux veröffentliche, oder mich über etwas aufrege.

news-636
Thomas Soundsystem (Foto: Thomas Leister)

intux: Seit wann gibt es deinen Blog?

Thomas: Ich muss zugeben, dass ich selbst erst unter archive.org nachsehen musste 😉 Der älteste Snapshot stammt aus dem Jahr 2011. Damals hatte ich mein Blog noch unter http://blog.thomas-leister.de laufen. Davon getrennt habe ich unter thomas-leister.de einige Anleitungen über ein selbst entwickeltes CMS veröffentlicht. Die Anleitungen gab es schon früh – sicherlich schon im Jahr 2010. Der Blog war für sonstige, persönliche Updates gedacht. Irgendwann habe ich thomas-leister.de und blog.thomas-leister.de zusammengeführt und verwalte das ganze seitdem über WordPress.

intux: Wie man sieht hast Du etwas Arbeit in Dein WordPress-Theme gesteckt. Schreibst Du auch welche für die Allgemeinheit?

Thomas: Das Theme habe ich speziell für meinen Blog entwickelt. Es ist noch nicht ganz rund und könnte eine Erneuerung brauchen. Vor allem auf mobilen Geräten funktioniert die Darstellung noch nicht so, wie ich mir das wünsche. Vor ein paar Wochen habe ich mit den Arbeiten an einem neuen Theme begonnen. Ich habe schon darüber nachgedacht, mein aktuelles Theme für die Allgemeinheit freizugeben, wollte dann aber doch nur speziell für meinen Blog und den meines Bruders nutzen. Vielleicht gebe ich das alte Theme frei, sobald ich ein neues entwickelt habe.

intux: Neulich habe ich im OSBN einen interessanten Artikel zu Deinem Jabber-Server auf https://trashserver.net gelesen. Seit wann betreibst Du den Root-Server?

Thomas: Soweit ich mich erinnern kann, habe ich mir 2012 einen vServer bei Hetzner gebucht. Seitdem gibt es den XMPP-Server. Inzwischen bin ich mit meinen Servern bei active-servers.com – den XMPP Server habe ich dorthin mitgenommen.

intux: Was läuft da sonst noch drauf bzw. was ist noch in Planung?

Thomas: Neben meinem Blog laufen auf dem Server auch noch die Blogs von meinem Bruder matthias-leister.de und einem guten Freund semilodei.de . Letzterer ist derzeit noch im Aufbau. Außerdem laufen viele andere trashserver.net Dienste darauf, also z.B. das Etherpad, der Paste-Dienst und die Suchmaschine Searx. Private Dienste habe ich über weitere Server verteilt.

intux: Dein Bruder macht beeindruckende Dinge mit Blender. Habt Ihr auch gemeinsame Projekte laufen?

Thomas: Unsere Interessen lassen sich vor allem dann gut vereinen, wenn es um die Präsentation der 3D-Modelle geht. Mein Bruder erstellt Modelle – ich sorge für die Technik, mit der er sie präsentieren kann. Für sein Blog habe ich beispielsweise das WordPress Plugin „WP-ImagePlate“ https://github.com/ThomasLeister/wp-imageplate entwickelt. Damit kann er seine Modelle auf eine einfache Art und Weise direkt in einer beweglichen 3D-Ansicht darstellen lassen. Vielleicht ergeben sich in Zukunft weitere gemeinsame Projekte, in denen jeder von uns seine Stärken einbringen kann.

intux: Erzähl uns etwas über Deine Hardware.

Thomas: Mein großer Tower ist ein Eigenbau mit Intel Core i7 2600K, 8 GB RAM und AMD Radeon HD 6850 sowie einer 128 GB Crucial M4 SSD. Nicht mehr das Neueste vom Neuesten, aber für mich derzeit noch mehr als ausreichend. Spiele auf dem Computer sind für mich eher weniger interessant, deshalb kommt es mir nicht auf die Gaming-Power an. Für den mobilen Einsatz nutze ich ein Asus Zenbook Prime UX31a und mein OnePlus One.

intux: Du setzt ja auch mittlerweile Arch-Linux ein. Auch Dein Weg führte über Ubuntu. Seit wann arbeitest Du komplett mit Linux?

Thomas: Komplett mit Linux arbeite ich seit dem Frühjahr 2013. Davor hatte ich Linux einige Zeit lang im Dualboot und in virtuellen Maschinen. Nachdem mich Windows einmal mehr in den Wahnsinn getrieben hat, wurde es von den Festplatten endgültig verbannt. Seitdem nutze ich nur noch Linux-Distributionen.

intux: Vermisst du irgendwelche Software zu der es keine Linux-Alternative gibt?

Thomas: Anfangs war es nicht so leicht, auf die gewohnten Programme zu verzichten. Wenn man sich aber etwas umsieht, Zeit investiert und Geduld hat sowie Motivation mitbringt, ist so ein Umstieg gut zu meistern. Probleme gibt es meistens, wenn man abhängig von Spezialsoftware ist oder sehr viel am Rechner spielt. Da beides bei mir nicht der Fall ist bzw. ich gute Alternativen für mich entdeckt habe, hat der Umstieg wenig geschmerzt.

intux: Erzähle uns zum Schluss noch etwas über den Hut. 😉

Thomas: Den Hut habe ich mir vor 1 ½ Jahren während meines Urlaubs in Italien gekauft. Auf einem Profilbild, das ich unter anderem für Diaspora* genutzt habe, war ich mit dem schwarzen Hut zu sehen. Den Usern hat das gefallen – und weil ich eh gerade auf der Suche nach einem „Favicon“ Motiv für mein Blog war, habe ich kurzerhand den Hut genommen. In den meisten aktuellen Profilbildern trage ich keinen Hut, aber vielleicht kommt er ja eines Tages zurück? 😉

intux: Danke für das Interview, Thomas.

Interview mit tux. von tuxproject.de

Fast täglich durchstöbere ich das Netz zu den Themen Linux und Open Source. Dabei stößt man u.a. auf Blogs, die sich ausgiebig dieser Problematik widmen. Egal ob nun News, Tutorials, Problemlösungen, Produktvorstellungen etc. thematisiert werden, so ist es immer wieder interessant neue Artikel zu lesen. Nun wollte ich einmal mehr über die Autoren hinter diesen Seiten erfahren. Herausgekommen dabei ist eine Interview-Serie, die ich nun nach und nach hier auf intux.de veröffentlichen werde.

Heute stand mir hierzu tux. von tuxproject.de Rede und Antwort.

news-620
Notebook (Foto: tux.)

intux: Ich hatte Dich ja vor einiger Zeit gefragt, ob Du Lust auf ein Interview hättest. Es kam zwar kein ganz eindeutiges „Ja“, aber irgendwie hast Du ja dann doch zugesagt.
Verrate uns bitte etwas mehr über den Menschen hinter der roten Maske (21st Century Schizoid Man).

tux.: Ich war etwas irritiert, dass ein Linuxblog Interesse an der Meinung von jemandem hat, der nicht viel Wert darauf legt, irgendwas mit Linux zu tun haben zu müssen. Aber wenn man mich schon mal fragt … – Ich bin Niedersachse aus Versehen, Musikfreund aus Überzeugung, Programmierer aus Langeweile und ganz, ganz selten, wenn mich mal der Schalk in den Nacken beißt, auch ein bisschen trollig. Alter und Aussehen, wie Max Goldt einmal sagte, sind egal. Im Internet weiß niemand, dass du ein Hund bist. 😉

21st_century_schizoid_man
21st Century Schizoid Man (Bild: Barry Godber)

intux: Was machst Du beruflich?

tux.: Ich bin gerade nach etwas mehr als vier Jahren beruflicher Webentwicklung in eine neue Stelle gerutscht, in der ich, nun ja, Webentwicklung betreibe. Aufmerksame Leser könnten möglicherweise ein Muster erkennen. Das passt mir eigentlich ganz gut, weil ich privat schon seit etwas längerer Zeit das mit dem Web im Auge habe. Allmählich scheint mir, diese neue Technik könnte sich auf dem Markt tatsächlich durchsetzen. Dabei versuche ich grundsätzlich Dinge zu tun, auf die ich in meiner Freizeit weniger Lust hätte. Nicht vieles ist ärgerlicher als für das, was man gern tut, bezahlt zu werden, weil es Freiheit und Kreativität durch Auftrag und Finanzierung ersetzt. Ich habe, seit ich etwas mehr Zeit in meinen Beruf investiere, um so weniger Zeit in meine Hobby-Webprojekte gesteckt, da häuft sich ein riesiges „TODO“ an. Dafür habe ich endlich mal die Muße, mich um ein paar andere Sachen zu kümmern. Dazu unten mehr.

intux: Wenn man Deinen Kommentaren glauben darf, bist du ein großer Verfechter von BSD. Wo liegen Deiner Meinung die Vorteile gegenüber Linux?

tux.: „Verfechter“ ist schon das falsche Wort. Beim Querlesen von Linuxforen scheint mir, dass Bill Joy (nebenbei Mitte der 1970-er Jahre der „Erfinder“ von BSD) Recht hatte, als er mutmaßte, die Linuxgemeinschaft sehe ihren Zweck darin, Windows zu ersetzen. Wer sich immer nur in Konkurrenz sieht, der wird nie eine eigene Identität besitzen. Ein Betriebssystem ist auch ein Werkzeug und kein Selbstzweck, ich „verfechte“ nichts; ich reagiere nur mit angemessener Aversion auf aufdringliche Werbung. Für manches ist ein BSD die „richtige“ Wahl, für manches ein Windows, vielleicht gibt es sogar eine Nische für Apple-Systeme. Das Problem von Linux ist vielleicht auch, dass alle Nischen, in die es gern reinpassen würde, schon belegt sind. 🙂

Ich hatte – manche deiner Leser wissen das vermutlich – bis vor etwa vier Jahren eine Linux-Phase. Auf meinem damals einzigen Server arbeitete „selbstverständlich“ ein Debian Linux, auf meinem Laptop dualbootete ich Windows mit einem gelegentlich spaßeshalber benutzten Fedora Linux. Beide Systeme verabschiedeten sich allerdings ungefähr zur gleichen Zeit durch eine Dummheit von mir (ich wollte ein Update machen…). Das war mir dann doch zu doof. Der Server bekam ein FreeBSD und der Laptop ist seitdem wieder eine Nur-Windows-Kiste. Später kamen ein OpenBSD-Server und ein OpenBSD-Laptop dazu.

Ob es objektive „Vorteile“ eines Systems gegenüber einem anderen System gibt, wage ich nicht einzuschätzen. Grundsätzlich ist ein häufiger Vergleich ja der „gegen Linux“, und da gilt:

  • Die BSD-Lizenz ist wesentlich freier als die Knebel-GPL, die Benutzer zu bestimmtem Verhalten zwingt und eine sinnvolle Nutzung des Codes oft deutlich erschwert.
  • Shellshock war hier nie ein großes Thema. 😉
  • BSD ist ein in sich geschlossenes System, es ist nicht „der Kernel und haufenweise Drittanbieteranwendungen“ es ist „das System“.
  • Das sorgt für eine gewisse Konsistenz auch in der Codequalität. Natürlich ist zum Beispiel auch KDE unter FreeBSD nicht einfach KDE – es ist „das KDE von FreeBSD“.
  • Eigentlich als Konsequenz daraus ist es ziemlich schwierig, ein BSD klein zu bekommen. Ich habe es wirklich versucht.

Welches BSD man am Ende nimmt, ist noch eine andere Frage, sie alle haben unterschiedliche Eigenschaften. Ich entdecke gerade OpenBSD für mich, weil es „einfach funktioniert“. Machste an und läuft. Da hat mir sogar Fedora damals mehr Schmerzen bereitet. FreeBSD ist ideal für Umsteiger von Linux, auch, weil man viele Konzepte von dort übernimmt; NetBSD ist vor allem für Leute interessant, die systemnah programmieren wollen. Welches andere System hat Lua im Kernel? NetBSDs Treiber laufen dank „Rumpfkernel“ sogar unter Linux und Windows – und NetBSD selbst auf ziemlich allem, was einen Prozessor hat. DragonFly BSD als letztes „großes“ BSD – natürlich gibt es gerade von FreeBSD unzählige Desktop-Distributionen, die nicht viel mehr machen als ein GUI vorzuinstallieren – besitzt ein herausragendes SMP (also eine Mehrkernverwaltung) und übernimmt viele Konzepte vom guten alten Amiga, zum Beispiel Messaging-APIs, also pfeilschnelle Datenübertragung zwischen Prozessen.

Linus Torvalds hat Linux 2011 bereits „unwartbar“ genannt; mit dem Damoklesschwert systemd, das (Jehova! Jehova!) nichts sonderlich anderes ist als Windows‘ svchost.exe, wird die Situation keinesfalls eine bessere.

Wer mit Linux zufrieden ist, den will ich natürlich nicht bekehren. Wer Linux aber nur deswegen nutzt, weil es „besser ist als Windows“, der macht irgendwas verkehrt. Ich würde mir wünschen, als jemand, der viel Zeit mit Windows verbringt, nicht so oft von Leuten belästigt zu werden, die das anders sehen. Das ist doch kein Wettbewerb hier. 🙂

intux: Warum dann das Pseudonym tux.?

tux.: Das ist eigentlich ein blöder Zufall. Mein erster Nickname, irgendwann Ende der 90er aus schrecklich kindischem Anlass entstanden, war mir irgendwann zu unreif. Wer im Web schon mal mit mir aneinander geraten ist, der weiß, dass das durchaus was zu bedeuten hat. 🙂 „Tuxman“ (später verkürzt) war noch frei. Da hatte ich gerade mein erstes Linux installiert. Pinguine mag ich allerdings immer noch. (Hätte ich geahnt, wie viele Leute sich auch so nennen, hätte ich es mir vielleicht noch einmal anders überlegt.) Inzwischen wechsle ich meine Pseudonyme gelegentlich und anlassbezogen. Man will ja auch nicht zu viele Daten sammeln lassen.

intux: Was setzt Du privat für ein OS ein?

tux.: Das hatte ich ja oben schon kurz erwähnt: Ich arbeite überwiegend mit Windows, das mittlerweile genau das tut, was es tun soll; ein OpenBSD-Laptop (vollverschlüsselt, versteht sich) ist mein Begleiter auf allerlei Veranstaltungen, zwei BSD-Laptops halten einige meiner Webprojekte am Laufen. Nebenbei bin ich seit 2010 einigermaßen zufriedener Android-Nutzer.

intux: Du hast ja, wie man sieht, einige Projekte verwirklicht. Was war bisher aus Deiner Sicht das ehrgeizigste? Ich meine, wo steckt wirklich viel Herzblut drin und woran arbeitest Du im Moment?

tux.: Das meiste Herzblut steckt oft in dem, was die wenigste Arbeit bereitet. Wenn ich wählen müsste, welches meiner Projekte ich nie wieder weiterentwickeln dürfte, würde ich wahrscheinlich als allerletztes Projekt meine Firefox- und SeaMonkey-Erweiterung OpenDownload² wählen; da steckt zwar vergleichsweise wenig Code drin, aber es ist mir doch ein bisschen ans Herz gewachsen. Dass Mozilla es mit der Abschaffung von XUL erdolchen möchte, trifft mich daher besonders, aber ich habe schon Vorkehrungen für die „Zeit danach“ getroffen.

Ansonsten arbeite ich grundsätzlich an mehreren Projekten gleichzeitig. Meine bestehenden Projekte pflege ich „natürlich“ weiter, 2016 wird es also neue Versionen von Gamers.IRC (schon fast fertig), eMule beba (schon fast fertig) und wahrscheinlich auch meiner Android-App für ZenTweet.net (schon so was Ähnliches wie fertig) geben, vielleicht finde ich sogar endlich einmal die Muße, meine WordPress-Plugins zu aktualisieren. Ansonsten arbeite ich momentan vorrangig an drei neuen Projekten: einem Wikipedia-Bot, der automatische Webrecherche betreiben soll, einem plattformunabhängigen „besseren“ Taschenrechner für den Desktop und einem Gopher-Browser für mobile Geräte. Wenn in nächster Zeit jemand aus dem OSBN-Umfeld „zufällig“ die gleiche Idee haben sollte, bin ich möglicherweise ein wenig empört.

intux: Auf Deiner Seite thematisierst Du sehr sarkastisch Open Source, Politik, den Alltag und Musik. Auch teilst Du gern mal in Deinen Kommentaren aus. Wie und wann entstand die Idee Deine Gedanken in einem Blog zu publizieren und was treibt Dich hierbei an?

tux.: Ich habe kein Blog. Ich schreibe ins Internet rein. 😉 Mit „Blogs“ verbinde ich vieles, womit ich mich nicht unbedingt identifiziert sehen möchte. Entstanden ist „das Ding“ ursprünglich 2005, ich hatte Langeweile und WordPress war gerade im Trend (das war noch vor Version 2.0 mit dem „Kubrick“-Theme). Ursprünglich hieß es „TuxBlog“ (da war das Wort „Blogosphäre“ noch nicht so negativ behaftet), war quietschgrün, auf verschiedenen Gratishostern (erst Funpic, später bplaced) gehostet und behandelte schrecklich langweilige Themen. Mein erster Beitrag wurde bis heute nicht gelöscht, was dumm von mir ist. Er zeigt lediglich ein Foto und hat mit Tokio Hotel zu tun. Kennta, Tokio Hotel? Kennta.

2006 nahm ich aus Gründen eine Auszeit vom digitalen Miteinander, veröffentlichte nur alle paar Wochen einen Text. Da hatte ich gerade begonnen, politische Blogs zu lesen, weshalb ich so unfassbar langweilige Themen (meist irgendwas mit Krieg) hatte. Der heutige Untertitel meines Nichtblogs, „Musik, Computer, Politik und so“, ist wesentlich neuer, seitdem ist der Anteil an „Politik“ und „und so“ auch deutlich gewachsen.

Sarkasmus? Aber nein. – Ich weiß nicht, ob ich „austeile“. Ich finde manche Sachen halt doof. Das Internet hat aber einen großen Vorteil: Man haut mir dafür nicht auf’s Maul. 🙂 (Das war jetzt nur teilweise ernst gemeint.) Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen im Gespräch miteinander selten wirklich ihre Meinung äußern, weil sie Angst davor haben, das Gegenüber zu kränken. Ich finde, wenn jemand offensichtlichen Unsinn schreibt, dann sollte es keine Besonderheit bleiben, diesen Unsinn Unsinn zu nennen. Ich schreibe ja auch oft Quatsch.

Was mich beim Schreiben antreibt? Das ist schwierig. Manchmal regt mich etwas mächtig auf und ich muss das rauslassen, deutlich öfter will ich einfach nur einen schlechten Witz machen und für Twitter ist die Pointe zu lang. Hin und wieder habe ich auch mal wieder was programmiert und möchte den Leuten damit auf die Nerven gehen. Keinen Spaß verstehe ich bei den Beiträgen, die mit mir persönlich zu tun haben, und natürlich bei denen über Musik. Bei Musik ist es durchweg und ausnahmslos Herzblut. Musikfreunde wissen, wie das ist; Musik macht glücklich, Musik macht sorgenfrei, nein, Musik macht frei; Musik kann dich im nächsten Moment niederschlagen und im übernächsten auf Wolken tragen. Ich wurde einmal gefragt, warum ich mir eigentlich die Mühe mache, über Musikalben so viele Worte zu verlieren. Nun, ich bin kein Musikblogger. Selten schicken mir arglose Plattenfirmen mal Rezensionsmaterial und erwarten vermutlich positive Kritik, aber ich bin doch nicht das Privatfernsehen. 🙂 Ich schreibe über Dinge, die mir wichtig sind. Wenn mich ein Musikalbum so glücklich macht, dass ich es mit der Welt teilen will, dann tu‘ ich das. Da sammelt sich oft so viel an, dass ich inzwischen dazu übergegangen bin, das kumulativ mindestens einmal im Jahr zu machen.

Manchmal, ganz selten, bemerke ich, dass ich schon seit Tagen nichts mehr geschrieben habe, weil es keine interessanten Neuigkeiten gab. Manchmal fülle ich die Lücke dann mit irgendeinem Quatsch, inzwischen lasse ich die Abstände einfach länger werden. Man wird ja nicht jünger.

intux: Du verwendest ja als Avatar das Cover „In the Court of the Crimson King“ von Cimson King. Wie man sieht, scheinst Du die 1969 gegründete Band sehr zu mögen. Wann kamst Du das erste Mal mit diesen Musik-Dinos in Berührung?

tux.: „Musik-Dinos“ ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen. Ich hatte das vor ein paar Wochen mal recherchiert: Die ältesten bis heute durchgehend aktiven Bands sind über zehn Jahre älter. King Crimson lösen sich ja auch alle paar Jahre mal auf. Aber es stimmt schon, solche „alte“ Musik begeistert mich. Dabei konnte ich mit King Crimson sehr lange nicht viel anfangen, das war mir doch etwas zu komplizierte Musik. Das Interesse für Musik im eigentlichen Sinne trat mit meiner ersten Freundin in mein Leben, die The Velvet Underground klasse fand. Störrisch, wie ich damals war, habe ich erst nach der Trennung wirklich viel Zeit investiert, mich mit dieser Band zu befassen, die, wie ich schließlich zugeben musste, doch nicht ganz so schlimm klang wie am Telefon. 😉

Es dauerte nicht lange, bis ich über The Velvet Underground auf den Progressive Rock aufmerksam wurde, der ja gemeinhin eine ähnliche Klientel anlockt. Von The Velvet Underground führte der Weg durch das Internet mich über die späten Beatles zum Progressive Rock; The Velvet Underground waren ja auch bereits progressiv, nur eben anders, da sind die Verbindungen trotz des doch recht anderen musikalischen Prinzips erstaunlich schnell geknüpft. Erst stieß ich auf die eigentlich unvermeidlichen Yes, dann alles, was wie Yes klang (Yezda Urfa, Starcastle, …), dann Gentle Giant und Van der Graaf Generator, King Crimson folgte schließlich mit einiger Verzögerung. Nur Genesis fand ich immer schon ein wenig nervig.

Den Zugang zu King Crimson habe ich untypischerweise über das Stück „21st Century Schizoid Man“ gefunden, das für mich damals ungeahnt schräg und aggressiv klang. Laut Didi, der hier ja auch schon Rede und Antwort stehen durfte, teilen meine Begeisterung für als atonal Verschrienes nicht viele Menschen. Das verstehe ich nicht. 🙂 Ich würde mich allerdings nicht als „Fan“ einer Band bezeichnen, ich habe bisher noch keine Musikgruppe gefunden, die nicht auch mal richtig grauenvolle Alben veröffentlicht hätte. Bei King Crimson wäre das „Islands“. Allerdings freue ich mich auf 2016. King Crimson kommen nach vielen Jahren gleich zweimal nach Deutschland. Ich hoffe, ich schaffe es.

intux: Spielst Du selbst ein Instrument?

tux.: Ich kann schlecht Gitarre spielen und schief singen – zählt das?

intux: Was steht bei tux. 2016 auf der Agenda?

tux.: Ich wäre gern reich und sexy. Realistisch betrachtet würde es mir allerdings schon reichen, wenn ich es schaffe, die Liste der Projekte, die ich „mal irgendwann umsetzen könnte“, ein wenig zu kürzen. Ansonsten das Übliche: Ins Internet reinschreiben, der Droge Musik frönen und vielleicht mal wieder ein neues Land kennen lernen. Vielleicht Großbritannien? Da soll es ja manchmal feine Konzerte geben…

intux: Danke für das Interview, tux..

Interview mit Roman Buchta von Die Tux-Kurbel

Fast täglich durchstöbere ich das Netz zu den Themen Linux und Open Source. Dabei stößt man u.a. auf Blogs, die sich ausgiebig dieser Problematik widmen. Egal ob nun News, Tutorials, Problemlösungen, Produktvorstellungen etc. thematisiert werden, so ist es immer wieder interessant neue Artikel zu lesen. Nun wollte ich einmal mehr über die Autoren hinter diesen Seiten erfahren. Herausgekommen dabei ist eine Interview-Serie, die ich nun nach und nach hier auf intux.de veröffentlichen werde.

Heute stand mir hierzu Roman Buchta (dtk) von Die Tux-Kurbel Rede und Antwort.

dtk_arbeitsplatz
Arbeits-PC (Foto: Roman Buchta)

intux: Hallo Roman! Stell Dich mal kurz vor.

dtk: Hallo! Ich bin jenseits der 40, seit 20 Jahren verheiratet und habe 2 Kinder. Mein erster Beruf war Elektromechaniker. Danach absolvierte ich die Krankenpflegeschule und arbeite seither auf der Intensivstation. Ich würde mich als einen sportlichen und an Technik interessierten Heimwerker bezeichnen. Zur Zeit hole ich meine Matura (Abitur) nach.

intux: Du berichtest ja auf deinem Blog über die gesammelten Erfahrungen mit Linux. Was treibt dich hierzu an?

dtk: Da ich selbst sehr viele Kenntnisse aus Blogs gewonnen habe, möchte auch ich einen kleinen Teil dazu beitragen. Andere sollen ebenfalls davon profitieren und die Scheu vor Linux verlieren. Sozusagen Berührungsängste abbauen. Außerdem lernt man dadurch andere bzw. gleichgesinnte Menschen kennen.

intux: Wann bist Du das erste Mal mit Linux in Berührung gekommen?

dtk: 2005 war es soweit. Mein PC mit WinXP zickte rum, war zu langsam. Ein Kollege baute mir eine neue Grafikkarte ein. Da sah ich das erste Mal das Innenleben eines PC’s. Was ist das Mainboard, OS, BIOS, Booten von CD,…. Mein Interesse wuchs und wuchs – eine Flamme war entzündet. Ich wollte einfach über den Tellerrand blicken.

intux: Welche Distributionen hast Du bisher ausprobiert?

DTK: OpenSUSE, Fedora und Knoppix.

intux: Warum bist Du bei openSUSE hängen geblieben?

dtk: Es war/ist so schön grün. Nein, Spaß beiseite. OpenSUSE erschien mir von Anfang an als stabil und ausgereift. Gut zu überblicken und mit YAST gut zu konfigurieren. Ubuntu hatte jeder, deshalb wollte ich es nicht. Irgendwie bin ich daran haften geblieben – bis heute.

dtk_hotkeys
Hotkeys (Foto: Roman Buchta)

intux: Ich habe einmal in einem Kommentar gelesen, du bist mit CAD an die Grenzen gestoßen. Wie sind da Deine Erfahrungen unter Linux?

dtk: Mein Sohn musste für seine technische Lehranstalt ein professionelles CAD installieren. Natürlich hatte er einen Linux-PC. Aber dieses wuchtige Programm, welches mit dem Schulserver kommuniziert und alles in 3-D darstellt, war für eine virtuelle Maschine einfach zuviel. Deshalb ist sein PC der einzige im Haus mit Windows als OS. Freie CAD Programme wirken gegen dieses Programm (leider) nur wie Spielzeug.

intux: Verrat uns etwas über Deine Hardware.

dtk: Nichts besonderes. Desktop PC: Intel Pentium Dual Core, AMD Graphik aus der 486’er Serie mit 1GB, 3GB RAM, 500GB Festplatte, Insgesamt laufen 2 PC’s, ein Laptop und ein Netbook bei mir mit Linux – alle openSUSE aber mit unterschiedlichen Desktops.

intux: Deine Seite läuft beim Google-Dienst Blogger. Warum?

dtk: War das Einfachste.

intux: Wie ich gelesen habe, bist Du ein ambitionierter Radsportler. Du fährst 4000 – 5000 km pro Jahr. Was bedeutet dir mehr, die Technik oder der Radsport?

dtk: Schwierige Frage. Mal so, mal so. Im Winter werden die Ausfahrten kürzer, da bleibt mehr Zeit für Linux. Upgrades erledige ich zumeist in dieser Zeit. Aktuell nimmt aber meine Matura sehr viel Zeit in Anspruch.

intux: Erzähle mal etwas über Deine Rennmaschine!

dtk: Viel Carbon, viel Alu, Campagnolo Schaltung, Hochprofil Laufräder,….

dtk_rennrad
Roman auf seiner Rennmaschine (Foto: Roman Buchta)

intux: Danke für das Interview, Roman.

dtk: Gerne!

Interview mit Jürgen Donauer von BITblokes

Fast täglich durchstöbere ich das Netz zu den Themen Linux und Open Source. Dabei stößt man u.a. auf Blogs, die sich ausgiebig dieser Problematik widmen. Egal ob nun News, Tutorials, Problemlösungen, Produktvorstellungen etc. thematisiert werden, so ist es immer wieder interessant neue Artikel zu lesen. Nun wollte ich einmal mehr über die Autoren hinter diesen Seiten erfahren. Herausgekommen dabei ist eine Interview-Serie, die ich nun nach und nach hier auf intux.de veröffentlichen werde.

Heute stand mir hierzu Jürgen Donauer (jdo) von BITblokes Rede und Antwort.

bitblokes_arbeitsplatz
Jürgens Arbeitsplatz (Foto: Jürgen Donauer)

intux: Wer sich mit Linux und Open Source auseinandersetzt kommt an BITblokes nicht vorbei. Du versorgst uns nicht nur fast täglich mit News rund um Linux und Open Source, sondern auch mit Tutorials aus diesen Bereichen. Was treibt Dich hierzu immer wieder an?

jdo: Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und mir macht es Spaß, mit neuen Sachen zu experimentieren und zu spielen. Open Source entwickelt sich sehr schnell und man hat Zugriff auf eine riesige Spielwiese, ohne gleich tief in die Tasche greifen zu müssen. Das ist eine Seite. Die andere Seite ist, dass ich viel von dem Zeug selbst aktiv im Einsatz habe. Somit muss ich die Sache einfach nur noch aufschreiben. Open Source ist unter anderem mit dem Gedanken erschaffen, sein Wissen mit anderen zu teilen.

intux: Was bedeutet der Name BITblokes?

jdo: Bit ist ein Bit und Bloke ist Englisch für einen Typ. Mehr steckt da eigentlich auch nicht dahinter. Blokes, also der Plural wurde genommen, falls mal mehrere Leute an der Seite schreiben. Dazu ist es aber nie wirklich gekommen. Außerdem war die Domain frei. Eigentlich ein ziemlich dämlicher Name, aber zum Ändern ein bisschen zu spät.

intux: Wie findest Du neben Deiner beruflichen Tätigkeit noch die Zeit noch für deine Artikel?

jdo: Indem ich es als Teil meines Berufs gemacht habe. Viel von dem Wissen kann ich aktiv wieder brauchen und umsetzen. Was ich privat recherchiere und aufschreibe, kann ich bei späterem Gebrauch einfach aus dem Ärmel schütteln. So irre das klingt, aber der Zeitaufwand spart mir später oft Zeit. Die Beiträge schreibe ich, wenn ich Zeit habe. Statt mich zu langweilen oder auf der Couch zu vergammeln, strenge ich lieber meine grauen Zellen an und schreibe die Erkenntnisse dann auf. In anderen Situationen muss es schneller gehen und dann kann ich auf dieses Wissen zurückgreifen.

intux: Ich kann mich noch gut an den Artikel „Schwenkbare Halterung für das Kamera-Modul des Raspberri Pi selbst gebastelt“ erinnern. Zu dieser Zeit habe ich selbst nach einem Gehäuse für die RasPiCam gesucht. Woran bastelst Du jetzt gerade?

jdo: Direkt gebastelt wird derzeit gar nicht – meinen Wassersensor Raspberry Pi werde ich demnächst etwas schicker machen. Ich mache mir aber im Moment Gedanken, wie man mit dem Budget einer normalen Einzelperson 360°-Panoramen unter Wasser bewerkstelligen könnte. Ich bin zwar nicht der Erste der das macht, aber das steht auf meiner To-Do-Liste. Da gibt es einige Herausforderungen, die man knacken muss. Die größte sind die Lichtverhältnisse beziehungsweise die schwindenden Farben in größeren Tiefen.

intux: Na dann wünsch ich Dir mal viel Erfolg bei der Realisierung dieses Vorhabens. Läuft auf Deinen Rechnern ausschließlich Linux?

jdo: Ja. Ich habe derzeit nicht mal mehr einen Dual-Boot-Rechner, auf dem Windows läuft. Windows brauchte ich für Spiele. Mit mehr als 1500 Spielen in Steam benötige ich das Microsoft-Betriebssystem nicht mehr. Dass es einige Spiele nicht für Linux gibt, finde ich schade – Fallout zum Beispiel. Ich bin aber zu stur, um nur deswegen Windows zu installieren.

intux: Was hast Du für Hardware im Einsatz?

jdo: Meine Hardware ist durchwegs etwas älter. Ich habe einen 2,5 Jahre alten Acer i7 mit 8 GByte RAM und SSD, ein Samsung Ultra 5 (zwei Jahre) für Reisen oder die Couch, einen der ersten Mac Minis mit Intel-Prozessoren (auf dem Linux hervorragend läuft) und ein Serverchen. Letzteres ist eine ZBOX mit Intel Atom Dual Core. Nicht schnell, aber für meine ownCloud, Squid und pdnsd reicht es. Weiterhin habe ich noch ein Raspberry Pi und ein Raspberry Pi 2. Momentan spiele ich mit dem Gedanken, die ZBOX durch das Raspberry Pi 2 zu ersetzen. Muss aber erst testen, wie performant das ist. Als großer Datenspeicher und Backup-Lösung steht noch ein älteres Synology herum.

Meine Hardware ist nicht die allerneueste, aber ich komme damit mehr als gut zurecht. Ich lasse mir ungern von den Konsumfritzen einreden oder vorschreiben, was ich gerade kaufen muss oder brauche. Hier kommt mir Linux als Betriebssystem sehr zu gute. Für den Mac Mini bekomme ich meines Wissens schon lange kein Mac OS X mehr, das noch unterstützt ist und darauf läuft. Macht aber nichts, da derzeit Linux Mint 17.2 Xfce darauf tickert und das sehr gut. Never change a running system! – und das an dieser Stelle nicht verbratene Geld gebe ich lieber für Urlaube aus.

intux: Wie man auf Deiner Seite sieht fotografierst Du gern. In letzter Zeit haben es Dir die 360°-Panoramen angetan. Kommst Du mit Open Source Software hierbei ausreichend zurecht oder vermisst Du hier einige Windows-Programme?

jdo: Ich brauche kein einziges Windows-Programm dafür, wobei es Hugin und GIMP auch für Windows gäbe. Ich habe angefangen, einen umfangreichen Beitrag über das Thema zu schreiben. Das wird aber noch eine Zeit lang dauern, weil das Thema recht komplex ist.

OC2A0400
Jürgen bei der Aufnahme eines 360°-Panoramas (Foto: Clive Hanna)

intux: Wie sieht Deine Fotoausrüstung im Detail aus?

jdo: Ah, es geht um meinen Schatzzzzzzzz …
Ich habe eine Canon EOS 7D, ein Tamron 17-50mm, ein Canon 70-200mm, ein Canon 100mm Macro und ein Tokina 10-17mm Fischauge. Letzteres verwende ich für die 360°-Panoramen und für unter Wasser. Weiterhin besitze ich eine Sony RX100 III, die ich mir wegen der Nasslinsen für unter Wasser gekauft habe. Damit kann ich Objektive unter Wasser wechseln und bin somit wesentlich flexibler. Nur im Makro-Bereich vermisse ich manchmal die Canon unter Wasser – ein UW-Sherpa wäre an dieser Stelle toll. Über Wasser ist die Canon aber flexibler, da ich bei der Sony keine Objektive wechseln kann (wobei die Sony für so eine kleine Knipse schon unglaublich geile Fotos macht – DSLR für die Hosentasche ist gar nicht mal so weit hergeholt). Ich werde diese Kameras sehr wahrscheinlich auch so lange verwenden, bis sie auseinander fallen. Die Unterwassergehäuse passen jeweils nur immer für das entsprechende Modell und sind alles andere als günstig.

Meine Ausrüstung ist laut Definition wohl nicht an der obersten Grenze des Profi-Spektrums definiert. Meine Meinung an dieser Stelle ist, dass man sich nicht vom Marketing-Geschwafel beeindrucken lassen sollte – eigentlich wie überall – die erzählen einem auch, dass man alle zwei Jahre ein neues Notebook braucht. Meine Hardware ist wie oben erwähnt schon älter und ich sehe derzeit keine Notwendigkeit, diese zu tauschen. Natürlich haben sehr teure Kameras bessere Technik. Das alleine macht aber noch kein gutes Foto. Wenn mich Leute zum Kauf einer DSLR fragen (die ein Bugdet haben), rate ich grundsätzlich zu einem etwas günstigeren Body und zu einem teureren Objektiv. Objektive hat man oft viele viele Jahre, wenn nicht ein Leben lang. Außerdem machen das Objektiv und Du das Bild und nicht der Body.

Das Fotografieren erinnert mich oft an den Umgang mit Open Source. Wenn man mit günstigeren Komponenten das gleiche Ergebnis erhalten möchte, muss man oft kreativ sein oder sich zu helfen wissen. Ein Panoramakopf ist ein Beispiel. Meiner hat unter 150 Euro gekostet und ich erziele die gewünschten Ergebnisse. Der hat aber keine Klicks und so Scherze, sondern ist sehr simpel. Du kannst aber auch ohne Probleme 500 Euro und mehr für so eine Komponente ausgeben.

Entwickelt man solche Fähigkeiten für Workarounds, kommt einem das immer wieder zu gute. Bei Linux, vor allen Dingen in den Anfangszeiten, musste man oft Workarounds finden oder Improvisieren, wofür man eigentlich dauernd als Frickler bezeichnet wurde. Ich bin im Nachhinein froh, das mitgemacht zu haben, weil es mir überall entgegenkommt. Vor allen Dingen beim Fotografieren unter Wasser muss man oft improvisieren oder Kompromisse eingehen und das schnell, sonst ist der Fisch weg. Improvisieren will aber gelernt sein. 🙂

sony-rx100-iii-setup
Unterwasserkamera (Foto: Jürgen Donauer)

intux: Ab und an zockst Du ja auch. Glaubst Du an den Erfolg der Steam-Box?

jdo: Ja, auf jeden Fall. Wenn jemand gegen Microsoft und Sony anstinken kann, dann ist das Valve. Die Firma hat die Mittel, die Anwenderzahlen und somit den richtigen Hebel. Auch wenn immer wieder Kritik laut wird (in letzter Zeit zum Glück immer weniger), dass proprietäre Elemente in Open Source nichts zu suchen haben, helfen solche Projekte ungemein. Die wenigsten werden wohl an der Steam Machine doktern. Sie hat aber dennoch den Vorteil, dass viele Spiele mit Unterstützung für Linux auf den Markt kommen. Je mehr sogenannte AAA-Titel verfügbar sind, desto weniger braucht man Windows, um diese zu spielen. Spiele und Windows gehörten lange Zeit zusammen wie Windows und Office. Beide Seiten werden derzeit immer weiter aufgeweicht und ich hoffe, dass dieser Trend anhält. Ich vermeide an dieser Stelle mit Absicht „das Jahr des Linux-Desktops“ zu erwähnen, weil wir darüber schon hinaus sind. Der Linux-Kernel ist überall zu finden und Canonical hat mit Ubuntus Konvergenz die richtige Idee. Es wird sich aber zeigen, wer im Endeffekt das Rennen macht. Google hat ja angekündigt, Chrome OS und Android irgendwie unter einen Hut zu bringen. Die riechen an dieser Stelle natürlich auch den Braten. Der Desktop wird meiner Meinung nach nicht verschwinden, sondern in andere Geräte gepackt. Allerdings sind diese Geräte im Moment nicht leistungsfähig genug für Spiele oder komplexe Bildbearbeitung wie bei den 360°-Panoramen. Somit wird die Steam Machine eine perfekte Lösung für Leute sein, die einen Desktop brauchen, der nicht so viele Ressourcen benötigt (einfache Office-Aufgaben und so weiter) und sich in ein tragbares Gerät packen lässt, aber die PC-Spiele zocken wollen.

intux: Eine Frage noch, die sicher nicht nur mich interessiert. Wie hat es Dich ausgerechnet nach Ägypten verschlagen?

jdo: Ich habe damals meinen Tauchlehrerschein hier gemacht und es hat mir einfach gefallen. Nach einer zweijährigen Odyssee durch diverse andere Länder bin ich hierher zurückgekehrt. 360 Tage Sonne im Jahr und als Taucher das Rote Meer vor der Nase …

intux: Vielen Dank für das Interview, Jürgen.

Interview mit Steven Seifried von canox.net

Fast täglich durchstöbere ich das Netz zu den Themen Linux und Open Source. Dabei stößt man u.a. auf Blogs, die sich ausgiebig dieser Problematik widmen. Egal ob nun News, Tutorials, Problemlösungen, Produktvorstellungen etc. thematisiert werden, so ist es immer wieder interessant neue Artikel zu lesen. Nun wollte ich einmal mehr über die Autoren hinter diesen Seiten erfahren. Herausgekommen dabei ist eine Interview-Serie, die ich nun nach und nach hier auf intux.de veröffentlichen werde.

Heute stand mir hierzu Steven Seifried von canox.net Rede und Antwort.

canox_arbeitsplatz
Stevens Arbeitsplatz (Foto: Steven Seifried)

intux: Dein Blog canox.net ist 2015 wie aus dem Nichts gekommen. Du hast dich auf kurze und knappe Tutorials spezialisiert.  Ist canox.net Deine erste eigene Seite?

Steven: Die Seite canox.net betreibe ich seit Februar 2014. Daraus entstand dann im darauf folgendem Juli der Blog, da ich zuvor alle Anleitungen in HTML geschrieben hatte und mir das auf Dauer zu anstrengend war. Da ich bereits mit WordPress Erfahrung gesammelt und auch für einen anderen Blog geschrieben hatte, konnte ich mit WordPress gleich loslegen. canox.net ist nicht meine erste Seite. Bereits 2012 hatte ich eine kleine Webseite, welche mittlerweile offline ist.

intux: Was bedeutet der Name CANOX?

Steven: Der Name CANOX setzt sich aus dem alten Namen meines YouTube-Kanals Canis Nova zusammen. Das X steht für die unterschiedlichen Themen die im Blog behandelt werden. Die Domain canox.net war dazu dann auch noch zu haben.

intux: Werden die veröffentlichten Tutorial von Dir auch real durchgetestet?

Steven: Ja, werden sie.

intux: Seit wann interessierst Du dich für Open Source Software und wann hast Du Dich dazu entschlossen darüber zu schreiben?

Steven: Ich habe seit dem ich mich mit dem PC beschäftige immer wieder von Open Source und vorallem von Linux gehört. Ein knappes Jahr vor dem Supportende von Windows XP, welches ich bis dahin eingesetzt hatte, lud ich mir aufgrund einer Empfehlung Knoppix aus dem Internet. Damit sammelte ich die ersten Erfahrungen auf dem Laptop. Davon begeistert suchte ich nach einer geeigneten Distribution für meinen Lappi und bin dabei auf Lubuntu gestoßen.

Im Dezember 2013 machte ich mir Gedanken evtl. über die Themen Linux und Open Source zu schreiben. Als dann im Januar 2014 mein Raspberry Pi endlich eintraf entschloss ich mich eine neue Internetseite zu starten und auf dieser über den Raspberry Pi zu berichten. Das war dann der Startschuss für canox.net.

intux: Die Schwerpunkte Deiner Seite liegen neben Linux und Android eher bei den Einplatinencomputern. Welcher ist da momentan Dein Favorit?

Steven: Mein momentaner Favorit ist der Raspberry Pi 2 B. Ich besitze zwar noch einen Banana Pi und Banana Pro, welche ich beide aber nicht mehr einsetze. Auf meinem Raspberry Pi 2 läuft derzeit meine ownCloud.

intux: Welche Hardware setzt Du gerade ein?

Steven: Seit Oktober besitze ich einen neuen PC, mit 4 x 2,0 GHz, 8 GB Arbeitsspeicher und 500 GB Festplatte. Der Monitor ist ein HANNS-G HT231. Des Weiteren besitze ich noch einen Samsung NP305V5A-A04DE mit 2 x 2,20 GHz, 4 GB Arbeitsspeicher und 500 GB Festplatte.

Mobil bin ich mit meinem Google Nexus 5, auf welchem aktuell Android 6.0 installiert ist, da ich auf CyanogenMod 13 warte, unterwegs. Mein MacBook „Late 2009“ mit OS X 10.11 habe ich mittlerweile nicht mehr im Einsatz.

intux: Du schreibst, dass Du mittlerweile auf Linux umgestiegen bist. Welche Distributionen verwendest Du gerade?

Steven: Getestet habe ich bislang Debian, Linux Mint, openSUSE und Ubuntu mit seinen Derivaten. Auch Fedora habe ich mir einmal angesehen.

Auf meinem PC und auf meinem Laptop benutze ich aktuell Ubuntu 14.04 LTS. Sobald Kubuntu 16.04 erscheint werde ich selbiges benutzen, da mir die KDE-Desktopumgebung erst seit Plasma 5 gefällt und ich nur die LTS-Versionen der Ubuntu-Varianten einsetzen möchte. Generell benutze ich am liebsten Distributionen auf Basis von Debian.

intux: Warum nur LTS-Versionen? Als Tech-Blogger könntest du aber risikofreudiger sein!?

Steven: Mit den „Zwischenversionen“ (14.10, 15.04, 15.10) spielt Canonical ja ein bisschen rum. Deswegen, da ich auf diese Spielereien verzichten kann, setze ich die LTS-Versionen ein.

intux: Also wäre ein Rolling Release auch keine Alternative?

Steven: Auch wenn ich mit Arch Linux bereits Erfahrungen gesammelt habe, würde ich kein Rolling Release einsetzen, da ich Distributionen auf Debian-Basis bevorzuge.

intux: Kannst Du mittlerweile ganz auf Windows verzichten?

Steven: Privat ja, beruflich leider nein. Im Job läuft eine Spezialsoftware für Windows auf einer CNC-Maschine. Hierfür gibt es leider keine Alternativen.

intux: Vielen Dank für das Interview, Steven.

Interview mit Dietmar Janowski von Didis Blogazo

Fast täglich durchstöbere ich das Netz zu den Themen Linux und Open Source. Dabei stößt man u.a. auf Blogs, die sich ausgiebig dieser Problematik widmen. Egal ob nun News, Tutorials, Problemlösungen, Produktvorstellungen etc. thematisiert werden, so ist es immer wieder interessant neue Artikel zu lesen. Nun wollte ich einmal mehr über die Autoren hinter diesen Seiten erfahren. Herausgekommen dabei ist eine Interview-Serie, die ich nun nach und nach hier auf intux.de veröffentlichen werde.

Den Anfang hierzu macht Dietmar Janowski (Didi) von Didis Blogazo.

PC4_800
Aufbau eines Linux-PC (Foto: Dietmar Janowski)

intux: Wann kamst Du das erste Mal mit Linux in Berührung?

Didi: Das erste Mal kam ich im Jahre 2010 und noch zu Zeiten Windows XPs mit Linux in Berührung. Einerseits war Windows Vista bereits am Markt. Da viele Entwickler ihre Programme auf dieses Betriebssystem umstellten und sich herauskristallisierte, dass die Unterstützung XPs nach und nach eingestellt wird bzw. Vista u. U. Schwierigkeiten mit betagterer Hardware haben wird, ich aber meine Geräte auf keinen Fall aufgeben wollte, nur weil Microsoft dies so beabsichtigte, nutzte ich zunächst Ubuntu mit Wubi, um zu prüfen, ob meine aktuelle Hardware einschließlich Drucker, Scanner Kameras etc. unter Linux erkannt wird, was der Fall war. Andererseits suchte ich ein Live-System für unterwegs, wobei die Wahl auf Knoppix fiel.

Ich hatte jedoch schon viel früher mit dem Einsatz einer Linux-Distribution geliebäugelt, mich aber einfach nicht getraut. Insofern muss ich Microsoft für die Einführung Vistas wirklich dankbar sein.

intux: Seit wann setzt Du Linux produktiv ein?

Didi: Wubi half mir dabei, mich nicht vorschnell entmutigen zu lassen, wenn ich ein gewünschtes Ergebnis verfehlte. Denn mit Wubi konnte ich das System bei einem Fehler zurücksetzen, wenn sich mir die Lösung des Problems verschloss. Als ich im Umgang mit Ubuntu sicher war und ich auftretende Probleme -sei es durch eigene Recherche oder mit Hilfe einschlägiger Foren- lösen konnte, vollzog ich den Umstieg um den 11. 10. 2010 herum. Windows gehört seit diesem Zeitpunkt der Vergangenheit an.

intux: Kommst du ohne kommerzielle Software bzw. MS-Produkte aus?

Didi: Nein, leider komme ich nicht ganz ohne kommerzielle Software bzw. MS-Produkte aus. Ubuntu selbst ist ja auch kommerziell, was ein Grund war, zu einer anderen Distribution zu wechseln.

Ich versuche, gewerbliche Software bzw. solche mit geschlossenem Quellcode und Programme Microsofts so restriktiv wie möglich einzusetzen. Nehmen wir z. B. Skype: Durch meine Vergangenheit habe ich noch viele Kontakte nach Südamerika, insbesondere nach Chile. Es ist schier unmöglich, auf open-source oder unkommerzielle Alternativen zu setzen, wenn die Gesprächspartner nicht mitziehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich allenfalls noch Google Hangouts antun würde. Anderenfalls bliebe mir dann nur noch die Möglichkeit, auf Skype und Co. und damit auf Videogespräche zu verzichten, was ich aber auf keinen Fall tun werde, weil mir meine Freunde und Bekannten viel zu wichtig sind.

Außerdem nutze ich Teamviewer, um gelegentlich zu helfen. Auch diesbezüglich war die Verwendung einer Alternative mangels Bereitschaft hierzu bisher nicht durchsetzbar.

Ein anderes Beispiel, welches zwar nicht meine Rechner-Software aber Online-Dienste betrifft, ist Facebook: Ich habe, damit meine Fotos nicht irgendwo im Netz kommerzialisiert werden, auf meinem bei Uberspace gemieteten Server mittels WordPress Bildergalerien erstellt, die nur für registrierte und von mir zugelassene Besucher einsehbar sind. Jedoch scheint selbst diese Registrierung für die meisten Kontakte zu viel Aufwand zu sein. Bei Facebook eingestellte Bilder hingegen werden reichlich kommentiert. Ich bin nun dazu übergegangen, nur ganz wenige Bilder, von denen ich es verantworten kann, dass sie eventuell und wohin auch immer verkauft werden, bei FB einzustellen. Denn es macht keinen Sinn, mit gutem Beispiel voranzugehen, wenn die eigentliche Funktion eines sozialen Netzwerkes dabei auf der Strecke und man selbst alleine bleibt. Gleiches gilt für Geraspora, was für mich, so gerne ich es auch ausgiebig nutzen würde, mangels Nutzer keine Alternative darstellt.

Offensichtlich hat sich die Aufregung um die NSA-Affäre gelegt, und man ist wieder zum Tagesgeschäft übergegangen. Sicherheit und Transparenz scheinen -zumindest im Privatbereich- kein Thema mehr zu sein. Die mir begegnende Gleichgültigkeit insbesondere auch derjenigen, die zuvor laut geschrien haben, ist schon befremdend.

intux: Auch im Job?

Didi: Im Job komme ich zumindest ohne spezielle Windows-Software aus. Die meisten meiner Kollegen arbeiten mit der kostenpflichtigen Windows-Kanzleisoftware AnNoText, ich hingegen mit der kostenlosen, unter der CC BY-NC-ND 3.0 DE-Lizenz stehenden closed source Freeware j-lawyer und mit einigen von Kollegen entwickelten OpenOffice- bzw. LibreOffice-Vorlagen. J-lawyer kann sowohl unter Windows als auch unter Linux betrieben werden.

Zur Zeit erfolgt die Einrichtung des besonderen elektronischen Anwaltspostfaches, wofür zwar weder eine spezielle Software, noch ein bestimmtes Betriebssystem, jedoch ein Kartenlesegerät erforderlich ist. Damit könnte es u. U. Treiberprobleme geben. Offene Treiber sind mir derzeit jedenfalls unbekannt. Ich warte noch ein wenig die Erfahrungen meiner Kollegen ab, bevor ich mich für die entsprechende Hardware entscheiden werde.

intux: Hast Du den Umstieg bereut?

Didi: Nein, noch nie. Auch der Teil meiner Verwandtschaft, der mit meiner Hilfe auf Linux-Rechner umgestiegen ist, will auf keinen Fall zurück zu Windows, was mir gelegen kommt, bleiben doch lästige Fragen, die früher an der Tagesordnung waren, unter Linux aus. Denn Ubuntu läuft problemlos, wenn es erst einmal eingerichtet ist, was zumindest für die LTS gilt.

intux: Fehlt Dir in punkto Software etwas?

Didi: Mir fehlt nichts. Ich habe für all die vormals eingesetzte Windows-Software Alternativen gefunden. Einzig die Qualität der damals mit der Adobe Creative Suite erstellten .pdf Dateien war etwas besser, als die der mittels Scribus i. V. m. Gimp und Inkscape exportierten Dokumente, was aber im Ergebnis unerheblich ist.

intux: Mit welchen Distributionen hast Du bisher gearbeitet?

Didi: Als erstes nutzte ich Ubuntu, dann, weil mir diese Distribution zu kommerziell war, Fedora. Derzeit arbeitet auf allen Rechnern -teils mit Gnome 3 oder XFCE- Debian, weil ich nicht immer die neuste Software, sondern vielmehr ein stabiles System benötige. Gelegentliche Sicherheitsaktualisierungen reichen mir völlig. Desweiteren gibt es für Debian bestimmte Pakete, wie ME TV, die als .rpm vorkompiliert für Fedora nicht existieren. An der Selbstkompilierung ME TVs scheiterten neben mir selbst ITler des Fedoraforums.

Außerdem nutze ich Knoppix, welches ich mir jedes Jahr auf der CeBIT besorge und das dort vom Entwickler Herrn Klaus Knopper vorgestellt wird.

intux: Erzähle bitte etwas zur von Dir eingesetzten Hardware.

Didi: Meinen Hauptrechner hat ein netter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bzw. System Administrator und Bloggerkollege Malte speziell im Hinblick auf die Kompatibilität mit Linux zusammengestellt und -gebaut. So konnte ich auf den Einbau bestimmter Komponenten Einfluss nehmen, was einem bei einschlägigen Linux-Onlineshops oft verwehrt bleibt. Die Einzelheiten mag der Interessierte hier nachlesen. Leider fehlt mir das Fachwissen, einen PC selber zusammenzubauen. Deshalb bin ich für die damalige Unterstützung dankbar.

intux: Spielst Du irgendwelche Games unter Linux? Wenn ja, welche?

Didi: Da gibt es zur Zeit nur UrbanTerror. Eine kurze Ballerei reicht zum Abreagieren. Dort bevorzuge ich das Team DM und einen Low Grav-Server. Sobald ich gewonnen oder einen der vorderen Plätze belegt habe, vergeht mir auch schon wieder die Lust. Für Rollen- und Strategiespiele fehlen mir Zeit und Ausdauer.

intux: Warum hast Du begonnen, zu bloggen?

Didi: Im Grunde ist mein Blog ein Nachschlagewerk. Stellt sich ein Problem, so halte ich die erarbeitete Lösung für den Fall fest, dass sich diese oder eine ähnliche Frage irgendwann noch einmal stellen sollte. Außerdem kann ich meine Erfahrungen so mit anderen Menschen teilen, die bei ihrer Suche auf den entsprechenden Beitrag stoßen. Sollte ich das Blog einmal schließen, blieben mir sämtliche mit QTM verfassten Beiträge offline zur Verfügung. Die Arbeit würde also nicht vergeblich gewesen sein.

Das Blog dient natürlich auch der Unterhaltung. Übrigens fetze ich mich dort recht häufig mit einem bestimmten Kommentator, der einem auch schon an anderer Stelle begegnet sein dürfte. Wir kennen uns persönlich. Ganz ernst sollte man die Angelegenheit also nicht nehmen.

intux: Vielen Dank für das Interview, Dietmar.