Netzabdeckung im Mobilfunk: vor dem Vertragsabschluss Versorgung prüfen

Vor dem Abschluss eines Mobilfunkvertrages werden vor allem Kosten und Leistungen miteinander verglichen – ein anderer wichtiger Aspekt sollte in die Überlegungen allerdings mit einbezogen werden: die Netzabdeckung entscheidet maßgeblich darüber, ob und in welcher Geschwindigkeit das mobile Datennetz genutzt werden kann. Während die Telefonie auch außerhalb der Ballungszentren meist problemlos möglich ist, weist das Datennetz noch einige Lücken auf. Was sollten Mobilfunknutzer zum Thema Netzabdeckung wissen?

Lücken im mobilen Internet: Netzbetreiber scheuen vollständigen Ausbau

Als Netzabdeckung wird die Verfügbarkeit eines Mobilfunknetzes verstanden. Finden sich am eigenen Standort nur wenige Funktürme des eigenen Netzbetreibers und liegen diese gar in weiter Entfernung, sinkt die nutzbare Bandbreite. In sehr ungünstigen Fällen kommt es gar zu einem Abbruch der Verbindung, sodass das Smartphone nicht mehr weiter genutzt werden kann, bevor wieder eine Verbindung besteht. Problematisch ist hierbei, dass der flächendeckende Ausbau des Mobilfunknetzes mit hohen Kosten verbunden ist – die von den Netzbetreibern in Deutschland möglichst vermieden werden. Aktuell liegt die Netzabdeckung nach eigenen Angaben der Netzbetreiber Vodafone, T-Mobile und O2 Telefónica bei mehr als 90 %. Problematisch ist hierbei allerdings, dass die Abdeckung unter ungünstigen Bedingungen sinken kann. Wenn sich viele Nutzer in die Funkzellen eines Funkturms einwählen, reduzieren sich Bandbreite und Reichweite. Häufig kommt es dann auch zu dem Phänomen, dass das Smartphone eine ausreichende Signalstärke anzeigt, die Verbindungsgeschwindigkeit aber dennoch gering ausfällt. Zudem kann eine hohe Netzabdeckung nur im UMTS-Netz gewährleistet werden, hier sind die Bandbreiten allerdings ohnehin gering – im deutlich leistungsfähigeren 4G-Netz.

Netzabdeckung online prüfen

Insbesondere, wer sich außerhalb von Metropolen bewegt, sollte vor dem Vertragsabschluss daher die Verfügbarkeit am eigenen Standort überprüfen. Dafür gibt es online Netzabdeckungskarten, die visuell darstellen, welche Netzqualität von dem jeweiligen Provider zu erwarten ist. In der Praxis kann es tatsächlich sinnvoll sein, sich aufgrund dessen für einen anderen Netzbetreiber zu entscheiden – selbst wenn das Datenvolumen etwas geringer oder der Preis ein wenig höher ausfällt. Dabei sollten Kunden jene Orte prüfen, in denen das Mobilfunknetz auch häufig zur Datenübertragung genutzt wird. Im Eigenheim erscheint eine reduzierte Bandbreite aufgrund des vorhandenen WLAN womöglich gar noch verschmerzbar.

Schnelles Datennetz: 5G erst 2025

Künftig werden aber leistungsfähigere Mobilfunknetze dafür sorgen müssen, dass Bandbreite und Netzabdeckung steigen, um auch einem höheren Datenbedarf Rechnung zu tragen. Der Umstieg auf die nächste Generation der Datennetze könnte allerdings noch ein wenig Zeit beanspruchen: auch wenn das 5G-Netz derzeit erprobt wird, ist mit einem flächendeckenden Ausbau allzu bald nicht zu rechnen. EU-Kommissar Günther Oettinger hatte als Startzeitpunkt für das 5G-Netz bisher das Jahr 2020 ins Spiel gebracht, aktuell ist hingegen von 2025 die Rede – und selbst dann kann von einem flächendeckenden Ausbau kaum gesprochen werden. Versorgt sein sollen laut eines gemeinsamen Fahrplans der europäischen Mitgliedsländer lediglich Metropolen. Für die Nutzer bedeutet dies, dass vor dem Vertragsabschluss auch künftig ein umfangreicher Tag der Verfügbarkeit durchgeführt werden sollte.

Eigener Server oder Shared Hosting: Wann lohnt sich was?

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Google-Serverfarm (Foto: Connie Zhou)

Wer wie ich seine eigene Website betreibt, muss sich auch über einen vServer Gedanken machen. Naheliegend ist es vor allem für Einsteiger, sich an einen günstiger Hoster zu wenden, der den notwendigen Speicherplatz samt Traffic bereit stellt. In einigen Fällen kann es aber durchaus sinnvoll sein, einen eigenen Server anzumieten oder gar selbst zu betreiben. Wovon hängt diese Entscheidung ab?

Kurze Ladezeit – hoher Umsatz

Ein wichtiges Bewertungskriterium bei einer Website ist die Ladezeit. Dabei nervt es nicht nur mich, wenn ich lange auf einen Seitenaufbau warten muss, auch der Suchalgorithmus von Google richtet sein Ranking unter anderem danach aus. Außerdem ist bewiesen, dass Online-Shops mit langen Ladezeiten einen geringeren Umsatz erzielen. Ein eigener vServer hat meiner Erfahrung nach viel kürzere Antwortzeiten als ein Shared Hosting Tarif. Auch an anderen Stellen zeigen sich die Vorteile der alleinigen Nutzung: Hacks anderer Accounts wirken sich nicht negativ aus, beim Shared Hosting kann durchaus der ganze Server unter Performance-Einbrüchen leiden. Auch die Einstellungen können ganz nach den Wünschen des einzigen Administrators erfolgen – und der bin ich selbst. Die Leistung eines solchen Servers mag übertrieben erscheinen, dafür kann ich mich auf Reserven verlassen, wenn meine Website einen Besucheransturm verkraften muss. Häufig höre ich als Argument für das Shared Hosting, dass die Dienstleistung im Vergleich zum eigenen Server geringere IT-Kenntnisse beim Anwender verlangen. Einige Nutzer werden schon durch das Fehlen einer grafischen Benutzeroberfläche verschreckt. Das ist zwar prinzipiell nicht falsch, allerdings werden auch „Managed vServer“ angeboten, die inklusive professioneller Administration vermietet werden. Wer diese Leistung in fremde Hände gibt, verliert natürlich wieder einen Vorteil des eigenen Servers. Andererseits bereitet ein eigener Server natürlich auch Arbeit: Selbst wenn die Kenntnisse prinzipiell vorhanden sind, gibt es meiner Erfahrung nach häufiger etwas zu tun – und wenn es nur Wartung in Form von Sicherheits-Updates und Ähnlichem ist.

Datenhoheit in den eigenen vier Wänden

Doch unabhängig von der Frage, ob ich einen ganzen Server miete oder nur Kapazitäten, sind viele Nutzer verunsichert, wenn es um das Thema Sicherheit geht: Die aktuellen Skandale zur Datensicherheit haben auch bei mir die Bereitschaft sinken lassen, meine Daten einem Dienstleister anzuvertrauen. Bei einem Online-Shop, über den auch Zahlungen abgewickelt werden, ist dieses Thema natürlich sensibler als bei einem Blog über mein liebstes Hobby. Der eigene Server scheint – sofern das Know-How zur Einrichtung und ein schneller Internetanschluss vorhanden sind – eine durchaus praktikable Alternative, bei der auch keine monatlichen Kosten anfallen.

Sicherheit durch Redundanz

Die Zuverlässigkeit eines professionellen Hosters wird durch den eigenen Server allerdings kaum erreicht werden können: Spätestens bei der Stromversorgung wird es für den Privatanwender oder kleinen Online-Shop schwierig. Während Hoster zur Not durch Dieselaggregate eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sicherstellen, dürfte der eigene Server beim Stromausfall down sein. Dasselbe gilt für die Internetverbindung. Redundante Anschlüsse sind für Privat- und kleinere Geschäftskunden nicht verfügbar. Absicherungen über UMTS oder LTE, wie sie von einigen Providern angeboten werden eignen sich nicht für das Hosten (http://www.zdnet.de/39201064/server-zu-hause-hosten-sichere-dienste-ueber-den-dsl-anschluss/4/). Außerdem sollte speziell beim Kostenvergleich nicht außen vor gelassen werden, dass der eigene Server ständig Strom verbraucht. Natürlich kann auch ein Raspberry 2 oder ein vergleichbarer Platinenrechner verwendet werden, was die Energieaufnahme auf rund 2 Watt beschränkt. Dafür ist auch die Leistungsfähigkeit eher als gering zu bewerten – bei erhöhten Besucherzahlen zeigt sich dann doch die geringe Rechenleistung. Als Bastellösung mag das interessant sein, ein professioneller Betrieb erscheint allerdings kaum sinnvoll.

Hier noch einmal die Vor- und Nachteile eines eigenen Servers im Überblick:

Für den Server sprechen:

  • Flexibilität
  • geringe Latenzen
  • Leistungsfähigkeit
  • Höhere Ausfallsicherheit

Dagegen:

  • Kosten etwas höher
  • spezielles IT-Know-how notwendig

Der Aspekt der Ausfallsicherheit ist unbestritten, die Datensicherheit hängt allerdings maßgeblich vom Anbieter ab: Ich würde nur auf Hoster setzen, die ihr eigenes Rechenzentrum betreiben, welches unabhängig zertifiziert ist. Speziell ein Managed Server kann dann durchaus die Vorteile eines eigenen Servers mit den des Shared Hostings verbinden – und das oftmals preiswerter als gedacht.