Eigenes WLAN-Netzwerk mit dem Raspberry Pi realisieren

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Wlan Web Access Internet
annca / Pixabay

Die Idee ist eine lokale Cloud, die über WLAN ohne Internetanbindung erreichbar ist, für einen geschlossenen Kreis z.B. Stammtisch oder LUG. Ich möchte hier jedoch nur zeigen, wie man den Raspberry Pi überredet ein eigenes WLAN-Netzwerk aufzubauen.

Hierbei diente der Artikel „Setting up a Raspberry Pi as a Wireless Access Point“ als Vorlage.

Installation

Zuerst werden die Pakete dnsmasq und hostapd auf dem RasPi installiert.

Beide Dienste sind nach der Installation aktiv und müssen vorerst gestoppt werden.

Im Anschluss wird die feste IP, über die der Raspberry Pi erreichbar sein soll, konfiguriert. Dazu wird über

folgender Eintrag an das Ende der /etc/dhcpcd.conf gesetzt. Der RasPi bekommt die lokale IP 192.168.4.1 zugewiesen, über die der Pi dann später erreichbar sein wird.

Nun wird der dhcpcd-Daemon neu gestartet.

Der DHCP-Server wird konfiguriert, indem die DHCP-Range festgelegt wird. Dazu wird via

der entsprechende Eintrag an das Ende der Datei gesetzt. Alle sich einwählenden Geräte bekommen IP-Adressen von 192.168.4.2 – 192.168.4.20 vergeben. D.h. hier wird eine Beschränkung auf max. 19 Geräte festgelegt.

Nun muss der zuvor gestoppte Deamon wieder gestartet werden.

Nun legt man in der mit 

neu erstellten Konfigurationsdatei /etc/hostapd/hostapd.conf die Zugangsdaten für das WLAN-Netz fest. Im Beispiel wurde der Frequenzbereich auf g = IEEE 802.11g (2.4 GHz) festgelegt. Die SSID und das Passwort wären in dem Fall dann raspberrypi.

Dem Dienst hosapd muss dies nun noch mitgeteilt werden.  Dies erfolgt über

Hier wird die Zeile #DAEMON_CONF gesucht und mit

überschrieben. Nun wird hostapd aktiviert und gestartet.

Danach wird die Routing-Regel für IPv4 in der /etc/sysctl.conf gesetzt. Dazu wird die Datei mit

geöffnet und

auskommentiert. Im Anschluss wird die Firewall entsprechend konfiguriert

und dauerhaft in die /etc/iptables.ipv4.nat eingetragen.

Abschließend trägt man via

folgende Zeile

in die /etc/rc.local vor „exit 0“ ein und startet den RasPi via

neu. Dieser ist dann über die eingerichtete WLAN-Verbindung via SSH mit

oder

erreichbar. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, eine lokale Cloud auf dem Raspberry Pi zu installieren und diese in einem separaten WLAN-Netzwerk verfügbar zu machen.

ElsterFormular unter Linux Mint

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Receipts Tax Office Bank Notes
Panals / Pixabay

Am folgenden Beispiel möchte ich zeigen, wie man auf einem momentan noch aktuellen Linux Mint 19.2 ElsterFormular installiert. Hierzu ist es nötig, das System für das Windows-Programm der Steuerbehörde vorzubereiten. Dazu setze ich die aktuelle Version von Wine (Wine Is Not an Emulator) ein. Dieses Tool ermöglicht es, durch das Hinzuladen bestimmter Bibliotheken und Microsoft-DLLs Elsterformular zu installieren und auszuführen.

Installation von Wine

Zuerst teilt man dem 64-Bit System mit, auch 32-Bit Anwendungen zu verarbeiten.

Dann lädt man den Repository-Key herunter und spielt diesen in das Betriebssystem ein.

Nun wird die Quelle hinzugefügt

und via

aktualisiert. Wine ist jetzt bereit zur Installation.

Installation von ElsterFormular

Das zuvor vom Finanzamt herunter geladene ElsterFormular kann nun via Doppelklick installiert werden.

Setup
Lizenzvertrag
Installationsverzeichnis
Umgang mit Updates
Installation starten
Installation fertigstellen

Nach dem erfolgreichen Setup wird man feststellen, dass Elsterformular noch nicht startet. Hierfür werden aktuelle Microsoft Visual C++ Bibliotheken benötigt, die es nun gilt zu installieren. Winetricks übernimmt diese Aufgabe.

Installation von Winetricks

Installation der fehlenden Bibliotheken

Dazu wird Winetricks im Menü aufgerufen und ausgeführt. Man bestätigt die Meldungen, wie das hier anhand der Screenshots gezeigt wird.

Winetricks
Wineprefix auswählen
Pakettyp auswählen
Aktueller Prefix
Fehlermeldung
Fehlermeldung
Fehlermeldung
Microsoft Visual C++ installieren
Microsoft Visual C++ Installation beendet
Pakettyp auswählen abbrechen
Wineprefix auswählen abbrechen

Anwendung

Nun führt man ElsterFormular wie gewohnt vom Desktop oder aus dem Menü des Systems aus.

Linux Mint – Desktop
ElsterFormular
ElsterFormular

Verbindungstest

Über Senden kann nun ein Verbindungstest durchgeführt werden. Dieser sollte dann so aussehen:

Verbindungstest
Verbindungstest bestanden

SDR mit Gqrx

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Gqrx

Heute zeige ich, wie man das SDR-Programm Gqrx mit einem RTL 2832 USB-Stick zum Empfang von UKW- und Amateurfunk-Signalen einrichtet.

Installation

Anwendung

Gqrx im Menü starten: File -> I/O Devices auswählen,

Gqrx – Devices

den Empfänger (RTL 2832) bestätigen

Gqrx – Empfänger auswählen

und via Play den Empfänger starten.

Gqrx – Start

Key-ID auf Linux Mint aktivieren

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qimono / Pixabay

Heute möchte ich zeigen, wie man einen USB-Token von Key-ID auf Linux Mint für eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (FIDO U2F) aktiviert. 

Installation

Hierzu wird die Datei /etc/udev/rules.d/70-u2f.rules erzeugt 

und mit folgendem Inhalt beschrieben.

Nun speichert man mit Ctrl + o und verlässt den Editor mit Ctrl + x.

Nach dem Neustart des Systems kann der Token verwendet werden.

Viel Spaß!

Amateurfunk mit Linux Mint

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CubicSDR

Heute zeige ich, wie mit einem RTL 2832 USB-Stick UKW-Radio, sowie Amateurfunk-Frequenzen empfangen werden können. Dafür verwende ich im folgenden Beispiel das Programm CubicSDR. Zur Audioausgabe werden hierbei die Signale visuell farblich als Diagramm dargestellt.

Installation

Anwendung

CubicSDR im Menü starten: Devices -> Local  -> RTL2832 auswählen

CubicSDR – Empfänger auswählen

Alternativsoftware

Gqrx

Yubikey auf Linux Mint aktivieren

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Yubikey

Heute möchte ich zeigen, wie man einen USB-Token von Yubikey auf Linux Mint für eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktiviert. Ziel ist es einen U2F-Key in das System zu integrieren.

Installation

Zuerst installiert man das Paket libpam-yubico.

Dann wird die Datei /etc/udev/rules.d/70-u2f.rules mit folgendem Inhalt erzeugt. 

Dieser wird nun in die leere Datei eingefügt.

Die Datei wird mit Ctrl + o gespeichert und der Editor mit Ctrl + x wieder verlassen.

Der Yubikey kann nun in Linux Mint verwendet werden.

Viel Spaß!

Nextcloud-Client auf Linux Mint installieren

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Linux Mint

Im Januar 2020 läuft der Support für Windows 7 aus. Linux Mint wird oftmals als Nachfolger für Windows 7 ins Gespräch gebracht, da es sich vom Design gut anfühlt, ohne Vorkenntnisse einstellen und ähnlich bedienen lässt, wie ein Microsoft-Betriebssystem.
Ich möchte mir nun ein paar Schwierigkeiten herauspicken und zeigen, wie man diese behebt und das System entsprechend konfiguriert.

Heute schaue ich mir die Integration der Nextcloud in das System an. Hierbei soll der Nextcloud-Client installiert werden, der dafür sorgt, das Cloud-Verzeichnis /home/Nextcloud mit der Nextcloud zu synchronisieren.

Installation

Zuerst wird das entsprechende Repository hinzugefügt.

Danach wird die neue Paketquelle eingelesen

und der Client installiert.

Beachten sollte man jedoch, dass dem Start des Clients eine kleine Verzögerung in Startprogramme mit auf den Weg gegeben wird, da das Statussymbol sonst nicht im Tray angezeigt werden kann. Schuld hier ist der Client, welcher ohne diese Verzögerung schneller als die Taskleiste startet. 10 Sekunden sind als Vorgabe völlig ausreichend. Den entscheidenden Hinweis fand ich auf STEFAN’S WEBLOG.

Startprogramme
Linux Mint – Nextcloud Client

Viel Spaß!

Linux Presentation Day 2019.2

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Logo Linux Presentation Day

Am 16.11.2019 hat die Hality (hallesche FOSS-Community) am Linux Presentation Day teilgenommen. Ziel der Veranstaltung war es, Freie Software „anfassbar“ vorzustellen und als Alternative zu kommerziellen Lösungen bekannter zu machen, sowie die Angst vor Neuem zu nehmen.
Das Ganze fand in der Clubstation der Funkamateure von Halle (Saale) statt. Durch entsprechende Werbung konnten wir auch Leute erreichen, die wir bisher noch nicht bei den monatlichen Community-Stammtischen gesehen haben. Das macht Mut für die Zukunft. Immerhin 11 Interessierte kamen so zur Veranstaltung in die Clubstation.
Zeitgleich fand im Offenen Kanal Merseburg die Schwesterveranstaltung statt. Auch diese wurde recht gut besucht.

Vielen Dank an alle Besucher und diejenigen die dies ermöglicht haben!

LPD 2019.2 in Halle und Merseburg

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Grafik: Matthias Baran

Am 16.11.2019 ist es wieder so weit. Der Linux Presentation Day (LPD) lädt zum Kennenlernen des Linux-Betriebssystems und Freier Software ein. Hierzu finden u.a. zwei Veranstaltungen in Halle (Saale) und Merseburg statt. Eine Übersicht über weitere Veranstaltungen findet man hier.

Die Hality nimmt am 16. November mit einem eigenen Angebot am Linux-Presentation-Day 2019.2 teil und hilft, den Weg zu Freier Software zu ebnen.  Neben dem Einrichten von Testsystemen um GNU/Linux auszuprobieren, gibt es diverse Inputs:

  • Mint – unser erstes Linux installieren (12:00 – 13:00)
  • Nextcloud – die Cloud in den eigenen vier Wänden (13:00 – 14:00)
  • Freie Messenger – Alternative zu WhatsApp und Co. (14:00 – 15:00)
  • Amateurfunk (15:00 – 16:00)
  • … (16:00 – )

Zum Selber-Testen auf dem eigenen Gerät bitte am besten auch einen USB-Stick (mind. 8GB) mitbringen!

Grafik: Matthias Baran

Flache Bälle mit dem Pinguin:

Zum Linux-Presentation-Day geht es beim OKMQ in Merseburg nicht darum zu zeigen, wie viele unglaublich hervorragende, anspruchsvolle und innovative Sachen man auf Basis des freien Betriebssystems entwickeln kann und für wie viele erstaunliche Produkte Linux die Basis bietet.
Es geht ganz ebenerdig um einen alltagstauglichen Zugang zu der prall gefüllten offenen Welt der Freien Software und einen Einstieg in die Arbeit damit.

Unterstützung im Da-Sein und Sich-ausfragen-Lassen ist sehr willkommen.

Falls es sich ergibt, stehen auch ein paar Inputs auf dem Plan:

  • Linux für Einsteiger u.a. Elementary OS (12:00 – 12:30)
  • Linux testen mit Livestick oder VM (12:30 – 14:00)
  • Bildbearbeitung, Illustration, 3D – ein kurzer Einblick (14:00 – 15:00)
  • Schreiben statt klicken: Terminal produktiv nutzen (15:00 – 15:30)
  • Vim – Blitzeinführung in den Konsolen-Editor (15:30 – 16:00)
  • … (16:00 – )

Zum Selber-Testen auf dem eigenen Gerät bitte am besten auch einen USB-Stick (mind. 8GB) mitbringen!

Adminer auf Buster installieren

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Adminer 4.7.1

Da phpMyAdmin aus den Paketquellen von Debian heraus gefallen ist, musste ich mich um eine Alternative bemühen. Hier kommt quasi nur Adminer in Frage.

Installation

Zuerst wird das Paket Adminer installiert.

Konfiguration

Da wir ohne Zutun auf einer 404-Seite landen, muss noch Folgendes erledigt werden. Zuerst wird die Datei /etc/adminer/adminer.conf angelegt

und hier der Inhalt

eingefügt. Dann wird noch ein entsprechender Verweis in der /etc/apache2/apache2.conf hinterlegt.

Dieser ist am Ende der Datei einzufügen.

Abschließend wird der Webserver neu gestartet.

Nun ist Adminer via http://domain.tld/adminer/ erreichbar.

Viel Spaß!