SSD in Nextcloud auf dem Raspberry Pi einbinden

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wir_sind_klein / Pixabay

Wenn der Speicherbedarf der MicroSD eines Raspberry Pi, auf dem eine Nextcloud installiert ist, nicht ausreicht, kann man diesen via Festplatte oder USB-Stick problemlos erweitern.

Folgendes Beispiel zeigt eine Möglichkeit anhand einer neuen vorformatierten SSD und eines Raspberry Pi 3 Modell B.

Festplatte einbinden

Hierzu wird die Festplatte über einen entsprechenden USB-Adapter an den Raspberry Pi angeschlossen und via

identifiziert. Die angeschlossene SSD wird im Beispiel unter /dev/sda vom System ausgemacht. Die Ausgabe sieht dann in etwa so aus:

Im Nachgang partitioniert man die Festplatte mit fdisk.

Mit

wird „add a new partition“ gewählt und mit

eine primäre Partition erstellt. Im Normalfall wird hier mit 

die Position (1) bestätigt und die Werte mit

auf die Festplatte geschrieben.

Das Partitionieren der SSD mit dem Linux-Dateisystem ext4 erledigt man im Anschluss über:

Nun wird die Festplatte dauerhaft in das System eingebunden. Dazu erstellt man ein Mountverzeichnis ssd unter /media.

Mit

wird nun die SSD gemountet.

Damit das Ganze auch einen Reboot überlebt, muss z.B. mit blkid die UUID der SSD ermittelt werden.

Ausgabe:

Die /etc/fstab wird im Anschluss um den entsprechenden Eintrag mit der UUID der SSD erweitert.

Jetzt kann das System zum Testen neu gestartet werden.

Die Festplatte sollte nun dauerhaft über /media/ssd erreichbar sein.

Im Nachgang beginnt der gefährliche Teil, mit dem Verschieben bzw. kopieren des Datenverzeichnisses der Nextcloud auf die SSD.

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, stets ein Backup anzufertigen, falls wirklich mal etwas schief geht!

Um das Datenverzeichnis einzubinden, steigt man in das Installationsverzeichnis der Nextcloud ab

und schaltet mit

den Wartungsmodus ein, um zu verhindern, dass während dieses Vorgangs Daten auf die Nextcloud geschrieben werden.

Datenverzeichnis kopieren

Dann wird das Datenverzeichnis einfach von der MicroSD auf die Festplatte kopiert.

Dieses bekommt dann die entsprechenden Rechte.

In der Konfigurationsdatei der Nextcloud wird nun über

der entsprechende Pfad zum Datenverzeichnis wie folgt geändert.

Nach einem erneuten Neustart des Webservers

und dem Abschalten des Wartungsmodus

sollte alles wie gewünscht laufen.

Hinweis

Das alte Datenverzeichnis /var/www/html/nextcloud/data ist noch vorhanden und kann sofern alles funktioniert im Anschluss gelöscht werden.

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