openSUSE mit GNOME

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Free-Photos / Pixabay

Gestern hatte ich die Gelegenheit mal openSUSE 12.1 mit Gnome 3 zu testen. Da ich in diesem Jahr noch ein neues System aufsetzen will, schaue ich mir neben Ubuntu gern mal die Live-CDs anderer Distris an, die auf Gnome setzen. Ich muss sagen, dass openSUSE mir recht gut gefällt. Probleme die ich mit der Ubuntu 12.04 LTS hatte, traten nicht auf. Nach dem Download konnte ich das Images auf einen USB-Stick laden und ohne Schwierigkeiten starten. Die Version 12.1 bringt neben dem Kernel 3.1.0, Gnome 3.2, Firefox 7.0.1, LibreOffice 3.4.2 auch Gimp in der Version 2.6.11 mit.

Im Jahr 1995 hatte ich schon einmal mit SUSE experimentiert. Damals war an das Internet noch nicht zu denken. Die Distribution kam auf vier CDs. Es gab noch keine Brenner und es stellte sich als zeitraubendes Abenteuer dar. Ich hatte nicht die Geduld dabei zu bleiben. Wenn ich openSUSE heute hingegen sehe, dann ist diese Disti mit Sicherheit eine sehr gute Wahl.

openSUSE 12.1 GNOME Live kann man auf http://software.opensuse.org/121/de downloaden.

8 Kommentare

  1. Hi,

    so kann es gehen. Ich gehe von openSUSE wegen der sehr viel schlechteren GNOME Unterstützung weg und wechsle hin zu Ubuntu weil der Desktop da besser läuft und zudem 5 Jahre Unterstützung der Distribution angeboten wird die es bei openSUSE nicht gibt. Auch wenn nun manche denken mögen, das es bei openSUSE ja „Evergreen“ als eine Art „LTS“ gäbe, so ist dies nicht einmal ansatzweise vergleichbar. Überlege es dir gut zu openSUSE zu wechseln, denn dort läuft es schon lange nicht mehr so gut wie das mal einst war. Ich hab nach vielen Jahren genug, für mich ist Ubuntu und Fedora ein mehr als würdiger Ersatz gefunden. Ubuntu für LTS, Fedora für den Spieltrieb. 😉

  2. Wie kommst du darauf, dass der GNOME-Support bei openSUSE schlechter als bei Ubuntu ist?
    GNOME ist in beiden Fällen nicht default, aber openSUSE kriegt immerhin ab, dass SUSE Linux Enterprise Desktop mit GNOME als default daherkommt. Deswegen arbeiten einige Angestellte der SUSE GmbH an GNOME, während sich Canonical auf Unity konzentriert.
    Den besten GNOME-Support kriegt man aber ohnehin unter einer Red-Hat-Variante (Fedora eingeschlossen). Ubuntu LTS sieht gegen RHEL/CentOS/ScientificLinux ziemlich lächerlich aus, wenn man wirklich ewig Support will.

    • Hi,

      versuch doch einfach mal Hilfe bei einem in GNOME 3 aufgetretenen Fehler zu bekommen, beim openSUSE Projekt, dem GNOME Team. Wirst Du dir einen „Wolf“ suchen, laufen und auf Ewigkeit warten. Wenn man oft genug im IRC bohrt, lang genug bettelt und dann noch Glück hat wird man jemanden finden der zumindest versucht zu helfen. Ganz abgesehen davon, das man auf aktuelle GNOME Versionen (zB. 3.4 , aber auch schon bei 3.2) basierend auf aktuelle openSUSE Versionen warten kann bis man schwarz wird. Das war bei 11.4 mit GNOME 3.2 und aktuell bei 12.1 mit GNOME 3.4 so. Vor allem bei letztgenannten Beispiel war man bei Ubuntu, obwohl wie Du selbst sagst dort Unity Standard ist, noch schneller beim verteilen des 3.4 Release. Da rede ich noch nicht mal davon irgendwelche Doku (vor allem deutschsprachige) über GNOME 3 zu finden oder sogar Hilfe im offiziellen openSUSE Forum, Mailingliste oder IRC. Bei openSUSE läuft es für jemanden der KDE nutzt noch recht gut, aber GNOME Anwender sind da ausreichend benachteiligt. Wer es nicht glaubt kann im openSUSE Wiki sich die Team Seiten der Projekte (KDE/GNOME) anschauen, wo sich an Hand der gelisteten Mitglieder und unterstützenden aktiven schon erkennen lässt welcher Desktop dort am besten unterstützt wird. Zumal beim openSUSE Projekt ja offiziell KDE als Standarddesktop gilt und nicht GNOME.

      Ich mach gerade für mich eine Art „Testlauf“ um zu schauen wo GNOME am besten integriert ist und habe da frisch gemachte Erfahrungen. Meine Einschätzung ist, das Fedora – da GNOME hier wie auch richtig angemerkt die beste Unterstützung erfährt und bestens Integriert ist weil dieser der Standarddesktop ist, gefolgt von Ubuntu und sogar noch Mageia leicht vor openSUSE liegt. Wenn mir jemand die Frage stellt, lautet mein Tipp bei Ubuntu wenn man eher der Einsteiger ist, bei entsprechend vorhandener Linux Erfahrung besser gleich Fedora. Aber openSUSE ist für GNOME 3 Anwender und Fans nicht ohne eine gewisse „Vorwarnung“ zu empfehlen.

      PS. bevor nun der Satz kommt, „trage bei und helfe“ gleich der Hinweis meinerseits, das ich sehr wohl beim openSUSE Projekt (lange genug) aktiv bin. Die aktuell deutschsprachige Wiki beim Projekt zeugt davon, was mit einigen (meist wenigen) Mitstreitern betreut und ausgebaut wurde. Allein aus der hier gemachten (Wiki) Erfahrung, kann ich das schon recht gut einschätzen. Dennoch ersetzt nichts und niemand, die selbst gemachten Erfahrungen um sich sein eigenes Bild zu machen.

      • Distributionsspezifische Support-Foren usw. sind meistens eh Mist, außer man will wirklich was über die Eigenheiten der Distribution selbst wissen. Besseren Support findet man in den Foren/Mailinglisten der jeweiligen Desktop-Umgebung.

        Das beste Wiki hat m.E. Arch Linux. Wenn ich doch mal ein Problem haben sollte, lande ich meistens dort. 🙂

        Auch wenn GNOME nicht meine präferierte Oberfläche ist, ist sie sehr gut integriert. Man muss sich halt bewusst sein, dass openSUSE einen Release-Zyklus von 8 Monaten (statt 6 wie bei Ubuntu u Fedora) hat und deswegen mal ein Release von GNOME oder KDE Plasma auch mal ausgelassen wird. Wenn man cutting edge sein will, ist openSUSE als vergleichsweise konservative Distro tatsächlich eher falsch für einen.

        Ich weiß nicht, ob es bei 12.04 noch immer so ist, aber bei Ubuntu 11.10 konnte man ja AFAIK nicht GNOME 3 und Xfce parallel installieren, da sich irgendwas in die Quere kam. Bei openSUSE war das nie ein Problem. Von daher würde ich vorsichtig mit der pauschalen Aussage sein, dass Ubuntu GNOME besser unterstützt.
        Meiner Ansicht nach merkt man openSUSE-GNOME schon im positiven Sinne an, dass die Release-Versionen von SUSE-Angestellten gemacht werden.

    • Ich vergaß ganz zu erwähnen, das hier Bezahlter Support außen vor bleiben sollte. Die wenigsten Anwender kaufen sich eine Linux Distribution, die meisten nutzen die genannten Distributionen im Privatem rahmen wo Support und dergleichen Hilfe sich auf Foren, Mailinglsten und IRC‘ s beschränkt. Eben aus dieser Sicht beschreibe ich meine gemachten Erfahrungen. Mir reichen 5 Jahre kostenloser Support (Sicherheitsupdates, etc) von Ubuntu völlig aus. Ich nutze das alles im Privaten, da muss es für mich kein RHEL sein.

  3. Mit SuSE bin ich durch, spätestens wenn du mal was manuell Konfigurierst, danach ein Update via yast machst, merkst du das deine Änderungen nicht mehr da sind. Das hat mich zu doll genervt.

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