Die Sache mit dem Bouncer – Teil 1

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Die letzten Tage habe ich mich damit beschäftigt einen IRC-Bouncer auf Uberspace zu installieren. Als Vorlage diente hierzu der Artikel von Marvin Dickhaus.

Wozu benötigt man eigentlich einen Bouncer (BNC)?

Ein Bouncer vermittelt zwischen einem IRC-Client und dem IRC-Server. Ohne Bouncer gibt man die Anwesenheit in einem IRC-Channel nach dem Abmelden immer wieder auf. Mit einem Bouncer hingegen kann man jedoch auch offline im Raum verweilen, um so u.a. keine Nachrichten zu verpassen. Der Bouncer hält die Verbindung zum IRC-Server ständig aufrecht. Man verbindet sich später nun nicht mehr mit dem IRC-Server, sondern mit dem Bouncer (siehe Grafik).

znc_bouncer

Quelle: http://wiki.znc.in/ZNC

Was benötigt man nun dazu?

Zuerst ein Uberspace und ZNC.

Um ZNC auf dem Uberspace kompilieren und installieren zu können muss eine neuere Version von GCC aktiviert werden. Das geht folgendermaßen:

Dann kann ZNC via Toast installiert werden.

Nun geht man in das entsprechende Verzeichnis und konfiguriert das Ganze.

Hier ein Überblick, wie das bei mir aussieht. Listen on Port kann frei gewählt werden. In meinem Fall 62626.

Wichtig: ZNC darf nicht am Ende der Konfiguration gestartet werden! Hier ist >no< einzugeben.

Hierfür wird nun ein entsprechender Service auf dem Uberspace eingerichtet, der ZNC automatisch im Hintergrund laufen lässt.

Jetzt Folgendes eintragen

und mit Enter bestätigen.

Der Start des Service gibt bei Erfolg diese Meldung aus:

Der Bouncer nimmt jetzt seine Arbeit auf. Wie man ZNC per Webinterface konfiguriert und via Weechat nutzt, zeige ich im nächsten Artikel.

Erreichbar bin ich auf Freenode unter #intux.

Viel Spaß!

Nachtrag

Andere Bouncer wie bsybnc, miau, muh oder shroudBNC erfüllen den gleichen Zweck. Ein weiterer guter terminal-basierender IRC-Client ist Irssi.

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Autor: Frank Lüttig

Mein Name ist Frank, ich bin 1969 geboren und wohne in Halle (Saale). Ich bin ein technikbegeisterter Linux-User und berichte von Zeit zu Zeit auf intux.de über meine Erfahrungen im Bereich Open Source.

6 Kommentare

  1. Tut nicht byobu/screen + irssi in einer SSH-Session auf dem Uberspace-Host genau das Gleiche: eine IRC-Session offen halten? Und das hat sogar noch den Vorteil, dass ich sie von irgendwoher anschauen kann. Welche Vorteile bringt ZNC?

    • ZNC ist Mandantenfähig, über das gelungene WebGUI lassen sich unendlich viele User in IRC Netze zuweisen und verwalten, es kann eingestellt werden wie viele Zeilen pro Channel geloggt werden sollen wenn Offline, es gibt diverse Module die einem das Leben im IRC bequemer machen.

      Ich habe auch einen Trust ins Quakenet fuer 10 Verbindungen derselben IP fuer ein paar ZNCs die alte Bekannte nutzen. Sie lieben ihn 🙂

    • Sicher kann man das auch anders lösen. Ich habe nur eine Möglichkeit aufgezeigt. In Verbindung mit einem Uberspace finde ich ZNC schon recht gut, besonders, dass man die Einstellungen hinterher über das Webinterface leicht konfigurieren kann.

  2. Hmm, so richtig war IRC bei mir immer eine Hassliebe. Ich muss gestehen, dass ich mit XMPP und MUC deutlich glücklicher bin (ein login, resycn, adhoc-cmds mit GUIs, …)
    Mit MIX könnte es dann mittelfristig auch die Möglichkeit geben im Channel verfügbar zu bleiben, obwohl man offline ist:
    https://blog.process-one.net/xmpp-mobile-groupchat-introducing-muc-subscription/

  3. Pingback: Die Sache mit dem Bouncer – Teil 2 » intux

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