Darktable 1.0.4

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marcompattaya / Pixabay

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal das Programm Darktable vorgestellt. Seit 04. Juni 2012 ist nun die Version 1.0.4 für Linux veröffentlicht.  Für mich als Hobbyfotografen ist es das Programm schlechthin, wenn es um die Verarbeitung von RAW-Daten (Foto-Rohdaten) geht. Andere Pendants wie RAW-Therapee oder Gimp mit den entsprechenden RAW-Plugins wie gimp-ufraw oder gimp-dcraw verrichten zwar ebenfalls problemlos ihre Arbeit, aber mit Darktable ist man der Herr der Dunkelkammer. Darktable ist in drei Hauptbereiche aufgeteilt, Lichttisch, Dunkelkammer und Tethering. Am Lichttisch lassen sich aus Fotos im RAW-Format und herkömmlichen JPGs hervorragende Resultate erzeugen. Die Korrektur der eingesetzten Objektivlinse ist ebenfalls möglich. Die Bedienung von Darktable ist im ersten Moment zwar etwas gewöhnungsbedürftig, doch findet man sich recht schnell zurecht. Wer eine digitale Kamera besitzt, die die Aufnahme von Rohdaten beherrscht, dem kann ich nur empfehlen Fotos auch in diesem Format aufzunehmen, um das Optimum an Qualität herraus zu holen. Gerade wenn man ein Fotobuch erstellen möchte, dann sollte alles perfekt sein. So ist es unter anderem auch möglich den Weißabgleich im Nachhinein zu ändern oder gar ein S/W-Foto wieder mit Farbe zu erfüllen.

Vor einem Bug muss ich allerdings noch warnen. Wenn man versucht ein HDR zu generieren, dann kann es vorkommen, dass das Verzeichnis in der sich die Quelldateien befinden, nicht mehr öffnen lassen.

Darktable ist in den offiziellen Paketquellen von Ubuntu enthalten.

Hier der Link zum Projekt http://darktable.org.

19 Kommentare

    • Bitte kopiere Dir erst das Verzeichnis mit den Quelldateien wenn du HDR testen möchtest. Ich konnte danach den gesamten Ordner nicht mehr gebrauchen. Vielleicht gibt es irgendeinen Trick, um alles wieder rückgängig zu machen. Das HDR wird im Quell-Ordner in einen neuen Unterordner geschrieben. Da kommt man dann aber auch nicht mehr ran. Man kann den Ordner zwar öffnen, doch schließt er gleich wieder. Auch wenn man die Fotos die darin enthalten sind via Terminal kopiert, kann man auch diesen Ordner nicht mehr öffnen.
      Für HDR empfehle ich nach wie vor Hugin. Da sollte auch nichts schief gehen.

      • > Auch wenn man die Fotos die darin enthalten sind via Terminal kopiert, kann man auch diesen Ordner nicht mehr öffnen.

        Hast du mal versucht ein Bild via Terminal zu öffnen? Irgendwas wie gimp /pfad/zum/bild.jpg

        • Sorry, wenn ich mich mißverständlich ausgedrückt haben sollte. Ich habe die Dateien via Terminal in einen neu angelegten Ordner kopiert. Auch jener Ordner ließ sich dann nicht mehr öffnen, so dass ich auch über diesen Weg nicht mehr an die Bilder kam, um diese dann in z.B. Gimp zu öffnen oder gar zu bearbeiten.

  1. Wie siehts denn mit der Stabilität aus? Ich bin von Darktable zu RawTherapee umgestiegen, einfach weil es regelmäßig abstürzte/hing. War nicht schön zu benutzen…

  2. Hallo intux,

    dein HDR-Bug klingt wirklich sehr seltsam, ich kann mir das nicht erklären – und ich höre das auch zum ersten mal. Ich wüsste nicht, die ein Programm (bel.) es schaffen sollte, mit dem abspeichern einer Datei das Filesystem zu zerschießen.

    Könntest du dich damit mal auf der Entwickler-Mailingliste melden oder einen Bug in den Tracker füllen? Vielen Dank!
    http://darktable.org/redmine/projects/darktable/issues/new

    Simon

    • Das Problem hatte ich auch schon bei der früheren Version. Ich denke, dass ich nicht der einzige bin der dieses Problem hat. Bei den Fotos handelt es sich um das Format von Canon *.CR2.

      • Ich besitze einen Canon EOS 550D, die mir ebenfalls *.CR2-Files liefert, hatte jedoch damit noch keine Probleme – zumindest nicht solche schwerwiegenden.

        Wie gesagt, ich habe bisher weder auf der devel- noch user-Mailingliste ein ähnliches Problem auftauchen sehen… -> Bugreport!

        🙂

  3. Hi,

    danke für den Hint, benutze die 1.04 schon längere Zeit aus den unstable Quellen und konnte jetzt zurück auf die stable 😉

    Off Topic: man kann Darktable super beschleunigen, wenn man mehr Kerne und Ram zur Verfügung stellt:

    Einstellungen bei mir (Xeon, viel Ram) – hab lange gebraucht, um den Einstellungsknopf überhaupt wahrzunehmen (ist rechts oben unter dem Hauptlink „Leuttisch“)

    Reiter „zentrale Optionen)
    – background threads: 4
    – export multiple images in panel: 6
    – tiling memory limi:t 10000
    – single buffer memory amount: 50

    Wahrscheinlich alles viel zu viel, aber es rennt jetzt und ich habe auch keine Probleme mehr mit der Geschwindigkeit der Anzeige der Thumbnails.

    Grüße
    Axel

    • Hi Axel, sieht im Prinzip nicht schlecht aus – die Option „export multiple images in parallel“ kannst du allerdings problemlos auch wieder nach unten drehen: da alle Algorithmen OpenMP-fähig sind werden auch beim Export eines einzelnen Bildes alle Prozessorkerne ausgelastet ohne dass man neue Exporte startet.

      Viele Grüße,
      Simon

  4. Das Problem ist die erzeugte .dng-Datei. Wird die aus dem Verzeichnis verschoben/gelöscht, geht es wieder (zumindest bei mir). Scheinbar scheint der thumbnailer Probleme mit dieser zu haben.

  5. Hallo

    Ich habe eine Frage.
    Werden die Rohdaten automatisch überschrieben oder besteht die Original Datei ?
    Und wie kann ich die ganzen Bearbeitungsschritte Rückgängig machen ?

    Vielen Dank !

  6. Hallo

    Meine zweite Frage ist die, ob es in absehbarer Zeit auch Darktable für Windows geben wird ?

    Vielen Dank

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