Kurz vor Jahresende konnte ich ein weiteres Mal ein Smartphone aus dem Haus bq testen. Dabei handelte es sich um ein bq Aquaris M5 und damit den großen Bruder des bq Aquaris E5 LTE. Was hier besonders positiv auffällt, ist der wesentlich größere Arbeitsspeicher. Mir wurde freundlicherweise die 3GB-Variante mit 32GB internen Speicher zur Verfügung gestellt.
Im Inneren arbeitet ein Snapdragon™ 615 Octa Core Prozessor und sorgt hierbei für eine gute Leistung. Als Betriebssystem kommt Android 5.1.1 Lollipop zum Einsatz. Der nicht wechselbare Akku hält je nach Benutzung bis zu zwei Tagen. Das Display löst gegenüber dem E5 in Full HD auf. Erwähnenswert ist ebenfalls der im M5 verbaute NFC-Chip (Near Field Communication). Die Kamera macht auch wie bei den Modellen bq Aquaris E5 LTE und bq Aquaris E5 HD Ubuntu Edition akzeptable Bilder mit bis zu 13 Megapixeln. Das Gehäuse hat ein schnörkelloses Design und liegt gut in der Hand. Auch dieses Gerät bietet, wie das E5, die Möglichkeit zwei Micro-SIM Karten gleichzeitig nutzen zu können.
Negativ fiel die nicht installierte eMail-App sowie ein fehlendes Headset ins Gewicht. Ein Netzteil ist ebenfalls nicht im Lieferumfang enthalten.
Vorteile
- Android
- gut abgestimmte Hardware
- gute Haptik
- robustes Kunststoffgehäuse
- erweiterbarer Speicher (MicroSD)
- gute Akkuleistung
- UKW-Radio
Nachteile
- fehlende eMail-APP
Ausstattung
- Größe: 143 x 69,4 x 8,4 mm
- Gewicht: 144 g
- Größe: 5 “
- Auflösung: Full HD 1080×1920 – 440 ppi
- CPU: Qualcomm® Snapdragon™ 615 Octa Core A53 bis 1,5 GHz
- interner Speicher: 32 GB (davon 27,8 GB frei)
- RAM: 3 GB
- Akku: LiPo 3120 mAh
- Kartenslot: Dual Micro-SIM
- Speicher: MicroSD™ Slot
- Konnektivität: 4G (LTE) FDD (800 / 1800 / 2100 / 2600), 3G HSPA+ (900/2100) – (B8/B1), 2G GSM (850/900/1800/1900), WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth® 4.0, GPS und Glonass, NFC (HCE)
- OS: Android
- Kamera: 13 Mpx (Dualer Blitz und Autofokus) hinten, 5 Mpx – 8 Mpx vorn
Fazit
Das bq Aquaris M5 ist ein Mittelklasse-Smartphone, welches durch seine gute Verarbeitung und Performance im Alltag überzeugen kann. Durch den großen Arbeitsspeicher von 3GB und einem Octa Core Prozessor kommt es zu keiner Zeit ins Stocken. Das Gehäuse besitzt wie das E5 eine gute Haptik und hinterlässt einen wertigen Eindruck. Das Display sollte man jedoch vor mechanischer Beanspruchung schützen. Das verbaute Dragontail-Glas wies schon am Testgerät einige Kratzer auf. Was nicht ganz nachzuvollziehen war, ist die in dieser Android-Version fehlende eMail-App.
bq wirbt beim M5 mit Fünf Jahren Garantie ohne Zusatzkosten. Das M5 hat somit 2 Jahre Gewährleistung + 3 Jahre Garantie. Der durchschnittliche Smartphone-Nutzer wird somit noch einige Zeit Freude am bq Aquaris M5 haben.
„Das M5 hat somit 2 Jahre Gewährleistung + 3 Jahre Garantie.“
Nein: Das Gerät hat die gesetzliche Gewährleistung. Parallel dazu 2 Jahre Garantie plus 3 weitere Jahre Garantie, insgesamt also 5, vorausgesetzt, das, was Du schreibst, stimmt, da ich die Garantiebedingungen nicht kenne.
http://www.bq.com/de/5-anos-de-garantia
„Besitzt du ein Gerät der Reihe Aquaris M, A oder X? Dann verfügst du über 5 Jahre Garantie ab Kaufdatum.“
Na also, da steht es ja deutlich.
„* 2 Jahre Gewährleistung + 3 Jahre Garantie.“
Andererseits widersprechen sie sich. Die Garantie geht üblicherweise über die Gewährleistung hinaus.
Denn die Garantie bezieht sich auch auf solche Fehler, die nicht bei Gefahrübergang bereits vorhanden waren, sondern in der Garantiezeit entstehen.
Den vorliegenden Fall, mit fünf Jahren Garantie zu werben, davon 2 Jahre Gewährleistung zu verstehen, die eh gesetzlich vorgesehen sind, würde ich gerne ausfechten.
Wettbewerber würde das sicherlich auch interessieren.
Und erst recht Verbraucherschutzverbände.
Diese Rechtsverdreher! 😉
Ich habe mal einen Screenshot gemacht. Wer weiß, wozu man den noch gebrauchen kann.
Und wie wäre es damit, einfach eine freundliche eMail an BQ zu senden um das Rechtsmissverständnis seitens BQ auszuräumen?
Da wäre ich auch dafür. Erst mal BQ freundlich anschreiben um Missverständnisse aus zu räumen.
Man muss doch nicht immer gleich ein großes Fass aufmachen und mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Verbraucherschutzverbände … Das wird dann interessant, wenn der Anbieter sich quer stellt und man geschädigter ist.
Aber gleich solche Geschütze auf zu fahren, ohne jemand eine Möglichkeit zu geben nachzubessern, finde ich etwas übertrieben.
Grundsätzlich gilt immer das gesetzlich vorgeschrieben, ganz egal was der Verkäufer schreibt. Das gesetzliche kann man nicht ausschließen.
Sorry, aber ein Nachteil ist es nicht wenn die Email App fehlt! Lieber weniger Apps als zuviel nutzlose Apps.
Die eMail-App gehört einfach dazu. Sicher kann man eine Anwendung wie Boxer laden und installieren. Will man dann aber eine Signatur erstellen bzw. andern kann die Sache schnell kostenpflichtig werden. Bei Android setze ich eine eMail-App bzw. ein Widget voraus.
K9-Mail ist eh (meines Ermessens) die beste E-Mail-App, insofern fände ich das Fehlen verschmerzbar.
Richtig. Nutze auch K9-Mail mit meinem eigenen Imap-Server
Ich nutze auch schon immer K9-Mail, habe sogar mal für den Ableger Kaiten bezahlt. Bin aber wieder zurück zu K9-Mail.
Problem ist, dass sich hier in der Entwicklung wohl kaum mehr was tut. Anpassungen an die neuen Android-Versionen wären schon sehr fein.
Eine fehlende E-Mail App sehe ich auch nicht als Nachteil. Je weniger Apps mitkommen, desto besser, finde ich. Man kann ja nachinstallieren, was man braucht.
LG Thomas
Ich würde als Nachteil wohl eher das alte Android Betriebssystem kaufen. Meiner Meinung nach ist das der größte Nachteil von Android generell, dass die Geräte kaum Updates bekommen und dann noch mit alten Versionen ausgeliefert werden.
Aktuell ist 6.0.1 (6.0.2 sollte in den nächsten Tagen auf die Nexus-Geräte geliefert werden).
Lt. Bericht hat das BQ die letzte 5er Android-Version, also 5.1.1. Das ist ja prinzipiell nicht soo schlecht, aber solange es kein Update auf 6.x gibt ist es halt einfach ein altes Betriebssystem mit Security-Bugs, die einer neuen Version schon gefixt wurden