GhostBSD vs. Solus

Vor ein paar Tagen wurde ich gebeten ein Betriebssystem für ein sechs Jahre altes Notebook zu finden, welches den Bedürfnissen des zukünftigen Users entsprechen könnte. Es sollte sicher, schick und leicht zu bedienen sein.

GhostBSD
GhostBSD 11.1

Also habe ich damit angefangen mir zwei meiner derzeitigen Favoriten herunter zu laden. Beim ersten System handelt es sich um GhostBSD. Dieses BSD-Derivat hat den Vorteil, dass man sich das Ganze schon als Livesystem anschauen kann. Nach dem ersten Start war klar, GhostBSD erkennt die Hardware wie Cam, WLAN etc. problemlos. Kurzerhand wurde das System mit ein paar Mausklicks auf dem Notebook installiert. GhostBSD wirkt aus meiner Sicht recht schick und komfortabel mit dem ausgewählten Xfce-Desktop. Ein paar Handgriffe zur Umstellung von Firefox und LibreOffice aud deutsch waren noch nötg. Leider kam die Bedienung und die Optik beim User nicht ganz so gut an wie bei mir. GhostBSD ließ sich nicht im Efi-Modus installieren. Störend wurde die Textausgabe beim Booten empfunden. Weiterhin wurde die lange Bootzeit und das Design bemängelt. Leider konnte ich den User nicht vom BSD-Sicherheitskonzept überzeugen.

Durchsetzen konnte sich letztendlich Solus 3. Solus konnte im Efi-Modus auf dem Rechner installiert werden. Auch hier wurde die komplette Hardware erkannt. Dieses Rolling Release, mit dem hauseigenen Budgie-Desktop, gefiel auf Anhieb. Solus vereint Sicherheit, Aktualität und eine ansprechende Optik. So hat nun das Notebook ein für einen längeren Zeitraum unterstütztes aktuelles Betriebssystem.

Solus
Solus 3

Ende gut, alles gut!

Autor: Frank Lüttig

Mein Name ist Frank, ich bin 1969 geboren und wohne in Halle (Saale). Ich bin ein technikbegeisterter Linux-User und berichte von Zeit zu Zeit auf intux.de über meine Erfahrungen im Bereich Open Source.

6 Gedanken zu „GhostBSD vs. Solus“

      1. „Leider konnte ich den User nicht vom BSD-Sicherheitskonzept überzeugen.“ Also muss Solus‘ Sicherheitskonzept überzeugt haben. Denn es wäre unklug, den Schwerpunkt auf Nebensächlichkeiten zu setzen.
        Hier bitte nochmal nachdenken!

  1. Für mich war der Inhalt schlüssig. Ich finde es toll, dass GhostBSD überhaupt in die Auswahl gezogen wurde und sich auch noch gut geschlagen hat. Wichtig ist das Ergebnis: der „alte“ Laptop wird weiterhin genutzt und wird auch bei Anderen durch seine schnelle und ansprechende Benutzung einen guten Eindruck hinterlassen. Ob dies dann auf das Konto von LINUX oder BSD geht, ist mir persönlich nicht wichtig. Bei mir läuft Beides ungefähr 50/50.

    Danke, Frank – für deinen guten Beitrag.

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