Ubuntu 17.10 Artful Aardvark

Ich hatte nun die Zeit mir die Ende Oktober erschienene Version Ubuntu 17.10 etwas näher anzusehen.

Ubuntu 17.10 Anmeldebildschirm – GDM 3
Ubuntu 17.10 Desktop

Ubuntu wendet sich mit dieser Version vom teils beliebten und teils gehassten Unity-Desktop ab. Stattdessen kommt Artful Aardvark erstmals mit der GNOME Shell. Obwohl die Entwickler ursprünglich versprochen hatten, möglichst auf Anpassungen an der GNOME Shell für Ubuntu zu verzichten und alles so ursprünglich wie möglich zu belassen, war mein erster Eindruck diesbezüglich sehr gemischt. Auf Ubuntu 17.10 wird man zwar mit dem GDM3 begrüßt, jedoch sieht nach der Anmeldung der Desktop beim flüchtigen Betrachten aus wie das alte Unity. Vlt. hat Canonical vor die Community langsam an GNOME 3 zu gewöhnen, bevor der Desktop in der unbearbeiteten Form in Ubuntu Einzug hält. Ich würde mir dies sehr wünschen.

Die Einstellmöglichkeiten in diversen Fenstern erinnern auch noch sehr stark an den alten Desktop und sehen ein wenig unprofessionell umgesetzt aus. Diese Integration ist aus meiner Sicht nicht erforderlich, da GNOME-Tweak hier zur Konfiguration völlig ausreichend wäre.

Ubuntu 17.10 GNOME Dash
Ubuntu 17.10 GNOME Tweak

Das neue Startmenü verschwindet wenn gewünscht automatisch und lässt sich ruckelfrei und zuverlässiger aus dem linken Bildschirmrand holen als mit Unity. Die Fenster-Knöpfe (minimieren, maximieren und schließen) befinden sich wieder oben rechts. Wer damit nicht zurecht kommt, kann diese mit Tweak wieder nach links verschieben. Als Mail-Client kommt Thunderbird zum Einsatz. Andere GNOME-Distributionen wie Debian setzen da hingegen schon länger auf Evolution. Das ist natürlich Geschmacksache. Als Standard-Browser ist Firefox vorinstalliert.

Fazit

Alles in Allem arbeit Ubuntu 17.10 zuverlässig. Zu Problemen kann es aber hingegen mit Bluetooth unter dem verwendeten Kernel 4.13 kommen.

Der Desktop versprüht den Charme von Unity und wirkt aber aus meiner Sicht samt Unterbau irgendwie unfertig.

Ubuntu verliert zwar immer mehr an Bedeutung. Trotz allem ist dieses Betriebssystem immer noch das Maß der Dinge in diesem Segment. Man darf also gespannt sein, welches Konzept Canonical der Community mit der bevorstehenden Long Term Support Version 18.04 präsentieren wird.

Autor: Frank Lüttig

Mein Name ist Frank, ich bin 1969 geboren und wohne in Halle (Saale). Ich bin ein technikbegeisterter Linux-User und berichte von Zeit zu Zeit auf intux.de über meine Erfahrungen im Bereich Open Source.

2 Gedanken zu „Ubuntu 17.10 Artful Aardvark“

  1. Hallo Frank

    insgesamt wirkt Ubuntu nach der Umstellung auf GNOME benutzerfreundlicher, ist es aber nicht wirklich. Manche Funktionen benötigen mehr Klicks als vorher. Z.b. simples wechseln des WLAN Netzes, da es nicht als Scroll Down sondern als Untermenü und zusätzliches Fenster geordnet ist.
    Besonders nervt mich die automatische Maximierung der Fenster aller Programme. Ich habe noch keine Einstellung gefunden das zu deaktivieren. Im Tweak Tool habe ich ebenfalls keine Deaktivierung der Auto-maximierung gefunden. Viel. kennt jemand eine Möglichkeit..??

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