Hyperion, die Ambilight-Alternative – Teil 4

Heute im letzten Teil von „Hyperion, die Ambilight-Alternative“ möchte ich auf die Programmierung eingehen. Natürlich beschreibe ich hier auf intux.de den Linux-Weg, mit Zugang zum Raspberry Pi (Modell B)  via SSH und SFTP. Das Ganze funktioniert selbstverständlich auch mit anderen Systemen wie Windows. Hierzu empfehle ich Tools wie PuTTY und/oder FileZilla.

Da ich einen Fushicai-Grabber (Logilink) einsetze, konnte ich mit dem aktuellen Image von Raspbian arbeiten. Dieses kostenlose Image läd man von der Seite http://www.raspberrypi.org/downloads/ herrunter. Das Build habe ich in mein Home-Verzeichnis entpackt und wie folgt auf die SD-Karte für mein Hyperion-Steuergerät Raspberry Pi gespielt.

Hier muss natürlich der Name des Home-Verzeichnisses an das eigene System angepasst werden, will man das Projekt am heimischen Rechner ebenfalls so nachbauen.

Im Anschluss wird die SD in den Raspberry Pi eingelegt und dieser gestartet. Eine Tastatur muss natürlich für den ersten Start an den RasPI angeschlossen sein. Später kann man dann bequemer vom PC oder Notekook über SSH auf das Gerät zugreifen.

Beim ersten Start von Raspbian auf dem Pi kommt man in das Konfigurationsmenü. Hierbei ist das Dateisystem über Punkt 1 zu erweitern und über Punkt 8 SSH und SPI zu aktivieren.

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Ist das erledigt bestätigt man mit Finish und startet den Pi neu.

Nach dem Neustart führt man ein

durch, um das System zu aktualisieren. Sicherheitshalber startet man den Raspberry Pi mit

nochmals neu. Nach der Eingabe

erscheint der Fushicai-Grabber ID 1b71:3002 wie in der Abbildung zu sehen ist in der Auflistung.

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Gibt man

ein, sollte nun spidev0.0 und video0 hier zu sehen sein.

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Das Programm HyperCon ist nun auf den PC zu laden und auszuführen. Hierbei muss Java installiert sein um HyperCon ausführen zu können. Man stellt im Programm die Anzahl der LEDs, die Anordnung etc. ein. Auf der Abbildung sieht man nun meine Vorgaben für 46 Leuchten (42 Zoll). Diese Konfigurationsdatei wird auf dem PC vorzugsweise in Home gespeichert.

Hyperion

Nun wird das Gegenstück Hyperion, zur Steuerung der LEDs, auf dem Pi installiert.

Alle Voraussetzungen sind nun geschaffen und man muss nur noch ein wenig konfigurieren!

Ein Screenshot des vom Grabber ausgegebenen Bildes, mit dem Hyperion arbeitet, muss nun erstellt werden.

Die entsprechende screenshot.png liegt dann im Hauptverzeichnis /home/pi des Raspberry Pi. Um nun den Grabber richtig einzustellen, schaut man sich das Bild auf dem PC an. E ist es hilfreich den Screenshot via SFTP (z.B. mit Filezilla) auf den PC zu holen. Man beschneidet jetzt mit crop das Bild solange bis die schwarzen Streifen um das Bildschirmfoto verschwunden sind.

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Bei mir sieht der Befehl dann wie folgt aus:

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Um den Raspberry Pi nicht in die Knie zu zwingen, wird mit einer kleineren Auflösung zur Steuerung gearbeitet. Der passende Befehl wäre dann:

Diese Werte editiert man im nachfolgenden Text und fügt das Ganze dann entsprechend so in die Konfigurationsdatei hyperion.config.json nach

ein.

Nun ist noch der framegrabber und der xbmcVideoChecker  auszukommentieren (mit ///).

Meine fertige Config sieht nun so aus:

Die fertige Datei läd man dann via SFTP nach /home/pi. Von da wird sie via SSH nach /opt/hyperion/config in das entsprechende Config-Verzeichnis verschoben, da man mit SFTP standardmäßig keine root-Rechte hat, um in das System zu schreiben.

Jetzt startet man den RasPi neu und der Ambi-Clon nimmt seine Arbeit auf!

Nachtrag

Um am laufenden System erneut einen Screenshot zu erstellen, muss der Daemon gestoppt werden. Dies erledigt man mit

Mit einem

wird der Daemon wieder gestartet.

Nachtrag

Nachdem ich den HDMI-Konverter nochmals austauschen musste (HDMI zu AV Konverter), habe ich aufgrund eines neuen Screenshots mit folgenden Crop-Werten gearbeitet.

Viel Spaß!

Autor: Frank Lüttig

Mein Name ist Frank, ich bin 1969 geboren und wohne in Halle (Saale). Ich bin ein technikbegeisterter Linux-User und berichte von Zeit zu Zeit auf intux.de über meine Erfahrungen im Bereich Open Source.

2 Gedanken zu „Hyperion, die Ambilight-Alternative – Teil 4“

  1. Hallo
    habe alles gemach wie beschrieben. funktioniert super. tolle anleitung
    danke (;

    nur habe ich folgende problem

    1. wie bekomme ich ein schönes weiß hin?
    habe schon alles getestet mit der app (zur info: die kostet bei iphone 3,99€) aber hat immer einen blaustich dabei. wird nie wirklich weiß
    2. z.b. bei avatar bei der feuerszene wird bei mir das feuer eher grün als rot/orange
    aber sonst passt eig. alles (auch mit den testbildern)
    4. wie weit stehen eure tv’s von der wand weg?
    5. wie bekommt man so ein ergebniss hin???
    https://m.youtube.com/watch?v=bLLoOMHKgC4
    6. die helligkeit verändert sich auch nicht wirklich egal was ich einstelle
    7. leds schalten nicht aus wenn ich kodi herunterfahre muss ich extra stecker ziehen und wenn ich wieder anstecke, schalten sich die leds nach einiger zeit wieder an

    1. Hallo Philipp,
      wie du siehst ist das Ganze schon fast ein Jahr her. Es ging mir nie um einen produktiven Einsatz, deshalb habe ich nach der Realisierung alle Komponenten verkauft nach einer gewissen Testphase verkauft.
      zu 1. Hier kannst Du nur mit Hyperion testen und die Einstellungen vornehmen. Ich hatte gemerkt, dass es beim Konverter Unterschiede gibt, die sich auch auf das Farbbild auswirken. Hier eine Auflistung der von mir verwendeten Komponenten: https://www.intux.de/2015/03/hyperion-die-ambilight-alternative-zusammenfassung/
      zu 2. Auch hier kann ich nur auf Hyperion verweisen. Meine Einstellung war: RGB Byte Order: RGB
      Das muss an die entsprechenden LEDs angepasst werden.
      zu 4. Meiner stand 25cm von der Wand. Idealerweise sollte er sich fast direkt an der Wand befinden. Dabei ist es für den Effekt dienlich, wenn kein Schrank etc. nah am TV steht und die Wand weiß ist. Hat man in unmittelbarer Nähe hellbraune Möbel, so reflektiert weißes Licht gelblich.
      zu 5. Hier handelt es sich um ein anderes System.
      zu 6. Dazu kann ich nichts sagen. Ich hatte mit der Helligkeit keine Probleme. Ich weiß auch nicht, ob die einstellbar ist. Ich kann das leider nicht mehr überprüfen. Tut mir leid.
      zu 7. Das Problem hatte ich auch. Nach dem Wechsel auf den neuen Konverter ging das dann aber. Siehe: https://www.intux.de/2015/03/hdmi-zu-av-konverter/
      Das Ganze ist aber mehr ein Glücksspiel! Hier kann ich keine Garantie für ein Gelingen geben, da ich nicht weiß was momentan im Handel ist. Ich hoffe die Links sind noch aktuell.
      Hier noch schnell ein Link:
      http://www.forum-raspberrypi.de/
      Hier wird dir sicher weitergeholfen! Die Jungs sind kompetent, die sich genau mit dieser Materie beschäftigen.
      Ich wünsche ein gutes Gelingen!

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