Chrome oder Chromium?

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Simon / Pixabay

Das ist hier die Frage! Das ist die Frage die ich mir gestellt habe. Da ich es in manchen Bereichen sehr minimalistisch mag, bin ich vor einiger Zeit zu Google Chrome gekommen. Erst hatte ich den Chrome nur als Zweit-Browser betrieben. Ab und an habe ich dann Chrome zum Surfen benutzt und wegen einiger Schwächen, wie ich fand, eher links liegen lassen. Nach und nach hatte ich aber immer mehr gefallen an Chrome gefunden, so dass ich ihn bald als Standard-Browser einsetzte.

Nach dem Umstieg auf Ubuntu 12.04 LTS, bedingt durch den Kauf meines neuen neuen Notebooks HP dv6-6b14eg mit beataudio, wollte ich natürlich auch Chrome wieder zum Standard auf meinem System machen. So habe ich mir Chrome herunter geladen und installiert. Alles schien wie auf meiner 10.04 LTS zu laufen. Schnell musste ich aber feststellen, dass dem nicht so war. Wenn ich Seiten wie intux.de oder Piwik  aufrief, dann hörte ich ein leises Knacken im Intervall von ca. 1-2 Sekunden. Mit größter Wahrscheinlichkeit gibt es gewisse Konflikte mit dem Audio-Treiber. Verbaut ist folgende Hardware:

  • Audio device: Advanced Micro Devices [AMD] nee ATI BeaverCreek HDMI Audio [Radeon HD 6500D and 6400G-6600G series]
 

Nach etwas Recherche im Internet fand ich einige User die mit diesem Soundsystem ebenfalls Probleme haben. Im System sind  vier Laustsprecher und ein Subwoofer integriert. Angesteuert werden aber nur zwei Lautsprecher, was mir bis dato nicht aufgefallen war. Ich denke, dass in nächster Zeit ein Treiber-Update ins System eingepflegt wird.

Da dieses Knacken jedoch nur unter Chrome bei mir auftrat, habe ich weiter mit Firefox gearbeitet. Doch vorgestern kam mir der Gedanke es doch mal mit dem Open Source Chromium zu versuchen und siehe da? Alles läuft perfekt, ohne störendes Knacken in den Lautsprechern.

Da ich über mein Blog schon gezielt zu diesem Notebook befragt wurde (zwecks Kaufentscheidung), möchte ich diese neue Erkenntnis gern weiter geben.

Chromium ist in den offiziellen Paketquellen von Ubuntu enthalten.

22 Kommentare

  1. Das knacken ist in Chromium ist weg, weil in den offiziellen Paketquellen noch eine veraltete Version von Chromium liegt. Das Chromium PPA hat leider seit 4 Monaten keinen maintainer mehr, so dass man das auch nicht zu benutzen braucht. Chromium aus den offiziellen Quellen ist also nur eine Abhilfe auf Zeit (sprich: du hast eine noch funktionierende Version) und Chromium aus dem offiziellen PPA ist momentan tot.

    Für mich persönlich ist Chrome damit schon seit einer Weile nicht mehr benutzbar und Firefox (die neuen Versionen sind super) ist wieder mein Zweitbrowser geworden. Erstbrowser bleibt für mich als Poweruser Opera 😉

    • Das habe ich schon bememerkt. Chromium ist in Version 18 in den PPAs enthalten. Voerst bringt es jedoch Abhilfe und deshalb werde ich Chromium erstmal nutzen. Wenn jemand bemerkt, dass irgendwann das Knacken bei einer neuen Chrome-Version weg sein sollte, so wäre ich über diese Info dankbar.

  2. Wenn ich hier mal eine Lanze für Iron brechen darf … schade, wie unbekannt das Projekt ist. Ich nutze ihn seit Monaten auch unter Linux (Ich habe Chromium, um ehrlich zu sein, als ich sah daß ich weder benutzerdefinierte Suchstrings festlegen kann noch Ladegeschwindigkeiten mit Iron zu vergleichen sind, sofort von der Platte geschmissen – es ist auch nur bedingt auf Endanwender ausgerichtet.) Ich habe seit Release 14. keine Abstürze zu vermelden die ich immer noch sonst nur zu Chrome/-ium lese, falls vorhanden greift er auf das Mozilla Flash/Gnashplugin zurück, der User Agent lässt sich ändern (UA.ini), eine simple Adblock.ini (Anmerkung: Install-Pfad ist egal, die gehört immer nach /opt/. Wem der Adblock Plus-Port auf Chromium nicht zusagt, kann ich die andere Version (chromeadblock.com, redirect auf Web Store.) empfehlen, Element Hiding Helper etc. ist integriert und läuft flüssig.) Was vorkommen kann, ist dass er das Linux-Flashplugin als veraltet ansieht und eine Warnung ausgibt (die sich unter chrome://flags und chrome://plugins deaktivieren lässt.) Unter KDE ist er zumindest bei mir wesentlich träger als Firefox, QupZilla ist meistens die bessere Wahl. Vielleicht werdet ihr auch mit Midori glücklich, der von Hause aus einige nette Features mitliefert, die die Nichtunterstützung von Add-Ons zumindest zum Thema Basis-Privatsphäre für die Performance ziemlich wettmachen.

  3. ich nutze unter windows xp und 7 ,chrome.
    ( beide systeme waren schon auf netbook und pc vorinstalliert )
    unter linux chromium.
    fahre damit recht gut 😉
    allerdings habe ich neben den hauptbrowser chromium ,auch opera und firefox laufen.

  4. Verlinke mal deine Posts auch auf Google plus ,wenn du Sie schon hier und dort postest so das dort nicht Tote Hose herscht 😀

  5. Zur Info, der neue Chrome macht bei mir auch unter Windows die selben störende Geräusche (knacken).. Unter Linux habe ich noch nichts bemerkt..

  6. Ich hatte dieses Knacken mit Chrome unter Ubuntu auch. Bei mir hat sich allerdings herausgestellt, dass Flash schuld war. Wenn ich das Plugin deaktiviert habe, war Ruhe. Das würde auch erklären warum das Problem mit Chromium weg ist; da ist ja kein integriertes Flash mit drin. Da deaktivieren wohl unpraktisch ist, hab ich jetzt Click-to-Play (chrome://chrome/settings/content) und natürlich http://www.youtube.com/html5 aktiviert 😉

    • Danke für den Hinweis. Das klingt ja mal wirklich nach Problemlösung. Die Meinungen diesbezüglich gehen ja sehr weit auseinander. Die letzte Vermutung war, die fehlende Sound-Unterstützung im Kernel. Ich werde die Flash-Geschichte mal testen.

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