Steuererklärung mit ElsterFormular

ElsterFormular ist jetzt wohl zu meinem Steckenpferd geworden. Da ja einmal im Jahr die Einkommenssteuererklärung fällig wird, arbeite ich zwangsläufig mit ElsterFormular.

Wie sieht es nun mit der neuen Ubuntu 12.04 LTS Precise Pangolin aus? Da es leider immer noch keine native Steuersoftware für Linux gibt, komme ich persönlich nicht an ElsterFormular vorbei. Um das System nun fit für Elster zu machen, muss man Wine (Wine Is Not an Emulator) installieren. Dieses findet man im Software-Center in der Version 1.4.

Winetricks wird automatisch mit installiert und ist auch für eine reibungslose Funktion unerlässlich.

Im Anschluss sollte man sich die aktuelle Version von ElsterFormular herunter laden. Diese bekommt man hier. Installiert wird die ElsterFormular-13.3.0.9066p.exe (der Dateiname wird sich mit jeder neuen Version entsprechend ändern) über Wine.

Um die Berechnung nun als PDF ausgeben zu lassen, installiert man ebenfalls über Wine den Foxit Reader. ElsterFormular und Foxit Reader arbeiten perfekt zusammen. Ein Abspeichern der Berechnung ist über den Foxit Reader als PDF möglich.

Um die Daten nun an das Finanzamt zu übertragen, muss man noch Oracle Java installieren. Vor einiger Zeit hatte ich im Artikel „Jedes mal wieder spannend …“ die Installation via PPA erläutert. Dies ist nun aus lizenzrechtlichen Gründen so nicht mehr möglich. Im Wiki von ubuntuusers.de wird jedoch sehr gut beschrieben wie man Oracle Java manuell installiert. Hierbei müssen alle zehn Schritte sowie die Firefox Plugin Installation durchgeführt werden.

Oracle Java steht hier zum Download bereit. Aktuell ist die jre-6u33-linux-x64.bin für 64-Bit Systeme zu bevorzugen. Ob Ubuntu nun bereit für ElsterOnline ist, kann man dann auf folgender Seite mit einem Klick auf den Konfigurations-Assistenten testen.

Wine ist in den offiziellen Paketquellen von Ubuntu enthalten.

AverTV Volar Black HD und VLC

Mit meiner 10.04 hatte ich bis vor kurzem noch aktiv ME-TV genutzt. Ich war eigentlich recht zufrieden damit. Nun will ich es aber zukünftig mit VLC versuchen. Seit auf meinem Umstieg auf die 12.04 LTS, bin ich noch nicht dazu gekommen meine DVB-T Karte einzurichten. Jetzt habe ich es einfach mal schnell getan. Ich benutze nach wie vor die AverTV Volar Black HD.

Mehr Infos hierzu auf: http://www.avermedia.eu

Um das Ding zum Laufen zu bekommen brauchte man früher genau wie heute die Firmware dvb-usb-af9015.fw. Um diese problemlos zu installieren, empfehle ich gleich die passende Firmware via

Wenn man schon über eine channels.conf mit den zuvor gesuchten Sendern verfügt, dann muß die Olympiade nicht länger warten. Einfach den VLC starten, dann geht man auf Medien -> Datei öffnen -> channels.conf.

Nun sollte auch ein Fernsehbild zu sehen sein, wie hier dargestellt, zu sehen sein.

Wie man eine entsprechende channels.conf erstellt, hatte ich im Artikel „Sendersuche für ME-TV“ schon einmal beschrieben. Wer gern andere Hardware einsetzen möchte, der findet auf http://wiki.ubuntuusers.de/DVB-Karten eine Tabelle mit entsprechender DVB-T Hardware.

VLC ist in den offiziellen Paketquellen von Ubuntu enthalten.

GnuCash unter 12.04

Am Wochenende hatte ich wieder etwas Zeit mein System zu optimieren. Vor zwei Wochen hatte ich mir ja ein neues Notebook zugelegt und gleich die Chance genutzt, auf die Ubuntu 12.04 LTS umzusteigen. Dies hat alles, wie erwartet, wunderbar funktioniert. Nun steht eben noch ein wenig Feinschliff an. Vor etwas über vier Monaten habe ich schon einmal das Programm GnuCash Finance Management vorgestellt. Nach wie vor ist GnuCash für mich die absolute Nummer Eins im Bereich Banking unter Linux. Das Prinzip der doppelten Buchführung ist zwar für Neulinge etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber natürlich auch seine Vorteile. In meinem damaligen Artikel „GnuCash“ hatte ich schon die etwas komplizierte Konfiguration des Onlinezugangs über den AqBanking Qt-Assistent angesprochen. Leider sind keine Vorlagen der meist genutzten Bankzugänge vorkonfiguriert. Manch ein Neuling wirft da sicher schnell das Handtuch. Aus der Windows-Welt kenne ich einige gute Programme mit denen ich früher selbst gearbeitet habe. Es war oft ein Kinderspiel, diese an die eigene Hausbank anzupassen. Dies ist mit GnuCash nicht so ohne weiteres möglich.

Aus diesem Grund möchte ich kurz die Einrichtung eines HBCI-Zugangs speziell für die comdirectbank erklären. Hiervon lassen sich Zugänge zu anderen Banken spielend ableiten.

Um den Onlinezugang einzurichten, öffnet man das Menü Werkzeuge. Dann geht man auf Onlinebanking Einrichtung. Es öffnet sich nun folgender Assistent.

Hier geht man mit Vor auf die nächste Seite und startet dort den AqBanking Einrichtungs-Assistenten. -> Vor

Hier legt man nun einen neuen Benutzer an

 

und klickt dann weiter.

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Nun wählt man HBCI backend using AqHBCI aus.

Nachdem man mit Weiter bestätigt hat, wählt man PIN/TAN einrichten aus und geht mit Ausführen weiter.

Im Anschluss startet hier der HBCI PIN/TAN Einrichtungsassistent. -> Weiter

Hier erfolgt die Eingabe der BLZ 20041111, Bankname comdirectbank und der Server-URL.

https://hbci.comdirect.de/pintan/HbciPinTanHttpGate

Jetzt gibt man den Benutzernamen (Vor-und Zuname) ein, Die Benutzerkennung (Zugangsnummer) und die Kundennummer (Zugangsnummer). -> Weiter

Im HBCI PIN/TAN Einrichtungsassistent geht man nun auf Erweiterte Einstellungen.

Man wählt hier nun bei HBCI-Version 2.20 und bei HTTP-Version 1.0 aus. Bei SSv3 erzwingen wird ein Häkchen gesetzt. Im Anschluss den Vorgang mit Ok bestätigen.

Im kommenden Fenster das Zertifikat akzeptieren. -> PIN eingeben -> PIN wiederholen

Nun den HBCI PIN/TAN Einrichtungsassistent mit Fertig abschließen.

Jetzt ordnet man die bei der Bank gefundenen Konten den Aktiva-Barvermögen-Konten zu und geht weiter mit Vor.

Mit Anwenden schließt man die Online-Banking Einrichtung ab.

Nun kann man Kontoauszüge abholen sowie den Kontostand abfragen. Dazu geht man auf Aktiva -> Barvermögen -> z.B. Girokonto. Nun wählt man im Menü Aktionen -> Online Aktionen -> Saldenabfrage oder Abfrage Kontoumsätze…

Wer nicht weiß, welche Einstellungen des HBCI-Servers seiner Hausbank die richtigen sind, der sollte sich folgenden Link http://linuxwiki.de/OpenHBCI/GetesteteBanken ansehen. Führt dies zu keinem Erfolg, gibt die Hausbank sicher Auskunft.

GnuCash ist in den offiziellen Paketquellen von Ubuntu enthalten.

Neues von Kim Dotcom

Nun versucht Kim Dotcom sich in der Rolle des Internet-Freiheitskämpfers medienwirksam in Szene zu setzen. Mit dem sehr politischen und wohl selbst produzierten Song „Mr. President“ greift der einstige Herr von Megaupload die Filmindustrie von Hollywood sowie den amerikanischen Präsidenten scharf an. Mit der Message „Der Krieg um das Internet hat begonnen“ zieht Kim Schmitz gegen SOPA , PIPA und ACTA in die Schlacht.

Quelle: YouTube

HTML5 und CSS3

Wer gern einmal seine Grundkenntnisse zu HTML5 und CSS3 testen möchte, dem kann ich folgendes kleines Quiz empfehlen. Hierbei werden 10 Fragen rund um die Themen HTML5 und CSS3 gestellt. Zur Beantwortung jeder Frage hat man 60 Sekunden Zeit. Für jede richtige Antwort erhält man 15 jooPoints plus 1 jooPoint für volle 4 Sekunden Restzeit. Am Ende gibt es eine Auswertung.

Wer schafft es in die Highscore-Liste?

Microsoft fährt Verlust ein

Microsoft ist erstmals seit seinem Börsengang im Jahr 1986 tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzern hat einen Quartalsverlust von 492 Mio Dollar eingefahren. Grund hierfür ist eine milliardenschwere Abschreibung auf die inzwischen wertlose Unternehmensbeteiligung von aQuantive.
Google verdiente im gleichen Quartal elf Prozent mehr.
Ob Microsoft, mit der Kombination Windows 8 und Office 2013 wieder zurück in die Erfolgsspur findet, wird sich zeigen. Steve Ballmer ist jedoch fest davon überzeugt.

Piwik sendet keine Berichte

Seit einiger Zeit hatte ich das Problem, dass Piwik mir keine Berichte mehr per eMail zugesendet hat. Es lag wohl an der missglückten Aktualisierung auf die Version 1.8.2. Ich nehme an, ich habe irgendwelche Berechtigungen vor dem Update falsch gesetzt. Eine Fehlermeldung hatte ich zum Zeitpunkt der Aktualisierung nicht erhalten. Der Fehler fiel mir auch nicht gleich auf, da ich mir die Piwik-Berichte nur wöchentlich zusenden lasse. Nach meiner Suche im Netz wurde ich auf einen Eintrag im Piwik-Forum aufmerksam. Hier hatte ein User genau das gleiche Problem. Gestern habe ich folgendes versucht. Ich habe Piwik neu installiert. Dazu habe ich vorher eine neue Datenbank angelegt. Im Anschluss wurde die alte /piwik/config/config.ini.php gesichert. Mit dieser Datei habe ich die /config/config.ini.php der Neuinstallation überschrieben. Um zu testen, ob der Versand der Berichte wieder wie gewohnt funktioniert, habe ich den Intervall auf täglich gesetzt. Diese Aktion führte bei mit tatsächlich zum gewünschten Erfolg.

Zum Schluss habe ich die alte Installation und die neue Datenbank gelöscht. Nach dem Setzen der sicherheitsrelevanten Dateiberechtigungen läuft Piwik nun wieder wie gewohnt.

Google-Kontakte in Evolution

Um Evolution noch effektiver nutzen zu können, so ist für mich die Synchronisation meiner Kontakte und Termine meines Android-Smartphones unabdingbar. Voraussetzung für den Weg den ich ich hier kurz beschreiben möchte, ist ein Google-Account, der mit dem Smartphone verknüpft ist. Das heißt, Kontakte des Android-Systems werden in einem Google-Konto gespeichert und mit Google synchronisiert.

Um nun Evolution fit für Google zu machen, gibt es bei der Ubuntu 12.04 LTS zwei Wege. Zuerst beschreibe ich kurz den etwas umständlicheren Vorgang, der jedoch auch auf älteren Systemen wie z.B. 10.04 funktioniert.

Nach dem Öffnen von Evolution geht man auf Kontakte -> Häkchen rechts neben Neu -> Adressbuch. Nun sieht man folgendes Fenster.

Hier wählt man bei Art des Adressbuchs Google aus. Man gibt unten den Benutzernamen ohne @googlemail.com bzw. @gmail.com ein und setzt noch das Häkchen bei Sichere Verbindung. Im Anschluss erfolgt noch die Passwortabfrage. Nun werden alle Google-Kontakte in Evolution eingelesen.

Um noch den Google-Kalender zu integrieren, arbeitet man analog diese Schritte im Kalender ab. Kalender -> Häkchen rechts neben Neu -> Kalender. Im Anschluss wählt man wieder als Art Google und gibt wie zuvor den Benutzernamen ein. Den entsprechenden Kalender wählt man dann unter Vorgabe aus. Zum Schluss erfolgt wieder eine Passwortabfrage und die Daten werden importiert. Alle Termine sind wie auch die Kontakte editierbar und sollten auch entsprechend mit dem Smartphone synchronisiert werden.

Der zweite Weg den ich kurz beschreibe, ist wesentlich einfacher und eleganter. Man geht unter Einstellungen in Online-Konten, wählt Google aus, bestätigt die entsprechenden Abfragen und kann über das Anwählen der entsprechend Schalter, Kalender und Kontakte, die entsprechenden Daten in Evolution einspielen.

Zurück zu Evolution

Es ergeben sich immer im Leben irgendwelche Zwangspunkte oder Abhängigkeiten. So kam es auch bei mir nach der Installation von Ubuntu 12.04 LTS zu gewissen Abhängigkeiten. Das geniale an Linux ist ja die Vielfalt freier Software. So kann man sich sein System genau nach den eigenen Wünschen anpassen. Das habe ich natürlich auch gleich getan. Meine Desktop-Umgebung sollte GNOME 3 werden. Wenn man ständig auch damit arbeiten möchte, muss man sich mit vielen neuen und ungewohnten Funktionen anfreunden. Ich muss ehrlich sagen, GNOME gefällt mir recht gut. Ab und an habe ich schon einige Live-Systeme im Vorfeld mit GNOME 3 getestet. Jetzt jedoch im Dauereinsatz fiel mir auf, dass oben im Panel eine Verlinkung zum Kalender vorhanden ist. Nachdem ich mich nun gerade mit Thunderbird etwas vertraut gemacht hatte, merkte ich dass die Verlinkung zum alt bekannten eMail-Client Evolution führt. Nach der Diskussion der letzten Tage in vielen Blogs zur Zukunft von Thunderbird, dachte ich mir es wieder mit Evolution (Version 3.2.3) zu versuchen. Seit über drei Jahren arbeite ich ja schon damit. So fiel mir natürlich der Umstieg zurück auf Evolution wirklich nicht schwer. Meine Termine, die ich meist mit meinem HTC eintippe, werden nun schön im Kalender, der sich nach einem Klick auf die Uhr im Panel zeigt, dargestellt. Auch die Kontakte meines Handys sind nun wieder mit an Bord.

Evolution ist in den offiziellen Paketquellen von Ubuntu enthalten.

Nun auch ich!

Am letzten Samstag habe ich mir endlich die Ubuntu 12.04 LTS für mein neues HP-Notebook gegönnt. Nachdem ich alle Sprachdateien runtergeladen und das System auf den neuesten Stand gebracht hatte, habe ich die GNOME Shell installiert. Einige kleine Problemchen traten zwar noch auf. Nach der Installation des proprietären Catlayst-Treiber von ATI, war endlich auch die Akku-Laufleistung akzeptabel, da GPU und Lüfter nun optimaler gesteuert werden. Bei der Installation meiner CEWE-Fotobuchsoftware bekam ich einen Schreck, da diese im Anschluss nicht startete. Der Grund waren die fehlenden Erweiterungen ia32-libs und lib32gomp1. Mein CEWE Fotobuch ist leider nur eine 32-Bit Anwendung, was mir bis zu diesem Tag so nicht bewusst war. Da ich fast ausschließlich mit den Windows Schriftarten arbeite, mussten diese auch noch drauf. Dieses Kapitel war auch sehr spannend. Weder über das Ubuntu Software-Center, noch über das Terminal (sudo apt-get install ttf-mscorefonts-installer) gelang mir die vollständige Installation. Ich konnte beim besten Willen nicht die EULA-Richtlinien bestätigen. Erst nachdem ich die Synatic-Paketverwaltung auf meinem System hatte, konnte ich darüber ttf-mscorefonts-installer installieren und ein Häkchen zur Bestätigung der Lizenz setzen. Nun liegt nur noch ein wenig Feintuning an. Im Großen und Ganzen bin ich aber mehr als zufrieden mit der 12.04. Meiner Meinung nach läuft vieles runder als noch vor Jahren. Schade nur, dass keine mit Ubuntu vorinstallierten Systeme in Großmärkten in den Regalen stehen. Ich denke schon, der eine oder andere Rookie würde bei einem Preisvorteil von 50 bis 70€ zugreifen. Vielleicht wagt ja einmal ein PC-Großmarkt eine Offensive, wie einst Vobis im Jahre 1995 mit OS/2. Das wäre doch mal was!?