PDFs zusammenfügen

Heute stelle ich das Tool PDF-Shuffler vor. Mit diesem kleinen Programm kann man PDF-Dateien zusammenfügen, ordnen oder auch nur einzelne Seiten herauszulösen. Man zieht entweder per Drag and Drop PDF-Dateien in das Hauptfenster oder fügt diese über den Button „Importieren von PDF“ hinzu. Um Seiten neu zu ordnen, zieht man diese einfach an die entsprechende Stelle. Danach einfach auf „Exportieren in PDF“ klicken, einen neuen Namen vergeben und fertig ist das neue Dokument. PDF-Shuffler ist im Prinzip selbsterklärend und eine sehr gute Alternative zu PDFSam.

PDF-Shuffler ist in den offiziellen Paketquellen von Ubuntu enthalten.

Schlummerfunktion

Wenn ich beruflich unterwegs bin, ist mein Notebook meine Multimedia-Anlage. Ich Höre damit meine Musik (MP3), Radio, Schaue abends DVD oder Fernsehen mit DVB-T. Um Letzteres entspannt vom Bett aus genießen zu können und ohne noch einmal aufstehen zu müssen einzuschlafen, verwendete ich bis letztes Jahr qshutdown. Leider funktionierte es aber irgendwann nicht mehr richtig. Der Rechner fuhr nicht mehr komplett herunter, sondern machte einen Restart und blieb im Anmeldebildschirm hängen. Ich fand das sehr ärgerlich. Die Lösung war dann der Befehl am Terminal:

Jetzt habe ich mich nochmals der Problematik zu qshutdown angenommen und siehe da, die Version 1.6.3 läuft wie in alten Zeiten.

Ab Ubuntu 10.10 ist qshutdown in den Paketquellen enthalten. Wer noch eine ältere Ubuntu-Version einsetzt, bekommt das kleine Tool über ppa:hakaishi/qshutdown.

Mehr zur Infos zur Anwendung gibts auf https://launchpad.net/~hakaishi/+archive/qshutdown.

Precise Pangolin testen

Seit gestern steht ja bekanntlicher Weise Ubuntu 12.04 Precise Pangolin zum Download bereit. Einige Windows Nutzer werden sich nun Ubuntu 12.04 bestimmt näher anschauen wollen. Diesen Usern empfehle ich folgende Tour auf Ubuntu.com. Hier kann sich Jeder, der mit dem Gedanken spielt, einen ersten Einblick in die Optik der neuen Long Term Support Version verschaffen.  Eine nette Spielerei wie ich finde. Wurde das Interesse geweckt, dann sollte man sich die Live-CD herunterladen, wobei man zwischen der 32 bit und der 64 bit Variante wählen kann.

Nun hat man die Möglichkeit Ubuntu ohne es installieren zu müssen auf dem eigenen PC zu testen. Hier sieht man schnell, ob Probleme mit der Hardware auftreten. Ist dies der Fall, so sollte man sich in den entsprechenden Foren informieren. Wer dann immer noch nicht genug vom Precise Pangolin bekommen hat, der kann es dann auch von CD installieren. Kann auf Windows nicht verzichtet werden, so ist es auch möglich ein Dualboot-System einzurichten. Wobei es auch andere Alternativen wie VMware gibt. Hierauf will ich aber jetzt nicht weiter eingehen.

Ich hoffe, dass Mark Shuttleworth Recht behält und wir einen großen Zuwachs an neuen Ubuntu-Systemen in diesem Jahr erleben werden.

Übrigens wird erstmals die LTS für Desktop- PCs fünf Jahre unterstützt.

Die ersten Erfahrungen

Einige Kommentare zum Artikel „Die Paketverwaltung“ gingen in die Richtung, ich möge doch ein Howto schreiben, um Umsteiger davor zu bewahren, ähnliche Fehler wie ich zu machen. Ich denke ein Howto würde zu sehr auf GNOME 2 eingehen. Da Ubuntu nun in den nächsten Tagen auch als LTS Unity mitbringt, werde ich über keine Desktop-Umgebung berichten die keine Zukunft mehr hat.

Es ist tatsächlich so, dass ich mich anfangs mit der Paketverwaltung schwer tat. Der Grund dafür war aber nicht der, dass ich mit der Paketverwaltung nicht klar kam. Es lag vielmehr daran, wie die diversen Linux-Distributionen mit der Installation von externen Programmen umgehen. Bei OpenSUSE ist es Yast und bei Debian oder Ubuntu ist es Synaptic. Auf APT möchte ich jetzt gar nicht weiter eingehen. Wenn man nur Microsoft-Produkte kennt, dann steht man ohne Hilfe natürlich erst einmal dumm da. Wie schon zuvor geschrieben, bin ich schnell auf ubuntuusers.de aufmerksam geworden. Viele Fragen habe ich im Forum gestellt und hier wurde mir auch immer schnell geholfen. Des Weiteren kaufte ich mir auch das Handbuch Ubuntu 9.04. Auch das war sehr hilfreich.

Was würde ich heute als Umsteiger anders machen?

Heute gehe ich so vor, dass ich zu aller erst einmal auf wiki.ubuntuusers.de nach dem Programm suche, welches ich installieren möchte. Dort werden meist viele andere Alternativen gezeigt. Ich lese mir die Anleitungen durch und entscheide mich dann für ein Programm. Im Wiki werden die Pakete zur Installation vorgeschlagen. Diese sind fast ausschließlich in den Paketquellen schon enthalten. Wenn nicht dann wird darauf hingewiesen und genau erläutert wie man das entsprechende Programm installiert. Wenn mir Pakete vorgeschlagen werden, dann kopiere ich mir die Bezeichnung in die Synaptic Paketverwaltung, die ich zuvor öffne, setze das Häkchen „Zum Installieren vormerken“, gehe auf Anwenden und schon wird alles installiert. Es ist darauf zu achten, dass alle Pakete zum Programm installiert werden. Denn es gibt oft gewisse Abhängigkeiten. Ist das erledigt, dann steht auch schon das Programm im entsprechenden Menu zur Verfügung.

Wer es noch einfacher mag, installiert die Programme über das Software-Center. Windows-Umsteiger werden sich sicher vorerst hier wohl fühlen. Ich glaube das Software-Center war bei der 9.04 noch nicht standardmäßig mit an Bord.

Was hatte ich beim Umstieg nicht bedacht?

Bevor ich den Komplettumstieg wagte, machte ich mir eine Liste mit Programmen die ich bisher einsetzte. Dann suchte ich im Internet nach Alternativen für Ubuntu. Das ging alles ganz gut auf. So formatierte ich meine Festplatte. Mittendrin ging mir einiges durch den Kopf und plötzlich wusste ich was ich nicht berücksichtigt hatte.

Zum einen war es das Programm zum Erstellen von Fotobüchern mit CEWE und zum anderen die Steuererklärung via Elsterformular. Für CEWE gibt es aber zum Glück eine native Linux-Version als Download oder als CD, die kostenlos im Shop erhältlich ist (z.B. dm).

Das Problem mit Elster ließ sich aber auch lösen. Hier gibt es ein wunderbares Tutorial. Wie es aber nun mit neueren Ubuntu-Versionen nach dem Wegfall der Sun-Java Pakete aus den Paketquellen aussieht, weiß ich nicht. Hier wäre ich über entsprechende Kommentare dankbar.

Welche Programme habe ich installiert?

Diese werde ich hier kurz auflisten.

  • Büro
    • Adobe Reader
    • Evolution
    • FreeMind
    • GnuCash
    • Labyrinth Mindmaps
    • LibreOffice
    • PDF-Shuffler
    • Planner
    • Wörterbuch
  • Grafik
    • Converseen
    • Darktable
    • DM-Fotowelt
    • F-Spot
    • Gimp
    • Hugin
    • Inkscape
    • Qtpfsgui
    • RAWTherapee
    • SimpleScan
    • Tintii
    • UFRaw
    • imageMagigk
  • Internet
    • Bildbetrachter für entfernte Bildschirme
    • Empathy
    • Filezilla
    • Firefox
    • Google Earth
    • Gwibber
    • Sun Java
    • Teamviewer
    • Terminal-Server-Client
    • Transmission BitTorrent-Client
  • Multimedia
    • AcidRip
    • Audacity
    • Sound Juicer
    • Audio-Recorder
    • Avidemux
    • Brasero
    • Cheese
    • DeVeDe
    • Dvd95
    • dvd::rip
    • GnomeBaker
    • gtkpod
    • gtk-recordMyDesktop
    • ME TV
    • Mixxx
    • OpenShot
    • PiTiVi
    • PulseAudio-Lautstärkeregler
    • Rhythmbox
    • Totem
    • VLC media player
    • Xine
  • Spiele
    • AisleRiot Solitaire
    • gbrainy
    • Mahjongg
    • MegaGlest
    • Minen
    • Nexuiz
    • Pingus
    • Quadrapassel
    • Secret Maryo Chronicles
    • Sudoku
    • UrbanTerror
    • Warzone 2100
    • Wormux
  • Systemwerkzeuge
    • Deja Dup
  • Wine
    • Elsterformular
  • Wissenschaft
    • Stellarium
  • Zubehör
    • Bildschirmfoto aufnehmen
    • Cairo-Dock
    • Festplattenbelegung analysieren
    • gedit
    • ImageWriter
    • Shutter
    • Taschenrechner
    • Terminal
    • Tomboy
    • Zeichentabelle

Dazu kommt noch Apache, MySQL, GParted und Samba. Das ist alles was ich auf meinem Notebook brauche.

Ich hoffe, dass ich mit diesem kleine Rückblick vielleicht doch dem einen oder anderen Umsteiger Mut machen konnte. Bedenkt, es gibt immer eine Alternative!!!

Linus Torvalds ausgezeichnet

Linus Torvalds wurde mit dem Millenium-Technology-Preis 2012 ausgezeichnet. Diese Auszeichnung gilt als der Nobelpreis der Technologie. Neben Torvalds erhält auch der japanische Stammzellenforscher Shinya Yamanaka geehrt.

Torvalds erhält den Millenium-Technology-Preis für seine Verdienste im Bereich Open Source mit der Programmierung des freien Betriebssystems LINUX.

Wer mehr über den LINUX-Schöpfer erfahren möchte, dem empfehle ich das Buch „Just for Fun„.

Die Paketverwaltung

Ich weiß nicht wie es Euch beim ersten Kontakt mit Ubuntu oder Debian erging. Ich war begeistert wie schnell ich Ubuntu installiert hatte und wie gut alles auf Anhieb lief. Kleinere Probleme mit dem Wlan z.B. waren nach der nächsten Aktualisierung schon behoben. Doch dann hatte ich ein Riesenproblem mit dem Installieren benötigter Programme. Da ich den Weg hin zu einer Linux-Distribution allein wagte, fehlte mir auch ein direkter Support. Alles was ich nicht verstand versuchte ich im Netz zu erfahren. Ich hatte keine Ahnung wie ich Programme installieren sollte. Anfragen im Forum führten nicht gleich zum Erfolg, da ich mich vielleicht unverständlich ausdrückte oder man gewisse Erfahrung mit Ubuntu voraussetzte. Es war schwierig für einen Windows-Umsteiger wie mich, keine Setup.exe oder Install.exe vorzufinden, die man einfach ausführen konnte. Bis ich die Genialität der Paketverwaltung begriff, verging schon eine gewisse Zeit. Ich war kurz davor die Flinte ins Korn zu werfen und wieder zu Windows zurückzukehren.

Heute kann ich mir nichts Besseres vorstellen als mit der Synaptic-Paketverwaltung meine Programme einzuspielen. Das lästige Einlegen von CDs oder das Downloaden von zwiespältigen Seiten entfällt für mich komplett.

Über Kommentare Eurer Erfahrungen würde ich mich freuen. Was habt ihr denn für Schwierigkeiten beim Umstieg auf Linux gehabt?

Tintii

Vor etwa einem Jahr habe ich dieses Programm schon einmal erwähnt. Heute möchte ich jedoch ein wenig genauer darauf eingehen.

Dieses Foto habe ich mit Tintii bearbeitet. Hierbei wurden alle Blautöne entfernt. Das Programm ist sehr schnell und recht einfach zu bedienen. Schon allein über die vier Knöpfe am linken Rand lassen sich im Zusammenspiel von Schwarzweiß und Farbe beeindruckende  Bilder erzeugen.

Hier als Vorlage ein HDR, welches mit Qtpfsgui bearbeitet wurde (siehe auch Artikel „HDR mit Qtpfsgui„).

Das Resultat sieht dann so aus.

Tintii gibt es nativ für Linux, Mac und Windows.

Die offizielle Webseite ist http://www.indii.org.